Ford
Die Ford Motor Company mit Sitz im US-amerikanischen Dearborn ist der nach Volkswagen, Toyota, General Motors, Hyundai und Stellantis sechstgrößte Kraftfahrzeughersteller weltweit (Stand: 2020,
Bezugsgröße: Absatz). Der Umsatz von Ford betrug 2025 187,3 Milliarden US-Dollar und es wurde ein Verlust von 8,2 Milliarden US-Dollar ausgewiesen (beruhend auf einmaligen Abschreibungen). Ursprung des Konzerns ist eine von Henry Ford in Detroit 1903 gegründete Fabrik. Mit der Einführung der Fließbandproduktion 1913 brachte Ford einen radikalen Umbruch in der neu entstehenden Autoindustrie.
Geschichte
Die Ford Motor Company war Henry Fords zweiter Start in die Unabhängigkeit. 1899 hatte er die Detroit Automobile Company gegründet. Sie war nicht erfolgreich und wurde bereits 1901 unter der Bezeichnung Henry Ford Company reorganisiert. Im März 1902 kam es auch hier zu Unstimmigkeiten im Management. Ford war auf der Suche nach einem Automobil für eine breite Kundschaft, die Geldgeber, vor allem William Murphy und Lemuel Bowen, wollten vielmehr teure, lukrative Fahrzeuge bauen. Ford verließ die erste Firma, die seinen Namen trug. Im August 1902 übernahm Henry M. Leland, der spätere Mitbegründer von Lincoln, die Geschäfte und benannte die Firma in Cadillac um.
Am 16. Juni 1903 gründete Henry Ford mit einem Kapital von 28.000 US-Dollar in Detroit (Michigan) mit der Ford Motor Company erneut ein eigenes Unternehmen. Er benannte seine Fahrzeuge zunächst nach dem Alphabet und produzierte täglich nur wenige Autos in seinem Werk an der Mack Avenue, wo Gruppen von zwei bis drei Männern zugelieferte Teile zusammenbauten. In den ersten beiden Jahren wurden von den Typen Modell A, C und AC nur etwa 1700 Stück hergestellt.
Nach dem anfänglich geringen Erfolg ließ er 1904 in Detroit die Piquette Avenue Plant bauen, wo ab 1908 das als „Tin Lizzy“ bekannte Ford Modell T produziert wurde, das schnell zum Verkaufserfolg wurde. Um die vom Markt geforderten Zahlen herzustellen, zog das Unternehmen bereits 1910 in die Highland Park Ford Plant, wo bis 1913 die neue Technik der Fließbandproduktion perfektioniert wurde. Henry Ford übernahm das damals schon über 100 Jahre alte Konzept des Austauschbaus von Eli Whitney, der auch die erste Fertigungsstraße entworfen hatte. In der ersten Ausbaustufe bestand die Fertigungsstraße aus linear angeordneten Bearbeitungsstationen, die später durch ein Fließband verbunden wurden. Mit größtenteils angelernten Kräften konnten so die Wagen günstiger und schneller hergestellt werden. Die Montagezeit eines Autochassis verringerte sich von über zwölf auf zuletzt nur noch 1½ Stunden. 1918 war die Hälfte aller Autos in den USA ein „Modell T“. Zu dem Wagen bemerkte Ford in seinen Lebenserinnerungen, seine Kunden könnten ihn in jeder Farbe der Welt bekommen – solange sie schwarz sei. (Original: „Any customer can have a car painted any colour that he wants so long as it is black.“ Mein Leben und Werk, 1922) Als die Produktion 1927 eingestellt wurde, hatte das Unternehmen über 15 Millionen „Tin Lizzy“ hergestellt. Diese Zahl wurde erst Anfang 1972 vom VW Käfer übertroffen.
Am 1. Januar 1919 folgte Edsel Ford seinem Vater an die Spitze des Konzerns, dieser behielt aber trotzdem Einfluss auf das Management. In den 1920er Jahren verlor die Firma Marktanteile. Ihr erklärtes Ziel war, ein günstiges Auto zu bauen, das sich jeder Arbeiter leisten konnte. Um die Preise gering zu halten, bot man keine Zusatzausstattung an. General Motors und andere Firmen hatten schon begonnen, Autos auch in anderen Farben anzubieten, teilweise besser ausgestattet und auch luxuriöser. Diese Firmen hoben auch den Kreditrahmen der Kunden an, sodass sie sich die teureren Autos leisten konnten. Ford beklagte damals, die Kredite schädigten die Wirtschaft, aber aufgrund von Marktzwängen fügte sich Ford schließlich in die Rolle des „zweiten Siegers“.
Am 18. Januar 1937 feierten die Ford-Werke mit der Produktion des 25-millionsten Fahrzeugs ein noch nie dagewesenes Jubiläum. Aus diesem Anlass spendete Henry Ford 25 Millionen US-Dollar (entspricht heute ungefähr 546 Millionen US-Dollar) „für wohltätige Zwecke zugunsten seiner Arbeiterschaft“.
Mit der 1917 von Henry Ford gestarteten Produktion von Traktoren der Marke Fordson (Henry Ford and Son) erschloss der Konzern ab 1919 einen zusätzlichen Markt. Die Fordson-Traktoren wurden ab 1964 unter dem Namen Ford weiter produziert. Das Landmaschinengeschäft erweiterte die Firma durch den Aufkauf von New Holland 1986 beträchtlich; weiterhin wurde 1987 der kanadische Landmaschinenhersteller Versatile übernommen. Bereits 1991 wurde die Landmaschinensparte – und damit New Holland und Versatile – an FIAT verkauft. Mit diesem Verkauf wurde FIAT auch zugesichert, Traktoren unter der Marke Ford bis zum Jahr 2000 verkaufen zu können.
Zur Produktion von Bombenflugzeugen des Typs B-24 Liberator eröffnete Ford in der Nähe von Ypsilanti (Michigan) Anfang der 1940er Jahre die Willow Run Factory. Dort wurden mit Lizenz der Consolidated Aircraft über 8600 Maschinen hergestellt. Nach Einstellung der Flugzeugproduktion 1945 übernahm der Autohersteller Kaiser Motors das Werk.
1950 stellte Ford 8000 Fahrzeuge am Tag her und diente Toyota damit als Beispiel. 1951 gründete Ford ein wissenschaftliches Labor in Dearborn (Michigan) zur Grundlagenforschung. Dies führte zu einer für Ford bemerkenswerten Mitwirkung in der Supraleiter-Forschung. 1964 landete das Ford Research Lab einen fundamentalen Durchbruch mit der Erfindung der supraleitenden Quanteninterferenzeinheit SQUID.
1955 wurde Ford eine Aktiengesellschaft.
Zunächst basierend auf dem Ford T-Modell wurden auch Nutzfahrzeuge hergestellt, die sich bald zu eigenständigen Modellen weiterentwickelten und bis in mittlere Nutzlastklassen reichten. Bei Ford Köln (FK) in Deutschland wurde die Produktion von Lastwagen oberhalb des 1953 vorgestellten Kleintransporters Transit 1961 für längere Zeit eingestellt.
1961 erwarb man Philco, einen Hersteller von Fernsehgeräten, Radios und weiteren Elektrogeräten. Philco hatte 1953 den hochfrequenztauglichen Surface-Barrier-Transistor entwickelt und 1955 mit Chrysler ein erstes volltransistorisiertes Autoradio. 1957–1963 stellt Philco transistorisierte Großcomputer her. 1974 verkaufte Ford Philco an GTE/Sylvania.
Anfang der 1960er Jahre wurde das Verfahren der Anodischen Tauchlackierung zur Grundierung von Karosserien (damals als Electrocoating bezeichnet) erstmals bei Ford umgesetzt. Dies wurde seinerzeit als der größte Fortschritt der Automobillackierung seit der Erfindung der Spritzpistole eingeschätzt.
1973 stellte Ford erneut zwei Lastwagenmodelle für den europäischen Markt vor, 1975 folgte der Schwerlastwagen-Typ Transcontinental. Die leichteren Modelle wurden 1981 durch einen einheitlichen Nachfolger ersetzt, der Ende der 1980er-Jahre ersatzlos eingestellt wurde. Seitdem ist Ford im Lastwagensektor in Europa nicht mehr vertreten. In den USA wurde 1997 die bis dahin stets durchgehende Lkw-Produktpalette bis auf zwei Serien von kompakten Hauben-Lkw aufgegeben und die Sparte der schweren Lkw (Heavy-Truck-Division) an Freightliner verkauft.
1989 übernahm Ford Jaguar, weitere zehn Jahre später, 1999, die Pkw-Produktion und die zugehörigen Markenrechte von Volvo.
1990 verkaufte Ford das Tochterunternehmen Ford Aerospace an die Loral Corporation, wo dieses heute als Space Systems/Loral firmiert. Im selben Jahr erwarb Ford eine Beteiligung in Höhe von 10,8 % an Cummins Engine.
Ab dem Jahr 2000 geriet Ford durch eine falsche Modellpolitik auf dem Heimatmarkt in eine schwere Krise. Der Konzern hatte sich auf die renditestarken SUVs (Ford Explorer) und Pick-ups (Ford F-Serie) gestützt und den Markt für kompakte Pkw gegenüber ausländischen Herstellern vernachlässigt. Der damit einhergehende Verlust an Marktanteilen wurde lange ignoriert. Nachdem SUVs, Pickups und andere große Wagen wegen gestiegener Benzinpreise schwieriger abzusetzen waren, sah sich Ford wegen anhaltender Auslastungsprobleme in seinen Werken einer Rabattschlacht ähnlich wie General Motors und Chrysler ausgesetzt.
Der von 2006 bis Mitte 2014 amtierende Chef des Ford-Konzerns, Alan Mulally, hatte deswegen ein drastisches Sanierungsprogramm beschlossen, das etwa 11 Milliarden US-Dollar kostete und in dessen Rahmen 44.000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollten. Bis zu 16 Produktionsstandorten drohte in diesem Zusammenhang die Schließung. Mit einem sukzessiv neu zu entwickelnden Modellprogramm sollte die Wende zu sparsameren Fahrzeugen geschafft werden. Dabei gehe der Trend verstärkt zu kompakten Fahrzeugen sowohl im Mittelklassesegment als auch im Segment der SUV, wo der Trend weg von schweren Geländewagen hin zu leichteren sogenannten Crossover-Modellen wie den Modellen Edge und Freestyle gehe.
Im Juni 2007 berichtete die Financial Times, dass Ford die britischen Tochtergesellschaften Jaguar und Land Rover über die Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und HSBC verkaufen wolle. Analysten zufolge sollten beide Sparten im Paket rund 10 Milliarden US-Dollar wert sein. Die indische Tata Motors übernahm im März 2008 beide Firmen.
