Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main und Hannover gilt als die international bedeutendste Automobilfachmesse. Sie ist terminlich getrennt nach Fachbesucher- und Publikumstagen. Ausgerichtet wird die IAA vom Verband der Automobilindustrie (VDA).

Geschichte

Die erste Internationale Automobilausstellung fand 1897 in Berlin im Hotel Bristol statt, wo insgesamt acht „Motorwagen" zu sehen waren. Mit der zunehmenden Mobilität stieg auch die Anzahl der Fachaussteller auf der IAA. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es erst 1921 mit 67 Herstellern wieder eine solche Veranstaltung auf dem Messegelände in Berlin. Im Frühjahr 1939 kamen zur Vorstellung des „KdF-Wagens" (VW Käfer) 825.000 Messegäste zur Internationalen Automobil- und Motorradausstellung Berlin.

Mit der ersten IAA nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1951 wechselte der Veranstaltungsort von Berlin zur Messe Frankfurt.

Die 45. Ausstellung wurde 1971 aus wirtschaftspolitischen Gründen kurzfristig abgesagt. Dies war die Geburtsstunde der Automechanika; damit gab die Messe Frankfurt den üblicherweise auch auf der IAA vertretenen Kfz-, Ausrüstungs-, Zubehör- und ähnlichen Firmen die Gelegenheit einer entsprechenden Präsentation.

1989 fand die letzte IAA mit den gemeinsamen Sparten Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge in Frankfurt am Main statt und erzielte einen Besucherrekord mit 1.233.100 Messegästen. Wegen der Zunahme der präsentierenden Hersteller teilte man die Fachmesse ab 1989 im zweijährigen Rhythmus auf in Personenkraftfahrzeuge und Nutzfahrzeuge.

Im Jahr 2001 fand die IAA aufgrund der Terroranschläge am 11. September 2001 unter Trauerbeflaggung statt. Alle feierlichen Aktivitäten wurden abgesagt.

2005 standen erstmals auch chinesische Automarken auf der IAA. Die 940.000 Fachbesucher kamen aus 99 Ländern. Jeder siebte von ihnen war aus dem Ausland, über 70 Prozent aus Europa. 10 Prozent waren aus Amerika vertreten, mehr als doppelt so viele wie bei der vorangegangenen IAA. Der Anteil der Fachbesucher aus Asien stieg von 9 auf 15 Prozent.

Fast 90 Prozent der Deutschen nannten bei einer Umfrage im Jahr 2005 die IAA als Fachmesse der Automobilindustrie. Es berichteten über 14.000 Journalisten, davon 40 Prozent aus dem Ausland.

2007 waren 88 Weltpremieren (davon 46 von deutschen Herstellern) zu sehen, beispielsweise Hybridfahrzeuge.

Auf der IAA PKW 2007 waren über 1.000 Aussteller aus 40 Ländern auf 229.000 m² vertreten, darunter viele Zulieferer und Zubehörhersteller. 2009 reduzierte sich die Zahl der Aussteller auf 700 auf einer Fläche von 170.000 m².

2009 gab es insgesamt 100 Weltpremieren der Hersteller, darunter 55 aus Deutschland, sowie 87 Weltneuheiten der Zulieferer zu sehen. Im Mittelpunkt der Messe mit rund 850.000 Besuchern standen vor allen Dingen Autos mit Elektroantrieb.

Standort

Insgesamt über 1.000 Aussteller bieten seit 1991 dem breiten Publikum im jährlichen Wechsel eine Messe IAA Personenkraftwagen (in ungeraden Jahren) in Frankfurt und eine Messe IAA Nutzfahrzeuge (in geraden Jahren) am Messegelände Hannover an. Die Hersteller nutzen die Messe regelmäßig, um neue Fahrzeuge und Produkte sowie Studien und Konzepte zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorzustellen.

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