Tesla
Tesla, Inc. (bis 1. Februar 2017 Tesla Motors) ist ein börsennotierter US-amerikanischer Autohersteller mit Sitz in Austin, der neben Elektroautos auch Batteriespeicher, Batterie-Speicherkraftwerke und Photovoltaikanlagen produziert.
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2003 von Martin Eberhard und Marc Tarpenning, die 2008 ausschieden. Im Frühjahr 2004 stiegen Risikokapital-Investoren ein, Elon Musk wurde Aufsichtsratsvorsitzender, später Geschäftsführender Direktor (CEO) und ist seitdem prägende Figur von Tesla. Tesla unterhält (Stand: Oktober 2023) mehrere Produktionsstandorte in den Vereinigten Staaten, hinzu kommen eine Fabrik zur Endmontage in den Niederlanden (seit 2013) sowie jeweils eine sog. „Gigafactory“ in der Volksrepublik China (seit 2019) und Deutschland (seit 2022). 2022 beschäftigte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge über 127.000 Mitarbeiter.
Firmengeschichte, erste marktreife Elektroautomodelle
Ende 2003 hatten sich zwei unabhängige Teams gefunden, zum einen Martin Eberhard, Marc Tarpenning (die 2003 Tesla Motors gründeten) und Ian Wright, zum anderen Elon Musk und Jeffrey B. Straubel, die – vom Prototyp des von AC Propulsion entwickelten T-Zero inspiriert – einen kommerziellen Elektrowagen herausbringen wollten.
Der von 2008 bis 2012 gebaute Tesla Roadster war das weltweit erste elektrische Serienfahrzeug mit einem Batteriesystem aus Lithium-Ionen-Zellen. Es folgte die Entwicklung der Oberklasse-Limousine Model S. Ein Ableger davon ist das etwas größere Model X, eine Mischung aus SUV und Van mit Flügeltüren. Seit Mitte 2017 wird die Mittelklasse-Limousine Model 3 angeboten, seit 2019 das darauf basierende, etwas größere Model Y. Insgesamt hat Tesla bis Ende September 2023 rd. 4,8 Mio. Elektroautos hergestellt (Stand: Oktober 2023). In den USA lag Teslas Marktanteil bei Elektrofahrzeugen im 3. Quartal 2023 bei 50 Prozent. Das Model Y war 2022 weltweit das meistverkaufte Elektroauto, im Jahr 2023 (als erstes Elektroauto) das weltweit meistverkaufte Auto überhaupt, sowie auch 2024.
Geschäftsfelder
Neben dem Geschäft mit Fahrzeugen bietet Tesla seit 2015 einen Batteriespeicher, die Tesla Powerwall, an; er wird in der Tesla Gigafactory 1 in Nevada hergestellt und von Tesla Solar (ehemals SolarCity) vertrieben. Zudem lieferte Tesla etwa 2011 bis 2015 unter anderem an Daimler und Toyota verschiedene Komponenten für deren elektrische Antriebsstränge.
Außerdem betreibt Tesla eines der weltweit größten Netze an Schnellladestationen, den Superchargern. In Deutschland existieren 3000, an 246 Standorten (Stand: März 2025).
Name, Firmenlogo, Einfluss von Elon Musk
Der Firmenname ist an den Physiker und Erfinder Nikola Tesla angelehnt. Die Nutzungsrechte für die Marke Tesla erhielt das Unternehmen nach einer Übereinkunft mit der tschechischen Tesla Holding nach einem Markenrechtsstreit 2010.
Das Firmenlogo von Tesla ist ein T-förmiger Ausschnitt eines Querschnitts durch den Anker und den Stator mit Luftspalt eines Elektromotors, wie ihn Nikola Tesla entworfen hatte. Das Logo wurde vom Design-Unternehmen „RO-Studio“ kreiert.
