Pontiac
Pontiac war eine Automarke des US-amerikanischen Automobilkonzerns General Motors.
Traditionell wurden unter dieser Bezeichnung sportliche Fahrzeuge im mittleren Preissegment hergestellt, die vor allem jüngere Kunden ansprechen sollten. Nach der Insolvenz von General Motors im Jahre 2009 und der damit verbundenen Umstrukturierung des Modellprogramms des Konzerns wurde die traditionsreiche Marke „Pontiac“ Ende des Jahres 2010 aufgegeben.
Geschichte
Der Name „Pontiac“ wurde erstmals von den seit 1906 bestehenden Pontiac Spring & Wagon Works benutzt. Dieser Name geht ursprünglich auf den Sitz des Unternehmens, die Ortschaft Pontiac in Michigan zurück, diese wiederum auf Chief Pontiac, einen Häuptling der Ottawa-Indianer, der im 18. Jahrhundert Anführer im Kampf gegen die damalige britische Kolonialherrschaft war. Die Oakland Motor Company von 1907 und die Pontiac Spring & Wagon Works Company fusionierten im November 1908 zur Oakland Motor Car Company. Im Januar 1909 erwarb General Motors die Hälfte der Anteile des Unternehmens und dann im Sommer, nach dem Tod von Edward P. Murphy, dem Gründer von Oakland, die restlichen Anteile. Die Fahrzeuge wurden zwischen 1908 und 1926 unter der Marke Oakland hergestellt. Das erste Fahrzeug der Marke Pontiac wurde 1926 von General Motors als eine billigere Variante des Oakland Motor Car herausgebracht. Pontiac war neben LaSalle, Marquette und Viking eine von vier neuen Marken von GM, mit der Lücken im Modellprogramm geschlossen werden sollten. Die anderen Marken wurden wieder aufgegeben, während Pontiac die Marke Oakland ab 1931 vollständig ersetzte.
In den folgenden 25 Jahren vertrat Pontiac im General-Motors-Konzern die bürgerliche Mittelklasse. Damit war Pontiac oberhalb von Chevrolet positioniert, wo die preisgünstigen Einstiegsmodelle angeboten wurden, aber unterhalb der gehobenen Marken Oldsmobile, Buick und Cadillac. Mitte der 50er Jahre geriet Pontiac unter Druck, als Chevrolet luxuriösere Wagen und auch erstmals einen V8-Motor anbot. Ein Ausweichen nach oben war nicht möglich, dort saßen schon die Konzernmarken Oldsmobile und Buick.
Pontiac wurde daraufhin als die Sportmarke von General Motors positioniert. Die Modelle Bonneville (1957), LeMans (1961), Grand Prix (1962), GTO (1964) und Firebird (1967) zeigten schon durch ihre Namensgebung den sportlichen Anspruch.
In den 60er Jahren war diese Konzeption sehr erfolgreich. Insbesondere der GTO wurde zu einem richtigen Trendsetter. In den 70er Jahren verschlechterten sich die Rahmenbedingungen. Verschärfte Abgasvorschriften führten zu einem Rückgang der Motorleistungen, worunter Pontiac als sportlich ausgerichtete Marke besonders litt. Die Ölkrise 1973/74 führte zu einem Einbruch der Nachfrage nach hubraumstarken Autos. Pontiac reagierte mit der Einführung kleinerer Modelle: Ventura 1971, Astre 1974, schließlich der T1000 1981, der kleinste Pontiac, der bis dahin gebaut worden war. Mit diesen Wagen ging die Markenidentität verloren, denn es waren alles nur leicht modifizierte Chevrolet-Modelle. Der T1000 basierte sogar auf dem deutschen Opel Kadett City.
