Ford Mondeo V (2013-)

 Ford Mondeo ist ein Pkw-Modell des Automobilherstellers Ford in der Mittelklasse, das seit Frühjahr 1993 im belgischen Genk in einem Zweigwerk der deutschen Ford-Werke GmbH gebaut wird.

Modellgeschichte

Der Mondeo ist der Nachfolger des elf Jahre zuvor präsentierten Ford Sierra. Bei der ersten von Anfang 1993 bis Herbst 2000 produzierten Baureihe verfolgte Ford die von japanischen Herstellern abgeleitete Idee eines „Weltautos“. Bei weitgehend gleicher Technik unterschied sich die Formensprache und die Namensgebung der in Europa (Belgien) gebauten Ford Mondeo von den in den USA gebauten Fahrzeugen (Mercury Mystique und Ford Contour). Der Ford Mondeo wurde in Deutschland 1994 zum Auto des Jahres gewählt.

Ford bot von 1994 bis 2000 alle drei Karosserie-Varianten (Stufenheck, Fließheck und Turnier) zum gleichen Preis an.

Ende 1996 wurde die Optik des europäischen Mondeo und der US-Modelle weitgehend vereinheitlicht. Im Herbst 2000 erfolgte erneut ein Designwechsel weg vom „Cab-Forward-Design“ (s. u.) hin zum New-Edge-Design.

Mitte 2007 wurde das neue „kinetic-design“-Konzept von Martin Smith für den aktuellen Mondeo umgesetzt.

Ab Spätsommer 2013 wird das Mittelklassefahrzeug in der vierten Modellgeneration angeboten, wobei hier neben dem Kombi Turnier nur noch eine Coupé-ähnliche Limousine und keine eigene Fließheckvariante mehr hergestellt wird.[1]

Mondeo ’93 (Typ GBP/BNP, 1993–1996)

Mit der Einführung des Ford Mondeo am 4. März 1993 kehrte Ford in der Mittelklasse nach 22 Jahren wieder zum Frontantrieb zurück. Allerdings war der Mondeo kurzzeitig auch in Verbindung mit dem 2,0-Liter-Motor mit Allradantrieb erhältlich.

Der Nachfolger des Sierra wurde zunächst mit drei Vierzylinder-16V-Benzinmotoren („Zetec“-Motorengeneration) und einem Diesel angeboten. 1994 folgte der Duratec-V6-Motor mit 125 kW. Das Ziel für den Mondeo: 15 % Marktanteil in der von Ford als „C/D-Segment“ definierten Mittelklasse. Die Fahrzeugausstattungen reichten vom Basismodell CLX über das GLX-Modell mit etwas mehr Ausstattung bis hin zur Topvariante Ghia. Zeitweise gab es einige Sondermodelle (z. B. Festival, Fashion, Skylight). Wenn man Allrad- und Automatik-Versionen hinzurechnet, ließen sich bereits 1993 insgesamt 40 Varianten des Mondeo zusammenstellen.

Das Mondeo-Design stand bereits 1986 fest. Einer der wichtigsten Punkte im Lastenheft des Ford-Neulings hieß: „Größerer Innenraum bei unverändert kompakten Außenabmessungen.“ Das bedeutete den Abschied vom Heckantrieb des Sierra und eine Karosserie im stilbildenden Cab-Forward-Design. Das sah vor, den Raum für die Technik so weit wie möglich zu beschneiden, um im Gegenzug die Fahrgastzelle weiter vorn beginnen zu lassen. Der Mondeo begann mit einer betont tief angesetzten Motorhaube, an die sich – 20 cm früher als beim Sierra – die Frontscheibe anschloss (durch quer eingebaute Motoren ermöglicht). Bei etwa gleichgebliebener Länge wuchs der Radstand um 10 cm, die Breite um 5 cm. Der um 34 mm größere Verstellbereich der Frontsitze und die vorn um 20 mm gewachsene Kopffreiheit boten den Insassen mehr Platz. Um dem Mondeo ein schlankes Erscheinungsbild zu verleihen, wählten die Ford-Designer eine tief angesetzte und flach ansteigende Motorhaube, große, bündig eingesetzte Scheiben und schmale Dachsäulen. Die stetig, aber kaum merklich ansteigende Seitenlinie ließ die Heckpartie relativ zierlich wirken.

