Nissan
Nissan (japanisch 日産自動車株式会社, Nissan Jidōsha Kabushiki-gaisha, deutsch Nissan Automobil AG) ist ein japanischer Automobilhersteller, in dem Datsun und Prince aufgegangen sind.
Nissan ist im Nikkei 225 gelistet, in den Forbes Global 2000 der weltgrößten Unternehmen belegte es Stand GJ 2017 Platz 97.
Im Jahr 1999 bildete Renault mit Nissan die Allianz Renault-Nissan und hielt seitdem 43,5 Prozent der Nissan-Aktien, im Jahr 2023 sank dieser Anteil auf 40,32 %. Im Jahr 2010 ging die Daimler AG eine strategische Partnerschaft mit Renault-Nissan ein und beteiligte sich mit 3,1 Prozent an Nissan. Die übrigen Anteile befinden sich im Streubesitz. Im Februar 2025 scheiterte eine geplante Fusion von Nissan und Honda. Im November 2025 wurde gemeldet, dass Renault und Nissan ihre Allianz wieder verstärken wollen.
Geschichte
1911–1934: Die Entstehung der Nissan Motor Co., Ltd.
Die Geschichte des Unternehmens Nissan beginnt im Jahr 1911 mit der Gründung von Kaishinsha Motorcar Works in Tokio durch Masujirō Hashimoto, das 1914 seinen ersten Personenkraftwagen baute. Er wurde „DAT“ genannt, nach den Initialen der Nachnamen der Investoren namens Kenjiro Den, Rokuro Aoyama und Aketaro Takeuchi, die es Hashimoto ermöglichten, diesen zu bauen. Pkw konnten damals kaum abgesetzt werden, da es weder einen Markt für solche Luxusgüter noch eine Infrastruktur für deren Betrieb gab. So wurde die Firma 1918 in Kwaishinsha Motorcar Co. geändert und produzierte nun wegen eines neuen Gesetzes der japanischen Regierung zur Subventionierung des Lastwagenbaus hauptsächlich Lkw für die Kaiserlich Japanische Armee.
Sinkender Absatz in den 1920er-Jahren führte 1926 zur Fusion mit dem Lkw-Hersteller Jitsuyō Motors. Aus diesem Zusammenschluss ging das Unternehmen DAT Automobile Manufacturing Co., Ltd. hervor. 1930 wurde der Datson 10, ein kleiner Personenkraftwagen mit 495 cm³ Hubraum, auf den Markt gebracht, der stark dem Austin 7 ähnelte. Der Name Datson war an das Englische angelehnt und sollte „Sohn von DAT“ bedeuten, da DAT bislang nur luxuriöse und größere Fahrzeuge herstellte. „son“ steht im Japanischen auch für ‚Nachteil‘ oder ‚Verlust‘. 1931 zerstörte ein Hurrikan das Werk, in dem der Datson 10 montiert wurde. Nach Werksneuerrichtung beschloss man eine Namensumbenennung in Datsun, wobei „sun“ (dt. Sonne) aus dem Englischen stammt und eine Anspielung auf Japan als das Land der aufgehenden Sonne ist. Der folgende Datsun 11 wurde zum ersten Namensträger des Unternehmens für Pkw. 1931 übernahm das Automobilzuliefererunternehmen Tobata Casting, das bislang auch DAT belieferte, die DAT Automobile Manufacturing Co., Ltd.
Parallel dazu entstand 1928 die Unternehmens-Holding Nihon Sangyō (日本産業), deren Aktien an der japanischen Börse unter dem Kürzel Nissan geführt wurden. Besitzer war Yoshisuke Aikawa, dem auch das Unternehmen Tobata Casting (戸畑鋳物, gegr. 1910 in Fukuoka) gehörte. Im März 1933 erwarb Tobata Casting ein großes Gelände in Yokohama, auf dem eine Automobilfabrik errichtet werden sollte. Ebenfalls 1933 kam es zur Fusion zwischen Tobata Casting und Nihon Sangyō und am 26. Dezember wurde das Unternehmen unter der Firma Jidōsha Seizō Co., Ltd., was wörtlich mit „Automobil-Hersteller“ übersetzt werden kann neu gegründet. Datsun sollte zukünftig Fahrzeuge für den Massenbedarf produzieren, während man das oberpreisige Segment unter einem neuen Markennamen bedienen wollte.
Für das geplante Werk war es nötig, in den Vereinigten Staaten Ingenieure anzuwerben und Anlagen sowie Werkzeuge für die Fertigung zu beschaffen. Mit dieser Aufgabe wurde der in Japan lebende amerikanische Ingenieur William R. Gorham betraut, der seit 1921 in Aikawas Konzern tätig war. Während seiner Reise konnte Gorham fast neue, stillgelegte Produktionsanlagen des US-Automobilherstellers Graham-Paige erwerben. Im Mai 1934 wurde die Fabrik in Yokohama fertiggestellt. Noch heute befindet sich dort ein Nissan-Werk. Im April 1935 war die Montagelinie komplett und alle Fahrzeuge konnten in Fließbandfertigung produziert werden. Das Werk galt damals als das größte und modernste seiner Art in Japan. Der erste vollständig in einem Werk produzierte japanische Wagen wurde nun hier gebaut, der Datsun 14.
Nachdem die Dachgesellschaft Nihon Sangyō bei der Aktionärsversammlung im Juni 1934 Hauptanteilseigner wurde, erhielt das Unternehmen seinen heutigen Namen Nissan Motor Co., Ltd. Aikawa wurde Unternehmenspräsident.
1936–1945: Kriegsproduktion
Die Wirtschaft Japans wurde in den 1930er Jahren auf Krieg eingestellt. Im Mai 1936 erließ die japanische Regierung ein Gesetz zum Schutz der einheimischen Wirtschaft. Es sah vor, dass alle Automobilhersteller mit einer Produktion von mehr als 3000 Einheiten pro Jahr eine Lizenz der Regierung benötigten. Davon waren nur die Werke von Ford und General Motors betroffen, die bis dahin Marktführer in Japan waren. 1937 wurden die Einfuhrzölle drastisch erhöht und somit die amerikanische Konkurrenz ausgeschaltet. Durch den Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs 1937 stieg der Bedarf an Nutzfahrzeugen weiter; daher produzierte Nissan neben zivilen Personenfahrzeugen weiterhin hauptsächlich Lastkraftwagen und auch Busse. Neben den Fertigungsanlagen wurden damals in den USA auch Lizenzen für den Nachbau des Graham-Paige-Lkw und des Graham-Paige Crusader erworben. Nach den Plänen des US-Herstellers begann 1937 die Produktion des Lkw Nissan 80 und des Oberklassemodells Nissan 70 in Yokohama als erste Fahrzeuge unter dem Markennamen Nissan. Neben den Lizenzen von Graham-Paige fertigte Nissan auch Nutzfahrzeuge nach Plänen von Krupp.