In den 1980er und 1990er Jahren gelang es Pontiac, trotz diverser Versuche, nicht, an die Erfolge der 60er Jahre anzuknüpfen. Die straffe Rationalisierung im General-Motors-Konzern führte dazu, dass das Modellangebot aller Konzernmarken stark vereinheitlicht wurde. Die meisten Pontiac-Modelle dieser Epoche waren nur Ausstattungsvarianten von Modellen, die man in sehr ähnlicher Form auch als Chevrolet, Oldsmobile oder Buick kaufen konnte. Eine der wenigen Ausnahmen war der Mittelmotor-Sportwagen Pontiac Fiero (1983 bis 1988), doch dieser litt unter dem für einen Sportwagen ungeeigneten Vierzylindermotor und wurde auch kein Erfolg.
GM als Konzernmutter stellte im Rahmen ihrer Restrukturierungen die Produktion von Fahrzeugen der Marke Pontiac zum Jahresende 2009 ein und kündigte die vollständige Stilllegung der Marke „Pontiac“ bis zum Ende des Jahres 2010 an; nunmehr wird sich GM auf seine Kernmarken GMC, Buick, Cadillac und Chevrolet konzentrieren. Am 25. November 2009 wurde als letztes Modell in den USA ein weißer Pontiac G6 gefertigt, der in den regulären Handel ging; einzig die Fertigung des Pontiac G3 in Südkorea lief noch bis Ende 2009.
Pontiac Motorcodes / Motorenübersicht / Motornummern / Motorenkennziffern
Pontiac Fiero (1983-1988)
Der Pontiac Fiero ist ein Sportwagen mit Mittelmotor, der von Juli 1983 bis März 1988 vom Automobilhersteller General Motors unter der Automobilmarke Pontiac, in der gleichnamigen amerikanischen Stadt Pontiac hergestellt wurde.
Das Fahrzeug gab es in den Versionen 2M4 (steht für 2 Sitze, Mittelmotor, 4 Zylinder), 2M6, SE, GT, Formula.
Vom Fiero wurden zwei Karosserievarianten gefertigt: das Notchback (Stufenheck) sowie das im Herbst 1986 eingeführte Fastback (Schrägheck). Alle Modelle hatten Klappscheinwerfer.
Motorisiert war er entweder mit einem 2,5-l-Vierzylinder-Motor mit 68 kW (auch Iron Duke genannt) oder einem 2,8-l-V6 mit elektronischer Einspritzung und 99 kW. Das Designteam um den türkischstämmigen Hulki Aldikacti konzipierte den Wagen zunächst als zweisitziges „commuter car“ mit geringem Spritverbrauch, was auf eine politische Entscheidung des GM- und Pontiac-Managements zurückzuführen war. Darauf beruhte auch die Verwendung des recht schwachen Vierzylinder-Motors, der auch mit einem Econo-Automatikgetriebe erhältlich war. Außerdem waren, je nach Baujahr, Schaltgetriebe mit vier oder fünf Gängen erhältlich. Der 2,8-l-V6 war ab dem Modelljahr 1985 erhältlich. Die meisten Fahrzeuge mit einem V6-Motor sind am Heckflügel zu erkennen.
Die besondere Herstellungsweise des Fiero war die Kombination eines fahrbaren Spaceframes aus Stahl mit aufgeschraubten Kunststoffpaneelen. Dafür wurde in der gleichnamigen Stadt Pontiac in Michigan von General Motors eine neue Fabrik gebaut, die mit speziell dafür entwickelten Maschinen arbeitete.
Durch diese, bis dahin bei Kleinwagen (Sachsenring Trabant) oder im Rennsport verwendete Konstruktionsweise und dem Mittelmotor kann der Fiero als Basis für Ferrari-, Ford GT 40 und Lamborghini-Repliken genutzt werden. Auch werden von Enthusiasten häufig stärkere V6- und V8-Motoren in den Fiero eingebaut. Besonders oft werden Motoren mit einem Hubraum von 3,1 Liter, 3,8 Liter (mit oder ohne Kompressor) oder der 3,4-Liter-DOHC-V6 von General Motors oder der Chevrolet-„Small-Block“-V8 mit 5,7 Litern Hubraum dazu genutzt. Von 1984 bis 1988 nutze der US-amerikanische Automobilhersteller Zimmer den Fiero als Basis für sein Modell Quicksilver.