Auf dem US-Automarkt wurde Ford 2007 bei den Absatzzahlen von Toyota überholt und stand damit in den Vereinigten Staaten hinter General Motors und Toyota auf Rang 3. Im Januar 2008 informierte Ford über ein neues Abfindungsprogramm, um sich nochmals von 13.000 Beschäftigten zu trennen. Nach einem schlechten Geschäftsjahr 2009, der Umstrukturierung des Konzerns und einer Fokussierung auf Kleinwagen konnte im ersten Quartal 2010 ein Überschuss von 2,1 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden. Das Vorjahresergebnis des Vergleichszeitraums lag noch bei einem Verlust von 1,4 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig steigerte Ford seinen Marktanteil in den USA um 2,7 Prozentpunkte auf 16,6 Prozent und lag somit vor dem insolventen General-Motors-Konzern.
Am 9. Dezember 2011 gab Ford bekannt, im kommenden März nach fünf Jahren zum ersten Mal wieder Dividende ausschütten zu wollen. Gründe seien die gute wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Hoffnung auf Rückgewinnung des Vertrauens von Investoren.
Am 31. August 2012 baute Ford, nach 109-jähriger Unternehmensgeschichte, das 350-millionste Auto. Es handelt sich um einen roten Ford Focus, der in der thailändischen Fabrik in Rayong vom Band rollte.
Im Sommer 2020 gab es einen Wechsel an der Führungsspitze bei Ford. Jim Farley übernahm die operative Geschäftsführung von Jim Hackett, der Mark Fields 2017 als Geschäftsführer abgelöst hatte. Im Zuge der Corona-Krise brachen die Umsatzzahlen von Ford 2020 ein (um 18 Prozent auf 127,1 Milliarden Dollar). Musste Ford 2019 noch keine Verluste hinnehmen, zeigte die Jahresbilanz 2020 ein Minus von 1,3 Milliarden US-Dollar.
Die Ankündigung des neuen Ford Bronco für den europäischen Markt erfolgte am 6. Juli 2022 in Köln.
Nach der Einstellung der Volumenmodelle Ka, Fiesta und Mondeo gingen die Verkaufszahlen von Ford in Europa deutlich zurück. Wurden im ersten Halbjahr 2014 noch über 500.000 Fahrzeug abgesetzt, so waren es zehn Jahre später nicht einmal mehr die Hälfte. Im November 2024 kündigte Ford an, 800 Stellen in Großbritannien und 2.900 in Deutschland abzubauen, um Kosten einzusparen.
Der neue Ford-Hauptsitz (Ford World Headquarters) in Dearborn wurde am 16. November 2025 eröffnet. Dieser ersetzt das Henry Ford II World Center, bekannt als Glass House.
Ende 2025 verkündete Ford Abschreibungen in Höhe von 19,5 Mrd. US-Dollar auf seine Investitionen in Elektromobilität. Ursprünglich sollten bis 2030 knapp die Hälfte aller abgesetzten Fahrzeuge Hybride oder Elektroautos sein. Im Rahmen der Streichung von Subventionen durch die zweite Trump-Regierung wurden allerdings mehrere geplante Elektromodelle gestrichen, um sich auf Hybride und Verbrenner zu konzentrieren.
Ford in Deutschland
Als deutsches Tochterunternehmen wurde 1925 in Berlin die Ford Motor Company Aktiengesellschaft gegründet. Nach Verlegung des Unternehmenssitzes nach Köln 1930 wurde die Firma 1939 in Ford-Werke AG geändert.
1938 wurde ein Fertigungswerk in Berlin in Betrieb genommen, dessen einzige Aufgabe es war, im Auftrag des NS-Regimes Lkw für die Wehrmacht herzustellen. Für den Einmarsch ins Sudetenland wurden die Nazis mit einer Eillieferung von 1000 Lkw von Ford unterstützt. Im Juli 1938 wurde Henry Ford mit dem Adlerschild des Deutschen Reiches ausgezeichnet. Ford war der erste Amerikaner, dem diese Auszeichnung zuteilwurde. Sie war die höchste Auszeichnung, die das Deutsche Reich während der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus an Ausländer vergab. Der Orden wurde vergeben „in Anerkennung der Pionierarbeit [Fords], um Autos für die Massen verfügbar zu machen“. Die Auszeichnung wurde begleitet von einer persönlichen Glückwunschnachricht Adolf Hitlers (Detroit News, 31. Juli 1938). Im selben Jahr wurde Ford das Großkreuz des Deutschen Adlerordens verliehen.
In der Ford-Produktion in Deutschland wurden auch Zwangsarbeiter aus Konzentrationslagern verpflichtet, die man für vier Reichsmark pro Tag von der SS auslieh. Dadurch konnte Ford eine hohe Produktion, auch durch die Kriegsjahre hindurch, aufrechterhalten. Ford produzierte insgesamt 78.000 Lkw und 14.000 Kettenfahrzeuge für die Wehrmacht. Die Ford-Werke wurden bis Ende 1944 von der alliierten Bombardierung ganz verschont und danach auch nur wenig beschädigt, was der langfristigen Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens am Standort Deutschland zuträglich war.
Nach einem Ausschluss von Minderheitsaktionären („squeeze-out“) 2002 – bei dem die Ford Deutschland Holding GmbH über 95 % der Anteile der deutschen Ford-Werke-AG-Aktien erwarb – folgte im November 2004 die Umwandlung der Rechtsform in Ford-Werke GmbH.
Ford in Dänemark
1919 eröffnete die Ford Motor Company ein Montagewerk in Dänemark. In den gemieteten Hallen im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro setzten Arbeiter zunächst die aus den Vereinigten Staaten angelieferten Einzelteile des Modell T zusammen. Die so produzierten Fahrzeuge wurden dann sowohl in Dänemark als auch in Schweden, Norwegen, Finnland, Deutschland und Polen verkauft. 1921 begann Ford zudem mit der Produktion von Traktoren für den Einsatz in der Landwirtschaft.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in den bisher genutzten Hallen baute Ford bis 1924 eine neue Fabrik auf Sluseholmen, einer Halbinsel im Südhafen von Kopenhagen. Bis zur Umstrukturierung Mitte der 1960er Jahre entstanden dort mehr als 320.000 Fahrzeuge. Von 1967 bis 1974 fertigte Ford dann Traktoren und Baggerlader der Typen 4400 und 4500. Ähnlich wie zu Beginn der Produktion in Dänemark wurden auch diese beiden Typen aus angelieferten Traktoren, Frontladern und Heckbaggern auf Sluseholmen zusammengesetzt.
Marken der Ford Motor Company
Der Konzern besteht aus den Marken Ford und Lincoln. Die 1989 bzw. 2000 übernommenen Marken Jaguar bzw. Land Rover wurden im März 2008 an die Tata-Gruppe verkauft. Die Marke Mercury wurde 2010 eingestellt, 2021 Troller. Von 1979 bis 2015 war die Ford Motor Company an Mazda beteiligt. Unter den Marken FoMoCo und Motorcraft werden Ersatzteile vertrieben. Weitere Marken, die nicht direkt mit Automobilherstellung und dem Ersatzteilgeschäft zu tun haben, veräußerte Ford in den vergangenen Jahren wegen der Konzentration auf das Kerngeschäft, so etwa die Autovermietung Hertz, oder stellte sie ein, wie die Discount-Werkstättenkette Kwik-Fit. 2010 wurde der 1999 gekaufte, angeschlagene schwedische Automobilhersteller Volvo für 1,8 Milliarden US-Dollar an den chinesischen Konzern Geely verkauft.
Nutzfahrzeuge der Marke Ford
Ford stellte ab 1908 auch Nutzfahrzeuge her, die zunächst aus dem Ford-T-Modell abgeleitet waren und sich bald eigenständig weiterentwickelten. Ford-Nutzfahrzeuge wurden neben den Vereinigten Staaten beispielsweise in Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Indien, Kanada, den Niederlanden, den Philippinen, Spanien sowie der Türkei produziert, vertrieben oder in Lizenz hergestellt, darunter in Kanada auch unter der Marke Mercury, im Vereinigten Königreich als Ford, von 1933 bis 1939 als Fordson, von 1939 bis 1957 als Fordson Thames (für Pkw-basierte Transporter auch Ford Thames), von 1957 bis 1965 als Thames und danach wieder als Ford sowie in Spanien in Lizenz unter der Marke Ebro.
Die meisten dieser Produktions- und Vertriebszweige sind mittlerweile erloschen. Die US-Aktivitäten oberhalb der Leichtlastwagen wurden 1997 an die Daimler-Tochter Freightliner verkauft, die sie unter dem Markennamen Sterling Trucks weiterführt. In Deutschland wurde die Lkw-Fertigung oberhalb des Kleintransporters Transit 1961 aufgegeben, erlebte ab 1973 eine Wiederbelebung und endete Ende der 1980er Jahre erneut, als die noch vorhandenen Fertigungsstätten an Iveco verkauft wurden. Im Jahr 2019 erfolgte die Einstellung seines Lkw-Geschäfts in Südamerika.
Ford ist in Europa seit 1953 mit dem Kleintransporter Ford Transit erfolgreich im Markt vertreten, der gegenwärtig in der sechsten Generation gefertigt wird. Im Bereich der schweren Lkw ist Ford in Europa mit dem F-MAX vertreten.
Baumaschinen der Marke Ford
Neben Pkw und Nutzfahrzeugen fertigte Ford zeitweise auch Baumaschinen. Angeboten wurden sowohl Hydraulikbagger mit Raupen- und Radfahrwerk als auch Baggerlader und Radlader. So baute Ford beispielsweise zwischen 1967 und 1974 im dänischen Werk Baggerlader vom Typ 4400 und 4500.
Sonstiges
- 1932 bis 1934 machte das Gangster-Paar Bonnie Parker und Clyde Barrow große Teile der USA unsicher. Bevorzugtes Fluchtfahrzeug war eine Ford-V8-Limousine. In einem Brief an Henry Ford soll Clyde die Qualität der Ford-Fahrzeuge gerühmt haben. Die Echtheit des Briefes ist zweifelhaft, aber Ford nutzte auf jeden Fall die Popularität der Gangster für eine Werbekampagne.
- Im Jahr 1938 verschwand das seit 1933 verwendete Ford-Oval mit dem Zusatz „Deutsches Erzeugnis“ bei der deutschen Ford-Tochter wieder. Stattdessen firmierte sie ab 1939 als „Ford Werke AG, Köln“ und nutzte als neues Markenzeichen einen Ford-Schriftzug, der in einem wappenähnlichen Motiv den Kölner Dom und die Produktionsanlagen zeigte. Erst 1962 kehrte das Ford-Oval mit Einführung der beiden Taunus-Modelle 17M P3 und 12M P4 in Deutschland zurück.