Der Firmengründer wurde 1938 Präsident der halb-staatlichen Manshū Jūkōgyō Kaihatsu in Manchukuo. Zu diesem Konglomerat gehörte auch die Dōwa Jidōsha Kōgyō K.K. (同和自動車工業株式会社), die schon seit 1934 an Isuzu lizenzierte Nachbauten von „Crossley“-Panzerwagen hergestellt hatte. Im Jahr 1940 begann der Export von zerlegten Fahrzeugen als Bausatz dorthin, wo sie im Hsing-king montiert wurden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Fertigung um Flugzeug- sowie Bootsmotoren für das japanische Militär ergänzt und im Jahr 1943 die Herstellung von Fahrzeugen schließlich komplett eingestellt. Der Unternehmenshauptsitz wurde ein Jahr später nach Tokio verlegt, Aikawa trennte die Anteile festländischen Investitionen ab. Der Name des Unternehmens änderte sich nach dieser Trennung in Nissan Heavy Industries, Ltd. und blieb bis 1949 bestehen.
1946–1949: Nachkriegszeit
Das für die Pkw-Produktion notwendige Stammwerk in Yokohama war im Krieg beschädigt worden und stand unter der Kontrolle der Besatzung. Ende 1945 rollten wieder erste Nutzfahrzeuge vom Band; sie machten lange Zeit den größten Anteil der von Nissan gefertigten Fahrzeuge aus und wurden beim Beheben der Kriegszerstörungen gebraucht. 1946 wurde der Unternehmenshauptsitz nach Yokohama zurückverlegt. Ab 1947 wurde die zuvor verbotene Fertigung von Pkw von der Besatzungsmacht wieder erlaubt, sodass in sehr geringen Stückzahlen erneut die Produktion von Personenwagen anlaufen konnte. Zwei Jahre später wurde das Unternehmen wieder in Nissan Motor Co., Ltd. umbenannt.
1950–1979: Lizenzfertigung und Expansion ins Ausland
Nach dem Ausbruch des Koreakrieges 1950 konnte Nissan die US-Armee als Kunden für einen Großauftrag gewinnen und fertigte tausende Lastwagen nach amerikanischen Lizenzen. Die Einnahmen aus diesem Auftrag kamen den Produktionseinrichtungen zugute, in denen alte und technisch überholte Maschinen durch moderne Versionen ersetzt wurden. Auch die Fertigung von Personenwagen profitierte von dieser Anschaffung, was sich durch eine Steigerung der Produktqualität bemerkbar machte. Noch im selben Jahr übernahm Nissan das Unternehmen Minsei Diesel Motor Co., Ltd., deren Firma sich zehn Jahre später in Nissan Diesel Motor Co., Ltd. änderte.
Seit 1951 arbeitet Nissan in der Produktion mit dem Unternehmen Shin Nikkoku Kogyo (heute Nissan Shatai) zusammen, bei dem zunächst der Nissan Patrol und leichte Nutzfahrzeuge gefertigt wurden.
Wie viele andere japanische Hersteller suchte auch Nissan nach einem Lizenzpartner, um den technologischen Rückstand zur Pkw-Produktion anderer Industrienationen aufzuholen. Die britische Austin Motor Company wurde als ein Partner gewonnen, deren Fahrzeuge sich auf den schlechten Straßen Japans bereits bewährt hatten. In den 1950er Jahren kam es offiziell zur Zusammenarbeit mit Austin und damit später mit BMC. Im Dezember 1952 wurde ein Lizenzvertrag geschlossen und im Jahr darauf die Produktion begonnen. Anfangs wurde das Modell A40 Somerset in Teilen zerlegt von England nach Japan verschickt, dort montiert und als Austin verkauft. Zwei Jahre nach Unterzeichnung des Lizenzabkommens wurde auf das Modell A50 Cambridge umgestellt und gemäß den Vertragsbedingungen begann Nissan nach und nach Teile des Fahrzeuges in Japan zu fertigen, bis schließlich keine Lieferungen mehr aus England nötig waren. Somit wurden diese Wagen zuletzt komplett in Japan hergestellt und es entstanden insgesamt 21.859 von Nissan gefertigte Austins, bevor das Lizenzabkommen im März 1960 auslief. Neben der Lizenzfertigung wurden allerdings auch weiterhin eigene Personenwagen kreiert und das Recht an Patenten des britischen Herstellers floss auch in die Datsun-Produktlinie ein.
Bald versuchte Nissan, sich neue Marktsegmente zu erschließen und erweiterte das Angebot 1957 um Gabelstapler (Nissan Forklift). In den 1960er-Jahren gründete Nissan in vielen Ländern der Welt Zweigstellen, so auch 1960 in den USA, wohin schon seit zwei Jahren Automobile exportiert wurden. Im Jahr 1962 erreichten die ersten Lieferungen Europa und vier Jahre später entstand die erste Niederlassung in Australien. 1965 übernahm Nissan das Unternehmen Aichi Machine Industry Co., Ltd. mit Sitz in Nagoya, einem Hersteller von Kleinstwagen mit Motoren unter 360 cm³ unter dem Markennamen Cony. Im gleichen Jahr wurden die Produktionsstätten in Yokosuka und Zama fertiggestellt, die durch ein drittes Werk ergänzt wurden, das vormals der Prince Motor Company gehört hatte. Dieser Hersteller luxuriöser Automobile wurde im August 1966 vollständig übernommen und einige seiner Fahrzeuge, wie der Prince Skyline oder der Prince Gloria nach und nach der Nissan-Modellpalette angegliedert. 1966 startete Nissan auch im Zuge der Expansion eine Fahrzeugproduktion in Mexiko und hatte damit die erste Automobilfabrik in Nordamerika in japanischem Besitz. Der Unternehmenssitz wurde im Januar 1968 erneut von Yokohama nach Tokio verlegt und blieb dort für über 40 Jahre.