1984 war der Fiero das Sicherungsfahrzeug des Indianapolis-Rennens. Daher wurde im gleichen Jahr eine limitierte „Indy-Fiero“-Version angeboten.
Für das letzte Modelljahr 1988 wurden Radaufhängung und Federung überarbeitet. Wegen sinkender Umsatzzahlen, einiger Qualitätsprobleme insbesondere Motorbrände des Modelljahrs 1984, zunehmender Konkurrenz durch den Sportwagen Toyota MR2 und stark steigenden Versicherungsprämien wurde der Fiero 1988 eingestellt.
Erst mit dem von 2005 bis 2009 produzierten Pontiac Solstice bot General Motors wieder einen sportlichen Zweisitzer an.
Pontiac Firebird (1967-1969)
Der Firebird ist ein zweitüriges Coupé oder Cabriolet der zum US-amerikanischen Automobilhersteller General Motors (GM) gehörenden Automobilmarke Pontiac. Während der Zeit, als GM den Chevrolet Camaro entwickelte, wurde auf Grundlage des Camaro auch ein Pontiac-Modell entwickelt. GM konzipierte die beiden Autos 1966 und 1967 als Konkurrenzmodelle zum Ford Mustang während der Muscle-Car-Ära. Der Firebird wurde als typischer Vertreter der Pony-Cars zu einem beliebten Sportwagen.
Der neue Pontiac Firebird erhielt einige Verbesserungen gegenüber dem Camaro der 1. Generation.
So wurde der Motor weiter nach hinten verlegt, um eine gleichmäßigere Gewichtsverteilung zu erreichen.
Um Drehschwingungen der an einlagigen hinteren Blattfedern aufgehängten angetriebenen starren Hinterachse zu vermeiden, gab es zusätzliche Längslenker. Alle Firebirds der ersten Generation hatten bereits eine Windschutzscheibe aus Verbundsicherheitsglas (VSG), die Seitenscheiben und die Heckscheibe bestanden aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) Front- und Heckscheibe waren eingeklebt. Die schmalen Elemente der Rückleuchten erinnerten an den GTO. Ebenso die Verfügbarkeit eines Drehzahlmessers auf der Motorhaube vor dem Fahrer.
Nachdem der Verkauf am 23. Februar 1967 begann, wurde bereits im ersten Produktionsjahr der Absatz von 82.560 Fahrzeugen (67.032 Coupés und 15.526 Cabriolets) erreicht. Damit war das Fahrzeug ein voller Verkaufserfolg. Die Motorisierung reichte vom 3,8-Liter-Sechszylindermotor mit 165 brutto SAE-HP bis zum 6,6-Liter-Achtzylinder (400 in3) mit 325 SAE-PS, der auch im Pontiac GTO angeboten wurde. Allerdings leistete der Motor im GTO 350 SAE-PS. Die Reduzierung um 25 SAE-PS erreichte man, indem das Gestänge zwischen Primär- und Sekundärstufe des Rochester-Doppel-Register-Vergasers einen kleinen Anschlag erhielt. Damit konnten die Sekundärdüsen nur mit 90 % wirksam werden. Der 400 war mit oder ohne Ram Air-System erhältlich. Die Stauluft machte sich die ansonsten dekorativen Haubenhutzen zunutze, und der Motor hatte eine schärfere Nockenwelle und stärkere Ventilfedern. Die Ram Air-Option war mit einem hohen Aufpreis verbunden, für 600 Dollar erhielt der Kunde eine wenig beworbene Leistungssteigerung, welche jedoch sehr oft bestellt wurde. Schon im ersten Jahr wurde der Firebird als Pace Car auf dem Daytona International Speedway eingesetzt.
Das Modell von 1968 unterschied sich nur geringfügig, zum Beispiel durch neue, seitlich herumgezogene Blinker vorn, die gleichzeitig als seitliche Markierungsleuchten dienten. Auf den hinteren Seitenwänden wurde oberhalb des Stoßfängers das stilisierte Pontiac-Logo als „V“ angebracht. Es diente auch als seitliche Markierungsleuchte, wie sie ab 1968 gesetzlich vorgeschrieben waren. Außerdem entfielen die kleinen Dreiecksfenster der Türen zugunsten großer Türscheiben. 107.112 Exemplare (90.152 Coupés und 16.960 Cabriolets) wurden gebaut. Die Motorleistung stieg beim 6,6-Liter-Motor auf 335 SAE-PS.