- Am 20. Oktober 1977 zerstörte ein Großbrand etwa 75 Prozent des zentralen Ford-Ersatzteillagers in Köln-Merkenich und verursachte Schäden von über 300 Millionen Mark. Mit Hilfe der übrigen europäischen Ford-Ersatzteilzentren und des erhalten gebliebenen Rechenzentrums konnten die Teilelieferungen bereits zwei Tage nach dem Brand wieder aufgenommen werden; allerdings sind viele Teile für ältere Pkw-Modellreihen seitdem nicht mehr lieferbar.
- Ford rangierte 2010 auf Platz 8 des Toxic 100 Index. Mittlerweile ist das Unternehmen jedoch nicht mehr in den Top 100 zu finden (Stand 2020).
- Im Dezember 2018 wurden die ehemaligen Fordmanager Pedro Müller und Héctor Francisco Sibilla von einem argentinischen Gericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, da sie in den 1970er-Jahren bei der Entführung und Folterung von Gewerkschaftern mit dem argentinischen Militärregime kollaboriert haben sollen.
- 2020 rief Ford im US-Raum 2,15 Mio. Fahrzeuge zurück. Grund dafür war eine defekte Türverriegelung, wodurch sich die Tür bei der Fahrt öffnen konnte. Ford war bis dahin noch kein Unfall aufgrund dieses Defekts bekannt, dennoch entschloss sich der Konzern, die Fahrzeuge nachzurüsten
Ford VIN (Fahrgestellnummer) entschlüsseln / decodieren
Fahrgestellnummer (FIN) auslesen - VIN decoder
VEHICLE IDENTIFICATION NUMBER
Ford Bronco (1966-1977)
Der Ford Bronco ist ein Geländewagen, der zunächst von Ford von 1966 bis 1996 in fünf Modellgenerationen überwiegend als dreitüriger Kombi gefertigt wurde und in späteren Jahren zur Fahrzeugklasse der Sportlichen Nutzfahrzeuge (SUV) gezählt wurde. 2020 präsentierte Ford eine Neuauflage der Baureihe.
Eingeführt wurde er, um in den USA vor allem mit den etablierten Modellen Jeep CJ-5 und International Harvester Scout zu konkurrieren. Seit 1978 basierte er auf den Lastwagen der Ford F-Serie und trat nun gegen die größeren Chevrolet Blazer, Jeep Cherokee und Dodge Ramcharger an. So kann man die Bronco-Modelle unterteilen in den kompakteren frühen Bronco (1966–1977), die vier Generationen großer Broncos (1978–1996) und den weniger großen Bronco II. Jeder in diesen 30 Jahren von Ford gebaute Bronco hatte eine hintere Starrachse und – außer im Bronco II, wo Allradantrieb bloße Option war – Vierradantrieb und eine Geländeuntersetzung.
Die großen Broncos und ihr Nachfolgemodell Expedition wurden im Ford-LKW-Werk in Wayne (Michigan) hergestellt.
Der erste Bronco war ein Geländewagen, der vorwiegend mit dem Jeep CJ und dem International Harvester Scout konkurrieren sollte.
Die geringe Größe mit 2.337 mm Radstand prädestinierte ihn für Geländeeinsätze und andere spezielle Anwendungen.
Als Zugfahrzeug war er weniger geeignet. Er war der erste Kompakt-SUV von Ford; in diesem Segment folgten ihm nach Unterbrechungen der Bronco II (1984–1990) und der Escape (seit 2001).
Die erste Idee für ein solches Fahrzeug entwickelte der Ford-Produktmanager Donald N. Frey, der auch den Mustang konzipiert hatte. Unter Lee Iacocca wurde das Fahrzeug realisiert.
Der Bronco wurde unter Paul G. Axelrad entworfen. Achsen und Bremsen stammten vom F-100 mit Vierradantrieb, die Vorderachse war davon abweichend von einem Panhardstab und zwei Schubstreben geführt, die am Rahmen nahe am hinteren Ende des Getriebes aufgehängt waren. Deshalb konnten Schraubenfedern statt Blattfedern verwendet werden, weshalb der Bronco einen kleinen Wendekreis (10,4 m) und eine besonders im Schnee praktische Anti-Dive-Geometrie hatte. Die Hinterradaufhängung war konventionell und bestand aus einer an Längsblattfedern geführten Starrachse mit Kardanwelle („Hotchkiss-System“). Ein Dana-Verteilergetriebe und Freilaufnaben gehörten zur Grundausstattung; eine verstärkte Radaufhängung war gegen Aufpreis erhältlich.
Anfangs wurde der Bronco von einem Ford-Reihensechszylinder mit hängenden Ventilen und 2,8 Litern Hubraum angetrieben, der mit einer größeren Ölwanne, einer kräftigeren Kraftstoffpumpe und einem Vergaser mit neigungskompensierter Schwimmerkammer ausgestattet war.
Das Styling wurde der Praktikabilität und der Wirtschaftlichkeit ungeordnet. Daher waren alle Scheiben nicht gebogen, die Stoßfänger bestanden aus einfachen U-Eisen und der Fahrzeugrahmen war eine einfache Leiterkonstruktion mit Rechteckrohren. Die Türblätter waren mit Ausnahme der Montageöffnungen identisch.
Der Bronco wurde zunächst als geschlossener Kastenwagen, als Pritschenwagen oder als offener Wagen angeboten. Die wenig gefragte offene Version verschwand bald aus der Modellpalette. Stattdessen wurde ein Sportpaket angeboten, das später zu einer separaten Modellreihe wurde.
Der Grundpreis betrug nur 2.194 US-$. Die lange Aufpreisliste enthielt Einzelsitze vorne, eine Rückbank, einen Drehzahlmesser und CB-Funk und praktische Zubehörteile wie eine Abschleppstange, einen Reservekanister, einen Nebenabtrieb, einen Schneepflug, eine Winde und einen Erdbohrer. Andere Lieferanten boten Wohnaufbauten, Overdrive und Zubehör wie Räder oder Fahrwerks- und Motorenteile zur Leistungssteigerung an.
Der Bronco verkaufte sich im ersten Jahr gut. 23.776 Exemplare wurden hergestellt[1]. Er blieb auf dem zweiten Platz hinter dem CJ-5,[2] bis der größere Chevrolet Blazer 1969 vorgestellt wurde. Der Blazer hatte mehr Platz, Leistung und Ausstattung und eine größere Auswahl an Sonderausstattungen wie Automatikgetriebe und Servolenkung und fand daher mehr Zuspruch.
Ford begegnete dem mit einer Vergrößerung der als Sonderausstattung erhältlichen V8-Maschine von 4.736 cm³ / 200 bhp (147 kW) auf 4.949 cm³ / 205 bhp (151 kW), erreichte aber die Leistungswerte des Blazer mit 5.735 cm³ / 255 bhp (187,5 kW) nicht. Ab 1973 gab es gegen Aufpreis Automatikgetriebe und Servolenkung und die Verkaufszahlen stiegen auf 26.300 Exemplare. Zu dieser Zeit verkaufte sich der Blazer aber doppelt so oft und International Harvester brachte den Scout II heraus, der dem Blazer in der Größe glich. Ab 1974 war ein größerer und komfortablerer Wagen wie der Jeep Cherokee für den durchschnittlichen US-amerikanischen Fahrer sinnvoller als der eher rustikale Bronco. Die geringen Verkaufszahlen des Bronco (230.800 Exemplare in zwölf Jahren) ließen keinen finanziellen Spielraum für Überarbeitungen. So blieb er bis zur Präsentation des größeren Nachfolgers grundsätzlich unverändert und seine Verkaufszahlen fielen im letzten Produktionsjahr 1977 auf 14.546 Einheiten.
Ford Bronco (1978-1979)
Die Überarbeitung des Ford Bronco 1978 basierte auf dem F-100.
Von ihm wurden viele Komponenten von Fahrgestell, Antrieb und Karosserie übernommen und der Vorderwagen war sichtbar von diesem Lastwagen abgeleitet.
Es gab ihn mit runden oder rechteckigen Sealed-Beam-Scheinwerfern. Ford hatte mit der Entwicklung bereits 1972 unter dem Namen Short Horn begonnen; die Einführung hatte sich jedoch durch die Diskussionen der Ölkrise Mitte der 1970er-Jahre verzögert. Durch die gewachsene Baugröße konkurrierte der Wagen inzwischen mit Fahrzeugen wie dem Chevrolet Blazer / GMC Jimmy, dem Dodge Ramcharger / Plymouth Trailduster, dem Jeep Grand Wagoneer und dem Toyota Land Cruiser. Basismotor war der 351M (5.752 cm³), auf Wunsch gab es auch einen 400 (6.555 cm³). Eine "Ford-9"-Hinterachse und eine Dana-44-Vorderachse in Verbindung mit dem als „unzerstörbar“ geltenden Fahrzeugrahmen des F-100 rief ein traumhaftes Presseecho hervor. 1979 wurden ein Abgaskatalysator und weitere emissionsmindernde Maßnahmen eingeführt.
Heute findet man schwer einen Bronco von 1978 oder 1979, da diese auf den Lieferwagen der F-Serie (1973–1979) basieren, die die Übergangsgeneration von den kleinen zu den großen Broncos repräsentieren. Er zählt zu den meistgesuchten großen Broncos wegen der vorderen Starrachse, die ihn für den Geländeeinsatz und als Zugfahrzeuge besonders geeignet machen.
Ford Bronco (1980-1986)
1980 wurde der Ford Bronco wie seine Basis, die F-Serie grundlegend überarbeitet und blieb bis 1986 hinsichtlich Karosserie, Antrieb und Fahrwerk unverändert.
Diese Generation war kürzer und erfuhr einige Änderungen kosmetischer Art sowie an Antrieb und Chassis.
Am Fahrwerk fielen die beiden Längslenker und die Einzelradaufhängung vorne auf. Hinten blieb es – wie bei allen Bronco – bei der Starrachse.
Auf Grund der geringeren Dimensionen des Modells und zur Benzineinsparung bot Ford als Grundmotorisierung einen Reihensechszylinder mit 4.916 cm³ Hubraum an. Obwohl dieser Motor ein höheres Drehmoment als der 5,0-Liter-V8 brachte, war die Leistung durch den Einsatz eines Einfachvergasers und eines einzügigen Auspuffsammlers begrenzt. Eine elektronische Emissionsbegrenzung verringerte ab 1984 seine Leistung nochmals. Ford verbaute in die Modelle die noch vorhandenen 351M-Motoren, bevor man mitten im Modelljahr 1982 zum 351W wechselte. Eine Hochleistungsversion des 351W war ab 1984 bis in das Modelljahr 1987 auf Wunsch erhältlich. Sie leistete 210 bhp (157 kW) bei 4.000/min, während der Standardmotor mit Einfachvergaser nur 156 bhp (116 kW) bei dieser Drehzahl abgab.[5] Der 5,0-Liter-Motor war der erste, der ab dem Modelljahr 1986 mit Saugrohreinspritzung angeboten wurde.
