Ford Bronco
Ford Bronco (1978-1979)
Die Überarbeitung des Ford Bronco 1978 basierte auf dem F-100.
Von ihm wurden viele Komponenten von Fahrgestell, Antrieb und Karosserie übernommen und der Vorderwagen war sichtbar von diesem Lastwagen abgeleitet.
Es gab ihn mit runden oder rechteckigen Sealed-Beam-Scheinwerfern. Ford hatte mit der Entwicklung bereits 1972 unter dem Namen Short Horn begonnen; die Einführung hatte sich jedoch durch die Diskussionen der Ölkrise Mitte der 1970er-Jahre verzögert. Durch die gewachsene Baugröße konkurrierte der Wagen inzwischen mit Fahrzeugen wie dem Chevrolet Blazer / GMC Jimmy, dem Dodge Ramcharger / Plymouth Trailduster, dem Jeep Grand Wagoneer und dem Toyota Land Cruiser. Basismotor war der 351M (5.752 cm³), auf Wunsch gab es auch einen 400 (6.555 cm³). Eine "Ford-9"-Hinterachse und eine Dana-44-Vorderachse in Verbindung mit dem als „unzerstörbar“ geltenden Fahrzeugrahmen des F-100 rief ein traumhaftes Presseecho hervor. 1979 wurden ein Abgaskatalysator und weitere emissionsmindernde Maßnahmen eingeführt.
Heute findet man schwer einen Bronco von 1978 oder 1979, da diese auf den Lieferwagen der F-Serie (1973–1979) basieren, die die Übergangsgeneration von den kleinen zu den großen Broncos repräsentieren. Er zählt zu den meistgesuchten großen Broncos wegen der vorderen Starrachse, die ihn für den Geländeeinsatz und als Zugfahrzeuge besonders geeignet machen.
Ford Bronco (1980-1986)
1980 wurde der Ford Bronco wie seine Basis, die F-Serie grundlegend überarbeitet und blieb bis 1986 hinsichtlich Karosserie, Antrieb und Fahrwerk unverändert.
Diese Generation war kürzer und erfuhr einige Änderungen kosmetischer Art sowie an Antrieb und Chassis.
Am Fahrwerk fielen die beiden Längslenker und die Einzelradaufhängung vorne auf. Hinten blieb es – wie bei allen Bronco – bei der Starrachse.
Auf Grund der geringeren Dimensionen des Modells und zur Benzineinsparung bot Ford als Grundmotorisierung einen Reihensechszylinder mit 4.916 cm³ Hubraum an. Obwohl dieser Motor ein höheres Drehmoment als der 5,0-Liter-V8 brachte, war die Leistung durch den Einsatz eines Einfachvergasers und eines einzügigen Auspuffsammlers begrenzt. Eine elektronische Emissionsbegrenzung verringerte ab 1984 seine Leistung nochmals. Ford verbaute in die Modelle die noch vorhandenen 351M-Motoren, bevor man mitten im Modelljahr 1982 zum 351W wechselte. Eine Hochleistungsversion des 351W war ab 1984 bis in das Modelljahr 1987 auf Wunsch erhältlich. Sie leistete 210 bhp (157 kW) bei 4.000/min, während der Standardmotor mit Einfachvergaser nur 156 bhp (116 kW) bei dieser Drehzahl abgab.[5] Der 5,0-Liter-Motor war der erste, der ab dem Modelljahr 1986 mit Saugrohreinspritzung angeboten wurde.
1982 führte Ford wieder die „Ford-Pflaume“ als Logo ein. Sie ersetzte den Schriftzug FORD auf der Motorhaube.[6] Gegen Mitte der 1980er-Jahre bot Ford eine Eddie-Bauer-Edition mit brauner Lackierung und einer braunen Innenausstattung an. 1986 entfielen die klassischen rechteckigen Außenspiegel.
Diese Bronco-Generation wurde durch die Ford-Werke AG Köln über interessierte Händler kurz auch in der Bundesrepublik Deutschland vertrieben. So wurde 1981 ein Modell mit dem 4942-cm3-V8-Motor angeboten, für das eine Länge von 4,51 m, eine Breite von 1,99 m, eine Leistung von 104 kW (142 PS; 140 hp) bei 3600/min und eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h angegeben, die serienmäßige Ausstattung mit Automatik-Getriebe und Servolenkung hervorgehoben und auf Wunsch eine Anhängevorrichtung für eine Zuglast von bis zu 2,7 Tonnen und ein Tank für 121 Liter erhältlich war.
Ford Bronco (1987-1991)
1987 wurden Karosserie und Antrieb des großen Ford Bronco überarbeitet, da diese immer noch auf der F-Serie basierten.
Ein neuer, aerodynamischerer Stil zeigte sich an vielen Ford-Fahrzeugen dieses Modelljahres.
Ab 1988 wurden alle Bronco-Modelle mit einer elektronischen Benzineinspritzung verkauft, die zuerst beim 5 Liter – Motor 1986 eingeführt worden war. Ab 1990 bot Ford das neue, verstärkte E4OD-Getriebe an. 1991 gab es eine spezielle 25th Silver Anniversary Edition mit besonderen Firmenemblemen, in roter Lackierung und mit grauer Lederausstattung. Alle Fahrzeuge entstanden im Ford LKW-Werk in Wayne (Michigan) auf denselben Produktionsbändern wie der F-150.
Ford Bronco (1992-1996)
1992 wurde der Ford Bronco wie die F-Serie erneut und vor allem im Hinblick auf seine Sicherheit überarbeitet.
Er erhielt eine verbesserte vordere Knautschzone, Schultergurte hinten, ein drittes Bremslicht am abnehmbaren Aufbau und 1994 Airbags auf der Fahrerseite. Kosmetische Änderungen umfassten außen eine geneigte Frontpartie und innen ein neues Armaturenbrett.
Erstmals wurden auch elektrisch verstellbare Außenspiegel angeboten. 1996 erhielt der Bronco weltweit als erstes Auto Blinkleuchten in den Seitenspiegeln.