Der Jahrgang 1969 wurde merklich überarbeitet. Unter anderem erhielt die Frontpartie einen markentypischen Grill. Die vier Scheinwerfer saßen nicht mehr in der Frontmaske mit Grill, sondern außerhalb und wurden mehr in die Karosserieform integriert. Seitlich wurden die „Haifischkiemen“ von der hinteren Seitenwand beim 1968 Modell als angedeutete Luftauslässe an den vorderen Kotflügel hinter den Radkasten beim 1969 Modell verlegt. Die Fahrzeugseite erhielt (analog zum Chevrolet Camaro) stark ausgeprägte Kanten über den Radläufen. Die Form der hintern seitlichen Markierungsleuchten änderte sich vom „V“ zu einem kleinen Firebird-Logo, vorn wurden im unteren Teil der Kotflügel kleine runde Leuchten eingebaut. Der Tankstutzen wurde aus Sicherheitsgründen aus dem Kofferraum unter die Stoßstange hinter das Kennzeichen verlegt. Das Zündschloss des Firebirds wurde zusammen mit der inzwischen bei GM üblichen Lenkradsperre in der Lenksäule angebracht.
Das Ram Air 400 wurde in Ram Air IV umbenannt, verbunden mit einer leichten Leistungssteigerung. Die Option 400 wurde in Ram Air II umbenannt.
Das Basismodell kostete 2821 Dollar. Das „Trans Am Performance and Appearance“-Paket wurde im März 1969 eingeführt und bildete das Spitzenmodell. Nur 689 Firebird Coupés und acht Cabriolets wurden mit dieser Ausstattung gebaut, wahrscheinlich infolge des hohen Mehrpreises von 725 Dollar. Alle Trans Am waren polarweiß mit blauen Rennstreifen, Heckblech und Aufklebern. Die Motorhaube, exklusiv für den Trans Am, hatte funktionelle Lufteinlässe, die vom Fahrer aus geschlossen werden konnten. Die nach hinten gerichteten Kotflügelauslässe aus Fiberglas deckten faustgroße Löcher zur Entlüftung des Motorraums ab. Ein breiter Spoiler überspannte das hintere Deck. Das Interieur war das gleiche wie beim einfachen Firebird, obwohl es wahlweise eine Rallye-Instrumententafel mit einem 160-mph-Tachometer und einen Drehzahlmesser bis 8000/min bot. Käufer konnten auch einen, auf der Motorhaube eingebauten, Drehzahlmesser für 85 Dollar bestellen.
Bis Ende 1969 wurden insgesamt 87.708 Fahrzeuge (76.059 Coupés und 11.649 Cabriolets) gebaut. Durch Verzögerungen bei der Entwicklung musste das 1969er Modell gut vier Monate länger gebaut werden. Die zweite Generation wurde nicht wie üblich im Herbst vorgestellt, sondern erst zum Jahresbeginn 1970.
Auch wenn es damals noch nicht offensichtlich war, waren die Chevrolet Corvette und der Pontiac Firebird Trans Am die einzigen amerikanischen Hochleistungsfahrzeuge, die seit ihrer Einführung ohne Unterbrechungen gebaut wurden.
Pontiac Firebird (1970-1981)
Die zweite Generation des „Feuervogels“ wurde neu entworfen und sollte einen Hauch italienischen Designs enthalten.
Diese Generation gab es ausschließlich als Coupé, ein Cabriolet wurde nicht mehr angeboten.
Das bisherige deutliche „Coke-Bottle“-Styling war ein „schwungvoller“ Karosseriestil, von dem einige Elemente beim neuen Modell erhalten blieben. Die Oberkante der Heckscheibe ging fast gerade nach unten bis zur Kante des Kofferraumdeckels, eine Form, die die längste Zeit das Firebird-Styling verkörperte. Das neue Design war zunächst durch eine große und breite B-Säule gekennzeichnet, wodurch die typische C-Säule entfiel, bis 1975 die Heckscheibe vergrößert wurde.
