Die Renault Alpine A110, auch Berlinette genannt, ist ein Sportwagen des französischen Autoherstellers Alpine. Sie entstand als Weiterentwicklung der A106 (technisch basierend auf 4 CV) und A108. Sie war außerordentlich erfolgreich im Motorsport, vor allem bei internationalen Rallyes.

Zündkabel für Renault Alpine A110 1.6 L (Mot 807-25) auch für LPG / Autogas

Produktion

Während des Produktionszeitraumes von 1961 bis 1977 wurden verschiedene Renault-Motoren als Antriebsquelle eingebaut. Ihr Nachfolger war die Alpine A310, die bereits 1971 eingeführt wurde und damit 6 Jahre parallel gebaut wurde.

Lizenznachbauten

Von 1967 bis 1971 wurde die Renault Alpine A110 auch in Bulgarien gebaut. Das Fahrzeug bestand überwiegend aus angelieferten französischen Originalteilen. Die Kunststoffkarosserien der so genannten Bulgaralpine-Sportwagen kamen jedoch aus bulgarischer Fertigung. Im selben Werk wurden auch die Renault-Typen R8 und R10 montiert. Insgesamt wurden etwa 3.500 Fahrzeuge der Typen Bulgarrenault R8, Bulgarrenault R10 und Bulgaralpine hergestellt. [1]

Alpine, später Renault Alpine, ist der Name einer Sportwagenfirma. Sie wurde 1955 von Jean Rédélé in Dieppe (Frankreich) gegründet. Im Jahr 1978 wurde das eigenständige Unternehmen an Renault verkauft und im Jahr 1994 wurde das letzte Modell produziert[1].

 

 

Das Unternehmen

Jean Rédélé experimentierte schon früh mit neuen Materialien im Automobilbau. Seine Eltern betrieben in seiner Heimstadt Dieppe eine Renault-Vertragswerkstatt, die Rédélé kurz nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm. Das erste Fahrzeug, das er konstruierte, war ein Rallye-Wagen auf der Basis eines Renault 4CV. Rédélé nannte seinen ersten Sportwagen „Renault 4CV Spéciale“ und erreichte mit dem Fahrzeug bei der Mille Miglia 1952 einen Klassensieg.

1955 gründete er die „Société des Automobiles Alpine“. Der Name Alpine war eine Anlehnung an den Alpenpokal, den Rédélé ein Jahr zuvor gewonnen hatte. Die langjährige Beziehung zu Renault, vor allem zu deren Motorsportabteilung, verschaffte ihm finanzielle und technische Unterstützung bei der Entwicklung seiner Rennfahrzeuge. Der erste Alpine-Rennwagen war eine Weiterentwicklung des 4CV Spéciale, der Alpine A106

Es folgte der Alpine A110. Dieser Wagen war eines der erfolgreichsten Rallye-Fahrzeuge der Motorsportgeschichte und wurde über das Händlernetz von Renault auch als Straßenversion verkauft.

Das erste Werk stand in der Avenue Pasteur, ab 1971 wurde das neue Werk im Industriegebiet von Dieppe mit der Fertigung der Alpine A310 zusätzlich in Betrieb genommen. 1973 übernahm Renault die Aktienmehrheit bei Alpine. Renault-Chef Pierre Dreyfus und der Alpine-Gründer kamen überein, dass Rédélé weiterhin Vorstandsvorsitzender bleiben solle.

Ende 1978 verkaufte Rédélé auch seine restlichen Anteile an Renault.

Die Fahrzeuge

Nachdem die Alpine in den 1980er Jahre stetig modifiziert wurde, kam 1984 unter der Regie von Renault ein neues Renault Alpine genanntes Modell auf den Markt, die Alpine GTA (interne Bezeichnung D500/D501). Sie wurde parallel als Modell V6 GT (D500) mit 160-PS-Saugmotor und als V6 GT Turbo (D501) mit 200 bzw. (mit Katalysator) 185 Turbo-PS angeboten. 1991 bekam sie einen neuen Motor und eine neue Front und hieß danach Alpine A610. So blieb sie bis 1995 im Programm. Danach wurde die Produktion eingestellt, da die Stückzahlen zu gering waren. Renault-Vertriebs- und Marketingvorstand Patrick Blain hat allerdings angekündigt, dass ab 2010 wieder Sportwagen unter der Marke Alpine produziert werden sollen.[2] Es soll sich um ein auf dem Renault Clio basierendes Mittelmotorfahrzeug handeln, das mit kleinen Turbomotoren ausgestattet werde und zunächst als zweisitziger Roadster in traditioneller Kunststoffbauweise auf den Markt komme. Über eine Coupé-Version sei noch nicht endgültig entschieden. Produziert werde wieder am früheren Alpine-Standort in Dieppe. Preislich solle sich das neue Modell am Mazda MX-5 orientieren. Das Styling erinnere an die A110, das bis heute erfolgreichste Modell der Marke.[3]

Die wahrscheinlich bekanntesten Vertreter dieser Marke sind die legendäre und Rallye-erprobte Alpine A110 (Spitzname: „Flunder“; ihre Rallye-Werksfahrer wurden wegen der Farbe der Autos gerne als „die blauen Reiter“ bezeichnet) und die Alpine A310 mit V6-Motor. Jean-Pierre Jaussaud und Didier Pironi gewannen 1978 mit einer Alpine A442 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

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