Ein weiterer Meilenstein war 1969 die Einführung des ersten Sportwagens der Z-Serie, des Datsun 240Z. Dieses Fahrzeug bescherte Nissan weltweit Erfolg, da es zu einem günstigen Preis angeboten wurde und sportlich aussah. Die Form war vom deutschen Designer Albrecht Graf von Goertz beeinflusst worden. Der Ansturm auf den Wagen war so groß, dass die Kunden trotz einer Aufstockung der Produktionskapazitäten sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. Über die Jahre hinweg folgten weitere Z-Modelle und noch heute wird mit dem Nissan 370Z ein Nachkomme der ursprünglichen Version angeboten. Mit mehr als 1,65 Millionen hergestellten Fahrzeugen ist die Z-Reihe die weltweit erfolgreichste Sportwagenserie aller Zeiten.
1970 stieß das Unternehmen in weitere Betätigungsfelder vor. So wurde die Produktion von Bootsmotoren gestartet (Nissan Marine) und eine mit einem Nissan-Triebwerk bestückte Rakete schoss den ersten japanischen Satelliten Ōsumi in den Orbit. Die Fahrzeugindustrie wurde in den 1970er-Jahren von zwei Ölkrisen erschüttert, doch die kleinen und sparsamen Datsun-Modelle halfen Nissan, auf dem Weltmarkt zu bestehen. Insbesondere der Sunny erzielte damals hohe Verkaufszahlen in den Vereinigten Staaten, da er 1973 in einem von der US-Umweltbehörde organisierten Benzinverbrauchstest den ersten Platz belegte. Noch im selben Jahr entstand die erste Niederlassung in Deutschland.
1980–1999: Global Player und Beinahe-Bankrott
In den 1980er-Jahren boomte die japanische Automobilindustrie und drängte immer stärker in fremde Märkte. Dies führte dazu, dass die dort ansässigen Autohersteller versuchten, gegen die Einfuhr vorzugehen und auch die Regierungen spielten mit dem Gedanken, Beschränkungen für den Import einzuführen. Daraus zog Nissan die Konsequenz, in den jeweiligen Absatzgebieten neue Fabriken für die Volumenmodelle zu eröffnen und so als einheimischer Hersteller zu gelten. Zusätzlich zu den Fabriken in Mexiko und Australien (1976) wurde 1980 in Smyrna, Tennessee der Grundstein für ein US-Werk gelegt und eine bereits vorhandene Produktionsstätte der Motor Iberica, S.A. (heute Nissan Motor Ibérica) in Barcelona, Spanien aufgekauft. Mit diesem Geschäft war ein erster Standort in Europa gesichert und dieser Markt wurde 1984 durch den Bau einer Fabrik im englischen Sunderland weiter erschlossen. Die Produktion in den USA sowie Spanien begann 1983 mit dem Pick-up bzw. Patrol und in England verließen die ersten Bluebirds ab 1986 das Werk.
Um das Unternehmen in ein neues Licht zu rücken, wurde 1981 verkündet, dass der Markenname Datsun zu Gunsten der Bezeichnung Nissan aufgegeben werden solle, dieser diente nach dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich als Exportname. Die japanische Unternehmensführung war damals davon ausgegangen, dass den amerikanischen Besatzungstruppen Nissan als Rüstungskonzern in Erinnerung bleiben werde und man befürchtete, dass sich Autos unter dieser Bezeichnung im Ausland nicht verkaufen ließen. Doch jetzt, weit mehr als drei Jahrzehnte nach Kriegsende, sah man dies als nicht mehr problematisch an und im Zuge einer weltweiten Marketingkampagne sollte der Markenname geändert werden. Dies diente aber auch dazu, den Aufwand für Werbung zu reduzieren, da der Konzern dann nur noch unter einer Bezeichnung bekannt wäre. Allerdings lag ein weiterer Grund darin, dass das Image des Herstellers auf dem wichtigen US-Markt durch negative Schlagzeilen beschädigt war und so vollzog sich die Namensänderung von 1982 bis 1984.
Als Antwort auf die Luxusmarken von Toyota (Lexus) und Honda (Acura) führte Nissan 1989 in Nordamerika die neue Marke Infiniti ein. Auf den Markt kamen zunächst der Infiniti Q45 auf Basis des Nissan President und später der Infiniti M30 (baugleich mit dem Nissan Leopard). Im selben Jahr gründete Nissan einen europäischen Hauptsitz in den Niederlanden, um den dortigen Markt zu verwalten.
Anfang der 90er-Jahre schlitterte Nissan durch sein Vorgehen, das Unternehmenswachstum mittels Krediten zu finanzieren, in eine Krise. Der Auslöser dafür war eine Finanzkrise in Japan, die den gesamten Kapitalmarkt zusammenbrechen ließ. Die schlechten Strukturen innerhalb des Konzerns verstärkten den Effekt, denn es existierten unter anderem zu viele verschiedene Fahrzeugplattformen. Außerdem war der Einkauf durch die traditionelle Auftragsvergabe an viele verschiedene und außerdem zu schlechten Konditionen verkaufende Keiretsu-Partnerunternehmen geprägt, was die Kosten in die Höhe trieb. Das alles verschlechterte die finanzielle Lage weiter und das Geschäftsjahr 1991/92 war das letzte für längere Zeit, in dem der Konzern Gewinn erwirtschaften konnte. Als einige Jahre später ein Wiederaufschwung einsetzte, fuhr das Unternehmen trotzdem weiterhin Verluste in Milliardenhöhe ein und auch die Absatzzahlen waren rückläufig. Daher suchte Nissan nach einem Partner für eine Zusammenarbeit und nachdem Ford und Daimler das Interesse verloren hatten, fanden sie diesen schließlich in Renault, das selbst Mitte der 1980er-Jahre eine schwere Krise überwunden hatte.
Seit 1999: Renault-Nissan-Allianz
Am 27. März 1999 schlossen Renault und Nissan einen Vertrag, aus dem die partnerschaftliche Allianz Renault-Nissan hervorging. Die durch einen Aktientausch verbundenen Unternehmen waren weiter eigenständig und behielten so jeweils die Kontrolle über ihr Management und konnten auch eigene Gewinne erwirtschaften. Nach drei Jahren als Sanierer bei Renault wurde Carlos Ghosn 1999 schließlich CEO von Nissan und verkündete noch im Oktober den Nissan Revival Plan (NRP). Dieser hatte zum Ziel, in einer vorgegebenen Frist von drei Jahren die Schulden des Unternehmens zu halbieren und die Konkurrenzfähigkeit wiederherzustellen. Dies geschah durch eine Verringerung der im Konzern benutzten Fahrzeugplattformen, die Schließung einiger japanischer Werke und die Auflösung der Keiretsu-Strukturen. Allerdings wurde nicht nur gespart, sondern das Modellangebot wurde mittels Investitionen um einige neue Modelle erweitert, die Geld in die Kassen bringen sollten. Die Vorgehensweise von Ghosn war dabei so effektiv, dass Nissan bereits 2001 wieder Gewinn erzielen konnte und der NRP ein Jahr früher als vorgegeben abgeschlossen wurde.