Angebotene Modellversionen
- Firebird Base
- Firebird Esprit
- Firebird Formula
- Firebird Trans Am
Spezielle Versionen und Ausstattungspakete
- Formula Ausstattungspaket „W50“ (1976–1981)
- Schwarz-Goldene Trans Am Pontiac 50th Anniversary Limited Edition (1976)
- Schwarz-Goldene Trans Am Special Edition (1977–1978, 1980–1981)
- Sky Bird Esprit Ausstattungspaket „W60“ (1977–1978)
- Gold Trans Am Special Edition „Y88“ (1978)
- Red Bird Esprit Ausstattungspaket „W68“ (1978–1979)
- Black Trans Am Special Edition „Y84“ (1979)
- Trans Am 10th Anniversary Edition (1979)
- Yellow Bird Esprit Ausstattungspaket „W73“ (1980)
- Trans Am Turbo Indy Pace Car Edition (1980)
- Trans Am Turbo NASCAR Pace Car Edition (1981)
Pontiac Firebird (1982-1992)
Im Frühjahr 1982 kam die 3. Generation des F-Body auf den Markt.
Die selbsttragende Karosserie mit großer Glasheckklappe war etwa 100 kg leichter, die hinteren Blattfedern wurden durch Schraubenfedern ersetzt und vorne wurde eine veränderte MacPherson-Federbein-Radaufhängung mit Dreiecks-Querlenker verwendet.
Der Firebird basierte auf dem Design von Roger Huget, das bis auf das Jahr 1976 zurückdatiert wird. Die bündig gestaltete aerodynamische Keilform erreichte einen cw-Wert von 0,34. Die Klappscheinwerfer leisteten hierzu ihren Beitrag. Der Chevrolet Camaro mit feststehenden Scheinwerfern blieb hier im Vergleich mit 0,37 hinter dem Pontiac zurück. Statt das Pontiac-Emblem wie in früheren Generationen in die Frontschürze einzufassen, wurden dessen seitliche Konturen als Falz und Wölbung in die Form der Motorhaube eingearbeitet. Diese Kontur wurde von seitlichen Schlitzen im Stoßfänger akzentuiert, die auch Platz für die vorderen Blinker und den Pontiac-Schriftzug boten. Die vorderen schwarzen Lüftungseinlässe waren nur in einem kleinen Bereich vor dem Motorkühler luftdurchlässig. Der Innenraum mit einzeln angeschraubten Elementen lehnten sich im Aussehen an die Instrumente der Concorde und des Learjet an, verwendete im Vergleich zum Vector W2 jedoch keine echten Flugzeugteile. Außer den üblichen Spoilern, Luftauslässen und Rädern mit größerem Felgendurchmesser erhielt der Trans Am zusätzlich eine asymmetrische Hutze, wie sie auf der Motorhaube des 1980er und 1981er Trans Am Turbo zu finden war. Anstelle einer Lichterleiste für den Ladedruck wurde jedoch nur ein Gitter zusätzliche Ansaugluft angebracht. Ab diesem Jahr gab es auch keine Motoren von Pontiac mehr. Die Motorisierung reichte vom 2,5-Liter-Vierzylinder mit 67 kW bis zum 5-Liter-Achtzylinder mit 121 kW (165 SAE-PS). Der Einstiegspreis stieg auf 7996 Dollar. Insgesamt wurden 116.366 Fahrzeuge gebaut. 206 Stück davon für den Export.
