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2005 Aston Martin Vantage
2005 Aston Martin Vantage

Die hier dargestellte Generation der Sportwagen-Modellreihe Aston Martin Vantage des britischen Automobilherstellers Aston Martin wurde von 2005 bis 2017 hergestellt.

Fahrzeughistorie

Der Aston Martin Vantage wurde 2005 vorgestellt und rundet die Modellpalette von Aston Martin nach unten ab. Er ist der letzte Entwurf für Aston Martin aus der Hand von Henrik Fisker und wurde als Sportwagen im 100.000-Euro-Segment in Konkurrenz zum Porsche 997, Ferrari 430 und Lamborghini Gallardo entwickelt.

Serienmodelle

V8 Vantage

Der V8 Vantage ist das Basismodell der Vantage-Baureihe und ist das 2005 vorgestellte Serienmodell des Aston Martin AMV8 Vantage Concept, der Roadster folgte 2007. Alle Vantage-Modelle bauen auf der internen VH-Plattform auf, die bei beinahe allen Modellen vom V12 Vanquish bis zum DB10 verwendet wurde. Der 4,3-Liter-V8 basiert auf dem AJ-V8-Motor von Jaguar, der für Aston Martin komplett überarbeitet wurde und im V8 Vantage 283 kW (385 PS) leistet. Dieser beschleunigt sowohl Coupé als auch Roadster in 5,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei beiden Versionen 280 km/h.

V8 Vantage S

Im Jahr 2011 wurde eine leistungsgesteigerte Version des V8 Vantage vorgestellt. Äußerlich ist der V8 Vantage S unter anderem durch geänderte Front- und Heckschürzen und Seitenschweller sowie beim Coupé an der höher gezogenen Heckklappenkante zu erkennen. Technisch wurde die Leistung des 4,7-Liter-V8 auf 321 kW (436 PS) erhöht. Coupé und Roadster erreichen vom Stand aus 100 km/h in 4,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 305 km/h.

V12 Vantage

Am 11. Dezember 2007 wurde das Aston Martin V12 Vantage RS Concept in Gaydon der Öffentlichkeit präsentiert, das Serienmodell 2009 am Markt eingeführt. Der V12 Vantage basiert auf dem V8 Vantage Coupé. Der Motor leistet bis zu 380 kW (517 PS) bei 6500/min und hat ein maximales Drehmoment von 570 Nm bei 5750/min. Das 6-Gang-Schaltgetriebe liegt an der Hinterachse mit einem Kardangehäuse aus Aluminium und einer Antriebswelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Die Karosserie besteht aus einer Aluminiumstruktur mit verschiedenen Magnesiumlegierungen, Verbundstoffen und Stahl. Die Gesamtfertigungszeit gibt Aston Martin mit 220 Stunden an. Äußerlich ist der V12 vom V8 neben den Lufthutzen in der Motorhaube durch stärker ausgeprägte Front- und Heckdiffusor zu unterscheiden. Die Fertigung des V12 Vantage wurde 2013 zugunsten des V12 Vantage S eingestellt.

V12 Vantage S

2013 wurde eine leistungsgesteigerte Version des V12 Vantage vorgestellt. Der 5,9-Liter-V12 leistet nun 421 kW (573 PS) und die Beschleunigung erfolgt in 3,7 Sekunden (Coupé) bzw. 3,9 Sekunden (Roadster) von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330 km/h (Coupé) bzw. 323 km/h (Roadster). Des Weiteren fand eine Gewichtsreduktion von 1680 Kilogramm auf 1665 Kilogramm statt. Wie auch der V8 Vantage S unterscheidet sich der V12 Vantage S lediglich durch das S-Emblem. Der Roadster folgte im Jahr 2014.

Sondermodelle

V8 Vantage N400

Das erste Sondermodell wurde 2007 nach dem Erfolg des V8 Vantage N24 aufgelegt. Die Leistung wurde im Vergleich zum Basismodell um 15 auf 298 kW (405 PS) gesteigert. Die Armlehne im Innenraum wurde mit der Karte der Nordschleife bestickt. 480 Exemplare wurden ausgeliefert, die Hälfte davon als Roadster.

V8 Vantage N420 und V8 Vantage 430

Die Sondermodelle N420 und N430 wurden als Nachfolger des N400 auf Basis des facegelifteten V8 Vantage (2010) bzw. V8 Vantage S (2014) angeboten. Sie verfügen über erweiterte Ausstattung und ein leicht geändertes Aussehen gegenüber dem jeweiligen Grundmodell, werden jedoch mit identischem Motor ausgeliefert. Das N steht dabei für das Testcenter am Nürburgring bzw. der Nordschleife. Die Zahlen 420 und 430 geben die jeweilige Leistung in bhp (British Horsepower) an. Der N420 ist im Gegensatz zum N430 limitiert. Vom N420 wurden 420 Fahrzeuge produziert und an Kunden ausgeliefert. Der N430 war eine nicht limitierte Sonderedition die in deutlich größerer Stückzahl produziert wurde.