1982 führte Ford wieder die „Ford-Pflaume“ als Logo ein. Sie ersetzte den Schriftzug FORD auf der Motorhaube.[6] Gegen Mitte der 1980er-Jahre bot Ford eine Eddie-Bauer-Edition mit brauner Lackierung und einer braunen Innenausstattung an. 1986 entfielen die klassischen rechteckigen Außenspiegel.
Diese Bronco-Generation wurde durch die Ford-Werke AG Köln über interessierte Händler kurz auch in der Bundesrepublik Deutschland vertrieben. So wurde 1981 ein Modell mit dem 4942-cm3-V8-Motor angeboten, für das eine Länge von 4,51 m, eine Breite von 1,99 m, eine Leistung von 104 kW (142 PS; 140 hp) bei 3600/min und eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h angegeben, die serienmäßige Ausstattung mit Automatik-Getriebe und Servolenkung hervorgehoben und auf Wunsch eine Anhängevorrichtung für eine Zuglast von bis zu 2,7 Tonnen und ein Tank für 121 Liter erhältlich war.
Ford Bronco (1987-1991)
1987 wurden Karosserie und Antrieb des großen Ford Bronco überarbeitet, da diese immer noch auf der F-Serie basierten.
Ein neuer, aerodynamischerer Stil zeigte sich an vielen Ford-Fahrzeugen dieses Modelljahres.
Ab 1988 wurden alle Bronco-Modelle mit einer elektronischen Benzineinspritzung verkauft, die zuerst beim 5 Liter – Motor 1986 eingeführt worden war. Ab 1990 bot Ford das neue, verstärkte E4OD-Getriebe an. 1991 gab es eine spezielle 25th Silver Anniversary Edition mit besonderen Firmenemblemen, in roter Lackierung und mit grauer Lederausstattung. Alle Fahrzeuge entstanden im Ford LKW-Werk in Wayne (Michigan) auf denselben Produktionsbändern wie der F-150.
Ford Bronco (1992-1996)
1992 wurde der Ford Bronco wie die F-Serie erneut und vor allem im Hinblick auf seine Sicherheit überarbeitet.
Er erhielt eine verbesserte vordere Knautschzone, Schultergurte hinten, ein drittes Bremslicht am abnehmbaren Aufbau und 1994 Airbags auf der Fahrerseite. Kosmetische Änderungen umfassten außen eine geneigte Frontpartie und innen ein neues Armaturenbrett.
Erstmals wurden auch elektrisch verstellbare Außenspiegel angeboten. 1996 erhielt der Bronco weltweit als erstes Auto Blinkleuchten in den Seitenspiegeln.
Ford Cougar (1998-2002)
Den Modellnamen Ford Cougar benutzte Ford USA erstmals in den frühen 1960er Jahren als Bezeichnung eines Konzeptfahrzeugs für den Ford Thunderbird.
Gefertigt wurde das Coupé ab Frühjahr 1998 in dem Gemeinschaftswerk AAI (Auto Alliance International, einem Joint Venture zwischen Ford und Mazda) in Flat Rock, Michigan (USA).
Die offizielle Markteinführung als Mercury Cougar fand in den Vereinigten Staaten am 7. Mai 1998 statt. In Europa wurde der Cougar jedoch aufgrund der mangelnden Infrastruktur von Mercury ab Herbst 1998 unter dem Label von Ford vertrieben. Zu der US-Version gab es nur geringe Unterschiede, wie z. B. Kühlergrill, Front- und Heckbeleuchtung, Fahrwerk und Bremsen.
Im Angebot befanden sich zwei Motorisierungen mit Vierventil-Technik. Ein Zetec-Reihen-Vierzylinder- und ein Duratec-V-Sechszylinder, der mit nur geringen Modifikationen ebenfalls im Mercury Mystique, Ford Contour, Ford Mondeo und Jaguar X-Type Verwendung fand. Ferner wurde der Cougar entweder mit einem vollsynchronisierten (MTX 75) Fünfgang-Schaltgetriebe oder optional beim V6 mit einer (CD4E) Viergang-Automatik mit elektronischer Regelung angeboten.
Nach mehr als 230.000 produzierten Fahrzeugen lief das letzte Exemplar am 30. August 2002 vom Band.
Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren in Deutschland zum Stichtag 1. Januar 2021 noch 2.038 Ford Cougar zugelassen (ohne Stilllegungen und vorübergehende Abmeldungen).
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Ford EcoSport (2003-2012)
Der Ford EcoSport ist ein Mini-SUV, der seit 2003 von Ford in Brasilien hergestellt wird und einer der Bestseller von Ford in Mexiko, Argentinien und Brasilien ist.
Ford bietet die zweite Modellgeneration seit Mitte 2014 auch in Europa an, die seit 2017 in Craiova hergestellt wird.
Die erste Generation des Ford EcoSport basierte auf dem europäischen Ford Fusion. Sie war mit vier verschiedenen Reihenvierzylindermotoren erhältlich:
1,0-Liter-Zetec 8V Turbo mit 70 kW/95 PS (bis 2006)
1,6-Liter-Duratec 8V mit 82 kW/111 PS (für Benzin- und Ethanolbetrieb in Brasilien)
2,0-Liter-Duratec 16V mit 107 kW/145 PS
1,4-Liter-Duratorq-Diesel, 50 kW/68 PS (nur für Export)
Alle Modelle hatten serienmäßig Frontantrieb und ein manuelles Schaltgetriebe. Den Zweiliter-Motor gab es auch mit vierstufigem Automatikgetriebe und Allradantrieb. Bei diesem konnte der Fahrer über ein elektronisch geregeltes System vom Armaturenbrett aus den Hinterradantrieb zuschalten.
Seit der Einführung verkaufte sich der EcoSport gut und tauchte regelmäßig in der Liste der zehn meistverkauften Fahrzeuge in Brasilien auf. Insgesamt wurden in Süd- und Mittelamerika von 2003 bis 2012 mehr als 700.000 Fahrzeuge verkauft.
Ende 2007 wurde der EcoSport überarbeitet, wobei im Wesentlichen die Fahrzeugfront modernisiert wurde und so den Ford-Pickups und dem brasilianischen Fiesta ähnlicher sah. Rücklichter und Innenausstattung wurden ebenfalls verändert.
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Ford Edge (2006-2015)
Der Ford Edge ist ein SUV von Ford, das im Januar 2006 auf der North American International Auto Show der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Produktion des Edge begann im Oktober 2006. Die zweite Generation wurde im Gegensatz zur ersten auch in Europa verkauft.
Ausschließlich in China vermarktet wird der fünf Meter lange Ford Edge L.
Der Ford Edge baut auf der Plattform der vorhergegangenen Modellgeneration des Mazda 6 und teilt sich Komponenten mit dem Lincoln MKX.
Der Ford Edge und der Lincoln MKX waren auch die ersten Modelle, bei denen ein neuer 3,5-l-V6-Ottomotor mit 197 kW/269 PS Verwendung fand.
Das Fahrzeug ist mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe ausgestattet und liegt im Verbrauch bei ca. 10 Liter Normalbenzin auf 100 km, gemessen nach US-amerikanischer Norm. Das maximale Drehmoment von 338 Nm wird bei 4800/min erreicht. Der Edge ist wahlweise mit Front- oder mit Allradantrieb ausgerüstet. Die Fahrzeuge des ersten Modelljahres waren in den Ausstattungsvarianten SE, SEL und SEL Plus erhältlich. Später wurde die oberste Ausstattungslinie in Limited umbenannt. Im Modelljahr 2009 wurde die Variante Sport hinzugefügt.
Der Edge (interne Bezeichnung U387) wird in Oakville (Ontario) hergestellt. Hauptvertriebsgebiete sind USA und Kanada, weiterhin wird er auch in Israel und Brasilien angeboten. Ein Vertrieb auf dem europäischen Markt wurde im September 2012 im Go-Further-Webcast angekündigt. Vergleichbare Fahrzeuge anderer Hersteller sind etwa der Nissan Murano.
In den Filmen Ein Quantum Trost und Knight Rider (2008) wurden in Kooperation mit Ford neben anderen Fahrzeugen des Konzerns mehrere Exemplare des Typ Edge platziert (Produktplatzierung).
Für das Modelljahr 2011 erhielt der Ford Edge im Sommer 2010 eine neue Frontpartie, welche sich an das Design des Ford Fusion anlehnt. Zudem wurden am Heck die Lampen neu gezeichnet und das Interieur wurde überarbeitet; dabei war der Ford Edge das erste Fahrzeug, welches optional mit Fords neuem „MyFord Touch“ genannten Infotainmentsystem ausgerüstet werden konnte (optional für SEL, serienmäßig für Limited und Sport).
Mit der Modellpflege wurden auch die Motoren überarbeitet. Die Leistung des serienmäßigen 3,5-Liter-V6-Motors wurde auf 210 kW/286 PS angehoben, als Option für Edge SE, SEL und Limited ist nun ein turboaufgeladener 2,0-Liter-Ecoboost-4-Zylinder-Motor mit 240 PS erhältlich.
Der 3,7-Liter-V6-Motor des Edge Sport stammt aus dem Ford Mustang und leistet 227 kW/309 PS.
Der Ford Edge ist auch nach der Modellpflege in vier Ausstattungslinien bestellbar, SE, SEL, Limited und Sport.
Der Edge SE verfügt über eine Stoffinnenausstattung, Reifendruckverlustwarnung, manuelle Klimaanlage, CD-Radio und 17"-Aluminiumfelgen.
Die Variante SEL ergänzt den SE um einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz, 18"-Aluminiumfelgen, Satellitenradioempfänger, Zweizonenklimaautomatik, Lederlenkrad, sowie eine Einparkhilfe im Heckbereich.
Der Limited stellt die luxuriöseste Ausstattungslinie dar und umfasst zusätzlich zum SEL 10-fach elektrisch verstellbare Ledersitze mit Memoryfunktion und Sitzheizung, Sony-Audiosystem mit 12 Lautsprechern, 390 W und HD-Radio, MyFord Touch mit 8"-Farbtouchscreen und erweitertem Bordcomputer, USB-Anschluss, Rückfahrkamera, sowie 18"-Aluminiumfelgen im Chromoptik.
Optional erhältlich sind Xenonscheinwerfer, Abstandsregeltempomat, Totwinkelwarner (BLIS), schlüsselloses Zugangssystem und ein Panoramaschiebedach.
Die Sport-Ausstattung basiert auf dem SEL und verfügt über einen leistungsstärkeren 3,7-Liter-V6-Motor aus dem Ford Mustang, polierte 22"-Aluminiumfelgen mit schwarzen Zierelementen, spezielle schwarz-graue elektrisch verstellbare Ledersitze mit Beheizung, „MyFord Touch“-Infotainmentsystem, Sony-Audiosystem, sowie eine Rückfahrkamera.