Um beim Turnier einen möglichst tiefen und breiten Laderaum zu erreichen, wurde eine aufwendige Hinterradaufhängung entwickelt. Sie bestand im Wesentlichen aus drei Querlenkern und einem Längslenker. Die weit außen und sehr tief montierten Anlenkpunkte der Radführungen ermöglichten zusammen mit getrennten Federn und Dämpfern einen großen Laderaum. Außerdem ermöglichte diese Mehrlenker-Hinterachse dem Mondeo eine sehr agile Fahrweise.

Dieser Mondeo verzögerte vorne mit innenbelüfteten Bremsscheiben, hinten mit 229 mm großen Trommelbremsen. Die Allrad- und V6-Modelle waren hinten mit massiven Bremsscheiben ausgestattet.

Hinsichtlich der neuen 16V- und 24V-Benzinmotoren gehörte der Mondeo Mk1 zu den modernsten Fahrzeugen der Mittelklasse. Auch das mit Hilfe des Ex-Rennfahrers Jackie Stewart abgestimmte Fahrwerk galt als vorbildlich. Die Optik wurde in der Fachpresse teilweise als zu zurückhaltend kritisiert, was Ende 1996 gründlich korrigiert wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten bezog sich auf die Minderung unerwünschter Geräusche und Vibrationen (NVH).

Motorisierungen

Ottomotoren [2]

Modell

Zylinder/Ventile

Hubraum

Max. Leistung

Max. Drehmoment

Vmax*

Bauzeitraum

1.6

4/16

1597 cm³

65 kW (88 PS) bei 5250 min−1

138 Nm bei 3500 min−1

180 [175] km/h

1994–1996

66 kW (90 PS) bei 5250 min−1

138 Nm bei 3500 min−1

180 [175] km/h

1993–1995

1.8

4/16

1796 cm³

82 kW (112 PS) bei 5750 min−1

158 Nm bei 3750 min−1

195 [184] km/h

1994–1996

85 kW (115 PS) bei 5750 min−1

158 Nm bei 3750 min−1

195 [184] km/h

1993–1994

2.0

4/16

1988 cm³

100 kW (136 PS)[M I 1] bei 6000 min−1

180 Nm bei 4000 min−1

204 [199] km/h

1993–1996

2.0[M I 2]

4/16

1988 cm³

105 kW (143 PS)

   

1993–1996

2.5

6/24

2544 cm³

125 kW (170 PS) bei 6250 min−1

220 Nm bei 4250 min−1

225 [215] km/h

1994–1996

1.      Mit Allradantrieb 97 kW (132 PS)

2.      Mit geänderter Luftansaugung. Wurde nur in Österreich bis EU-Beitritt und Schweiz als Mondeo RS vertrieben.

* Werte in Klammern gelten für die Kombi-Version

Dieselmotoren [2]

Modell

Zylinder/Ventile

Hubraum

Max. Leistung

Max. Drehmoment

Vmax

Bauzeitraum

1.8 TD

4/8

1753 cm³

65 kW (88 PS) bei 4500 min−1

178 Nm bei 2000 min−1

181 km/h

1993–1996

Mondeo ’97 (Typ BAP/BFP/BNP, 1996–2000)

Im November 1996 wurde eine relativ umfassende Überarbeitung vorgenommen. Obwohl er lediglich eine stark modifizierte Version der ersten Generation ist, wird der Mondeo ’97 bei Ford als zweite Modellreihe geführt.

Der Kühlergrill wurde umgestaltet und bekam die Form einer Ellipse, die Scheinwerfer wurden geschwungener und weiter hochgezogen. Diese Modifikationen waren mit strukturellen Änderungen verbunden, weshalb neue Crashtests notwendig wurden. Die Technik und die Motoren wurden weitgehend unverändert vom Vorgänger übernommen. Der Mondeo ’97 verzögerte vorn mit innenbelüfteten Bremsscheiben und hinten, je nach Fahrzeugausstattung mit Bremstrommeln, innen- oder außenbelüfteten Bremsscheiben.