Im Jahr 2002 wurde die Allianz zu einer gemeinsamen GmbH ausgeweitet, die die strategischen Ziele und Entwicklungen koordiniert. Damit begann Nissan, Kleintransporter von Renault unter der Marke Nissan zu verkaufen. Nach dem grandiosen Erfolg des ersten Dreijahresplans folgte ein weiterer unter dem Namen Nissan 180, dabei stand die Zahl 180 für die Hauptziele: Erhöhung des Neuwagenabsatzes um 1 Million Einheiten pro Jahr, Steigerung der Umsatzrendite auf 8 Prozent und eine vollständige Reduzierung des Schuldenstandes auf 0. Außerdem sollte eine weitere Senkung der Einkaufskosten erfolgen und alle Ziele bis zum Ende des Geschäftsjahres 2004 erreicht sein. Künftige Modelle von Nissan und Renault wurden außerdem so konzipiert, dass sie auf denselben jeweils passenden Plattformen basieren. So nutzen beispielsweise Micra K12 und Clio III die gleiche Plattform und auch Motoren- und Getriebetechnik werden zwischen den Herstellern ausgetauscht.
2006 Nissan Diesel
Die Volvo Truck AB übernahm 2006 die Aktien-Mehrheitsanteile von Nissan Diesel. Seit Anfang 2007 sollten die konzerneigenen Volvo Truck Center den Vertrieb und Service der Nissan Nutzfahrzeuge (Interstar, Cabstar, Atleon) übernehmen.
2006–2011
2007 wurde angekündigt, dass Nissan zusammen mit dem Elektronikkonzern NEC 2008 ein Gemeinschaftsunternehmen gründen will. Zusammen wollten die beiden Konzerne Autobatterien für Hybridautos entwickeln.
2009 stellte das Unternehmen mit dem Leaf ein fünfsitziges Elektroauto vor, und kündigte an, es 2010 in Japan und den USA auf den Markt zu bringen.
Seit dem 2. August 2009 befindet sich der Hauptsitz der Nissan Motor Co., Ltd. nach über 40 Jahren wieder in Yokohama.
2011 Erdbeben in Japan
Das stärkste Erdbeben Japans, das Tōhoku-Erdbeben am 11. März 2011, hatte auch große Auswirkungen auf die Tätigkeiten des Nissan-Konzerns. Die Hauptwerke Iwaki, Tochigi, Yokohama und Oppama (Yokosuka) sowie eine Einrichtung zur Geschäftsbetriebsleitung in Zama wie auch der Anlegeplatz Honmoku in Yokohama wurden beschädigt und mussten den Betrieb unmittelbar einstellen. Die Belegschaft in Einrichtungen nahe der Küste wurde wegen Tsunami-Warnungen evakuiert. Am Montag, den 14. März wurde auch das Werk Kyushu in Kanda geschlossen und somit hatten alle Nissan-Automobilwerke in Japan die Produktion eingestellt. Darüber hinaus ließ Nissan verlauten, dass Geld sowie Hilfsgüter gespendet und auch Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden. Durch stromsparende Maßnahmen wie das Ausschalten von Klimaanlagen in Verwaltungsgebäuden oder die teilweise Abschaltung der Beleuchtung sollte das Stromnetz entlastet werden. Am 21. März lief in allen Produktionsstätten die Fertigung von Ersatzteilen und Teilen für die Übersee-Produktion wieder an, davon ausgenommen war das Werk Iwaki, in dem noch an der Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit gearbeitet wurde. Die bereits in Betrieb gegangenen Werke stellten ab dem 24. März auch wieder Autos aus eingelagerten Fahrzeugteilen her. Die Produktion wurde Mitte April in sämtlichen japanischen Fertigungsstätten wieder aufgenommen, jedoch mit eingeschränkter Kapazität aufgrund von Engpässen bei den ebenfalls von der Naturkatastrophe betroffenen Zuliefererunternehmen. Ende Juni erreichten die Produktionszahlen wieder das Vorjahresniveau und im August konnten die entstandenen Lieferrückstände aufgeholt werden. Somit hat der Nissan-Konzern die Naturkatastrophe schneller überwunden als die übrigen japanischen Automobilhersteller.
2013–2014, Designcenter in China und Wiedereinführung der Marke Datsun
2013 eröffnete Nissan in China ein eigenes Design-Center. 2014 wurde Datsun als Marke für preiswerte Autos für Schwellenländer wiedereingeführt. Bis 2022 wurden Fahrzeuge der Marke Datsun in Indien, Indonesien, Südafrika, Sri Lanka, Russland, Belarus, Kasachstan, Nepal und dem Libanon verkauft.
2016 Einstieg bei Mitsubishi
Im April 2016 gab Mitsubishi Motors, sechstgrößter Automobilhersteller Japans, Manipulationen bei den Verbrauchswerten seiner Modelle bekannt. 625.000 Autos, davon 468.000 Exemplare zweier Modelle, die an Nissan geliefert wurden, waren betroffen. Nachdem der Aktienkurs von Mitsubishi eingebrochen war, kündigte Nissan am 12. Mai 2016 an, 34 % der Anteile von Mitsubishi für 237 Milliarden Yen (etwa 3,2 Milliarden Euro) zu übernehmen. Der Abschluss der Transaktion wurde am 20. Oktober 2016 zusammen mit der Verlautbarung, dass Mitsubishi nun ein Teil der Renault-Nissan Allianz sei, bekanntgegeben. Carlos Ghosn wurde mit Wirkung vom 14. Dezember 2016 zusätzlich zu seinen Rollen bei Renault, Nissan und Renault-Nissan auch Vorsitzender des Vorstands von Mitsubishi. Ferner entsandte Nissan 3 weitere Direktoren.
2018 Skandal um Carlos Ghosn
Am 19. November 2018 wurde Nissans Chairman Ghosn in Japan festgenommen, gleichzeitig fanden Hausdurchsuchungen bei Nissan statt. Nissan entband ihn kurz darauf von seinem Posten. Im Oktober 2018 hatte der Aktienkurs von Nissan um 7,8 € gelegen, am 5. März 2024 lag er bei 3,53 €, am 11. Juli 2025 bei 1,83 €.