V8 Vantage SP10

Auf Basis des V8 Vantage S brachte Aston Martin 2013 ein Sondermodell heraus, das den Erfolg der Klasse SP10 in der VLN-Serie würdigt. Optisch ist der V8 Vantage SP10 an der Optik der V12-Vantage-Modelle zu erkennen. Der SP10 ist in der Sonderfarbe Ceramic Grey Metallic lackiert und verfügt über eigens angefertigte schwarze 19-Zoll-Räder. Gebaut wurde er in geringer Stückzahl für den zentraleuropäischen Markt.

Vantage GT12

Unter dem Namen Vantage GT12 wurde 2015 eine Straßenversion des Vantage GT3 vorgestellt. Technisch wurde die Leistung des 5,9-Liter-V12 auf nun 441 kW (600 PS) gesteigert und die Spurweite wurde verbreitert. Zudem besitzt er ein Aerodynamik-Paket mit größerem Frontsplitter und Heckflügel. Im Innenraum wird viel Karbon verbaut, um das Gewicht zu reduzieren. Der Vantage GT12 ist auf 100 Exemplare limitiert.

Vantage GT8

2016 wurde ein Sondermodell des V8 Vantage in Anlehnung an den V8 Vantage GTE präsentiert. Der 4,7-Liter-V8 leistet nun 328 kW (446 PS). Außerdem gibt es wie beim GT12 ein Aerodynamik-Paket bestehend aus breiterer Spur und größerem Frontsplitter und Heckflügel. Der Vantage GT8 ist auf 150 Exemplare limitiert.

V8 und V12 Vantage S Red Bull Racing Edition

Ende Februar 2017 stellte Aston Martin die Red Bull Racing Edition auf Basis des V8 Vantage S und V12 Vantage S vor. Diese beinhaltet zwei Blau- und eine Silberlackierung, Karbonanbauteile sowie rote und gelbe Akzente auf Bremsklötzen und Lufteinlässen. Im Innenraum werden ebenfalls Karbonteile verbaut und Red-Bull-Racing-Schriftzüge in die Kopfstützen eingenäht. Optional können Plaketten mit den Unterschriften von Daniel Ricciardo oder Max Verstappen verbaut werden.

Vantage AMR Pro

Auf dem Genfer Auto-Salon 2017 wurde der Vantage AMR Pro vorgestellt. Dieser ist ein Rennwagen ohne Straßenzulassung und wird in Zusammenarbeit mit Aston Martin Racing (AMR) gebaut. Der V8 aus dem Vantage GT4 leistet hier 373 kW (507 PS). Äußerlich nimmt er Elemente aus dem V8 Vantage GTE auf, besitzt aber einen neuen Front- und Heckdiffusor sowie einen neuen Kühlergrill, der dem des Rapide S ähnelt. Der Vantage AMR Pro ist auf sieben Exemplare limitiert.

Vantage AMR

Mitte Juni 2017 stellte Aston Martin den Vantage als V8 AMR und V12 AMR vor. Diese werden in Zusammenarbeit mit Aston Martin Racing (AMR) gebaut. Ihre Stückzahl ist auf 300 Exemplare limitiert.

Modellpflege

Im dritten Quartal 2008 kam nach drei Jahren Bauzeit eine vor allem technisch überarbeitete Version des V8 Vantage mit einem überarbeiteten V8-Motor auf den Markt. Der 4,7-Liter-Motor mit 313 kW (426 PS) ersetzt den bisherigen 4,3-Liter-V8 mit 283 kW (385 PS). Er verfügt über ein Drehmoment von 470 Nm bei 5750/min, beschleunigt in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 288 km/h. Damit ist er 0,2 Sekunden beziehungsweise 8 km/h schneller als das Vorgängermodell. Der Verbrauch sinkt um 4 Liter auf 13,2 l pro 100 km. Zusammen mit der Vergrößerung des Tanks entsteht dadurch eine größere Reichweite. Weiterhin wurde das Automatikgetriebe überarbeitet. Modifiziert wurden ebenso die Lenkung und das Bilstein-Fahrwerk mit neuen Federn.

Ein neues Sportpaket beinhaltet geschmiedete Fünf-Speichen-Leichtmetallräder, straffere Stoßdämpfer und modifizierte Federn sowie für das Coupé neue hintere Stabilisatoren. Äußerliche Veränderungen betreffen lediglich die Räder, diese sind nun serienmäßig im 19-Zoll-Format und verfügen über 20 Speichen, und die neu gestalteten Front- und Heckdiffusoren. Im Interieur gab es eine überarbeitete Mittelkonsole, ein Festplatten-Navigationssystem und einen Anschluss für MP3-Player. Der herkömmliche Fahrzeugschlüssel wurde durch die sogenannte Emotional Control Unit (ECU) aus Glas, poliertem Edelstahl und Polycarbonat ersetzt. Dieses Modul wird in eine spezielle Öffnung geschoben und der Motor per Knopfdruck gestartet.

Über die Jahre hinweg wurden auch kleinere Auffrischungen unternommen. So erhielten alle Vantage-Modelle im Jahr 2015 das Infotainmentsystem AMi II sowie im Jahr 2016 das Infotainmentsystem AMi III und ein neues 7-Gang-Schaltgetriebe für den V12 Vantage S.

 

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