Der Mazda 929 war ein von 1973 bis 1998 angebotenes Mittelklasse-Modell des japanischen Automobilherstellers Mazda und zeitweise das Flaggschiff der Marke. In Japan wurden die Modelle unter den Bezeichnungen Mazda Luce und Mazda Cosmo vertrieben.

Mazda 929 Coupe, silberblau, limitierte Auflage 500 Stück, 1985, Modellauto, Fertigmodell, Neo Limited 300 1:43

Geschichte

1973 begann die Baureihe mit dem Modell LA 2 (Limousine, Kombi und Coupé). 1977 erhielt der 929 LA 2 ein Facelift und wurde danach noch bis 1979 gebaut. Die Motorisierung war ein 1,8 L Motor.

Das Nachfolgemodell LA 4 wurde nur noch als Limousine und als Kombi LA 4V (V für variabel) angeboten. 1981 erhielt auch diese Modellgeneration ein Facelift (erkennbar an zwei vertikal übereinander angeordneten Frontscheinwerfern). In Deutschland wurde die Limousine unter der Bezeichnung 929 L und der Kombi als 929 L (HV) mit 2,0 Litern Hubraum und 66 Vergaser-kW (90 PS) verkauft. Die Limousine wurde bis 1982 angeboten, der Kombi (HV) bis 1986, da der Nachfolger (929 HB) nicht mehr in einer Kombiversion erhältlich war.

1982 kam der neu konzipierte Mazda 929 Typ HB mit einer moderneren, weniger barocken Karosserieform auf den Markt. Auch dieses Modell wurde durch den 2,0 Liter Vergasermotor mit 66 kW angetrieben. Neben der Limousine war in Deutschland ein 929 Coupé erhältlich.

Im Unterschied zur Limousine verfügte das Coupé über versenkbare Doppelscheinwerfer und über eine analoge Instrumentenanzeige in digitaler Optik, die sich von der der Limousine deutlich unterschied. Das Kombimodell wurde unverändert bis 1986 gebaut.

Im Frühjahr 1984 erhielt die HB-Reihe ein Facelift mit leichten Veränderungen an der Karosserie sowie zwei neuen Motorvarianten. Zum einen den 2,0-Liter-Vergasermotor mit nunmehr 74 kW und einer verbesserten Laufkultur sowie einen 2,0i Einspritzmotor mit 88 kW. Das Coupé erfuhr ebenfalls kleinere Karosserieretuschen, die sich vor allem durch den Wegfall des dritten Seitenfensters sowie durch neue Zierleisten auszeichneten. Außerdem gab es ab dem Modelljahr 1984 ein größeres Angebot an Lackierungen und Polsterfarben, während zuvor nur drei Lackierungen (Kirschrot, Chateaux-Silber-Metallic und Blau-Metallic) zur Auswahl gestanden hatten und als Innenraumton ausschließlich Braun erhältlich gewesen war.

Die Aufpreisliste umfasste ausschließlich die Auswahl von Metallic-Lackierungen. Ausstattungsdetails wie elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Heckscheibenwischer waren bei den GLX-Modellen (auch beim Coupé) Serie. Der Wankelmotor des RX7 (das Coupé trug die Bezeichnung Cosmo) blieb Modellen für das Ausland vorbehalten.

 

 

Im April 1987 wurde eine völlig neu konzipierte Limousine mit 4,88 m Länge und 1,75 m Breite vorgestellt, der Mazda 929 HC. Eine Coupé-Version war nicht mehr erhältlich. Als Motorisierung kamen drei neue Motorvarianten, darunter ein 2.2i mit 12V Mehrventiltechnik (zwei Einlass- und ein Auslassventil je Zylinder) zum Einsatz:

  • 2,0i: Einspritzer mit 66 kW (LX)
  • 2,2i 12V: Einspritzer mit 100 kW und 85 kW G-Kat (GLX)
  • 3,0i V6: Einspritzer mit 140 kW (GLX)

Ab Februar 1988 erhielten der 2,2i und der 3,0i einen Katalysator, wodurch sich die Motorleistung beim 2,2i auf 86 kW und beim 3,0i auf 125 kW verringerte. Der LX wurde aus dem Programm genommen, da er nicht die erwünschten Verkaufszahlen erreicht hatte. Im Oktober 1989 wurden die Motoren erneut überarbeitet, der 2,2i verfügte nun über 94 kW, der 3,0i V6 über 123 kW. Bis 1992 wurde der 929 in Deutschland verkauft, danach wurde auf dem deutschen Markt der Mazda Xedos 9 als Nachfolgemodell angeboten. In Japan, den USA und Australien wurde bis 1998 eine überarbeitete 3,0i Limousine mit 151 kW, der 929 HD, verkauft.

Die Ausstattung umfasste, wie bei japanischen Fahrzeugen dieser Zeit üblich, zahlreiche Ausstattungsdetails. Die Ausstattung des Mazda 929 3,0i V6 beinhaltete elektrische Außenspiegel, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Glasschiebedach, Tempomat, eine elektronische Servolenkung, Automatikgetriebe, ABS, Econometer, eine mitlenkende De-Dion Hinterachse, vier von innen belüftete Scheibenbremsen und zahlreiche Kontrolleinheiten für Motor und Gurtsystem.

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