Für dieses erste Modelljahr der neuen Karosserie versorgte Pontiac werbewirksam die Fernsehserie Knight Rider mit vier schwarzen Trans Ams und einem Kurzauftritt von „Firebird-Girl“ Natalie Carroll. Um das Äußere des futuristischen Wunderautos K.I.T.T. zu erhalten, wurden die Elemente der Frontschürze in einer neuen Variante stärker ausgeprägt. Die seitlichen Schlitze und die Rückleuchten wurden mit getönten Abdeckungen zur Karosse bündig gemacht und ein Schlitz mit rotem Lauflicht zwischen die versteckten Blinker eingefügt. Im Innenraum wurde das Armaturenbrett und Lenkrad gegen ein raumschiffähnliches Science-Fiction-Cockpit ersetzt. Kurioserweise wird dies gelegentlich auch als flugzeugähnlich beschrieben. Der weltweite Erfolg der Serie verhalf dieser Firebird-Generation auch außerhalb der USA zu zusätzlicher Bekanntheit.
Pontiac Firebird (1993-2002)
Die Einführung der vierten und letzten Generation des Pontiac Firebird erfolgte Anfang 1993.
Das markante eckige Äußere des Firebird wurde dem Zeitgeist angepasst.
Die Karosserie war deutlich rundlicher und moderner gestaltet. Die neue Generation wurde von Grund auf neu entwickelt, er war etwas länger (plus 15 mm), höher (plus 22 mm) und breiter (plus 43 mm) als der Vorgänger. Die Windschutzscheibe war mit einem Winkel von 68 Grad (vorher 62 Grad) noch flacher, getönte Scheiben waren Serie. Der Kofferraum öffnete sich wie beim Vorgänger mit einer großen Klappe, welche mit der Heckscheibe hochschwenkte und einen integrierten Spoiler besaß.
Unter der Oberfläche ging man nicht ganz so weit, beispielsweise wurde der Fahrzeugboden und die komplette Hinterachse – wenn auch leicht überarbeitet – von der dritten Generation übernommen. Viele Anbauteile bestanden aus einem Kompositverbundwerkstoff, lediglich die Motorhaube und die hinteren Seitenwände waren aus Stahlblech. Die Vorderradaufhängung bestand aus unterschiedlich langen Querlenkern, hinten wurde die bekannte Mehrlenker-Hinterachse verwendet. Airbags für Fahrer und Beifahrer waren Serie, ebenso ein Antiblockiersystem (ABS) sowie eine Diebstahlwarnanlage.
Das erste Modelljahr gab es nur als Coupé, das Cabriolet wurde erst ab 1994 angeboten. Der neue Firebird erhielt an der Vorderachse Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen, Formula und Trans Am hatten an allen Rädern Scheibenbremsen. Den Firebird gab es als Basis-Version, Formula und Trans Am.
Als Motoren waren in diesem Modelljahr ausschließlich der 3,4-Liter-V6-Motor mit 160 SAE-PS bei 4600/min für den Basis-Firebird und der 5,7-Liter-V8-Motor mit 270 SAE-PS für den Formula und den Trans-Am verfügbar, den V6 gab es für die beiden letztgenannten Versionen nicht. Dieser LT1-Motor stammte aus der Corvette C4, für die er mit offiziellen 220 kW (300 SAE-PS) angegeben wurde. Der Trans Am und der Formula waren serienmäßig mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe ausgestattet. Eine schlüssellose Zentralverriegelung war beim Trans Am Serie und konnte gegen Aufpreis bei den anderen Varianten bestellt werden.
Die Preise begannen bei 14.485 Dollar in den USA. In diesem Jahr wurden lediglich 14.112 Fahrzeuge gebaut.
Pontiac Trans Sport (1990-1996)
Der Pontiac Trans Sport und seine Schwestermodelle Chevrolet Lumina APV und Oldsmobile Silhouette waren ein Trio von Vans des US-amerikanischen Automobilkonzerns General Motors, das im Sommer 1990 auf den Markt kam.
Mit dem Trans Sport und seinen Parallelmodellen wollte General Motors gegen die erfolgreichen Modelle Dodge Caravan und Plymouth Voyager von Chrysler antreten.
Da größere Van-Modelle wie Chevrolet Astro und GMC Safari über eine Konstruktion mit separatem Rahmen und Hinterradantrieb verfügten, zielte man mit den neuen Modellen mit Frontantrieb und Kunststoffkarosserie auf ein anderes Marktsegment, konnte mit ihnen aber die marktbeherrschende Stellung von Chrysler auf dem Minivan-Markt der späten 1990er-Jahre nicht beeinflussen. Die GM-Minivans waren zwar erfolgreicher als Astro und Safari, gleichwohl aber nicht in der Lage, Chrysler in größerem Umfang Marktanteile abzunehmen.