Ford Escort (1980-1985)
Bereits im Winter 1975, also rund zwei Jahre nach der ersten Ölkrise, begannen die Entwicklungsarbeiten am Nachfolger für den seit Ende 1967 gebauten Ford Escort, der ab Ende 1974 mit lediglich geringfügigen Modifikationen als zweite Generation weiterlief.
Ziel der Entwickler war es, konkurrenzfähig gegenüber dem sehr erfolgreichen VW Golf zu werden.
Die dritte Escort-Generation (Codename Erika), die ab dem 26. September 1980 in Deutschland zu Preisen zwischen 11.000 und 17.000 DM erhältlich war, bedeutete so eine radikale Abkehr von den beiden vorhergehenden Modellreihen.
Der Escort '81 war der erste Escort mit Schrägheck (genannt Aeroheck), Quermotor mit Frontantrieb und hinterer Einzelradaufhängung an Trapezquerlenkern und Dämpferbeinen. Neu waren zudem die eigens für dieses Modell entwickelten CVH-Motoren.
Zum Verkaufsbeginn des Autos des Jahres 1981 standen neben fünf verschiedenen Ausstattungslinien fünf Motorisierungen zur Auswahl:
1,1-Liter-CVH-Motor mit 55 oder 59 PS
1,3-Liter-CVH-Motor mit 69 PS
1,6-Liter-CVH-Motor mit 79 oder 96 PS
Vor allem in Großbritannien erfreute sich der neue Ford Escort großer Beliebtheit und war bereits 1982 der meistverkaufte PKW.
Berücksichtigt man neben den reinen Entwicklungskosten für das Fahrzeug auch die Investitionen in die Produktionsanlagen, so summierten sich die Gesamtkosten für die Entwicklung der dritten Baureihe zum damaligen Zeitpunkt auf rund 2,5 Milliarden DM.
Anfang 1981 wurde die Modellreihe durch einen Kastenwagen ergänzt, genannt Express. Zudem gab es mit Beginn des Modelljahres ’83 (ab August 1982) umfangreiche Änderungen an Fahrwerk und Motorpalette des Escort. So wurde das als unkomfortabel kritisierte Fahrwerk verbessert und der 1,1-Liter-CVH-Motor aufgrund unbefriedigender Verbrauchswerte durch den älteren, aber bewährten 1,1-Liter-Kent-Motor aus dem Ford Fiesta ersetzt.
Im Frühjahr 1983 wurde der Turnier genannte Kombi auch als Fünftürer angeboten. Mit Stufenheck wurde er ab Mitte 1983 als Ford Orion verkauft und war ursprünglich als eigene Modellreihe ähnlich dem VW Golf/Jetta-Gespann positioniert. Außerdem war ab Sommer desselben Jahres das bei Karmann im Werk Rheine gefertigte Cabriolet erhältlich.
Kurz vor Produktionsende 1985 wurde der erste Escort mit geregeltem Katalysator vorgestellt. Dafür wurde der 1,6-Liter-Motor des XR3i mit einer elektronisch geregelten Einspritzanlage (Bosch KE-Jetronic) ausgestattet und die Verdichtung von 9,5:1 auf 8,5:1 reduziert. Der damit für Normalbenzin ausgelegte Motor leistete 66 kW (90 PS) und erfüllte die Abgasnorm Euro 1. Aufgrund der kurzen Bauzeit und der damals noch geringen Nachfrage nach schadstoffarmen Fahrzeugen wurde nur sehr wenige Exemplare des Motors verkauft. Im Nachfolgemodell erfreute sich diese Motorisierung jedoch großer Beliebtheit und wurde neben dem Motor ohne Katalysator mit 77 kW (105 PS) auch in den XR3i-Modellen angeboten.
In den USA wurde von Frühjahr 1981 bis Sommer 1990 ein Schwestermodell des Escort '81 angeboten, zu finden unter Ford Escort (USA).
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Ford Explorer (1990-1995)
Der Ford Explorer ist ein Sport Utility Vehicle des amerikanischen Autoherstellers Ford. In Japan und den USA wurde die erste Generation auch als Mazda Navajo verkauft (nur Dreitürer).
Seit dem 15. März 1990 wird der Ford Explorer in den USA verkauft.
Der Ford Explorer war sowohl zweitürig wie auch viertürig erhältlich.
Er baute auf dem gleichen Kastenrahmen und dem Fahrwerk auf wie sein Vorgängermodell, der Ford Bronco II. Mit 4,43 Meter Länge und 1,78 Meter Breite war der Explorer um einiges schwerer als der Bronco II, weshalb auch ein stärkerer Motor notwendig wurde. Der V6-Motor, im Kölner Ford-Motorenwerk in Deutschland produziert, wurde dafür einer Überarbeitung unterzogen und wies im Explorer vier Liter Hubraum mit ca. 120 kW auf.
In der Ausstattungsliste waren alle Optionen erhältlich, um den Explorer zu einem luxuriösen Automobil aufzurüsten: Automatikgetriebe, Touch-Drive-Allradsystem, Lederausstattung, Klimaanlage, Stereoanlage, elektrische Fensterheber und Sitze, Zentralverriegelung, Geschwindigkeitsregelanlage etc.
Die Breite des Modellangebots und damit verbunden eine ebenso große Zielgruppe waren ein wesentlicher Grundstein seines überragenden Markterfolges. Vom einfach ausgestatteten zweitürigen Explorer ohne Allradantrieb mit Handschaltung als „Einkaufswagen“ für die Familie bis hin zum luxuriös ausgestatteten Luxus-Fahrzeug für den Börsenmakler – für alle Bedürfnisse gab es ein passendes Modellangebot.
Ford versuchte, sein Erfolgsmodell auch nach Europa zu exportieren, wo der Ford Explorer ab 1993 in einer Europa-Version ausschließlich in gehobener Ausstattung angeboten wurde. In Deutschland zielte der Explorer auf das seinerzeit noch kleine Marktsegment luxuriöser Geländewagen. Der einzige angebotene Motor war ein 4-Liter-V6-Benziner mit 121 kW (165 PS). Eine Diesel-Version war nicht erhältlich.
Ein Problem ergab sich beim Allrad-Antrieb möglicherweise dadurch, dass nach Deaktivierung des Allradantriebs das Fahrzeug mindestens eine Wagenlänge gegen seine letzte Fahrtrichtung gefahren werden musste, damit sich die Freilaufnaben gänzlich entriegelten – was allerdings auch bei anderen Allradfahrzeugen dieser Baujahre zu beobachten war (z. B. bei Pickups von Nissan, Toyota, Mitsubishi und anderen).
In vielen dieser Fahrzeuge ist hinter der linken Sonnenschutzblende eine Anleitung angebracht worden, die leider nur unzureichend bzw. missverständlich auf diesen Umstand hingewiesen hat, was häufig zu Schäden an den Freilaufnaben führte.
Ford Explorer (1995-2001)
1995 startete die zweite Modellgeneration. Der Explorer war in technischer Hinsicht stark überarbeitet worden und erhielt ein neues Styling.
Die Gesamtlänge des überarbeiteten Explorer betrug nun 4,78 Meter (in der viertürigen Version).
Neben einer neuen, aerodynamischeren Frontpartie war auch der Innenraum neu gestaltet und das Armaturenbrett hinsichtlich Ergonomie und Design an weltweite PKW-Standards angeglichen worden. Durch eine neue vordere Einzelradaufhängung wurde eine deutliche Verbesserung des Fahrkomforts erreicht. Die Hinterachse mit Blattfedern blieb hingegen unverändert. Das Schneckenrollenlenkgetriebe wich einer präziseren Zahnstangenlenkung. Auch der Allradantrieb wurde modernisiert und schaltete sich nun (als weltweite Innovation) automatisch zu, für den Fall, dass die Hinterräder an Traktion verlieren sollten. Weitgehend unverändert blieb der Vierliter-V6 aus Köln, der nun 115 kW (156 PS) leistete.
Der neue Ford Explorer war ein noch größerer Verkaufserfolg als das Vorgängermodell. In den USA und weltweit entwickelte er sich zum meistverkauften Geländewagen. In den USA wurde der Explorer ab 1996 optional auch mit einem 5,0-Liter-V8-Motor (154 kW/210 PS) ausgerüstet.
1997 wurde der 4,0-Liter-V6-Motor mit 115 kW (OHV) durch eine stärkere Variante (SOHC) ergänzt, die in Köln entwickelt und auch gebaut wurde. Das Aggregat leistete mit je einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderkopf 152 kW (206 PS) und verfügte über modernstes Motorenmanagement in Verbindung mit einem weiterentwickelten Automatikgetriebe mit nun 5 Gängen. Das Basis-Triebwerk mit 115 kW entfiel bald für den deutschen Markt, wurde in den USA aber bis 2001 weiter angeboten. In Deutschland wurde vorwiegend der 4,0 Liter V6 mit 152 kW verkauft.
1998 erfolgten Retuschen am Heck und 1999 an der Front (u. a. mit runden Zusatzscheinwerfern in den vorderen Stoßfängern). Grundsätzlich blieb der Explorer während seiner Bauzeit vom Charakter her jedoch weitgehend unverändert. Der Verkauf in Europa endete 2001.
Aufmerksamkeit erregte Ford 2001 mit einer Affäre, bei der es sich um beim Explorer verwendete Firestone-Reifen handelte, die bei hoher Geschwindigkeit zu platzen drohten. Es gab Unfälle mit insgesamt über 174 Todesfällen und zahlreichen Verletzten, bis Ford reagierte und das Reifenfabrikat wechselte.
Ford Explorer (2001-2005)
Im Herbst 2001 erlebte der Explorer in den USA einen weiteren Modellwechsel.
Das Fahrzeug der dritten Generation verfügte weiterhin über einen Kastenrahmen, bot aber nun mehr Platz und optional eine dritte Sitzreihe.
Außerdem erhielt der Explorer rundum eine neue Einzelradaufhängung und hinsichtlich des Motorenangebots einen überarbeiteten Vierliter-V6-Motor sowie einen neuen V8-Motor aus Leichtmetall.
Ford Explorer (2005-2010)
Im Spätsommer 2005 gab es für den Ford Explorer ein Facelift.
Die rechtsgelenkte Variante für einzelne Exportmärkte (wie Australien) entfiel; dort wurde mit dem Ford Territory nunmehr ein eigenständiges, in Australien gebautes Modell angeboten.
In den Jahren 2005 und 2006 ging der Absatz des Ford Explorer in den USA deutlich zurück. Statt der in den USA als „Sport Utility Vehicle“ bezeichneten Geländewagen verlagerte sich die Nachfrage auf SUVs im europäischen Sinne; in den USA „Crossover Sport Utility Vehicle“ genannt, da sie ähnliche Eigenschaften wie SUVs bieten, aber kompakter und leichter sind und somit weniger Benzin verbrauchen.