Nach hohen Verlusten im Geschäftsjahr 2019 gab Nissan Motors im Mai 2020 bekannt, sich stärker auf seine Kernmärkte Japan, China und die USA sowie margenträchtigere Modelle fokussieren zu wollen. In diesem Zusammenhang sollen das Fertigungswerk von Nissan Motor Ibérica in Barcelona geschlossen, der Absatzmarkt Südkorea aufgegeben und die Produktion von Indonesien nach Thailand verlagert werden. Nissan zog sich 2022 aus Russland zurück.
Im Jahr 2023 begannen Renault und Nissan ihre Entflechtung.
Seit September 2024 vermarktet Nissan in Deutschland das Elektro-Leichtfahrzeug S04 des spanischen Herstellers Scutum Logistic.
Seit 2024: Konzernkrise
Im November 2024 erstellte Nissan einen Notfallplan zur Sanierung des Unternehmens und senkte seine Jahresprognose für den Betriebsgewinn um 70 %. Nissan plante außerdem den Abbau von 9.000 Arbeitsplätzen und eine Verringerung der weltweiten Produktionskapazitäten um ein Fünftel. Eine Führungskraft von Nissan erklärte gegenüber der Financial Times, dass Nissan in „12 bis 14 Monaten“ aufhören werde zu existieren, wenn es nicht zu einer Wende komme.
Im Dezember 2024 wurden Verhandlungen über eine Fusion zwischen Nissan und dem Konkurrenten Honda bekannt um den weltweit drittgrößten Autokonzern zu schaffen. Im Februar 2025 scheiterten allerdings die Gespräche über den Zusammenschluss.
Markenführung und Corporate Identity
Marken
Nissan: Seit 1984/85 werden Nissans Volumenmodelle weltweit unter der Marke „Nissan“ verkauft.
Datsun: Bis 1983 wurden Nissan-Fahrzeuge in den meisten Exportmärkten unter der Marke „Datsun“ verkauft. 1984 trugen alle Fahrzeuge sowohl das Datsun- als auch das Nissan-Signet, 1985 war der Name Datsun komplett verschwunden und durch die Marke Nissan ersetzt. 2013 wurde die Marke Datsun erneut eingeführt, jetzt für günstige Einstiegsmodelle für junge Märkte, z. B. in Russland. In Indien wird dagegen zum gleichen Zweck die Marke Nissan verwendet.
Infiniti: Seit 1989 verkauft Nissan seine Premiumfahrzeuge unter der Marke „Infiniti“. 2012 verlegte Infiniti seinen Sitz nach Hongkong, wo es als Infiniti Global Limited firmiert. Vorstandsvorsitzender ist der frühere Chef von Audi of America, Johan de Nysschen. Seit 2014 werden Infiniti-Fahrzeuge auch in Japan verkauft.
NISMO: Nissans Werkstuner ist NISMO, kurz für „Nissan Motorsport International Limited.“
Corporate Identity
Viele Jahre lang verwendete Nissan eine rote Wortmarke als Firmenlogo und dazu Fahrzeugembleme für die Marken Nissan und Infiniti.
Auf der Bilanz-Pressekonferenz 2013 stellte Nissan eine neue CI vor, die den Unterschied zwischen der Firma Nissan und der Marke Nissan deutlich machen soll. Nissan geht hier ähnlich wie der Volkswagen-Konzern vor: Unter einer Konzern-Wortmarke „NISSAN MOTOR COMPANY“ sind die Embleme der Marken Nissan, Infiniti und Datsun angesiedelt.
Kritik
Im Jahr 2023 wurde im Rahmen einer Studie der Mozilla Foundation öffentlich, dass sich Nissan in seinen US-Datenschutzbestimmungen explizit erlaubt, in seinen Autos Informationen zur „sexuellen Aktivität“ und zu religiösen Anschauungen zu sammeln.
Nissan 100 NX Motorcodes
Motorcodes / Motorenübersicht / Motornummern / Motorenkennziffern
Nissan 200 SX Motorcodes
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Nissan 200 SX/Silvia (S12) (1983–1989)
Der S12 wurde von Herbst 1983 bis Mitte 1989 produziert und bekam viele Änderungen mit auf dem Weg sowie verschiedene Bezeichnungen in den jeweiligen Regionen.
In Taiwan zum Beispiel wurde das Modell von der Yulon Motor Company montiert und wurde dort als Yue Loong Elite 601 angeboten.
Der S12 trug in Nordamerika die Bezeichnung 200SX. Das Coupé war mit dem CA20E, einem eingespritzten Zweiliter-Vierzylinder, ausgestattet, während das Fließheckmodell entweder den CA20E oder den CA18ET erhielt. In den USA nahm Nissan das Fließheckmodell mit dem CA18ET-Turbomotor Mitte 1987 vom Markt und führte stattdessen das „SE“-Modell mit dem VG30E-Dreiliter (118 kW/160 PS) ein.
Der S12 wurde in Europa Silvia genannt. Hier gab es nur das Fließheckmodell.
Dieses war mit dem CA18ET und in einigen Ländern mit dem FJ20E ausgestattet. In Japan wurde der S12 ebenfalls als Silvia bezeichnet und war sowohl mit Stufen- als auch mit Fließheck verfügbar. Neu waren die Varianten RS und RS-X. Der RS wurde mit dem FJ20E ausgestattet, während der RS-X mit dem FJ20ET ausgerüstet wurde.
Mitte 1987 ersetzte Nissan die FJ-Motoren durch den CA18DET, einen 1,8-Liter-Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Einspritzung und Turbolader. In Australien bekam der S12 den Namen Gazelle. Dieser war ebenfalls als Coupé und Fließheck verfügbar und mit dem CA20E motorisiert.
Angetrieben wurde das DM 26.995 teure Coupé von einem 107 kW/145 PS starken Zweiliter-Vierzylinder mit 16 Ventilen. Im März 1985 erschien zudem eine Variante mit 1,8-Liter-Turbo-Motor und Katalysator (90 kW/122 PS, DM 29.895), der im April 1985 die Ausführung Silvia Grand Prix mit breiteren Reifen, Kotflügelverbreiterungen und Seitenschürzen zum Preis von DM 32.995 folgte.
Im Sommer 1987 erfolgte ein leichtes Facelift mit geänderten Front- und Heckpartien.
In Deutschland wurde der Silvia S12 von Anfang 1984 bis Mitte 1989 ausschließlich als Schrägheckmodell verkauft.