Ab Mai 1998 gab es den Mondeo mit hochwertigeren Interieur-Materialien und leichten technischen Änderungen, unter anderem an der Abgasanlage.

Die Ausstattungsvarianten wurden anfangs vom Ursprungsmodell übernommen, später wurden neue Bezeichnungen eingeführt:

·        Ambiente (Grundausstattung)

·        Trend (zusätzlich einige nützliche Extras)

·        Futura (Sondermodell)

·        Ghia („Luxus-Ausführung“)

Beim Mondeo ’97 gab es außerdem mehr Sondermodelle als vorher. Ab Herbst 1999 gab es eine Sportvariante des 2,5-Liter-Duratec-V6-Motors Mondeo ST 200 mit 151 kW.

Motorisierungen

Ottomotoren [2]

Modell

Zylinder/Ventile

Hubraum

Max. Leistung

Max. Drehmoment

Vmax

Bauzeitraum

1.6

4/16

1597 cm³

66 kW (90 PS) bei 5250 min−1

138 Nm bei 3500 min−1

180 km/h

1996–1999

1.6

4/16

1597 cm³

70 kW (95 PS) bei 5250 min−1

142 Nm bei 3600 min−1

185 km/h

1999–2000

1.8

4/16

1796 cm³

85 kW (115 PS) bei 5750 min−1

158 Nm bei 3750 min−1

195 km/h

1996–2000

2.0

4/16

1988 cm³

96 kW (130 PS) bei 5700 min−1

178 Nm bei 3700 min−1

206 km/h

1996–2000

2.5

6/24

2544 cm³

125 kW (170 PS) bei 6250 min−1

220 Nm bei 4250 min−1

215 km/h

1996–1999

2495 cm³

1999–2000

2.5 ST200

6/24

2495 cm³

151 kW (205 PS) bei 6500 min−1

235 Nm bei 5500 min−1

231 km/h

1999–2000

Dieselmotor [2]

Modell

Zylinder/Ventile

Hubraum

Max. Leistung

Max. Drehmoment

Vmax

Bauzeitraum

1.8 TD

4/8

1753 cm³

66 kW (90 PS) bei 4500 min−1

177 Nm bei 2250 min−1

180 km/h

1996–2000

Mondeo ’01 (Typ B4Y/B5Y/BWY, 2000–2007)

Der Mondeo der dritten Generation war eine völlige Neuentwicklung und wurde von Oktober 2000 bis Mai 2007 gebaut. Mit Unterstützung des neuen Design-Chefs im Ford-Konzern, J Mays, wurde das New-Edge-Design entschärft und weiterentwickelt. Das Fahrwerk des Mondeo galt zum Zeitpunkt der Markteinführung als Referenz in der Klasse der frontgetriebenen Mittelklasse-Fahrzeuge. Durch seine Fahrwerksqualitäten, die Laufruhe und Verarbeitungsqualität konnte der Mondeo seinerzeit viele Vergleichstests der Fachpresse für sich entscheiden.

Die Plattform des Mondeo ’01 war auch die Basis für andere Modelle innerhalb des Ford-Konzerns, die teilweise auch schon unmittelbar vor dem Mondeo auf den Markt kamen. So ist die Bodengruppe des Volvo S60 weitgehend gleich und auch beim Mazda6 kam Technik des Mondeo zum Einsatz. Ebenfalls auf der Basis des Mondeo ist der Jaguar X-Type aufgebaut. Bei allen vier Modellen kamen zum Teil auch die gleichen Motoren zum Einsatz.

Insgesamt gab es bei diesem Modell drei Karosserieversionen, die als Stufenheck, Fließheck und Turnier (Kombi) angeboten wurden. Der Turnier war die meistverkaufte Variante in Deutschland. Das Topmodell war die Sportvariante ST220 mit einem 3,0-Liter-V6-Motor, der 166 kW leistete.

Serienmäßig war beim Mondeo eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, dazu gehörten neben Front-, Kopf- und Seitenairbags auch das Intelligent Protection System (IPS) mit Sitzpositionssensoren und aktiven Kopfstützen.

