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1986 Citroen BX GTi
1986 Citroen BX GTi

Vierzig Jahre nach seinem Debüt ist er als eine der unvergesslichsten Limousinen seiner Zeit nach wie vor tief im kollektiven Gedächtnis verankert. Entworfen vor dem Hintergrund eines harten Wettbewerbs im Segment der Sportlimousinen, gelang es ihm, eine einzigartige Vision zu verwirklichen: hohe Leistung zu bieten, ohne dabei Kompromisse bei Komfort und Vielseitigkeit einzugehen. Heute feiert Citroën das Jubiläum dieses herausragenden Modells, das den Innovationsgeist und den Mut der Marke perfekt verkörpert.
 

Eine Limousine, die Leistung und Vielseitigkeit vereint

Als der BX GTi im Juli 1986 im Rahmen der Modellpflege in die Modellpalette aufgenommen wurde, ersetzte er den BX 19 GT und den BX Sport mit einem klaren Ziel: die sportlichen Qualitäten des BX Sport mit verbessertem Komfort zu verbinden – wie es sich für eine echte Familienlimousine gehört. Vorangetrieben wurde dieses Ziel von Designer Carl Olsen, der auch den AX und den CX der Serie 2 entworfen hatte. Im Rahmen dieses Facelifts wurden breitere vordere und hintere Kotflügel, stärker umlaufende, in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger sowie weiße Blinker eingeführt, die nun mit den Scheinwerfern auf einer Höhe lagen. Zudem wurde die gesamte Karosserie zum Korrosionsschutz verzinkt. Mit einer Länge von 4,24 Metern zeichnete sich der BX GTi durch eine unverkennbare Silhouette mit Heckspoiler, vom BX Sport übernommene Nebelscheinwerfer, markante Radkappen und Spezialreifen aus. Dezente „GTi“-Logos an den hinteren Seitenverkleidungen und der Heckklappe zeigten seine Zugehörigkeit zur sportlichen BX-Baureihe.

Unter der Motorhaube leistete sein Vierzylinder-Motor mit acht Ventilen und elektronischer Kraftstoffeinspritzung 92 kW (125 DIN-PS) und 175 Nm Drehmoment bei 4.500 Umdrehungen pro Minute – Werte, die eine zügige Beschleunigung und eine Höchstgeschwindigkeit nahe der symbolischen 200-km/h-Marke ermöglichten, mit einer Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden, was für die damalige Zeit bemerkenswert war. Für den ersten Kilometer aus dem Stand (0 auf 1 km) brauchte er nur 30,5 Sekunden. Diese Leistung war auch auf eine optimierte Konstruktion zurückzuführen. Mit einem Leergewicht von nur 1.025 kg wies der BX GTi ein Leistungsgewicht von 8,2 kg/PS auf – ein für einen Sportwagen typischer Wert, der die meisten Mitbewerber übertraf und direkt zu seiner Agilität und Dynamik auf der Straße beitrug.

Über die Zahlen hinaus überzeugte der BX GTi durch seine Alltagstauglichkeit. Dank seiner Vielseitigkeit erfüllte er sowohl die Erwartungen passionierter Fahrer als auch die praktischen Anforderungen des täglichen Gebrauchs.
 

Citroën Komfort für Fahrvergnügen

Getreu der Tradition der Marke wurde der BX GTi mit der legendären hydropneumatischen Federung ausgestattet. Im Vergleich zu anderen Versionen der BX-Baureihe wurde sie straffer abgestimmt, um seinen sportlichen Charakter zu unterstreichen, ohne dabei Kompromisse beim Komfort einzugehen. Vier Scheibenbremsen, Servolenkung und optionales ABS ermöglichten ein ebenso reaktionsschnelles wie sicheres Fahrgefühl. Die Federung glich Unebenheiten der Fahrbahn effektiv aus und sorgte zugleich für eine stabile Straßenlage, selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Im Gegensatz zu einigen seiner Mitbewerber gelang es dem BX GTi somit, ein ausgezeichnetes Komfortniveau aufrechtzuerhalten, ohne dabei seinen dynamischen Charakter zu beeinträchtigen. Diese beiden Eigenschaften stellten einige eine seiner größten Stärken dar.