Musk ist finanziell an Tesla beteiligt; er hat den Gewinn aus anderen Produkten in die Firma reinvestiert. Der Versuch der (Verbrenner-)Auto-Konzerne, das Elektroauto zu „töten“ (z. B. den EV1 von General Motors, siehe den Dokumentarfilm Warum das Elektroauto sterben musste), hatte Musk eigenen Angaben zufolge zu seinem Einsatz für Elektroautos gebracht. Zur Beschleunigung der Mobilitätswende bot er 2014 anderen Autoherstellern an, Teslas Patente frei zu nutzen, wenn Tesla im Gegenzug die Patente anderer Autohersteller nutzen dürfe.
Seit dem College wollte Musk Elektrofahrzeuge für den breiten Kundenbedarf anbieten. Am Anfang der nötigen Entwicklung sollte ein Sportwagen für Early Adopters stehen. Im nächsten Entwicklungsschritt sah das Konzept Massen-Modelle wie zum Beispiel eine Limousine vor. Ein Kompaktwagen sollte im dritten Schritt E-Autos für eine breite Kundschaft erschwinglich machen. Die Karosserie des Tesla Roadster stammt aus der Zusammenarbeit (2005–2011) mit Lotus, daher ähnelt er dem Lotus Elise. Bis zum Ende 2011 waren etwa 2250 Tesla Roadster produziert worden, 2012 konnte Tesla die erste eigene Komplettproduktion vornehmen. Die Firma gewann 2011 drei Stevie Awards. Ende 2008 stand Tesla kurz vor dem Konkurs, konnte jedoch in letzter Minute gerettet werden. Tesla war damals auf etliche Investoren angewiesen, unter anderen Toyota, Daimler und viele Privatpersonen, die an die Zukunft des Elektroautos glaubten oder die Technik für eigene Produkte nutzten. So war im Smart Fortwo ED 2 und in der Mercedes-Benz B-Klasse ein Antriebsstrang von Tesla verbaut.
Finanzen
Überblick
Der Börsengang erfolgte Ende Juni 2010. Der Ausgangswert des Volumens des Börsenganges betrug 226 Millionen US-Dollar. Insgesamt hatte Tesla 2010 einen Umsatz von 116,7 Millionen US-Dollar. Für den wichtigen europäischen Markt wurde 2010 ein Markendisput mit dem bereits 1921 gegründeten Elektronikunternehmen TESLA mit Sitz in Prag unter nicht näher bekannten Bedingungen beigelegt.
Im März 2013 sollte Tesla angeblich für 6 Milliarden US-Dollar an Google verkauft werden, nachdem das Unternehmen Ende 2012 erneut mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen gehabt hatte. Durch einen wenig später einsetzenden Absatzschub und eine damit einhergehende deutliche Steigerung des Aktienkurses kam es jedoch letztlich nicht zum Verkauf. Ein nach einem Unfall in Brand geratener Tesla S führte im Oktober 2013 zu einem temporären Kurseinbruch der Aktie von 12 Prozent, was den Börsenwert zwischenzeitlich um 3 Milliarden US-Dollar reduzierte – obwohl Fahrzeugbrände bei Verbrennern zehnmal wahrscheinlicher sind.
Ursprünglich wurden 2013 „schwarze Zahlen“ erwartet, falls Tesla die geplante Produktion von 20.000 Tesla Model S auch verkauft. 2013 wurden laut Tesla 22.477 Model S verkauft, für 2014 wurden Verkaufszahlen von mehr als 35.000 erwartet, die Erwartung wurde von Tesla im November 2014 auf 33.000 Fahrzeuge gesenkt.
Dennoch hatte Tesla weitere Verluste von etwa 254 Millionen US-Dollar 2011, etwa 396 Millionen US-Dollar 2012, ca. 71 Millionen US-Dollar 2013 und bis einschließlich September 2014 181 Millionen US-Dollar hinzunehmen. Einen Teil der Einnahmen der letzten Jahre erzielte Tesla mit ZEV-Credit Points, z. B. 2013 in Höhe von knapp 130 Millionen US-Dollar. Im Oktober 2014 hatte Daimler seine Anteile an Tesla vollständig und Toyota seine teilweise verkauft.