Ford Explorer (2010-2019)
Im Dezember 2010 erschien die fünfte Generation des Ford Explorer.
2012 erschien auf Basis des Explorers das Police Interceptor Utility.
Das Fahrwerk wie auch die Karosserie wurden bei der neuen Fahrzeuggeneration wesentlich überarbeitet. So ist die neue Generation sichtbar aerodynamischer gestaltet, und der Innenraum fällt geräumiger aus. Statt V8-Motoren bietet Ford für den Explorer ausschließlich Reihen-Vier- und V6-Benzinmotoren an. Das Aggregat verfügt über 3,5 Liter Hubraum und leistet 231 kW, der Kraftstoffverbrauch soll sich im Vergleich zum Vorgängermodell um 25 % reduzieren – vorläufige Herstellerangaben sprechen von jetzt 17–25 statt bisher 14–20 mpg. Ein Vierzylindermotor mit 2,0 Liter Hubraum mit 177 kW soll folgen. Exklusiv im Police Interceptor Utility ist ein 3,7 Liter großer V6-Benziner verbaut.
Im Jahr 2015 wurde der Ford Explorer überarbeitet.
Ford Fiesta (1995-1999)
Der Ford Fiesta ’96 ist die vierte Baureihe des Ford Fiesta.
Obwohl der Ford Fiesta ’99 inoffiziell als eigenständige fünfte Baureihe gilt, sind die Modelle eng verwandt.
Sie teilen sich die Codes für die Karosseriebauform – unter anderem JBS und JAS für drei- und fünftürige Limousinen – die Plattform und einen großen Teil der Technik. Die meisten Änderungen betreffen die Form von Scheinwerfern, Kühlergrill, Motorhaube und der Front- und Heckschürze. In anderen Märkten wird der Fiesta ’99 nicht als eigenständiges Modell betrachtet, weshalb es in der Zählweise der Baureihen ab 1999 Unterschiede geben kann.
Im September 1999 wurde eine stark überarbeitete Version des Fiesta '96 vorgestellt. Geändert wurden vor allem die Fahrzeugfront mit neuen Scheinwerfern, einem neuen Kühlergrill und einer neuen Motorhaube sowie die Stoßstangen vorn und hinten. Obwohl der Typcode (JAS/JBS) der gleiche blieb, gilt das „Facelift“ als eigenständiges, fünftes Modell. In anderen Märkten wie z. B. dem Vereinigten Königreich werden beide Fahrzeuge als ein Modell angesehen.
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Ford Fiesta (1999-2001)
Der Fiesta ’99 war eine überarbeitete Version mit neu gestalteter Frontpartie und modifizierten Stoßfängern vorne und hinten.
Trotz des gleichen Typencodes JAS bzw. JBS gilt das Modell als fünfte Baureihe in Deutschland und einigen anderen Ländern, während es auf anderen Märkten als Facelift der vierten Modellgeneration bezeichnet wird.
Der Fiesta war von jetzt an serienmäßig mit 14-Zoll-Rädern, innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn, Seitenairbags und einer dritten Bremsleuchte ausgestattet. Ab Frühjahr 2000 war zusätzlich der Fiesta Sport mit einem Zetec-SE-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 76 kW (103 PS), 15-Zoll-Leichtmetallrädern, Schwellerpaket, Gittergrill, runden Nebelscheinwerfern, Sonderfarbe Racingblue und spezieller Innenausstattung verfügbar. Ebenfalls ab dem Baujahr 2000 wurden – obwohl das Facelift erst kurz zuvor vorgestellt wurde – einige technische Details am Fahrzeug verändert. Beispielsweise wurde der Durchmesser der Bremsscheiben an der Vorderachse von 239 auf 258 mm erhöht.
Die Motorvarianten wurden um den 1,8-Liter-Dieselmotor mit Turbolader und Direkteinspritzung erweitert, der 1,4-Liter-Ottomotor wurde nicht länger angeboten. Der 1,6-Liter Zetec-SE war ab Frühjahr 2000 ausschließlich im Fiesta Sport erhältlich.
Die dritte Generation des Mazda 121 erhielt die gleichen Modifikationen, jedoch nicht den 1,6-Liter-Ottomotor.
Auch von diesem Modell gab es eine Kastenwagen-Variante mit der Bezeichnung Courier.
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Ford Maverick (1993-1998)
Die erste Generation des Ford Maverick erschien im März 1993 und war baugleich mit dem von Nissan (Nissan Motor Ibérica) in Barcelona Spanien produzierte Nissan Terrano II
Der Ford Maverick unterschied sich lediglich durch die Markenembleme (Badge-Engineering).
Er war wahlweise als Drei- oder Fünftürer und mit Vierzylinder-Motoren mit 2,4 Liter (Benzin) oder 2,7 Liter (Diesel) Hubraum erhältlich. Im Oktober 1996 wurde dem Maverick ein leichtes Facelift zuteil, was an den runden Doppelscheinwerfern und dem verchromten Kühlergrill zu erkennen war. Dabei bekam der 2,7-Liter-Turbodiesel einen Ladeluftkühler und eine elektronische Motorsteuerung um die neuen Abgasgrenzwerte einhalten zu können. Die Leistung stieg nun von 73 kW auf 92 kW. Während der Nissan Terrano II im Frühjahr 2000 gründlich überarbeitet wurde, endete die Produktion des Ford Maverick bereits im März 1998.
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Ford Mondeo (1993-1996)
Mit der Einführung des Ford Mondeo am 4. März 1993 kehrte Ford in der Mittelklasse nach 22 Jahren wieder zum Frontantrieb zurück.
Allerdings war der Ford Mondeo kurzzeitig auch in Verbindung mit dem 2,0-Liter-Motor mit Allradantrieb erhältlich.
Der Wagen wurde zunächst mit drei Vierzylinder-16V-Ottomotoren („Zetec“-Motorengeneration) und einem Dieselmotor angeboten. Mitte 1994 folgte der Duratec-V6-Motor mit 125 kW. Das Ziel für den Mondeo: 15 % Marktanteil in der von Ford als „C/D-Segment“ definierten Mittelklasse. Die Fahrzeugausstattungen reichten vom Basismodell CLX über das GLX-Modell mit etwas mehr Ausstattung bis hin zur Topvariante Ghia. Zeitweise gab es einige Sondermodelle (zum Beispiel Festival, Fashion, Skylight). Wenn man Allrad- und Automatik-Versionen hinzurechnet, ließen sich bereits 1993 insgesamt 40 Varianten des Mondeo zusammenstellen.
Das Design des Mondeo stand bereits 1986 fest. Einer der wichtigsten Punkte im Lastenheft des Ford-Neulings hieß: „Größerer Innenraum bei unverändert kompakten Außenabmessungen.“ Das bedeutete den Abschied vom Heckantrieb des Sierra und eine Karosserie im stilbildenden Cab-Forward-Design. Das sah vor, den Raum für die Technik so weit wie möglich zu beschneiden, um im Gegenzug die Fahrgastzelle weiter vorn beginnen zu lassen. Der Mondeo begann mit einer betont tief angesetzten Motorhaube, die wegen des quer eingebauten Motors 20 cm kürzer war als die des Sierra. Bei etwa gleich gebliebener Länge wuchs der Radstand um 10 cm, die Breite um 5 cm. Der um 34 mm größere Verstellbereich der Frontsitze und die vorn um 20 mm gewachsene Kopffreiheit boten den Insassen mehr Platz. Um dem Mondeo ein schlankes Erscheinungsbild zu verleihen, wählten die Ford-Designer eine tief angesetzte und flach ansteigende Motorhaube, große, bündig eingesetzte Scheiben und schmale Dachsäulen. Die kaum merklich ansteigende Seitenlinie ließ die Heckpartie zierlich wirken.
Um beim Turnier einen möglichst tiefen und breiten Laderaum zu erreichen, wurde eine aufwendige Hinterradaufhängung entwickelt. Sie bestand im Wesentlichen aus drei Querlenkern und einem Längslenker. Deren weit außen und tief montierten Anlenkpunkte ermöglichten zusammen mit getrennten Federn und Dämpfern einen großen Laderaum. Außerdem kann der Mondeo mit dieser Mehrlenker-Hinterachse sehr agil gefahren werden. Dieser Mondeo verzögerte vorne mit innenbelüfteten Bremsscheiben, hinten mit 229 mm großen Trommelbremsen. Die Allrad- und V6-Modelle waren hinten mit massiven Bremsscheiben ausgestattet. Die neuen 16V- und 24V-Ottomotoren im Mondeo ’93 gehörten zu den damals modernsten in Mittelklassefahrzeugen. Auch das mit Hilfe des Ex-Rennfahrers Jackie Stewart abgestimmte Fahrwerk galt als vorbildlich. Die Karosserieform wurde in Teilen der Fachpresse als zu zurückhaltend kritisiert und im Herbst 1996 gründlich korrigiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten bezog sich auf die Minderung unerwünschter Geräusche und Vibrationen (NVH).
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Ford Mondeo VIN entschlüsseln
Ford Mondeo (2022-)
Bilder eines neuen Ford Mondeo verbreiteten sich im November 2021 über das Internet.
Offiziell vorgestellt wurde er im Januar 2022.
Die neue Modellgeneration soll vorerst nur auf dem chinesischen Markt angeboten werden. Dort wird sie seit März 2022 in vier Ausstattungsvarianten verkauft. Eine Nachfolge für den bisherigen Mondeo in Europa ist derzeit nicht geplant. Im nahen Osten wird diese Baureihe aus China importiert und als Ford Taurus vermarktet.
Anders als der Ford Evos zeigt sich die neue Generation weiterhin in einer klassischen Limousinen-Silhouette, wobei deren Designelemente in der Front mit denen des Ford Mustang im Heckbereich, wie etwa die Rückleuchten, kombiniert werden. Die Plattform teilt sich der neue Mondeo mit dem Lincoln Zephyr, der im November 2021 auf der Guangzhou Auto Show debütierte.
Angetrieben wird das Modell von einem aufgeladenen Zweiliter-Ottomotor, der in einem Joint Venture mit Changan-Ford entwickelt und produziert wird. Der Motor leistet 175 kW (238 PS) und hat ein maximales Drehmoment von 376 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 220 km/h angegeben. Eine schwächere Motorisierung folgte im Februar 2023. Eine Hybridisierung ist nicht vorgesehen.