Die im inzwischen stillgelegten General-Motors-Werk Tarrytown, New York gebauten Minivans basierten auf der sogenannten U-Plattform und besaßen einen Space-Frame-Rahmen aus galvanisiertem Stahl und eine Kunststoffkarosserie, die sich gegenüber Rost und kleinen Verformungen unempfindlich zeigte; eine Konstruktionsweise, die für den Pontiac Fiero entwickelt worden war und später von GM auch bei diversen Saturn-Modellen angewandt wurde.
Der Trans Sport war als Siebensitzer erhältlich, die fünf hinteren Sitze wogen je 15 kg und konnten einzeln ausgebaut und in unterschiedlicher Anordnung arrangiert werden. Ab 1994 waren als Extra auch integrierte Kindersitze verfügbar.
Wer den Wagen mit einem Niveauregulierungspaket bestellte, bei dem die Fahrzeughöhe jeweils abhängig von der Beladung durch einen Kompressor zusammen mit den hinteren Gasdruckstoßdämpfern reguliert wurde, erhielt zusätzlich einen Druckluftanschluss, mit dem sich Reifen, Luftmatratzen und dergleichen aufblasen ließen.
Ab 1994 wurde ferner eine Schiebetür mit Fernbedienung angeboten, eine General-Motors-Innovation, die heutzutage auch in vielen anderen Minivans Verwendung findet.
In den Modelljahren 1994 und 1995 war in Verbindung mit dem 3,8-Liter-Motor eine Traktionskontrolle erhältlich.
Pontiac Trans Sport (1996-1999)
Im August 1996 fand beim Trans Sport und seinen Parallelmodellen ein Modellwechsel statt.
Ziel war ein konventionellerer und herkömmlicher gestalteter Minivan.
Die Plastikverkleidung, das glatte Styling und das raumschiffähnliche Aussehen verschwanden, sodass diese Modelle ihren damaligen Konkurrenten Chrysler Voyager und Ford Windstar nun sehr ähnlich waren.
Mit dem Produktionsbeginn der neuen Generation bot Pontiac ein Montana-Options-Paket mit einer speziellen Verkleidung und Radausstattung an, das dem Modell ein SUV-ähnliches Aussehen verschaffte.
Die Produktion dieser Generation fand in dem GM-Werk in Doraville, Georgia statt.
Motor:
- 07/1996–09/1999: 3.4 L LA1 3400 V6
Ab Herbst 1999 (in Kanada ab Frühjahr 2000) wurde der Name Trans Sport zugunsten des Modellnamens Montana fallengelassen, da über 80 % aller Trans-Sport-Modelle in der Montana-Variante verkauft worden waren.
Diese Version des Pontiac Trans Sport wurde ab der zweiten Generation (1996) als Opel/Vauxhall Sintra verkauft und nach dessen Verkaufsende im Jahre 1999 als Chevrolet Trans Sport. Anders als der Sintra, der auf dem Pontiac Trans Sport, Pontiac Montana, Chevrolet Venture, Oldsmobile Silhouette und der früheren Generation des Buick GL8 (für den chinesischen Markt) aufbaute, war der Chevrolet bis auf das Logo absolut baugleich mit dem Pontiac.
Der europäische Van verfügte über abweichende Front-, Seiten- und Heckpartien und unterschied sich außerdem in den Beleuchtungseinheiten, den Sicherheitsgurten und der Sicherheitsausstattung. Die Fahrzeuge waren besonders in Schweden erfolgreich. In Europa wurde auch eine Version mit 2,3-l-4-Zylinder-16V-Motor mit 108 kW (147 PS), Bj. 1993–1997 (bzw. 101 kW (137 PS), Bj. 1992/1993) angeboten. Diese Motorisierung wurde ausschließlich mit manuellem 5-Gang-Getriebe geliefert.