Im November 2016 wurde die Übernahme des deutschen Maschinenbauers und Zulieferers Grohmann Engineering bekannt gegeben. Spezialisiert auf Montage-Anlagenbau lieferte Grohmann Engineering dann Schlüsseltechnik zur Steigerung der Produktionskapazität. Unter dem Namen Tesla Advanced Automation Germany waren, neben der umfirmierten Tesla Grohmann Automation als Zentrale, weitere Standorte in Deutschland mit zusätzlich 1000 Ingenieuren in den folgenden zwei Jahren geplant. Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass im 3. Quartal des Jahres aufgrund von Produktionsengpässen nur ein Sechstel der geplanten Fahrzeuge des neuen Model 3 hergestellt werden konnte, dafür waren es im 4. Quartal 2017 mit insgesamt 29.870 Autos der Modelle „S“, „X“ und „3“ so viele Fahrzeuge wie noch nie in einem Quartal zuvor.
Mitte Juni 2018 kündete Elon Musk an, seine Belegschaft um neun Prozent zu verkleinern. Mit dem Stellenabbau sollten Kosten gespart werden. Nach dem externen Druck aus der Branche sagte Musk Mitte Juni 2018 vor dem Hintergrund der geplanten Entlassungen: „Wir werden unsere Mission niemals erfüllen können, wenn wir nicht irgendwann demonstrieren, dass wir dauerhaft profitabel sein können.“ Zum Ende des zweiten Quartals 2018 wurde ein selbst gesetzter Meilenstein erreicht: Es konnten erstmals 5000 Model 3 pro Woche produziert werden. Diese Meldung führte jedoch nicht zu dem vermuteten Kursanstieg, stattdessen rutschte die Aktie innerhalb der nächsten beiden Börsentage um mehr als 10 % ab.
Im August 2018 teilte Musk überraschend über Twitter einen möglichen Börsenrückzug mit, dessen Finanzierung schon gesichert sei, in diesem Zusammenhang sollten Kleinaktionäre die Möglichkeit bekommen, ihre Aktien zu 420 US$ abzugeben (Kurs zum Veröffentlichungszeitpunkt rund 340 US$). Musks Tweet setzte eine Kettenreaktion in Gang. Es wurde bekannt, dass der saudische Staatsfonds PIF, der vom Kronprinzen Mohammed bin Salman kontrolliert wird, im Hintergrund eine milliardenschwere Beteiligung an Tesla aufgebaut hatte und einer der acht größten Anteilseigner von Tesla war. Der Fonds hielt 3 bis 5 % an Tesla, mit einem Anteil im Wert von 1,7 bis 2,9 Milliarden Dollar. Die US-Börsenaufsicht United States Securities and Exchange Commission (SEC) lud Mitglieder des Verwaltungsrats sowie Musk vor, um die Hintergründe des Tweets zu klären. Börsenhändler klagten inzwischen wegen des Tweets auf Schadensersatz. In einem Interview mit der New York Times räumte Musk eine enorm hohe Arbeitsbelastung wegen der anhaltenden Produktionsprobleme ein, die ihn zum Schlafmittel Ambien greifen ließ: „Das vergangene Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste Jahr meiner Karriere“, sagte er und fügte hinzu: „Es war unerträglich.“ Musk räumte ein, zuletzt 120 Stunden in der Woche gearbeitet zu haben, was durchschnittlich mehr als 17 Stunden pro Tag bedeutet. Es habe Zeiten gegeben, in denen er die Fabrik für drei oder vier Tage nicht verlassen habe und nicht nach draußen gegangen sei. Illegale Drogen seien hingegen nicht im Spiel gewesen, als er einen möglichen Börsenrückzug ankündigte. Er habe den Tweet auf dem Weg zum Flughafen abgesetzt, erklärte er in dem Interview; es habe der Transparenz dienen sollen. Hinter dem Preis von 420 US-Dollar für die Tesla-Aktien stecke auch kein Code für den Cannabis-Konsum (siehe 420 (Cannabis-Kultur)). Er sei auf den Betrag gekommen, indem er auf den aktuellen Kurs 20 Prozent aufgeschlagen habe. Das rechnerische Ergebnis, 419 US-Dollar, habe er dann auf 420 US-Dollar aufgerundet: „420 Dollar schienen mir ein besseres Karma zu haben als 419 Dollar. […] Das hat gar nichts mit Gras zu tun, um das klarzustellen. Gras hilft nicht dabei, produktiv zu sein. Es gibt einen Grund für das Wort ‚stoned‘. Man sitzt herum wie ein Stein, wenn man bekifft ist.