Auch eine Klimaanlage und Scheibenbremsen rundum waren serienmäßig, dazu gab Ford eine Garantie von 12 Jahren gegen Durchrostung.

Die Fahrzeuge wurden in folgenden Ausstattungsreihen ausgeliefert:

·        Ambiente

·        Trend

·        Futura

·        Ghia

·        Titanium (ab 2005)

·        Ghia X (ab 2004)

·        Titanium X (ab 2005)

·        Futura X (ab 2006)

·        ST220

Zusätzlich gab es die Sondermodelle Viva (2004) und Viva X (2005).

Modellpflege

Ein erstes umfangreiches Facelift wurde im Juni 2003 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 1500 Teile im Exterieur, Interieur sowie im Motorenbereich überarbeitet. Der Kühlergrill und die untere Fensterlinie bekamen Chromrahmen, die Nebelscheinwerfer waren nun trapezförmig, auch die Rückleuchten und die Außenspiegel wurden neu gestaltet. Im Innenraum wurden hochwertigere Materialien verbaut und das Armaturenbrett überarbeitet, dazu gab es einen verbesserten Geräusch- und Antriebskomfort. Die beiden bis dato erhältlichen TDDi-Motoren wurden durch TDCi-Motoren ersetzt.

Weitere geringfügige Änderungen gab es im September 2005 im Front- und Heckbereich mit leicht geänderten Rückleuchten sowie Reflektoren im unteren Stoßfängerbereich.

Ab Januar 2006 gab es bei den 2,0-Liter-Dieselmotoren serienmäßig einen Rußpartikelfilter.

Während die Produktion des Mondeo ’01 in Europa bedingt durch den dortigen Modellwechsel im Mai 2007 eingestellt wurde, endete die Fertigung in Vietnam erst gegen Ende 2009.

Motorisierungen

Modell

Motortyp

Hubraum cm³

Zylinder/Ventile/Bauart

Max. Leistung
bei min−1

Max. Drehmoment
bei min−1

Getriebe

Bauzeit

Vierzylindermotoren:

1.8

Duratec

1798

4/16/Reihe

81 kW (110 PS) / 5500

165 Nm / 3950

5-Gang

2000–2007

1.8

Duratec

1798

4/16/Reihe

92 kW (125 PS) / 6000

170 Nm / 4500

5-Gang

2000–2007

1.8 SCi*

Duratec-SCi

1798

4/16/Reihe

96 kW (130 PS) / 6000

175 Nm / 4250

6-Gang

2003–2007

2.0

Duratec

1999

4/16/Reihe

107 kW (145 PS) / 6000

190 Nm / 4500

5-Gang/4-Stufen-Automatik

2000–2007

Sechszylindermotor:

2.5

Duratec V6

2495

6/24/V-Form

125 kW (170 PS) / 6000

220 Nm / 4250

5/6-Gang/5-Stufen-Automatik

2000–2007

3.0

Duratec V6

2967

6/24/V-Form

150 kW (204 PS) / 6000

263 Nm / 4900

6-Gang

2004–2007

3.0 ST220

Duratec V6

2967

6/24/V-Form

166 kW (226 PS) / 6150

280/4900 (285 Nm ab Juni 2003)

5-Gang (6-Gang ab Juni 2003)

2002–2007

*SCi = Smart Charge Injection

 

