Der Smart Roadster (intern: Baureihe 452) ist ein zweisitziger Roadster der Marke Smart.

KUDA Navigations Konsole passend für Fahrzeugmodell: MB Smart Coupe Mobilia-Kunstleder Schwarz

Entwicklung

Die Entwicklung des Smart Roadster begann im Herbst 1998. Es sollte ein smarttypisches Fahrzeug mit den Eigenschaften kompakte Dimension, Fahrspaß und innovatives Konzept werden. Um sich vom Smart Fortwo abzuheben, sollte das neue Fahrzeug ein Roadster sein. Ein erstes Showcar war auf der IAA 1999 zu sehen, das Serienfahrzeug wurde im August 2002 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Markteinführung erfolgte am 11. April 2003 als 60-kW-Variante. Die 45-kW-Variante wurde am 26. Mai 2003 zu einem günstigeren Einstiegspreis von 14.990 € nachgereicht. Als Topversionen gab es ab März 2004 den Smart Roadster Brabus[2] und das Smart Roadster-Coupé Brabus. Die Leistung des Motors wurde von Brabus auf 74 kW gesteigert. Die beiden Versionen waren unter anderem zusätzlich mit 17-Zoll-Brabus-Alufelgen, Sportauspuff, Seitenschwellern, Frontspoiler, Aluminium-Applikationen und Voll-Lederausstattung (Sitze + Armaturen + Türverkleidungen) ausgestattet.

Karosserievarianten

Der Roadster wurde in zwei Bauformen angeboten, als Smart Roadster (R 452) und als Smart Roadster-Coupé (C 452). Beide sind 3,42 m lang, 1,65 m breit und 1,19 m hoch. Das Smart Roadster-Coupé hat eine „Glaskuppel“. Hierdurch unterscheiden sich die Größen des jeweiligen Kofferraumes.

Wie bei Smart üblich ist das Fahrzeug auf der Tridionzelle aufgebaut, die für die Sicherheit der Insassen sorgt. Die restliche Karosserie besteht aus den Bodypanels, leicht austauschbaren Beplankungsteilen für Türen, Kotflügel, vordere Haube usw. aus Polycarbonat, die bei Beschädigung einfach ausgewechselt werden können.

Der Roadster hat wahlweise ein Hardtop oder ein Stoffdach. Das Hardtop besteht aus zwei Hälften und kann im Kofferraum des Wagens verstaut werden. Das Softtop stellt eine Besonderheit in diesem Marktsegment dar, weil es während der Fahrt geöffnet und geschlossen werden kann.

Das Coupé hat bis zum Überrollbügel (der so genannten Tridion-Zelle) die gleiche Form wie die Grundversion. Dahinter befindet sich eine Glaskuppel, die zusätzlichen Stauraum bietet. Die Seitenscheiben sind aus Makrolon gefertigt. Das Kofferraumvolumen steigt bei dieser Variante von 86 auf 190 Liter.

Unter der vorderen Haube haben beide Versionen einen zweiten Kofferraum mit 59 Litern Volumen.

Motorisierung

Alle Roadster sind entweder mit einem 45-kW-(61 PS)- oder einem 60-kW-(82 PS)-suprex-Turbomotor mit Ladeluftkühler ausgestattet. Das Coupé gab es serienmäßig mit dem 60-kW-(82 PS)-Motor. Vom Coupé wurden 25 Vorserienmodelle mit dem 45-kW-(61 PS)-Motor gebaut. Allerdings gelangten sie nie offiziell in den Verkaufsraum. Die exklusiv von Brabus ausgestatteten Roadster und Coupés werden von einem 74-kW-(101 PS)-Turbomotor angetrieben. Alle drei Motorisierungen haben 698 cm³ Hubraum, erfüllen die Abgasnorm EU4 und basieren auf dem Blockmotor des Smart Fortwo. Die Kraftübertragung des im Heck eingebauten Motors erfolgt über ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe an die Hinterachse. Geschaltet wird wahlweise automatisch oder von Hand.

 

 

 

45 kW

60 kW

74 kW Brabus

Bauzeitraum

05/2003–12/2005

04/2003–12/2005

03/2004–02/2005

Motorbezeichnung*

M 160 E 7 AL

Motortyp

R3-Ottomotor

Motoraufladung

Turbolader

Hubraum

698 cm³

Leistung

45 kW (61 PS)
bei 5250/min

60 kW (82 PS)
bei 5250/min

74 kW (101 PS)
bei 5600/min

max. Drehmoment

95 Nm
bei 2000–4000/min

110 Nm
bei 2250–4500/min

130 Nm
bei 2500–5300/min

Antrieb, serienmäßig

Hinterradantrieb

Getriebe, serienmäßig

sequentielles automatisiertes 6-Gang-Schaltgetriebe

Höchstgeschwindigkeit

160 km/h

175 km/h (roadster)
180 km/h (roadster-coupé)

190 km/h
195 km/h1

Beschleunigung,
0–100 km/h

15,5 s

10,9 s

9,8 s

Kraftstoffverbrauch
auf 100 km (kombiniert)

4,9 l Super

5,1 l Super

5,2 l Super

CO2-Emission
(kombiniert)

116 g/km

121 g/km

122 g/km

Abgasnorm nach
EU-Klassifikation

Euro 4

1195 km/h als Brabus Xclusive

 *Die Motorbezeichnung ist wie folgt verschlüsselt.