“ Ende August 2018 stellte Musk jedoch klar, dass nach Gesprächen mit den beteiligten Investmentbanken sowie institutionellen Investoren Tesla weiterhin an der Börse gelistet bleiben werde. Trotzdem reichte die US-Börsenaufsicht am 27. September 2018 eine Klage gegen Musk ein, weil er mit seiner Ankündigung des Aktienrückkaufs die Anleger getäuscht und ihnen so geschadet habe. Am 29. September 2018 einigten sich die SEC und Musk auf einen Vergleich, demzufolge Musk und Tesla jeweils 20 Millionen US$ Strafe zahlen musste, Elon Musk für drei Jahre nicht mehr als Chairman fungieren durfte und Tesla eine unabhängige neue Chairperson verpflichten musste. Anfang November 2018 gab Tesla bekannt, dass Robyn Denholm, bereits seit 2014 Mitglied des Verwaltungsrats von Tesla, diese Rolle übernehmen werde. Ende Dezember 2018 wurden mit dem Oracle-Gründer Larry Ellison und Kathleen Wilson-Thompson – Personalmanagerin bei der Walgreens Boots Alliance – zwei unabhängige Direktoren in den Verwaltungsrat berufen.
Im Dezember 2019 überholte Tesla mit 800.000 hergestellten Elektrofahrzeugen den chinesischen Automobilbauer BYD und wurde damit der weltweit größte Hersteller von Elektrofahrzeugen. Wie im August 2020 angekündigt, verwendet Tesla seit Januar des Jahres 2021 am Standort Fremont für die hintere Bodengruppe des Model Y eine 2019 patentierte Druckgießmaschine, die dieses Teil aus einem Stück gießt, statt mehrere Teile zusammenzufügen. Wegen der Größe der Maschine wurde die Halle um diese herum gebaut. Nachfolgend wurden solche Gussmaschinen in wachsenden Dimensionen in allen weiteren Tesla-Fahrzeugwerken installiert. Das Jahr 2020 konnte Tesla erstmals nach 17 Jahren mit Gewinn abschließen, wobei ein erheblicher Teil davon auf dem Verkauf von Abgaszertifikaten (ZEV Credits) beruhte.
Anfang 2021 investierte Tesla ca. 1,25 Milliarden Euro in die Kryptowährung Bitcoin und kündigte an, diese in den USA als Zahlungsmittel für Autos zu akzeptieren. Im Mai 2021 wurde die Akzeptanz der Bitcoin-Zahlungen wieder eingestellt. Im Oktober 2021 kündigte CEO Musk an, dass das Unternehmen seinen Hauptsitz von Palo Alto in Kalifornien nach Austin in Texas verlegen würde. Musk gab an, die Lebenshaltungskosten in Kalifornien seien für das dort vorhandene Personal zu hoch. Auch steuerliche Vorteile werden als Motiv für den Umzug vermutet.
Im Dezember 2021 rief Tesla in den USA und China in Summe 675.000 Fahrzeuge der Modelle S, X und 3 zurück in die Werkstätten. Die Verkäufe konnten im Jahr 2021 auf 0,936 Millionen Fahrzeuge gesteigert werden, 2022 waren es 1,313 Millionen. Am 10. Januar 2024 korrigierte Tesla aufgrund neuer Vorschriften der US-Umweltbehörde EPA die Reichweitenangaben seiner Autos nach unten.
Wegen der politischen Aktivitäten Elon Musks haben zahlreiche Unternehmen Tesla-Fahrzeuge aus ihren Fuhrparks genommen. Dass die Marke anders wahrgenommen wird, hängt auch mit der technologischen Entwicklung bei anderen Anbietern zusammen. Tesla gilt in vielen Bereichen nicht mehr als Pionier. 2025 konnte der BYD-Konzern Tesla nicht nur in einzelnen Quartalen übertreffen, sondern im Verkauf von Batterie-Elektrofahrzeugen auch auf Jahressicht.
