Der erstmals auf der Tokyo Motor Show 2011 vorgestellte Toyota GT 86 ist ein viersitziges Sportcoupé des japanischen AutomobilherstellersToyota und der erste seiner Art seit Einstellung des Celica im August 2005, als dessen Nachfolger er gilt.

Der als 2+2-Sitzer konzipierte GT86 erschien am 15. September 2012 auf dem europäischen Markt mit einem Einstiegspreis von etwa 30.000 Euro. Vergleichbare Modelle sind etwa der Peugeot RCZ oder der Audi TT. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden von Juni bis Dezember 2012 insgesamt 1.139 Toyota GT86 in Deutschland neu zugelassen, davon 669 Fahrzeuge durch gewerbliche Halter.

Eine Roadster-Version des GT86 wurde als Open Concept anlässlich des Genfer Automobil-Salons 2013 präsentiert und erste Prototypen werden entwickelt.

Die Sportwagen von Toyota: Vom Sports 800 bis zum GT 86

Entwicklung

Der Toyota GT 86 ist das Resultat einer Kooperation von Toyota und Fuji Heavy Industries, zu der auch Subaru gehört. Die Toyota Motor Corporation hält eine Aktienbeteiligung von 16,5 % an der Fuji Heavy Industries. Beide Partner haben ihr technisches Wissen in diese Kooperation eingebracht. Von Toyota stammen unter anderem das Design und die D-4S-Einspritzanlage, der Motor des GT 86 wurde hingegen von Subaru entwickelt, welches eben wiederum ein Tochterunternehmen der Fuji Heavy Industries ist. Der GT 86 ist somit das Schwestermodell des Subaru BRZ, sie unterscheiden sich aber in einigen Details.

Schwestermodelle

Neben dem in Japan schlicht 86 genannten Toyota, gibt es zwei weitere fast identische Modelle:
zum einen den Subaru BRZ und zum anderen den Scion FR-S, der nur für den nordamerikanischen Markt produziert wird. Scion ist eine Automarke des japanischen Automobilherstellers Toyota, die zielgerichtet jüngere Kunden ansprechen soll.

Alle drei Automodelle sind nahezu baugleich und unterscheiden sich lediglich durch Details im Innenraum, der Karosserie und die Scheinwerfer in der Frontschürze, Fahrwerksabstimmung und den entsprechenden Markenlogos. Motor und Getriebe sind bei allen Fahrzeugen identisch.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden von Juni bis Dezember 2012 insgesamt 81 Subaru BRZ in Deutschland neu zugelassen, davon 70 Fahrzeuge durch gewerbliche Halter.

Technische Daten

Ein vorn eingebauter Benzinmotor in Boxer-Bauweise mit 2 Litern Hubraum, 4 Zylindern, 147 kW (200 PS) und 205 Nm treibt die Hinterräder an. Der GT 86 wird von der Toyota Motor Corporationgebaut. Den Verbrauch gibt Toyota mit 7,8 l/100 km (EG - gesamt) an.[2]

Es kann zwischen einem Sechsgang-Schaltgetriebe und einer Sechsstufen-Automatik gewählt werden, welche über Schaltwippen am Lenkrad bedient wird. Serienmäßig gibt es ESP und ABS. Der GT86 ist leicht und kompakt gehalten, sein Leergewicht liegt je nach Ausstattungsvariante zwischen 1230 und 1238 Kilogramm. Die Gewichtsverteilung zwischen den Achsen liegt bei 53:47 Prozent, das 25prozentige Torsen-Sperrdifferential und die Stabilitätskontrolle VSC (manuell deaktivierbar) sollen einen Traktionsverlust verhindern. Die maximalen 147 kW (200 PS) liegen bei 7000/min an, das Drehmoment von 205 Nm bei 6400–6600/min.

 

 

 

Herkunft des Namens

Toyota zufolge ist die Zahl 86 im Namen als eine Anlehnung an den Toyota Corolla AE86 zu verstehen, ebenfalls ein kleines, leichtes und vor allem in der Tuning- und Driftszene beliebtes Coupé.

Darüber hinaus ist der Motor quadratisch ausgelegt mit einer Bohrung und einem Hub von 86 Millimetern – genau wie bei einigen Motoren früherer Toyota-Sportwagen. Auch der Durchmesser der Auspuffrohre beträgt 86 Millimeter. Dargestellt wird dies durch ein Logo an den vorderen Kotflügeln in Form zweier gegenüberliegender Kolben und der Zahl 86 zwischen ihnen.

 

Konzeptfahrzeuge

FT-HS

Auf der North American International Auto Show 2007 präsentierte Toyota mit dem Hybridauto FT-HS eine erste Studie, die mit einem 294 kW (400 PS) starken V6 mit 3,5 Litern Hubraum und einem Elektromotor ausgerüstet war. Ein Großteil der Technik basierte auf dem damaligen Lexus GS450h. Aufgrund seiner hohen Fahrleistungen wurde er von der Fachpresse eher als möglicher Nachfolger des 2002 eingestellten Supra Mk.4 (JZA80) gehandelt. Einige Design-Elemente des Serienfahrzeugs sind bereits bei dieser frühen Studie sichtbar.

FT-86

Auf der Tokyo Motor Show 2009 zeigte Toyota erstmals die seriennahe Studie FT-86, die bereits über einen Boxermotor mit 2 Litern Hubraum verfügte. Der Elektromotor entfiel.

FT-86 G Sports

Auf der Tokyo Motor Show 2010 war erstmals der FT-86 G Sports zu sehen, eine modifizierte Version der FT-86 Studie. Durch Einsatz eines Turboladers wurde die Leistung gesteigert. Mit Leichtbau, Anbauteilen aus Kohlenstofffaser, Sportschalensitze der Marke Recaro und einen Überrollkäfig wurde der kompakte Sportwagen für die Rennstrecke ausgelegt.

FT-86 II

Auf dem Genfer Auto-Salon 2011 wurde die Weiterentwicklung vorgestellt, der FT-86 II, welcher sich vor allem durch sein markantes LED-Tagfahrlicht auszeichnete. Mit dem Subaru BRZ STi Concept und dem Scion FR-S Concept hatten auch die beiden Schwestermodelle ihre eigenen Konzeptfahrzeuge. Während der BRZ STi mit seinen vier Endrohren, einem feststehenden Heckspoiler und vielen Lufteinlässen sehr sportlich ausgelegt ist, setzt der FR-S mit seinem beleuchteten „Scion“-Schriftzug am Heck futuristische Akzente.