Modell

Motortyp

Hubraum cm³

Zylinder/Ventile/Bauart

Max. Leistung
bei min−1

Max. Drehmoment
bei min−1

Getriebe

Bauzeit

2.0 TDDi

Duratorq-Di

1998

4/16/Reihe

66 kW (90 PS) / 4000

245 Nm / 1900

5-Gang

2000–2002

2.0 TDDi

Duratorq-Di

1998

4/16/Reihe

85 kW (115 PS) / 4000

285 Nm / 1900

5-Gang

2000–2002

2.0 TDCi

Duratorq-TDCi

1998

4/16/Reihe

85 kW (115 PS) / 4000

280 Nm / 1900

5-Gang, 6-Gang und 5-Gang-Durashift-Automatik

2002–2006

2.0 TDCi

Duratorq-TDCi

1998

4/16/Reihe

96 kW (130 PS) / 3500

330 Nm / 1900

5-Gang, 6-Gang und 5-Stufen-Durashift-Automatik

2002–2007

2.2 TDCi

Duratorq-TDCi

2198

4/16/Reihe

114 kW (155 PS) / 3500

360 Nm / 1900

6-Gang

2004–2007

Probleme

Ab 2007 wurde von Besitzern und Automobilzeitschriften[3] wiederholt eine erhöhte Rostanfälligkeit festgestellt. Es gab vereinzelt Fälle, in denen bei der Hauptuntersuchung bereits vier bis fünf Jahre alten Wagen die Prüfplakette wegen Rostbefalls verweigert wurde. So rosteten unter anderem die Bördelkanten der Türen und Kofferraumklappen, die Ford meist im Rahmen der Garantie ausbesserte und versiegelte oder komplett austauschte. Grund der Rostanfälligkeit an den Bördelkanten von Türen und Kofferraumklappe war ein neuartiges Verfahren eines Zulieferers, bei dem das Blech verzinkt und an den umgefalzten Schnittkanten eine Dichtungsmasse aufgetragen wurde, die sich aber als fehlerhaft erwies. Erkennbar ist der Kantenrost zunächst an der Bläschenbildung an der Dichtmasse. Ähnliche Probleme gab es bei anderen Automobilherstellern, die ebenfalls Teile von diesem Zulieferer erhielten, wie Mercedes.

Mondeo ’07 (Typ BA7, seit 2007)

Einen ersten Ausblick auf das Design der vierten[4] Mondeo-Generation gab die Designstudie Iosis auf dem Pariser Automobilsalon 2006. Im März 2007 wurde die Serienversion auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt, die Mitte Juni 2007 schließlich auf den Markt kam.

Wie schon beim Vorgänger war auch der Mondeo ’07 von Anfang an in den drei Karosserievarianten Fließheck, Stufenheck und Kombi (Turnier) erhältlich. Er baute auf der gleichen Plattform wie der Ford S-Maxbzw. der Ford Galaxy auf und verfügte über die gleichen Motorisierungen. Als Topmotorisierung diente ein 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbomotor von Volvo mit 162 kW. Erstmals seit dem Erscheinen des Taunus '71 bot Ford Europa in der Mittelklasse keine V6-Motoren mehr an. Damit reagierte der Hersteller auf das veränderte Käuferverhalten in dieser Fahrzeugklasse. Das Fahrzeug war in allen Abmessungen beträchtlich gewachsen. Die Breite von fast 1,89 m und die Länge von bis zu 4,86 m sprengten das übliche Maß der Mittelklasse.

Ein Mondeo ’07 ist in dem Film Casino Royale zu sehen. Für diesen Zweck wurde von Ford ein in Köln von Hand gefertigter Prototyp zur Verfügung gestellt.

Ein Export für die Modellgeneration in die USA wurde geprüft, aufgrund von Überschneidungen mit dem seinerzeit ebenfalls neuen US-Modell Ford Fusion jedoch verworfen. Im Rahmen der Beteiligungen an Mazda und Volvo kam die Technik des Mondeo beim Mazda6 sowie beim Volvo S60 zum Einsatz.

Die Fahrzeuge wurden in folgenden Ausstattungsreihen ausgeliefert:

·        Ambiente

·        Concept (nur 2010)

·        Trend

·        ECOnetic (bis 2010)

·        Sport (Sondermodell)

·        Titanium

·        Ghia (bis 2010)

·        Black Magic (Sondermodell, 2010)

·        Titanium X (bis 2008)

·        Ghia X (bis 2008)

·        Titanium S

·        S (seit 2011)

·        Champions Edition (Sondermodell, seit 2012)

Im Frühjahr 2010 wurde die Motorenpalette des Mondeo umgestellt. Neu erhältlich war ein 2,0-Liter-SCTi-Benzinmotor mit 149 kW (203 PS). Es handelt sich hier um einen Motor mit der 2009 im Ford Iosis-MAX vorgestellten EcoBoost-Technologie. Diese umfasstTurboaufladung, Benzin-Direkteinspritzung und eine besondere Zylinderfüllungstechnik; serienmäßig verfügt der Wagen über das bei Ford PowerShift genannte Doppelkupplungsgetriebe, das bereits im Focus und C-MAX erhältlich war.