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Nissan Silvia Motorcodes / Motorenübersicht
Nissan Silvia Motorcodes / Motorenübersicht / Motornummern / Motorenkennziffern
Nissan 300 ZX (1989-2000)
Ende 1989 kam der Nissan 300ZX (Code: Z32) auf den heimischen Markt.
Anfangs gab es nur den 300ZX Twin Turbo, der über einen Twinturbo-V6-Motor mit drei Litern Hubraum und einer Leistung von 208 kW (283 PS) verfügte (mit Automatik: 268 PS), die abgeregelte 250 km/h ermöglichten.
Die Saugmotor-Variante des gleichen Triebwerkes verfügte über 165 kW (225 PS), wurde jedoch nicht in Europa angeboten. In Deutschland wurde der 300ZX von Mai 1990 bis September 1995 verkauft.
Das Fahrzeug wurde in drei Ausführungen angeboten: als rein zweisitziges Coupé, als 2+2-sitziges Coupé und ab Frühjahr 1993 auch als zweisitziges Cabriolet. Letzteres gab es nur mit dem Saugmotor. Die beiden Coupé-Versionen sind mit einem zweiteiligen T-bar- Glasdach ausgestattet, das man bei Bedarf auch abnehmen kann. Das Cabrio wurde vor allem in den USA in großen Stückzahlen verkauft. Seine Produktion wurde bereits Ende 1996 eingestellt.
Die Ausstattung war für den damaligen Standard bei allen Modellen reichhaltig. Neben serienmäßigen elektrischen Fensterhebern, einer vollwertigen Soundanlage, die ab 1994 auch ab Werk mit einem CD-Radio gekoppelt werden konnte, und dem T-bar-Dach (beim Coupé) gab es außerdem Nissans selbst entwickelte Allradlenkung HICAS.
Im Sommer 2000 lief die Fertigung des 300ZX aus, zunächst ohne Nachfolger. Erst Mitte 2002 kam mit dem 350Z ein Nachfolger auf den Markt.
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Nissan 300 ZX Motorcodes
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Nissan 350Z Motorcodes
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Nissan Almera (1995-2000)
Der Nissan Almera ist ein von Sommer 1995 bis Herbst 2006 und wieder seit 2011 gebautes Pkw-Modell der Kompaktklasse des japanischen Autoherstellers Nissan.
Der Almera N15 (in Japan und anderswo als Nissan Pulsar, Lucino, Bluebird Sylphy und Sentra angeboten) war auf den europäischen Märkten der Nachfolger des Nissan Sunny und konkurrierte damit beispielsweise mit VW Golf, Opel Astra, Ford Focus, Toyota Corolla und Renault Mégane.
Für den Almera stehen Motorisierungen von 75 bis 143 PS zur Verfügung. Die Produktion des N16 wurde im Herbst 2006 für die Hauptmärkte eingestellt. Nachfolger ist der Nissan Tiida.
In Mittel- und Südamerika und in Ländern des Mittleren Ostens wurde die viertürige Stufenheckausführung des zweiten Almera weiterhin mit 1,6- sowie 1,8-Liter-Motor angeboten. Allerdings wurde das Fahrzeug zum Teil unter der Bezeichnung Almera und teils als Sunny angeboten, in manchen Fällen auch in der im Herbst 2002 überarbeiteten Ausführung.
Im Oktober 2011 brachte Nissan ein überarbeitetes Modell des Latio als Almera in Thailand auf den Markt.
Der Nissan Almera (Typ N15) kam im Juli 1995 auf den Markt. Er wurde als drei- bzw. fünftüriges Fließheck sowie als viertüriges Stufenheck angeboten.
Die Kompaktlenker-Hinterachse wurde mit dem Almera N15 eingeführt und sollte für eine optimale Straßenlage sorgen, vor allem beim starken Bremsen in Kurven. Moderne DOHC-Vierventil-Motoren gehören ebenfalls zum Repertoire dieses Fahrzeuges. Er verfügte außerdem serienmäßig über Fahrer- und Beifahrerairbags, Servolenkung, elektronische Wegfahrsperre und weitere elektronische Helfer.
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Nissan Almera Motorcodes
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Nissan Cabstar (2007-2013)
Der Nissan Cabstar F24 wurde ab 2007 auch als Renault Maxity gebaut und war in Versionen mit 2,8 bis 4,5 Tonnen Gesamtgewicht erhältlich.
Zwei Dieselmotorvarianten mit Common-Rail-Einspritzung waren erhältlich, ein 2,5-Liter-Renault-Motor mit 81 kW (110 PS) bis 100 kW (136 PS) und ein 3,0-Liter-Nissan-Motor mit einer Leistung von 96 kW (130 PS) bis 110 kW (150 PS).
Alle waren mit einem Fünfgang- oder Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet und mit Einzel- oder Doppelkabine erhältlich. Aufbauten ab Werk waren Pritschenwagen oder Kipperfahrzeug, zudem bot Nissan-Renault diverse Aufbauten verschiedener Zulieferer.
Die ursprünglich von Nissan entwickelte Elektromotor-Variante des Cabstars wurde in Europa ab 2012 als Renault Maxity Electric vertrieben. Hierbei leistete der Elektromotor 47 kW mit einem max. Drehmoment von 270 Nm. Die Lithium-Ionen-Batterie hatte 40 kWh Kapazität und eine Ladezeit von 7 Stunden. Die Reichweite betrug laut Renault 100 km, bei einem Test der Zeitschrift Eurotransport wurden 120 km mit einer Nutzlast von 2120 kg erreicht, bei zulässigem Gesamtgewicht von 4.500 kg. In Asien wird das Modell als Nissan e-NT400 vertrieben. Der Cabstar F24 wird seit 2014 durch den Nissan NT400 ersetzt, welchen es auch wieder mittels Badge-Engineering als Renault-Variante gibt.
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Nissan Interstar Motorcodes
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Nissan Laurel (C31) (1980-1984)
Der Nissan Laurel ist ein von Frühjahr 1968 bis Ende 2002 in acht Generationen produziertes Fahrzeug der oberen Mittelklasse des japanischen Automobilherstellers Nissan.
Er war ursprünglich von Prince entwickelt worden und gelangte nach der Prince-Übernahme durch Nissan als Nissan auf den Markt.
Einige Generationen wurden von 1977 bis 1989 als Datsun Laurel oder Datsun 1800 sowie später als Nissan Laurel nach Europa exportiert.
