Donkervoort
Donkervoort ist ein in den Niederlanden ansässiger Automobilhersteller.
Das Unternehmen wurde von dem Niederländer Joop Donkervoort 1978 gegründet und produziert ausschließlich Roadster, die ursprünglich vom Lotus Seven abgeleitet waren und ihm heute noch ähnlich sehen.
Aktuelle Produktion
Donkervoort baut in Lelystad von Hand neue Komplettfahrzeuge. Der Fahrzeugtyp Donkervoort D8 wurde vom Gründer Joop Donkervoort neu entwickelt und weist, abgesehen von äußerlichen Ähnlichkeiten, mit dem Ausgangsmodell Lotus Super 7 kaum noch Gemeinsamkeiten auf. Donkervoort benutzt Materialien, wie kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff (CfK) und andere moderne Verbundwerkstoffe für seine Autos. Der Motor wurde mittlerweile von Audi geliefert (2,5-l-TFSI-Fünfzylinder-Turbo-Motoren). Die Leistung der 2,5-l-Fünfzylinder-Motoren reicht serienmäßig von 250 bis 367 kW (340 bis 500 PS). Ende Januar 2026 wurde das auf 150 Stück limitierte Modell P24 RS vorgestellt. Es hat einen 3,5-l-V6-Biturbo-Motor von Ford mit 294 bis 441 kW (400 bis 600 PS).
Dank des extrem geringen Gewichts der Donkervoort-Fahrzeuge sind Beschleunigungen von 2,5 s auf 100 km/h (Donkervoort F22) sowie extreme Kurvengeschwindigkeiten und Verzögerungen möglich.
Die Autos haben weder ein Antiblockiersystem (ABS) noch ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP). Allein eine einstellbare Traktionskontrolle, Vollgasschaltfunktion sowie Launchkontrolle werden als Option angeboten.
Aktuelle Modelle
Donkervoort P24 RS (seit 2026)
Der Donkervoort P24 RS hat ein zweiteiliges Targadach und Scherentüren. Der Motor, ein 3,5-l-V6 von Ford, leistet maximal 441 kW. Das Leergewicht des Wagens liegt bei 780 kg.
Modelle aus der Vergangenheit
Donkervoort D8 GT (2007–2012)
Der 2007 vorgestellte Donkervoort D8 GT ist der erste geschlossene Donkervoort. Verglichen mit der offenen Version des D8 hat der GT eine neu entwickelte Vorder- und Hinterradaufhängung. Sie ist um 8 cm breiter. Er hat größere Bremsscheiben für maximale Verzögerung sowie 17″-Aluminiumräder. Das Gesamtgewicht von 650 kg wird vor allem durch den großflächigen Einsatz von Kohlenstofffaser-Werkstoffen erreicht. Das komplette Dach, Heck, Türen sowie Kotflügel werden aus diesem Material gefertigt.
Donkervoort D8 270 (2008–2012)
Der Donkervoort D8 270 ist seit dem Sommer 2008 erhältlich. Diese D8-Version ist der Nachfolger des D8 270 RS, der in einer limitierten Auflage von 25 Stück gebaut wurde. Der D8 270 hat eine neu entworfene Frontpartie, die an die des D8 GT angelehnt ist. Er beschleunigt in 3,6 s auf 100 km/h.
Donkervoort D8 Audi (E-Gas) Wide Track (2003–2012)
Seit 2003 sind Fahrzeuge von Donkervoort mit 1.8T-20V-Turbomotoren mit „elektronischem Gaspedal“ von Audi bestückt. Der Motor ist in folgenden Leistungsvarianten verfügbar: 110 kW/150 PS, 132 kW/180 PS, 154 kW/210 PS, 173 kW/235 PS und 199 kW/270 PS. Dank seines Gewichtes von 630 kg sind je nach Motorvariante Beschleunigungen von 0 auf 100 km/h in 3,8 bis 5,2 Sekunden möglich.
Donkervoort D8 GTO (2013–2022)
Der Donkervoort D8 GTO wurde komplett neu entwickelt. Der Motor, ein 2,5-l-TFSI-Fünfzylinder von Audi, leistet 250–325 kW. Das Leergewicht beträgt rund 700 kg.
Donkervoort F22 (2022–2025)
Der Donkervoort F22 hat ein zweiteiliges Targadach und Scherentüren. Der Motor, ein 2,5-l-TFSI-Fünfzylinder von Audi, leistet 367 kW. Das Leergewicht des Wagens liegt bei 750 kg.
Rundenrekord für straßenzugelassene Autos auf der Nordschleife des Nürburgrings
Der damalige deutsche Importeur Michael Düchting fuhr am 24. Oktober 2004 mit 7:18,01 Min. in einem Donkervoort D8 RS einen neuen Rundenrekord für straßenzugelassene Autos auf der Nürburgring-Nordschleife. Mittlerweile wird an einem noch leistungsfähigeren Fahrzeug gearbeitet, da der Rekord zwischenzeitlich verloren ging. Im Herbst 2005, unter nicht optimalen Wetterbedingungen, holte sich Michael Düchting für kurze Zeit den Rekord mit einer Zeit von 7:14,89 Min. wieder zurück.
Donkervoort D8 GTO (2013-2022)
Der D8 GTO ist ein Sportwagen des niederländischen Automobilherstellers Donkervoort.