Ein neuer 2,0-Liter-TDCi-Motor mit 120 kW (163 PS) und einem Verbrauch von 5,3 Litern auf 100 km ersetzte den 2,2-Liter-TDCi-Motor, außerdem erreichten alle Diesel-Motoren die Abgasnorm Euro 5.[5]

Zudem wurde auf dem deutschen Markt im März 2010 die Stufenheckversion wegen zuletzt geringer Nachfrage aus dem Programm genommen.

Modellpflege

Im Dezember 2010 wurde der Mondeo optisch und technisch überarbeitet. Neu angeboten wurden ein Tagfahrlicht, ein 2,0-Liter-SCTi-Benzinmotor mit 176 kW (240 PS) und ein 2,2-Liter-TDCi mit 147 kW (200 PS). Seit August 2011 werden die beiden Ecoboost-SCTi-Motoren auch mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe angeboten.[6]

Motorisierungen

Ottomotoren

Modell

Zylinder

Ventile

Hubraum

Leistung bei
1/min

Drehmoment bei
1/min

Bemerkungen

Bauzeit

1.6 Ti-VCT*

R4

16

1596 cm³

81 kW (110 PS) / 6300

160 Nm / 4100

(*Twin independent Variable Camshaft Timing)

03/2007–11/2010

1.6 Ti-VCT

R4

16

1596 cm³

88 kW (120 PS) / 6300

159 Nm / 4000

 

seit 12/2010

1.6 Ti-VCT

R4

16

1596 cm³

92 kW (125 PS) / 6300

160 Nm / 4100

 

03/2007–11/2010

1.6 EcoBoost-SCTi*

R4

16

1596 cm³

118 kW (160 PS) / 5700

240 Nm /1600–4000

(*Sequential Charge Turbo Injection)

seit 12/2010

2.0

R4

16

1999 cm³

107 kW (145 PS) / 6000

185 Nm / 4500

 

seit 03/2007

2.0 FlexiFuel

R4

16

1999 cm³

107 kW (145 PS) / 6000

190 Nm / 4500

Bioethanol E85 und Superbenzin tauglicher Duratec-Motor

seit 01/2008

2.0 EcoBoost-SCTi*

R4

16

1976 cm³

149 kW (203 PS) / 6000

300 Nm / 1750–4500

(*Sequential Charge Turbo Injection)

seit 05/2010

2.0 EcoBoost-SCTi*

R4

16

1976 cm³

176 kW (240 PS) / 6000

340 Nm / 1900–3500

(*Sequential Charge Turbo Injection)

seit 12/2010

2.3

R4

16

2261 cm³

118 kW (160 PS) / 6500

208 Nm / 4200

nur mit Automatik-Getriebe DuraShift erhältlich

03/2007–04/2010

2.5T

R5

20

2521 cm³

162 kW (220 PS) / 5000

320 Nm / 1500–4800

Volvo-Motor mit Turboaufladung

03/2007–11/2010

 

Dieselmotoren

Modell

Zylinder

Ventile

Hubraum

Leistung bei
1/min

Drehmoment bei
1/min

Bemerkungen

Bauzeit

1.6 TDCi

R4

8

1560 cm³

85 kW (115 PS) / 3600

270 Nm / 1750–2500

 

seit 12/2010

1.8 TDCi

R4

8

1753 cm³

74 kW (100 PS) / 3800

280 Nm / 1800

 

03/2007–09/2007

1.8 TDCi

R4

8

1753 cm³

92 kW (125 PS) / 3700

320 Nm / 1800

nur in einigen europäischen Ländern erhältlich, nicht auf dem deutschen Markt.