Fahrzeuge
Allgemeines
Die Modellbezeichnungen sollten ursprünglich die Bezeichnung „S-E-X-Y“ in Anlehnung an einen Song von Right Said Fred ergeben. Es gab jedoch Probleme mit Ford wegen der Bezeichnung Modell E, so dass die Firmenleitung auf eine „3“ auswich.
Technik
Batteriekonzept
Basis des Energiespeichersystems von Tesla waren Lithium-Ionen-Rundzellen in der Größe des Formfaktors 18650. Dabei handelt es sich um Zylinder mit 18 mm Durchmesser und 65 mm Länge. Diese Größe war bis dahin schon milliardenfach für Laptops produziert worden. Die Rundzellen, in denen die Wirkschichten kostengünstig gewickelt werden, kosteten 2014 zwischen 190 und 200 Dollar pro kWh. Dagegen lagen die Kosten für großformatige Zellen, deren Wirkschichten aufwendig gestapelt oder gefaltet werden, wie sie von anderen Herstellern verwendet wurden, in einer Größenordnung von 240 bis 250 US-Dollar pro kWh.
Tesla schließt jede der Rundzellen in ein Stahlgehäuse ein, das die beim Laden und Entladen entstehende Wärme abführt. Die wegen der geringen Größe der Zellen relativ große Oberfläche ermöglicht die schnelle Abgabe entstehender Wärme an die wassergekühlte Umgebung und schützt die Zelle im Regelbetrieb vor Überhitzung.
Beim Batteriepack des Roadsters sind 69 Zellen parallel zu einem Block verdrahtet. Neun Blöcke sind je Lage in Reihe geschaltet und zu elf Lagen in das Satzgehäuse eingefügt. Insgesamt besteht ein Satz aus 6.831 Zellen. Das Batteriepaket wiegt ca. 408 kg, kann 56 kWh an elektrischer Energie speichern und liefert 215 kW an elektrischer Leistung als Spitzenwert. Für eine effiziente Wärmeübertragung wird Kühlflüssigkeit durch den Satz gepumpt. Dadurch weisen auch voneinander entfernte Zellen innerhalb des Packs nur wenige Grad Temperaturunterschied auf. Die Kühlung erfordert zwar Energie, bildet aber durch Bereitstellung der optimalen Betriebstemperatur und durch Einzelsteuerung der Zellen die Grundlage für das Erreichen einer hohen Lebensdauer des gesamten Pakets. Im Kühlsystem des Paketes sind Sensoren angebracht, die eine gezielte Steuerung der Kühlung ermöglichen. Bei Kälte wird das System umgekehrt zur Heizung der Zellen verwendet. Der ganze Pack ist von einer stabilen Stahlhülle umgeben.
Seit 2016 fertigt Tesla Akkus des größeren zylindrischen Zellformats 21700 mit 21 mm Durchmesser und 70 mm Länge. Da die Namensgebung, basierend auf Knopfzellen, deren Dicke/Länge damit in 1/10 mm angegeben wird, für diese deutlich längeren Zellen keinen Sinn macht, werden diese von Tesla als 21-70 bezeichnet. Diese Zellen werden für Energiespeicher und das Model 3 verwendet. Es wurde eine erhöhte spezifische Energie und weitere Kostensenkung erreicht. Stand Februar 2020 arbeitete Tesla Medienberichten zufolge daran, neben herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien auch Lithium-Eisenphosphat-Batterien in seinen E-Autos einzusetzen, die ohne den umstrittenen Rohstoff Kobalt auskommen und zugleich günstiger als diese sind. Seit Dezember 2020 werden diese im Model 3 eingesetzt.
Tesla Model 3 (2017-)
Das Tesla Model 3 ist ein batterieelektrisch angetriebener Pkw des US-amerikanischen Herstellers Tesla.
Es wurde als Prototyp Ende März 2016 vorgestellt und wird seit Juli 2017 produziert, seit Februar 2019 ist es auch in Europa erhältlich.