M = Motor, OM = Oelmotor, Baureihe = 3 stellig, E = Saugrohreinspritzung, KE = Kanaleinspritzung, DE = Direkteinspritzung, ML = Kompressor, L = Ladeluftkühlung, A = Abgasturbolader, red. = reduzierte(r) Leistung/Hubraum

Sondermodelle

Ab dem 9. September 2003 gab es beide Karosserievarianten in der Edition Bluewave, die in Starblue metallic lackiert ist und einige Extras der Brabus-Modelle aufweist. Sie wurde lediglich in der 60-kW-Motorisierung angeboten. Die Auflage war auf 500 Fahrzeuge limitiert.

Vom 19. Januar 2004 bis zum 7. Mai war das Modell Affection erhältlich; es bietet eine schwarze Innenausstattung sowie Spinline-Leichtmetallfelgen.

Der Nachfolger ist das Modell Speedsilver, das ab Mai 2004 erhältlich war. Es ist komplett in Silber lackiert (Bodypanels und Tridionzelle) und mit den Zusatzinstrumenten für Ladedruck und Motortemperatur sowie einer Klimaanlage ausgerüstet. Ab November 2004 konnte man das auf 200 Exemplare limitierte Modell MTV-Roadster erwerben. Es war nur komplett in Schwarz lackiert erhältlich und mit Sportpaket (Lederlenkrad, Leichtmetallfelgen), Klimaanlage, CD-Radio und iPod ausgerüstet. Den MTV-Roadster gab es nur in der 45-kW-Version.

Im April erschien das erste Sondermodell der Brabus-Variante, der Brabus Xclusive. Hierbei wurden die Scheinwerferblende und das Heckteil in Wagenfarbe mitlackiert. Die Modelle haben eine Klimaanlage sowie einige exklusive Zubehörartikel wie Starterknopf und Carbonoptik.

Im September 2005 kam eine Neuauflage des MTV-Roadster mit der gleichen Ausstattung wie 2004, jedoch ohne Lederlenkrad.

Die letzte Sonderauflage ist die „Collectors Edition“. Hierfür wurden 50 Brabus-exclusiv-Fahrzeuge mit mattbrauner Sonderlackierung sowie mit einer Lederausstattung veredelt.

Ausstattung

Die Roadster sind mit ESP, ABS sowie Airbags für Fahrer und Beifahrer erhältlich. Die 45-kW-Version ist mit einem zweiteiligen Hardtop ausgerüstet, welches sich im hinteren Kofferraum verstauen lässt. Die beiden anderen Motorisierungen haben ein elektrisches Softtop, das sich auf einem Teil der Hutablage zusammenfaltet. Das Softtop stellt eine Besonderheit in diesem Marktsegment dar, da es während der Fahrt geöffnet und geschlossen werden kann. Ein Hardtop ist hier optional erhältlich.

Der Smart Roadster hat kein Ersatzrad und auch kein Notrad. Ein Pannenspray dient zur Abdichtung eines beschädigten Reifens, und ein über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgter Kompressor pumpt den abgedichteten Reifen auf.

Produktion

Die Roadstermodelle wurden ab April 2003 angeboten, konnten sich aber infolge einer ungünstigen Preispolitik (maximal 1 % Rabatt wurde für alle Händler festgesetzt) und wegen der Antriebseinheit (Motor mit geringer Leistung, Getriebe mit langen Schaltpausen) kaum am Markt behaupten, was die Einstellung der Produktion Ende 2005 bedeutete. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 43.000 Stück produziert.

Im November 2005 wurde bekannt, dass sich diverse Startup-Firmen um Pläne und Lizenzen des Smart Roadsters bewarben, um das Fahrzeug unter anderem Namen neu herauszubringen.

Im Frühjahr 2007 wollte das britische Project Kimber einen neu gestalteten Roadster in Genf vorstellen und ihn im Herbst 2007 auf den Markt bringen. Unter dem Namen der Traditionsmarke AC sollte er als "AC Ace SuperSports" verkauft werden und ein Absatzziel von 7000 Fahrzeugen pro Jahr erreichen. Als Preisspanne wurden 17.500 bis 28.000 Euro genannt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Smart Roadster aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.

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