Auch der im November 1980 eingeführte Laurel (C31) stieß als preiswerter Sechszylinderwagen in Europa auf eine gewisse Resonanz. Die neue Karosserie mit je drei Seitenfenstern und angeschrägter Frontpartie zeigte Ähnlichkeit mit dem Opel Senator. Basismotor war weiterhin der 1,8-Liter-Vierzylinder, darüber rangierten ein Zweiliter-Vierzylinder, ein Zweiliter-Sechszylinder (auch als Turbo lieferbar), ein 2,4 Liter großer Reihensechszylinder und Dieselmotoren von 2,0 und 2,8 Litern Hubraum. Das Coupé entfiel, im Programm blieben viertürige Limousinen mit oder ohne B-Säulen.
In Deutschland wurde der Laurel ab Mai 1981 unter dem Markennamen Datsun mit Sechszylinder-Benzinmotoren (2 oder 2,4 Liter, 71 bis 83 kW/96 bis 113 PS) oder dem 2,8-Liter-Diesel (60 kw/82 PS) verkauft; die Preise beliefen sich anfangs von 16.895 bis 21.095 DM.
Im Herbst 1983 entfiel der Zweiliter, die Leistung des 2,4-Liters wurde auf 88 kW/120 PS angehoben, zugleich erfolgte die Umbenennung in Nissan Laurel. In Kombination mit dem 2,4-Liter-Benziner und dem 2,8-Liter-Diesel wurde obligatorisch eine höherwertige Ausstattung mit unter anderem elektrischen Fensterhebern an allen vier Türen, Zentralverriegelung, Servolenkung, Scheinwerfer-Wischwaschanlage und hochwertigen Velours-Sitzpolstern geliefert. Gegen Aufpreis gab es, auch für den Diesel, ein Dreistufen- (ab 1983: 4-Stufen-)Automatikgetriebe sowie ein elektrisches Stahlschiebedach und Metalliclackierung. Leichtmetallräder und eine Klimaanlage konnten auf Wunsch vom Vertragshändler mit Originalteilen aus Japan, wo es diese Ausstattung bereits ab Werk gab, nachgerüstet werden.
Zu dieser Zeit war der 2,8-l-Sechszylinder-Diesel in Deutschland in dieser Fahrzeugklasse sowohl preislich als auch ausstattungsmäßig eine absolute Ausnahme. Lediglich der 524d von BMW oder die 240-Reihe von Volvo konnten eine ähnliche Motorisierung anbieten, allerdings zu erheblich höheren Preisen.
Die Fahrleistungen sowie der Verbrauch des C31 lagen beim 2,4-l-6-Zylindervergasermotor mit 5-Gang-Schaltgetriebe bei ca. 172 km/h und 12,5 l/100 km Normalbenzin (3-Stufen-Automatik: 165 km/h, 13,5 l/100 km; 4-Stufen-Automatik: 165 km/h; bei ca. 12,8 l/100 km). Der 2,8-l-Diesel mit 5-Gang-Schaltgetriebe erreichte 160 km/h bei ca. 9,0 l/100 km Dieselkraftstoff (3-Stufen-Automatik: 155 km/h bei ca. 9,5 l/100 km, mit der später lieferbaren 4-Stufen-Automatik: 155 km/h bei ca. 9,2 l/100 km) Die 4-Stufen-Automatik brachte außer einem geringeren Verbrauch sowohl beim Benziner als auch beim Diesel eine erhebliche Geräuschverringerung bei niedrigeren Motordrehzahlen mit sich, was den Komfort spürbar verbesserte.
Die Top-Version des Laurel leistete 114 kW/155 PS.
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| Typ | Modell | Bauzeit | Motorcode | PS | kW | ccm |
| PRAIRIE | PRAIRIE (M10, NM10) 1.5 S (M10) | 01.84-12.87 | E15S | 75 | 55 | 1488 |
| PRAIRIE | PRAIRIE (M10, NM10) 1.8 SGL (M10) | 07.83-12.85 | CA18S | 88 | 65 | 1809 |
| PRAIRIE | PRAIRIE (M10, NM10) 1.8 SGL (M10) | 05.85-10.87 | CA18S | 90 | 66 | 1809 |
| PRAIRIE | PRAIRIE (M10, NM10) 2.0 4x4 (NM10) | 06.86-09.88 | CA20S | 92 | 68 | 1974 |
| PRAIRIE | PRAIRIE PRO (M11) 2.0 i | 10.88-04.92 | CA20E | 98 | 72 | 1974 |
| PRAIRIE | PRAIRIE PRO (M11) 2.0 i 4x4 | 10.88-12.92 | CA20E | 98 | 72 | 1974 |
| PRAIRIE | PRAIRIE PRO (M11) 2.4 i | 04.92-07.94 | KA24E | 133 | 98 | 2389 |
| PRAIRIE | PRAIRIE PRO (M11) 2.4 i 4x4 | 04.92-07.94 | KA24E | 133 | 98 | 2389 |
Nissan Primastar Motorcodes / Motorenübersicht
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Nissan Primera (1996-2002)
Die Baureihe P11 des Autoherstellers Nissan war das zweite Modell des Nissan Primera und zählt zur Mittelklasse.
Bis zum ersten Facelift war neben der Limousine mit Stufen- oder Schrägheck kein Traveller (Kombi) erhältlich.
Um diese Lücke zu schließen, wurde der Kombi der vorherigen Generation weiterhin verkauft. Der Primera P11 wurde in den USA als Infiniti G20 verkauft.
Die offizielle Einführung des Primera P11 war im September 1996 als Stufenheck und Schrägheck. Eine Kombiversion dieses Modells wurde bis zum ersten Facelift nicht gebaut, stattdessen stand weiterhin der W10 Traveller des Vorgängermodells zur Verfügung. Die Neuauflage des Primera war in sämtlichen Dimensionen gewachsen und bot im Innenraum mehr Platz. Auch konnte der P11 mit stark verbesserter Sicherheitsausstattung aufwarten. So waren Doppelairbags vorne, Gurtstraffer und ABS in jeder Version serienmäßig mit an Bord.
Das Fahrwerk wurde ebenfalls stark verbessert. Zwar stammte die Doppelquerlenker-Vorderachse noch aus dem Vorgängermodell Primera P10, doch wurde die Hinterachsaufhängung komplett geändert. Zum Einsatz kam die sogenannte Kompaktlenker-Hinterachse, bei der ein Scott-Russell-Gestänge verbaut ist. Diese wurde zwar bereits im Almera N15 und Maxima A32 eingesetzt, jedoch wurde die Kompaktlenker-Hinterachse im Primera P11 erstmals mit der Doppelquerlenker-Vorderachse kombiniert.[2] Das auf der Nürburgring Nordschleife abgestimmte Fahrwerk erntete gute Kritiken für sein Handling.