Mit rund 1 Million ausgelieferten Fahrzeugen bis Mitte 2021 ist es das meistverkaufte Elektroauto der Welt.
Seit Februar 2019 werden Kunden in Deutschland beliefert. Der Preis beginnt in Deutschland bei 39.990 Euro zuzüglich 980 Euro Bearbeitungsgebühr für die „Standard-Reichweite Plus“-Version. 49.990 Euro zzgl. Bearbeitungsgebühr, für die Long-Range-Variante mit Allradantrieb (AWD) (Stand: 25. November 2019). Die Ausführung Performance kostet 54.990 Euro (zzgl. Gebühr). Zu dieser Zeit hatten die Fahrzeuge ein besseres Qualitätsniveau. Im März 2019 war das Model 3 das meistverkaufte Auto in den Niederlanden und in der Schweiz.
Ab Anfang 2019 wurden in NRW für einen Zeitraum bis zum 19. Februar 2020 gewerblich oder freiberuflich angeschaffte E-Autos unterhalb einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,3 t zusätzlich mit 4.000 Euro gefördert. Seit dem Januar 2021 ist die Variante „Standard Range Plus“ zum Preis von 39.990 Euro (zzgl. Gebühr) in Deutschland bestellbar. Nach Abzug der BAFA-Förderung von aktuell 6.000 Euro kann man die Ausführung SR Plus somit für 34.970 Euro erhalten (Stand: 6. Juni 2021).
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Tesla Model S (2012-)
Das Tesla Model S ist eine batterieelektrisch angetriebene Oberklasse-Limousine des US-amerikanischen Herstellers Tesla.
Sie wird seit Mitte des Jahres 2012 in Serie hergestellt.
Die Reichweite beträgt je nach Akkuausstattung und Fahrbedingungen von 200 bis über 600 km. Bei Langstreckenfahrten kann an Tesla-Supercharger-Stationen aufgeladen werden.
Tesla sieht sich auch als Softwareunternehmen und stattet jedes Model S mit einem Internetzugang aus, über den die Fahrzeuge auch Updates eingespielt bekommen, etwa die Autopilot genannten Fahrassistenzfunktionen.
Das Model S war in den Jahren 2015 und 2016 das meistverkaufte Elektroauto der Welt. Es war 2017 das meistverkaufte Auto der Oberklasse in Europa und den USA. Bis September 2020 wurden 305.000 Exemplare des Model S verkauft.
Die 5+2-sitzige Karosserie, bei der auf Wunsch zwei zusätzliche Kindersitze im Kofferraum eingebaut werden können, wird aus Aluminium gefertigt. Da der Elektromotor hinter der Hinterachse sitzt, steht neben dem hinteren Kofferraum mit 745 Litern (bzw. 1.645 Litern bei heruntergeklappten Rücksitzen) vorne ein zusätzlicher kleiner Kofferraum mit 150 Litern zur Verfügung. Der Akku ist unterhalb der Fahrgastzelle eingebaut. Die NHTSA bezeichnete das Model S im August 2013 als sicherstes von dieser Organisation bis dahin getestetes Fahrzeug. Das Model S hat ein Fahrwerk mit Stahlfederung, auf Wunsch mit Luftfederung, die auch unterschiedliche Bodenfreiheiten zwischen 120 und 163 mm ermöglicht. Gelenkt wird mit einer elektromechanischen Servolenkung. Tesla wählte den von Computern und Smartphones bekannten Ansatz, das Auto etwa alle drei bis vier Monate durch Software-Updates über Mobilfunk zu verbessern und aktuell zu halten. Das Aufladen der Akkus zu 80 Prozent konnte innerhalb von 30 Minuten erfolgen, was ab diesem Zeitpunkt zum Standard für Elektroautos wurde.
