Kfz-Verbandtasche.jpg Castrol_Edge.jpg FelgenBeast.jpg

 

1977 Aston Martin V8 Vantage
1977 Aston Martin V8 Vantage

Der 1977 vorgestellte Aston Martin V8 Vantage ist ein Straßensportwagen des britischen Automobilherstellers Aston Martin, der auf dem Coupé V8 basiert.

Von ihm unterscheidet er sich vor allem durch eine deutlich höhere Motorleistung und durch geänderte Karosserieteile. Er wird vielfach als erster britischer Supersportwagen angesehen. Neben dem geschlossenen Zweitürer war zeitweise auch das Cabriolet V8 Vantage Volante erhältlich. Im Laufe der Jahre kombinierte Aston Martin unterschiedliche Karosserie- und Motorvarianten miteinander, sodass neben den eigentlichen Serienmodellen eine Vielzahl von Sonderversionen entstand, die in Kleinstserien gebaut wurden oder Einzelstücke blieben. Der V8 Vantage ist außerdem die technische Basis für den exklusiven Aston Martin V8 Zagato, der eine eigenständige Karosserie hat.

Entstehungsgeschichte

Der V8 Vantage geht ebenso wie der reguläre V8 auf den 1967 vorgestellten Aston Martin DBS zurück, der den technisch und stilistisch veralteten DB6 schrittweise ersetzte. Der DBS war noch während der Zugehörigkeit Aston Martins zum David-Brown-Konzern entwickelt worden und war neben dem bekannten Sechszylindermotor ab September 1969 auch mit einem neuen, unter der Leitung von Tadek Marek entwickelten Achtzylinder-V-Motor erhältlich. Nachdem Aston Martin in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war, verkaufte David Brown den Betrieb 1972 an das in Birmingham ansässige Unternehmen Corporate Developments, das in erster Linie als Immobilienentwickler tätig war. Der neue Inhaber setzte die Produktion des Achtzylindersportwagens fort, benannte den DBS V8 aber in Aston Martin V8 um. Vor allem wegen der Auswirkungen der ersten Ölpreiskrise gelang es Corporate Developments nicht, Aston Martin zu konsolidieren. 1974 kam es zur Insolvenz. In den ersten sechs Monaten des Jahres 1975 baute Aston Martin kein einziges Auto. Erst als im Juni 1975 ein Konsortium aus britischen und nordamerikanischen Geschäftsleuten den Betrieb übernommen und in die Gesellschaft Aston Martin Lagonda (1975) Ltd. überführt hatte, wurde die Produktion in zunächst bescheidenem Ausmaß wieder aufgenommen. 1975 entstanden insgesamt nur 21 Autos, im Jahr darauf wurden wieder dreistellige Produktionszahlen erreicht. Das neue Management unter Alan Curtis stellte 1976 die Weichen für eine Ausweitung der Modellpalette. Schrittweise entstanden daraufhin weitere Varianten des V8, zu denen eine Sportversion, ein Cabriolet und eine Limousine gehörten.

Am schnellsten zu verwirklichen war eine leistungsgesteigerte Version, die bereits im Frühjahr 1977 zur Verfügung stand. Anfänglich war geplant, die Leistungssteigerung nur als Tuningkit anzubieten, mit dem Aston Martins Works Service auf Kundenwunsch nachträglich reguläre V8-Coupés modifizieren sollte. Weil aber die Nachfrage schon im Vorfeld unerwartet hoch war, entschied sich Aston Martin dafür, die leistungsgesteigerte Version zu einem werksseitig angebotenen Modell zu machen, das als V8 Vantage verkauft wurde.

Der V8 Vantage erregte bei seiner Vorstellung im Frühjahr 1977 viel Aufsehen. Viele sehen in ihm den ersten britischen Supersportwagen. Er wurde mit dem (seinerzeit bereits eingestellten) Ferrari 365 GTB/4 „Daytona“ und dem Lamborghini Countach verglichen.

Die Produktion des V8 Vantage endete wie die des V8 im Jahr 1989 mit der Einführung des neu konstruierten Virage, von dem es ab 1992 seinerseits eine besonders starke Vantage-Version gab.