Das Fahrerlebnis wurde durch eine für damalige Verhältnisse besonders umfangreiche Ausstattung ergänzt: höhenverstellbare Veloursitze, einen elektrisch verstellbaren Beifahrerspiegel, Zentralverriegelung, ein spezielles Kombiinstrument mit sechs Anzeigen, eine Warnleuchte für nicht ordnungsgemäß geschlossene Türen sowie eine Radio-Vorinstallation. Als Sonderausstattung hatte Citroën zudem Ledersitze, ein elektrisches Schiebedach, einen Bordcomputer, Leichtmetallfelgen, eine Klimaanlage und ein Hi-Fi-Paket im Angebot. All das machte den BX GTi zum perfekten Fahrzeug für junge Berufstätige, die sich auf der Straße ebenso zu Hause fühlen wie im Büro.
 

Ein beispielloser Aufstieg, geprägt von Innovation

Im Laufe der Jahre entwickelte sich der BX GTi weiter, um mit dem technologischen Fortschritt Schritt zu halten.

Ein wichtiger Wendepunkt kam im Modelljahr 1988 mit der Einführung des BX GTi 16V, der von dem neuen 1,9-Liter-Motor XU9J4 angetrieben wurde und 118 kW (160 PS) bei 6.500 U/min leistete. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 218 km/h und er beschleunigte in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. ABS gehörte zur Serienausstattung. Damit war er eins der ersten serienmäßigen französischen Fahrzeuge mit Mehrventilmotor.

Äußerlich punktete der BX GTi 16V durch ein schlankeres Design mit karosseriefarbenen Stoßfängern und schwarzen Zierleisten, Seitenschwellern und Leichtmetallrädern, die mit Hochleistungsreifen von Michelin kombiniert waren. Das Fahrwerk wurde neu abgestimmt, um der gesteigerten Leistung dieser Version gerecht zu werden. Der komplett in Schwarz gehaltene Innenraum verfügte über Sitze mit verbessertem Halt sowie ein Dreispeichen-Sportlenkrad.

Mit dieser Markteinführung rückte der 8-V-GTi auf den zweiten Platz in der Modellpalette auf.

Im Jahr 1989 wurde die Modellpalette um eine neue Version des 8-V-GTi erweitert: den BX GTi 4x4, der auf der Straße ein überraschend agiles Fahrverhalten und auf schlechtem Untergrund eine beeindruckende Leistung bot. Sein permanenter Allradantrieb bestand aus einem Verteilergetriebe an der Vorderachse und einem Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Das Drehmoment wurde dabei im Verhältnis 53:47 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Über eine elektrische Steuerung ließ sich das Mitteldifferenzial sperren, um das Fahrzeug aus herausfordernden Situationen zu befreien.

Die GTi-Baureihe entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter: Ab 1990 wurde die gesamte Baureihe auf bleifreies Superbenzin umgestellt, wodurch sich die Leistung auf 90 kW (123 PS) verringerte, ohne dass dies Auswirkungen auf die Fahrleistung oder den Kraftstoffverbrauch hatte. Im Juli 1991 wurden Leichtmetallfelgen und das Sportlenkrad aus der 16-V-Version zur Serienausstattung, während die Servolenkung und eine verbesserte Geräuschdämmung serienmäßig in der gesamten Baureihe eingeführt wurden. Ein Jahr später, im Juli 1992, wurde auch die Klimaanlage serienmäßig eingebaut, ebenso wie schwarze Polster in der gesamten Baureihe und ein 66-Liter-Kraftstofftank für die BX-Baureihe. Erst im Juli 1993, mit der flächendeckenden Einführung des Katalysators, wurde der BX GTi aus dem Programm genommen, womit ein Jahrzehnt zu Ende ging, in dem Citroën stets innovativ war und neue Technologien rasch integrierte.

 

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