Das Fahrzeug ist das erste Elektroauto, das mit einer Limousine der Oberklasse hinsichtlich Raumangebot, Sicherheit, Antrieb insbesondere bei den höchst motorisierten Versionen (Drehmoment bis zu 930 Nm im P90D, 2016 P100D mit „Ludicrous Speed“: 0–100 km/h in 2,7 Sekunden), Infotainment/Elektronik (17-Zoll-Touchscreen mit Tegra 3, Google Maps), und Komfort (insbesondere mit der auf Wunsch lieferbaren adaptiven Luftfederung (mit automatischer Niveauregulierung)) mithalten kann. Seit Anfang 2015 waren Fahrerassistenzsysteme mittels Radar, Videokameras und zwölf Ultraschallsensoren für alle Versionen lieferbar. Damit wurde es zum ersten erfolgreichen Elektroauto in der Luxusklasse. Elon Musk argumentierte, jede neue Technik sei am Anfang zu teuer für den Massenmarkt, und die Investition müsse durch hohe Verkaufspreise amortisiert werden, daher sei dieses Auto auch relativ teuer (in Deutschland kostete 2015 das Einstiegsmodell mit 70 kWh 78.000 Euro.) Das nächste und kleinere Modell Model 3 wurde für 2017 und etwa 35.000 US-Dollar angekündigt.
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Tesla Model X (2015-)
Das Tesla Model X von Tesla, Inc. ist ein allradgetriebener Oberklasse-Pkw mit elektrischem Antrieb.
Es wurde am 9. Februar 2012 in Los Angeles als Design-Prototyp vorgestellt und wird seit dem 29. September 2015 an Kunden ausgeliefert. Tesla bezeichnet das Model X als SUV.
Das Model X bietet Platz für bis zu sieben Personen. Die zweite und dritte Sitzreihe sind durch Flügeltüren zu erreichen. Diese sogenannten falcon wings sind zweigliedrig. Sie haben oberhalb des Fensters ein zum Hauptgelenk paralleles zweites Gelenk, wodurch weniger seitlicher Platz beim Öffnen erforderlich ist. Im geöffneten Zustand stehen die oberen, das Dach öffnenden Türteile senkrecht und die unteren, die Autoseiten öffnenden Teile waagerecht. Das erlaubt aufrechtes Stehen neben dem Auto unter den geöffneten Flügeltüren, wobei deren untere Teile nicht in die Höhe ragen. Das Model X hat – ebenso wie das Model S – zwei Stauräume: den Kofferraum im Heck sowie einen Frunk (front trunk = vorderer Kofferraum). Der hintere Kofferraum verfügt im Konzeptfahrzeug über einen Stauraum von 745 Litern. Das Umklappen der Sitze vergrößert das Kofferraumvolumen auf über 1645 Liter. Der Stauraum unter der Motorhaube bietet ein Ladevolumen von 150 Litern. Wie bereits aus dem Model S bekannt, hat auch das Model X einen 17″-Touchscreen.
Das Model X ist das erste Tesla-Modell, das auf Wunsch in einer veganen Variante erhältlich ist.
Eine Anhängerkupplung für bis zu 2250 kg Anhängelast ist in der Basisausstattung enthalten. Dadurch können auch Heckträger für Fahrräder oder Ski angebracht werden, zumal aufgrund der Flügeltüren keine Dachträger montierbar sind.
Laut National Highway Traffic Safety Administration ist es das sicherste SUV, das jemals von der Behörde getestet wurde.
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Tesla Model Y (2020-)
Das Tesla Model Y ist ein batterieelektrisch angetriebener SUV-Crossover des US-amerikanischen Herstellers Tesla.
Das Model Y basiert zu großen Teilen auf dem Model 3, ist aber ungefähr 10 Prozent größer und bietet optional bis zu sieben Sitzplätze.
Im Gegensatz zum Model 3 soll es durch vereinfachte Verkabelung einfacher und preiswerter zu fertigen sein. Durch die große, elektrisch öffnende Heckklappe und eine niedrige Ladekante soll sich der Zugang zum Kofferraum verbessern.
Das Tesla Model Y ist das erste Modell von Tesla, das über ein Wärmepumpensystem zum Heizen des Fahrzeugs verfügt. Eine Anhängerkupplung wird ebenfalls für alle verfügbaren Modelle zur Nachrüstung angeboten, die Anhängelast ist mit bis zu 1600 kg angegeben.
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