Nomenklatur

Der englische Begriff Vantage bedeutet auf Deutsch Vorteil. Er wird bei Aston Martin seit dem DB2 traditionell für leistungsgesteigerte Versionen der jeweiligen Serienmodelle verwendet. Eine traditionswidrige Ausnahme bildete nur der Aston Martin Vantage von 1972, bei dem es sich um eine schwächere, mit einem alten Reihensechszylindermotor ausgestattete Basisversion des V8 handelte.

Karosserie und Technik

Motor und Kraftübertragung

Der Aston Martin V8 Vantage wird von dem gleichen Achtzylinder-V-Motor angetrieben, der auch im Coupé V8 und im Cabriolet V8 Volante zum Einsatz kommt. Der Hubraum aller Varianten beträgt übereinstimmend 5341 cm³ (Bohrung × Hub: 100 × 85 mm). Zylinderkopf, Zylinderblock und zahlreiche Anbauteile bestehen aus Gewichtsgründen aus Aluminiumlegierungen. Der Zylinderbankwinkel beträgt 90 Grad. Jede Zylinderreihe hat zwei obenliegende Nockenwellen, die pro Zylinder ein Ein- und ein Auslassventil steuern. Im Vergleich zum Motor des regulären V8 hat der Vantage-Motor größere Ein- und Auslassventile (Durchmesser 2,1 Zoll) und eine überarbeitete Nockenwelle mit geänderten Steuerzeiten, die gleiche Art wie in der Einspritzversion des Achtzylindermotors bis 1972. Die Kolben des Vantage-Motors konstruierte und fertigte der Rennmotorenhersteller Cosworth. Außerdem sind die Weber-Vergaser vom Typ 48 IDFD2/100 des Vantage-Motors größer. Der V8 Vantage behielt die Vergaser bis 1989 bei. Die elektronische Einspritzanlage von Weber-Marelli, die Aston Martin 1986 für die fünfte Serie des regulären V8 einführte, übernahm er nicht. Schließlich haben die Vantage-Modelle eine speziell konstruierte Auspuffanlage.

Das Werk behauptete, die Motorleistung des V8 Vantage sei etwa 40 Prozent höher als die eines regulären V8. Genaue Werte wurden nicht bekannt gegeben. Die zeitgenössische britische Literatur ging von Leistungswerten im Bereich von 430 bhp aus; einzelne Spekulationen reichten sogar bis 485 bhp. Messungen des deutschen TÜV kamen für die ersten Jahrgänge des V8 Vantage dagegen auf 380 PS (279 kW). 1986 hob Aston Martin die Leistung des Serienmodells auf 410 bhp (305 kW, 417 PS) an, wahlweise war auch ein 432 bhp (322 kW, 438 PS) starker Motor erhältlich.

Als Kraftübertragung wurde werksseitig in den ersten Jahren ausschließlich ein handgeschaltetes Fünfganggetriebe von ZF angeboten. Die Dreigangautomatik von Chrysler, die in die meisten regulären V8 eingebaut wurde, bot das Werk für den Vantage anfänglich offiziell nicht an. Ungeachtet dessen wurde bereits 1978 mindestens ein Vantage auf Kundenwunsch mit einem Automatik-Getriebe vom Typ TorqueFlite von Chrysler ausgestattet. Erst ab 1986 war das Automatikgetriebe wahlweise erhältlich.

Fahrwerk

Das Fahrwerk des V8 Vantage entspricht in seiner Auslegung grundsätzlich dem des regulären V8. Wegen einer geänderten Federung liegt der Wagen allerdings tiefer. Serienmäßig wurden einstellbare Stoßdämpfer von Koni eingebaut. Die Hinterradaufhängung wurde versteift und die Bremsen vergrößert. Werksseitig rüstete Aston Martin den V8 Vantage mit Reifen der Größe 255/60 VR15 aus, ab 1986 waren 16-Zoll-Reifen Standard. Auf Kundenwunsch gab es in den 1980er-Jahren auch breitere Reifen.

Karosserie

Die Karosserie des V8 Vantage wird von einem Plattformrahmen aus Stahl getragen, den Aston Martin seit 1973 selbst herstellte. Der Rahmen entspricht dem des regulären V8. Die äußeren Karosserieteile bestehen aus Aluminiumblechen, die bei Aston Martin in Handarbeit gefertigt wurden. Die Holzformen lieferte der Spezialbetrieb Woodmasters, der auch die Pressen fertigte, mit denen Aston Martin die Blechteile für den Plattformrahmen formte.