Ford Mondeo VIN entschlüsseln
Fahrzeug-Identifikations-Nummer (VIN) Ford Mondeo
1 - VIN-Stellen 1, 2 und 3 - Welt-Hersteller-Kennzeichen
2 - VIN-Stellen 5 und 6 - Immer X
3 - VIN-Stellen 7 und 8 - Hersteller und Montagewerk
4 - VIN-Stelle 9 und 10 - Modell
5 - VIN-Stelle 11 - Baujahr
6 - VIN-Stelle 12 - Baumonat
7 - VIN-Stellen 13 bis 17 - Laufende Fahrzeugnummer
8 - VIN-Stellen 4 und 10 – Karosserietyp
VIN-Stellen 1, 2 und 3 - Welt-Hersteller-Kennzeichen
Code Hersteller
WF0 Ford Werke AG., Deutschland (europäische Fahrzeuge)
VIN-Stellen 4 und 10 - Karosserietyp
Code Karosserietyp
W Turnier
4 4-Türer
5 5-Türer
Stellen 5 und 6 - Immer X
VIN-Stellen 7 und 8 - Hersteller und Montagewerk
Code Hersteller und Montagewerk
GA Köln/Deutschland
GB Genk/Belgien
VIN-Stelle 9 und 10 - Modell
Code Modell
B Mondeo
W Turnier
VIN-Stelle 11 - Baujahr
Code Baujahr
Y 2000
1 2001
2 2002
3 2003
4 2004
5 2005
VIN-Stelle 12 - Baumonat
Baumonat 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Januar B J L C B J
Februar R U Y K R U
März A M S D A M
April G P T E G P
Mai C B J L C B
Juni K R U Y K R
Juli D A M S D A
August E G P T E G
September L C B J L C
Oktober Y K R U Y K
November S D A M S D
Dezember T E G P T E
VIN-Stellen 13 bis 17 - Laufende Fahrzeugnummer (5-stellig)
VIN-Aufkleber (exemplarisch) oder Typenschild
Pos. Teile-Nr. Beschreibung
1 - Zulassungsnummer
2 - Fahrzeug-Identifikations-Nummer (VIN)
3 - Fahrzeuggesamtgewicht
4 - Zuggesamtgewicht
5 - Zulässige Achslast vorn
6 - Zulässige Achslast hinten
7 - Rauchwert (nur Diesel)
8 - Modellvarianten
9 - Bezeichnung
10 - Abgasnormen
11 - Lackierung
12 - Codes - innerer Trim
13 - Achsübersetzung
14 - Getriebecode
15 - Motorcode
16 - Lenkung
Stelle 1 bis 6: Fahrzeug-Zertifikationsnummer
Stelle Beschreibung
Position 1: Nationale oder EU-Zulassungsnummer Eine Codierung, die durch die Gesetzgebung in bestimmten Ländern gefordert wird.
Position 2: Fahrzeug-Identifikations-Nummer (VIN) Fahrzeug-Identifikations-Nummer.
Position 3: Fahrzeuggesamtgewicht Gibt das zulässige Gesamtgewicht an für die Länder, in denen dies gefordert ist.
Position 4: Zuggesamtgewicht Gibt das maximal zulässige Gesamtgewicht von Zugfahrzeug und Anhänger oder Wohnwagen an.
Position 5: Zulässige Achslast vorn Maximal zulässige Belastung der Vorderachse des Fahrzeugs.
Position 6: Zulässige Achslast hinten Maximal zulässige Belastung der Hinterachse des Fahrzeugs.
Position 7: Rauchwert (nur Diesel)
Code Rauchwert
- -
Position 8 und 9 Modellvarianten
Code Variante
B4Y 4-Türer
B5Y 5-Türer
BWY Turnier
Position 10: Abgasnorm
Code Abgasnorm
E 1504
S 2000 EEC
7 Stufe IV
Position 11: Lackierung
Code Lackierung
A Royal-Grau
B Diamant-Weiß
C Colorado-Rot
D Torino-Blau
E Atlantik-Blau
F Aquarius Metallic
G Panther-Schwarz
H Indianapolis-Blau
I Deep Rosso Red
K Lugano-Blau
L Platinum Metallic
M Graphit-Grau
N Neptun-Grün
O Octane Blue
P Tundra-Grau
Q Metropolis-Blau
R Monza-Rot
S Sahara Metallic
T Venezia-Rot
U Smaragd-Grün
V Deep Navy
1 Salsa-Rot
2 Stahl-Grau
3 Dschungel-Grün
4 Tundra-Grau
5 Karibik-Blau
6 Kristall-Silber
7 Cosmic-Silber
8 Kristall-Blau
9 Kanada-Grün
Position 12: Codes - innerer Trim
Code Innerer Trim
AA Aria - Anthrazit
CE Linea - Camel
CR Alcantara - Camel
CS Aras - Camel
CT Tria - Camel
CV Verona - Graicamel
DE Linea - Medium Flight
DS Aras - Medium Flight
EB Basket - Ebony
EC Majestic - Ebony
EE Linea - Ebony
EK Kenzo - Ebony
EL Leder - Ebony
EP Leder - Ebony
ER Alcantara - Ebony
ES Aras - Ebony
ET Tria - Ebony
EV Verona - Graiebony
FV Verona - Grailight
GB Basket - Light Graphite
GL Leder - Light Graphite
IL Leder - Monza-Rot
IV Verona - Graiinfra Red
ML Leder - Midnight
mm Mars - Midnight Blue
PB Basket - Light Parchment
PK Kenzo - Light Parchment
PL Leder - Light Parchment
PM Mars - Light Parchment
RZ Zeus - Spanisch-Rot
SZ Zeuz - State Blue
Position 13: Achsübersetzung
Code Achsübersetzung
A 3,867/2.762 (a)
F 4,071/2.850 (a)
M 4,357/3.05 (a)
1 3,71
2 3,49
3 4,06
4 3,82
5 4,23
7 3,41
8 3,56
9 3,92
a) Das 6-Gang-Schaltgetriebe (MMT6) verfügt über zwei Abtriebswellen. Die Gänge 1, 2, 3 und 4 verfügen über eine höhere Achsgetriebeübersetzung. Gänge 5, 6 und Rückwärtsgang verfügen über eine niedrigere Achsgetriebeübersetzung.
Position 14: Getriebe-Code
Code Getriebe
F 6-Gang-Schaltgetriebe MMT6
Q 5-Gang-Schaltgetriebe MTX75
6 4-Gang-Automatikgetriebe CD4E
T 5-Gang-Automatikgetriebe 5F31J, Durashift 5-tronic
Position 15: Motorcode
Code Motor
F 1.8L Duratec-SCi
G 1.8L Duratec-HE (81 kW/110 PS)
H 1.8L Duratec-HE (92 kW/125 PS)
J 2.0L Duratec-HE
S 2.5L Duratec-VE
U 3.0L Duratec-ST
5 2.0L DuraTorq-Dl/TDDi (66 kW/90 PS)
6 2.0L DuraTorq-Dl/TDDi (85 kW/115 PS)
7 2.0L DuraTorq-TDCi (85 kW/115 PS)
8 2.0L DuraTorq-TDCi (96 kW/130 PS)
Position 16: Lenkung
Code Ausführung
1 Linkslenker-Fahrzeuge
2 Rechtslenker-Fahrzeuge
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Ford Mustang (1964-1966)
Der Ford Mustang ist ein seit Frühjahr 1964 vom amerikanischen Automobilhersteller Ford gebauter Sportwagen.
Da die Bezeichnung „Mustang“ für die Unternehmen Krupp und Kreidler markenrechtlich geschützt war, wurde der Mustang bis 1979 in Deutschland als „T5“ vertrieben. Der Mustang löste den Thunderbird als Nummer eins der Sportcoupés von Ford ab.
Im August 2018 wurde in Dearborn, Michigan der 10-millionste Ford Mustang produziert.
Am 17. April 1964 präsentierte Ford den Mustang der ersten Generation auf technischer Basis des Ford Falcon als Coupé sowie als Cabriolet und schuf damit die nachmalig nach ihm benannte Klasse der Pony Cars.
Dem Mustang war vom Start weg ein großer Erfolg beschieden.
Das Fahrzeug sollte das junge, sportliche Publikum ansprechen und konnte ab 2.368 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft und inflationsbereinigt entspricht dies rund 21.000 US-Dollar[3]) erworben werden. Am Abend des offiziellen Verkaufsstarts, dem 17. April 1964, waren bereits etwa 22.000 Fahrzeuge verkauft. Bis Ende des ersten (allerdings überlangen) Modelljahres konnten 680.992 Einheiten verkauft werden. Dies stellte einen Rekord in den USA dar. Ganz offensichtlich füllte er auf dem Markt eine Lücke, deren Ausmaß nicht zu erahnen gewesen war. Ford rechnete optimistisch mit 240.000 verkauften Exemplaren. Weder der vom Konzept her ähnliche, ab 1960 gebaute Chevrolet Corvair Monza noch der kurz vor dem Mustang erschienene Plymouth Barracuda waren auch nur annähernd so erfolgreich.
Der Erfolg des Mustang beruhte nicht nur auf einer aufwendigen und raffiniert gestalteten Werbekampagne vor und während der Markteinführung, sondern auch auf einer umfangreichen Liste von Einzelextras und Ausstattungspaketen. Jeder Kunde sollte sein Mustang-Modell ganz nach individuellem Geschmack gestalten können, ob als karg ausgestattetes Sechszylindermodell, als kleines Luxuscoupé oder als Sportgerät mit leistungsstarkem V8-Motor.
Offiziell sind auch die frühen Mustang-Modelle, produziert vor September 1964, dem Modelljahr 1965 zugeordnet. Sie hatten unter anderem einen etwas kleineren Kühlergrill und den 4,3-Liter-V8-Motor (260 Kubikzoll) aus dem Ford Falcon, statt des ab September verwendeten 4,7-Liter-V8-Motors (289 Kubikzoll). Um diese ersten Fahrzeuge von den ab September gebauten zu unterscheiden, werden sie inoffiziell meist als „Modelljahr 1964 ½“ bezeichnet.
Die ersten Ford Mustang waren weiße Cabriolets mit roter Innenausstattung, die am 9. März 1964 in Dearborn vom Band rollten. Sie wurden der nordamerikanischen Öffentlichkeit durch eine umfangreiche Werbekampagne nahegebracht. Bereits vor der offiziellen Präsentation waren Fernseh-Werbespots unter dem Motto The Unexpected gelaufen. Am 17. April 1964 wurde der Mustang im Rahmen der New Yorker Weltausstellung erstmals gezeigt, ab 19. April liefen auf allen drei landesweit sendenden Fernsehkanälen neue Fernsehspots, in denen der Wagen, anders als bei den Spots im Vorfeld, auch zu sehen war.
Von 1964 bis 1979 wurde der Ford Mustang als Ford T5 in Deutschland angeboten. Der Preis betrug 1966 in der 3,3-Liter-Version mit Hardtop 16.100 DM. Nach heutiger Kaufkraft und inflationsbereinigt entspricht dies rund 38.000 Euro.