Er wurde zwischen 2013 und 2022 verkauft.
Um ein möglichst geringes Leergewicht von rund 700 kg zu erreichen, besteht die Roadster-Karosserie des D8 GTO aus mit Kohlenstoff- und Aramidfasern verstärktem Kunststoff. Das „Hybrid“-Fahrgestell besteht aus einer Gitterrohrkonstruktion, die mit Paneelen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff ausgesteift ist. Alle Räder sind einzeln an Doppelquerlenkern aufgehängt und haben Schraubenfedern mit verstellbaren hydraulischen Teleskopstoßdämpfern. Die Lenkung arbeitet ohne Hilfskraftunterstützung mit Ritzel und Zahnstange. Die Scheibenbremsen an allen Rädern haben innenbelüftete Bremsscheiben. Auf elektronische Hilfsmittel wie Antiblockiersystem (ABS) und Fahrdynamikregelung (ESP) wird verzichtet. Angetrieben wird der Sportwagen von einem turboaufgeladenen Reihenfünfzylinder mit 2,5 Liter Hubraum von Audi, der auch im RS3 verwendet wird. Der Motor leistet im D8 GTO zwischen 254 und 325 kW und hat ein maximales Drehmoment zwischen 450 und 570 Nm.
Im September 2014 konnte der D8 GTO Performance auf dem Bilster Berg in Pömbsen mit 1 Minute und 46,12 Sekunden einen neuen Rundenrekord für Serienautos mit Straßenzulassung aufstellen. Anlässlich dieser Leistung stellte Donkervoort das auf 14 Exemplare limitierte Sondermodell D8 GTO Bilster Berg Edition vor. Diese war ab 194.000 Euro erhältlich.
Ab Sommer 2016 war das auf 40 Exemplare limitierte Sondermodell D8 GTO-RS erhältlich. Dieses hat eine neue Radaufhängung sowie eine breitere Spur an der Vorderachse. Außerdem wurde die Bremsanlage verbessert. Auf 100 km/h beschleunigt der GTO-RS in 2,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit gibt Donkervoort mit 280 km/h an. Der Grundpreis zur Markteinführung betrug in Deutschland 179.896 Euro.
Im Mai 2018 präsentierte Donkervoort den D8 GTO-40, der anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Unternehmens vierzig mal gebaut wurde. Das Sondermodell ist mit einem Leergewicht von 678 kg das leichteste Modell der Baureihe.
Anlässlich des 70. Geburtstags des Firmengründers Joop Donkervoort präsentierte das Unternehmen im Juni 2020 das auf 70 Exemplare limitierte Sondermodell D8 GTO-JD70. Durch das neue Abgasanlagen-Layout, bei dem der Auspuff auf der rechten Seite vor den Hinterrädern endet, und den Entfall der hinteren Endrohre konnte am Heck ein neuer Diffusor montiert werden, der für zusätzliche 800 Newton mehr Abtrieb sorgt. Die neuen Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln lassen die einströmende Luft kontrolliert entweichen. Damit konnten weitere 500 Newton Abtrieb erzeugt werden. Durch diese Maßnahmen soll der GTO-JD70 in Kurven eine maximale Querbeschleunigung von 2g erreichen. Auf 100 km/h beschleunigt der GTO-JD70 in 2,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 280 km/h an.
Gemeinsam mit Abt Sportsline entwickelte Donkervoort den im September 2021 präsentierten D8 GTO Individual Series.
Donkervoort F22 (2022-)
Der Donkervoort F22 ist ein Sportwagen des niederländischen Automobilherstellers Donkervoort.
Vorgestellt wurde der Wagen im Dezember 2022. Er hat Schmetterlingstüren und ein Targadach mit zwei herausnehmbaren Platten, die im Kofferraum verstaut werden können.
Er ist der etwas größere Nachfolger des Donkervoort D8 GTO, der Innenraum ist 80 mm breiter und 100 mm länger. Die Stückzahl war zunächst auf 75 Fahrzeuge limitiert. Alle waren schon bei der Vorstellung verkauft. Im März 2023 kündigte der Hersteller an, weitere 25 Exemplare bis Mitte 2025 produzieren zu wollen. Jeder F22 kann individuell von seinem Käufer gestaltet werden. Benannt ist der Sportwagen nach dem ersten Kind des Geschäftsführers Denis Donkervoort, dessen Tochter Filippa am 22. Mai 2022 geboren wurde.
Angetrieben wird der Wagen wie auch schon das Vorgängermodell von einem aufgeladenen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Ottomotor (VW EA855 evo), den unter anderem Audi in verschiedenen Modellen verwendet. Im F22 leistet er 367 kW (500 PS) bei 6360/min und hat ein maximales Drehmoment von 640 Nm bei 5150/min. Auf 100 km/h beschleunigen soll das Fahrzeug in 2,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Donkervoort mit 290 km/h an. In Kurven soll der F22 eine maximale Querbeschleunigung von 2,15g erreichen können. Um Gewicht einzusparen, hat das Schaltgetriebe nur fünf Gänge. Außerdem sind gegen Aufpreis leichtere, aus Leichtmetall geschmiedete oder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunstharz gefertigte Räder erhältlich.