Stilistisch entspricht die Karosserie des V8 Vantage weitgehend der des regulären V8. Die Rohkarosserie, die Verglasung und die wesentlichen Blechteile des von William Towns entworfenen Coupéaufbaus wurden unverändert übernommen. Die äußerlichen Besonderheiten des Vantage betreffen vor allem Karosserieanbauteile. Die größer dimensionierten Reifen erforderten vergrößerte Radkästen und weiter ausgestellte Radläufe. Unter den vorderen Stoßstangen befindet sich bei den V8-Vantage-Modellen ein großer, in Wagenfarbe lackierter Spoiler aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit mehreren Lufteinlässen. Der Spoiler verringert den Strömungswiderstand im Vergleich zum regulären Vantage um etwa 10 Prozent. Die Kühleröffnung oberhalb der Stoßstangen, die beim regulären V8 vergittert ist, ist beim V8 Vantage üblicherweise mit einer in Wagenfarbe lackierten Abdeckung verschlossen. In sie sind zwei Zusatzscheinwerfer eingelassen. Bei den ersten fünf Fahrzeugen waren dies kleine, bündig eingepasste Scheinwerfer von Cibié, die allerdings wegen sehr schwacher Leuchtkraft schon 1977 durch größere Einheiten ersetzt wurden. Die bei einem Prototyp getestete Abdeckung der gesamten Wagenfront mit einer Plexiglasscheibe wurde nicht in die Serie übernommen. Auf dem Kofferraumdeckel ist ein Heckspoiler angebracht, dessen Form sich im Laufe der Jahre änderte. Ein besonderes Kennzeichen der Vantage-Modelle ist außerdem die stark ausgebuchtete Motorhaube. Die Formen variieren im Detail. Der Vantage behielt die Ausbuchtung auch nach 1986 bei, als die regulären Saloons eine flache Motorhaube erhielten.

Diese Designbesonderheiten werden üblicherweise mit dem V8 Vantage verbunden, sind aber nicht bei allen Fahrzeugen der Baureihe zu finden. Jeder V8 Vantage war ein Unikat, dessen Ausstattung individuell mit dem Kunden abgestimmt wurde. So entstanden mehrere Vantage, deren Kühleröffnung über der Stoßstange nicht abgedeckt ist. Dies konnte neben den Vorlieben der Besteller auch technische Gründe haben: So empfahl Aston Martin, bei Lieferungen in sehr heiße Regionen auf die Abdeckung der Kühleröffnung zu verzichten. Gleiches gilt für die Lufteinlässe in der Motorhaube, die bei einigen frühen Vantage-Modellen offen war. Anderseits ließen einige Kunden die Anbauteile, die für den V8 Vantage üblich waren – insbesondere Frontspoiler –, auch an ihren regulären V8-Coupés anbringen. Insgesamt gibt es zahlreiche Mischformen, die die Identifizierung eines V8 Vantage anhand von Äußerlichkeiten erschweren.

 

Schau mal hier: >>> Autoteile und Zubehör <<< - Dort wird jeder fündig. (Anzeige)

Bei neupreis-auto.de finden Sie fast alles, was mit Autopreisen, Fahrzeugdaten, Baureihen, oder Codes zu tun hat. - Datenbank für Automobile, Gebrauchtwagen, Oldtimer, Youngtimer und Nutzfahrzeuge.

Alle verwendeten Logos, Markennamen und Markenzeichen sind Eigentum Ihrer Inhaber.

Teilweise werden auf unseren Seiten Texte, Abschnitte oder einzelne Passagen aus "Wikipedia – Die freie Enzyklopädie" verwendet.

Autoteile-Preiswert Autokatalog | VIN Decoder | Kfz-Versicherung | Auto-Preislisten zum kostenlosen DownloadPressemeldungen | Webverzeichnis | Oldtimer Wertgutachten |

Mercedes-Benz SLK 171 Serviceintervall zurücksetzen | Audi VIN entschlüsseln | BMW VIN entschlüsseln | Opel VIN entschlüsseln | Bruttolistenpreis ermitteln | Volvo VIN entschlüsseln | Mercedes-Benz VIN entschlüsseln | Mercedes-Benz PKW Ausstattungscodes | Volkswagen (VW) VIN entschlüsseln | VIN Decoder