Ford Mustang (1967-1968)
Für das Modelljahr 1967 wurde ein neuer Ford Mustang vorgestellt, der optisch dem Vorgängermodell glich, allerdings in allen Dimensionen etwas größer ausfiel, auch um im Motorraum Platz für hubraumstärkere Maschinen zu schaffen.
Der Kühlergrill war etwas größer als zuvor, ebenso die Lufthutzen-Attrappen vor den Hinterrädern und die Heckblende, in deren Mitte der Tankverschluss saß, war konkav ausgeführt.
Das Motorenprogramm wurde nach oben hin durch den neuen 6,4-Liter-Motor (390 Kubikzoll) mit 235 kW (320 PS) ergänzt.
Modelljahr 1968
Bei diesen Modellen verzichtete Ford auf Ziersicken direkt vor den seitlichen Hutzen-Attrappen vor den Hinterrädern. Das Motorenprogramm wurde gründlich überarbeitet; vom 4,7-Liter-V8-Motor blieb eine 143 kW (195 PS) starke Variante mit Doppelvergaser lieferbar, den 6,4-Liter-V8-Motor gab es in einer Normalversion mit 206 kW (280 PS) und einer GT-Variante mit 239 kW (325 PS). Neu waren ein 4,9-Liter-V8-Motor mit 169 kW (230 PS) sowie zwei verschiedene Siebenliter-Motoren. Dabei handelte es sich einmal um den Cobra Jet-V8 (7015 cm3) mit 246 kW (335 PS), zum anderen um den konstruktiv nicht verwandten Hochleistungs-Siebenliter mit 6999 cm3 und 287 kW (390 PS).
Vom Mustang der zweiten Generation entstanden in zwei Jahren 789.000 Exemplare, darunter 113.000 Fastback-Modelle und 70.000 Cabriolets.
Shelby Mustang, 1967–1968
Anders als die Vorläufer waren die Shelby Mustang der zweiten Generation nicht mehr für den Rennsport, sondern für den zivilen Gebrauch konzipiert.
Die Modelle des Jahrgangs 1967 unterschieden sich optisch stärker vom Serien-Mustang; der Grilleinsatz des Mustang war durch zwei mittig sitzende runde Zusatzscheinwerfer ersetzt worden, auf der Motorhaube befanden sich Verriegelungsstifte und Lufteinlässe. Auch vor den Hinterrädern und an den fensterlosen C-Säulen fand man Lufthutzen vor, und die Heckleuchten des regulären Mustang wichen breiteren Einheiten wie beim Mercury Cougar.[8][9] Produziert wurden 1175 Stück vom GT350 mit dem bekannten 225 kW (306 PS) starken 4,7-Liter-Motor sowie 2050 Exemplare des Shelby GT500 mit einem getunten Cobra-Jet-7-Liter-V8, der es auf 246 kW (355 PS) brachte. Lieferbar waren diese Modelle ausschließlich als Fastback-Coupés.
1968 erhielten die Shelby-Modelle eine eigenständige Frontpartie mit einem größeren Kühlergrill, Zusatzscheinwerfern und Hutzen am vorderen Rand der Motorhaube. Die Cougar-Heckleuchten wurden durch jene vom 1965er Ford Thunderbird ersetzt.[8][9] Im Angebot waren Fastback- und Cabrioletmodelle (mit serienmäßigem Überrollbügel) in den Versionen GT350 (mit dem wahlweise 250 kW (340 PS) oder 239 kW (325 PS) starken 4,9-Liter-V8-Motor), GT500 (mit 265 kW (360 PS) leistendem Cobra-Jet-7-Liter-V8 oder dem Hochleistungs-7-Liter-V8 mit 294 kW (400 PS)) und GT500KR (mit einem auf ebenfalls 294 kW (400 PS) gebrachten Cobra-Jet-V8). Die Stückzahlen betrugen: GT350 Fastback: 1253; GT350 Cabriolet: 404; GT500 Fastback: 1140; GT500 Cabriolet: 402; GT500KR Fastback: 933 und GT500KR Cabriolet: 318 Stück, insgesamt 4450.
Aufgrund der hohen Nachfrage nach Replikaten des „Eleanor“ genannten Shelby GT500 aus dem Film Nur noch 60 Sekunden (siehe weiter unten) entschloss sich das amerikanische Unternehmen Unique Performance dieses Modell auf Basis gebrauchter Ford Mustang Fastbacks in Kleinserie zu bauen. Dieses Projekt wurde von Carroll Shelby persönlich unterstützt und so tragen diese Modelle offiziell die Bezeichnung Shelby GT500E (E für Eleanor). Das Basismodell leistete 239 kW (325 PS) und kostete 119.000 Dollar. Die Produktion endete 2007 nach Bekanntwerden von Unregelmäßigkeiten bei den Fahrzeugidentnummern, stockender Produktion und letztlich wirtschaftlichen Problemen seitens Unique Performance.
Ford Mustang (1969-1970)
Der Ford Mustang der dritten Generation fiel erneut etwas länger und breiter aus.
Das Design hielt sich an den bisherigen Kanon, zeigte sich aber in einigen Punkten überarbeitet.
Das Modell 1969 erhielt Doppelscheinwerfer; die äußeren Scheinwerfer saßen in tiefen Höhlen in den Kotflügelspitzen, die inneren (Fernlicht-)Scheinwerfer im Kühlergrill. Die Hutzen vor den Hinterrädern wiesen nach hinten. Bei dem ab 1969 „Sportsroof“ genannten Fließheck-Coupé entfielen diese angedeuteten Lufteinlässe vor den Hinterrädern ganz. Dafür besaß der 1969er Sportsroof Lufteinlässe an den Kotflügelflanken in Höhe der Türgriffe. Diese entfielen beim Boss und dann ab 1970 vollständig.
Neu im Programm war der Mustang Grandé, eine Luxusversion des Stufenheckcoupés mit serienmäßigem Vinyldach, Holzfolie am Armaturenbrett und anderen Ausstattungsdetails. Ebenfalls neu waren der Mustang Mach I (als Sportsroof erhältlich) als Sportversion des Fastback mit 5,8-, 6,4- oder Siebenliter-V8-Motor. Er zeichnete sich durch die GT-Ausstattung, eine De-Luxe-Innenausstattung mit Sportsitzen, höherwertigen Bodenteppichen, ein Armaturenbrett mit Holzimitat-Ausstattung und einer großen Uhr an der Beifahrerseite, eine mattschwarze Motorhaube und eine Hutze aus.
Von der Rennsportversion der Trans-Am-Serie abgeleitet war der Mustang Boss 302 mit Hochleistungs-Fünfliter-V8-Motor, den es auch als Boss 429 mit einem weiteren Siebenliter-V8-Motor (7031 cm3 bzw. 429 Kubikzoll) zu kaufen gab. Das Hubraumlimit in der Trans-Am-Serie belief sich allerdings auf fünf Liter.
Modelljahr 1970
Die Modelle 1970 erhielten ein leichtes Facelift; sie besaßen wieder zwei Scheinwerfer, die innerhalb des breiteren Kühlergrills anstatt der Fernlichter beim Modelljahr 1969 saßen. In den Kotflügelspitzen befanden sich grillähnliche, zweigeteilte Einsätze. Die Heckblende war nicht mehr konkav, sondern plan ausgeführt. Diese Änderungen waren wohl ein Tribut an die Muscle-Car-Ära. Mustang Boss, Mach I und Grandé blieben im Angebot. Der 6,4-Liter-Motor entfiel. Außerdem entfielen die Lufteinlässe an den Flanken des Sportsroofs.
Vom Mustang der dritten Generation produzierte Ford in zwei Jahren knapp 497.000 Stück, darunter 35.700 Grandé, 113.400 Mach I und etwa 10.000 Boss.
Shelby Mustang, 1969–1970
Shelby übernahm die Karosserie des aktuellen Mustang, wandelte Front und Heck aber erneut erheblich ab. Angeboten wurden der GT-350 als Sportsroof (1085 Stück) und Cabriolet (194 Stück) mit einem 213 kW starken 5,8-Liter-V8-Motor und der GT-500 ebenfalls als Sportsroof (1536 Stück) und Cabriolet (335 Stück), angetrieben von einem 246 kW leistenden Cobra-Jet-Siebenliter-Motor. Die Gesamtstückzahl belief sich auf 3150 Exemplare.
Für das Modelljahr 1970 brauchte Shelby seine vorhandenen Teilevorräte auf; die Modelle unterschieden sich nicht von den Vorjahresausführungen. Es entstanden noch einmal 315 GT-350 und 286 GT-500. Danach wurde der Shelby Mustang eingestellt.
Ford Mustang (1970-1973)
Mit dem Modelljahr 1971 wuchs der Ford Mustang erneut stark in allen Dimensionen, was von verschiedenen Seiten kritisiert wurde.
Die vierte Modellgeneration erreichte nicht die Stückzahlen früherer Modelle, diese stabilisierten sich aber auf niedrigem Niveau.
Die Karosserien fielen wuchtiger aus, während die Glasflächen kleiner wurden. Angeboten wurden weiterhin ein Stufenheck-Coupé in Basis- und Grandé-Ausführung, ein Schrägheck-Coupé (von Ford SportsRoof genannt) in Grundversion sowie als Boss und Mach I sowie ein Cabriolet. Bekannt wurde diese Generation durch den Film „James Bond 007 – Diamantenfieber“.
Bei den Motoren ersetzte ein 4,1-Liter-Reihensechszylinder die vormalige 3,3-Liter-Version als Grundmotorisierung, die Leistung des 4,9-Liter-Motors sank auf 154 kW (210 PS), der 1969 eingeführte 5,8-Liter-Motor war mit 176 kW (240 PS) oder 210 kW (285 PS) lieferbar, der Cobra-Jet-Siebenliter-Motor kam auf 272 kW (370 PS) oder 276 kW (375 PS). Die früheren Boss 302 und Boss 429 wurden durch den Boss 351 ersetzt, in dem der 5,8-Liter-Motor 243 kW (330 PS) leistete.
Modelljahr 1972
Für 1972 entfiel der Boss 351, ebenso die Siebenliter-Motoren. Der Mustang Mach I war auch mit dem Sechszylinder lieferbar. Die Leistungsangaben erfolgten von diesem Modelljahr an in SAE-Netto-PS.
Modelljahr 1973
Zum Modelljahr 1973 wurden lediglich Details geändert, so erhielt der Kühlergrill ein geändertes Design. Der 5,8-Liter-Motor war in zwei Leistungsstufen lieferbar. Das Cabriolet dieses Jahrgangs blieb der letzte offene Mustang bis 1982.
Vom Mustang der vierten Generation entstanden in drei Jahren 420.000 Exemplare, darunter 1800 Boss 351, 24.300 Cabriolets und 60.700 Grandé.