Das erste Facelift des P11 erfolgte bereits im September 1997 und der Primera wurde daraufhin intern als P11-120 bezeichnet. Es wurden einige technische und optische Änderungen vorgenommen sowie die Ausstattung der Varianten überarbeitet. Die 1,6- und 2,0l-Triebwerke bekamen eine Leistungssteigerung und die Sicherheitsausstattung wurde verbessert. Ab sofort erhielten alle 2,0-Modelle eine größere Bremsanlage an der Vorderachse mit 280 mm Durchmesser, wie zuvor auch im GT verbaut. Außerdem wurde eine elektronische Bremskraftverteilung (EBD) eingeführt und Seitenairbags wurden serienmäßig. Die überarbeitete Version unterscheidet sich optisch kaum vom Vorgänger und gibt sich hauptsächlich durch die Änderung der Rückleuchten zu erkennen, bei denen die Blinker nun in gelb anstatt in weiß sind.
Erstmals wurde mit dem Facelift ein Traveller auf der Basis des Primera P11 als WP11-120 eingeführt. Dieser löste die bis dato immer noch verkaufte Kombiversion der vorhergegangenen Generation des Primera ab und wurde wie die Limousine bei Nissan Motor Manufacturing (UK) in Sunderland gefertigt.
Dem P11 war nur in Europa mit der Version P11-144 ein umfangreicheres Facelift beschieden. Es erfolgte im September 1999 und ist im Unterschied zu den Vorgängermodellen sofort zu erkennen an einer geänderten Front, einem geänderten Heck und einer entsprechenden Seitenlinie (Schweller, Zierleisten usw.). Im Innenraum wurden neue Sitze und Instrumente verbaut und auch das Armaturenbrett blieb nicht unverändert.
Trotz starker Änderungen am Blechkleid der Limousine blieb deren Radstand und Fahrwerk unverändert, dennoch wuchs die Außenlänge der Karosserie um insgesamt 26 mm. Die Scheinwerfer und Rückleuchten waren in Klarglasoptik gehalten und an der Kofferraumklappe wurde zusätzlich eine elektrische Entriegelung angebracht.
Das Äußere des Traveller, der in dieser Version als WP11-144 bezeichnet wird, veränderte sich allerdings nicht so stark wie die Limousine. Die Grundform der Rohkarosserie blieb nahezu unverändert. An der Front wurde dem Kombi das neue Gesicht verpasst und die Seitenlinie erhielt eine Auffrischung durch neue Schweller und Zierleisten. Die Heckpartie wurde bis auf die Stoßstange unverändert vom vorigen Modell übernommen und somit blieb auch die Entriegelung der Kofferraumklappe mechanisch.
Zusätzlich wurde die Motorenpalette überarbeitet sowie einige technische Änderungen durchgeführt. Die Sicherheitsausstattung wurde um serienmäßige Kopfairbags ergänzt und eine geänderte Bremsanlage, die weiterhin über EBD verfügte, mit mechanischem Bremsassistent verbaut. Die Ausstattungsvarianten wurden mit serienmäßiger Klimaautomatik und Xenonlicht bei den 2,0-Modellen sowie auch beim 1,8 Elegance verfeinert.
Ende 2000 wurden am P11-144 noch einmal Änderungen durchgeführt, einige davon waren vom Konzernbruder Renault vorgeschriebene Einsparungsmaßnahmen. So wurden Dichtungen an der Motorhaube, der Heckklappe und den Scheinwerfern sowie doppelt vorhandene Dichtungen an den Türen entfernt. Eine erneute Änderung der Bremsanlage durch einen anderen Bremskraftverstärker und kleinere Bremsscheiben an der Hinterachse sowie der Wegfall der Sport-Ausstattung waren weitere Maßnahmen. Außerdem wurde der 1,6l-Motor überarbeitet. Die letzte Version der P11-Reihe ist daran zu erkennen, dass sich die Antenne nunmehr im vorderen Dachbereich befindet und ein verändertes Lenkrad verbaut wurde.
Im Juni 2002 wurde der Modellwechsel zum Nachfolger Primera P12 durchgeführt.
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Nissan Primera Motorcodes
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Nissan Serena Motorcodes / Motorenübersicht
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Nissan Stanza (A10) (1977-1981)
Der Datsun Stanza (ab 1985: Nissan Stanza) ist ein von 1977 bis 1992 gebautes Modell des japanischen Automobilherstellers Nissan.
Der Stanza wurde in vier Generationen gefertigt und vorübergehend auch in Europa angeboten. Die erste und zweite Generation war bis auf Kleinigkeiten mit dem auch in Europa verkauften Datsun Violet identisch, die dritte und vierte mit dem zeitgleichen Datsun Bluebird weitgehend baugleich.
Beim ersten Stanza handelte es sich um ein heckgetriebenes Mittelklassemodell, das als viertürige Limousine und fünftüriger Kombi zu haben war, angetrieben von einem Zweiliter-Vierzylinder.
In Europa wurde nicht der Stanza, sondern der annähernd baugleiche Violet angeboten. In Japan wurde das Modell auch als Nissan Auster angeboten.
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Nissan Stanza (T11) (1981-1986)
Der Stanza der zweiten Generation, der seine Weltpremiere auf der 49. IAA im September 1981 feierte, war ein eigenständiges Modell und der erste Mittelklasse-Datsun mit Frontantrieb.
Die Modellreihe wurde ab November 1981 unter dieser Bezeichnung auch in Deutschland und Europa angeboten.
Im Programm standen eine viertürige Stufenheck- und eine drei- oder fünftürige Schräghecklimousine, angetrieben von einem Vierzylinder mit 1,6 oder 1,8 Liter Hubraum.
Der Viertürer entfiel ab September 1984, der Dreitürer zuvor. Im März 1985 kam noch eine Kat-Version für den 1,8 l-Vierzylinder ins Programm – mit der Frontpartie der US-Variante.
Im Herbst 1985 wurde der Export des Stanza beendet. Weitere Bezeichnung auf dem japanischen Heimatmarkt mit teilweise unterschiedlicher Ausstattung war Nissan Auster.
Zum Stichtag 1. Januar 2022 waren in Deutschland laut KBA noch 41 Nissan Stanza der Baureihe T11 angemeldet.
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