 

2.0 TDCi

R4

16

1997 cm³

85 kW (115 PS) / 4000

300 Nm / 1750–2300

PSA-Motor; löst beide 1.8 TDCi ab

09/2007–02/2010

85 kW (115 PS) / 3750

300 Nm / 1500–2250

02/2010–07/2010

2.0 TDCi

R4

16

1997 cm³

96 kW (130 PS) / 4000

320 Nm / 1750–2240

PSA-Motor; seit 11/2007 nur noch mit Automatik-Getriebe DuraShift erhältlich

03/2007–02/2008

2.0 TDCi

R4

16

1997 cm³

103 kW (140 PS) / 4000

320 Nm / 1750–2240

PSA-Motor

03/2007–07/2010

103 kW (140 PS) / 3750

320 Nm / 1750–2750

seit 07/2010

2.0 TDCi

R4

16

1997 cm³

120 kW (163 PS) / 3750

340 Nm / 2000–3250

PSA-Motor

seit 07/2010

2.2 TDCi

R4

16

2179 cm³

129 kW (175 PS) / 3500

400 Nm / 1750–2750

Motor von PSA Peugeot/Citroen durch Ford überarbeitet

02/2008–06/2010

2.2 TDCi

R4

16

2179 cm³

147 kW (200 PS) / 3500

420 Nm / 1750–3000

 

seit 12/2010

 

Mondeo ’13 (ab 2013)

Auf der Detroit Motor Show stellte Ford im Januar 2012 den neuen Ford Fusion vor, der mit dem Mondeo ’13 weitgehend baugleich ist. Der Fusion ist seit Herbst 2012 in Nord- und Südamerika erhältlich. Er wird inNordamerika jedoch ausschließlich mit Stufenheck angeboten.

Seit Verkaufsstart ist er als Benziner und als Vollhybrid erhältlich, der Plug-In-Hybrid Fusion Energi folgt 2013. Produziert wird der Fusion zunächst ausschließlich im mexikanischen Ford-Werk Hermosillo, später auch in Flat Rock (Michigan).[7]

Der Mondeo der fünften Generation hat als Limousine nun coupéhafte Züge und ersetzt in Europa sowohl das Stufenheck- als auch das nicht mehr angebotene Fließheckmodell. Im Gegensatz zum Vorgänger sollte dieser Mondeo ursprünglich ab Herbst 2013 weltweit vertrieben werden. Der Turnier wurde speziell für Europa entwickelt und soll auch nur hier produziert und angeboten werden. Aufgrund der Schließung des belgischen Ford-Werks in Genk verschiebt sich die Markteinführung voraussichtlich um ein Jahr.[8]

Neben den EcoBoost-Ottomotoren mit dem 1,0, 1,6 und 2,0 Litern Hubraum steht ein neu entwickelter 1,5 Liter großer Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzung neben dem bekannten 2,0-l-TDCi zur Wahl.[9]Später soll der Wagen auch als Vollhybrid und als Plug-In-Hybrid Mondeo Energi erhältlich sein. Beide Hybrid-Versionen sollen bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h rein elektrisch fahren können.[10]

Alle Motoren werden mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem sechsstufigen Automatikgetriebe angeboten. Erstmals seit Beginn der Modellreihe wird auch wieder Allradantrieb verfügbar sein, der auch mit den Dieselmotoren und Automatikgetrieben kombinierbar ist. Als weitere Innovationen sind Assistenzsysteme wie ein Spurhalteassistent, ein Abstandsregeltempomat, ein Einparkassistent und ein Totwinkelassistentangekündigt.

Motorsport

BTCC

Andy Rouse setzte in der BTCC ab der Saison 1993 als Werksteam zwei Mondeo ’93 ein. Obwohl die Fahrzeuge erst zur Mitte der Saison einsatzbereit waren, gelang es dem Neuseeländer Paul Radisich mit drei Siegen noch den dritten Gesamtrang zu erreichen. In der ersten vollen Saison 1994 gelang ihm erneut ein dritter Gesamtrang, jedoch nur mit zwei Siegen. Erfolgreicher war Radisich bei der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, die zu dieser Zeit als Einzelrennen ausgetragen wurde. 1993 gewann er das Rennen in Monza, 1994 konnte er in Donington erneut gewinnen. In den folgenden Jahren waren die Fahrzeuge nur noch gelegentlich zu Siegen fähig, meistens bewegten sie sich im Mittelfeld. Dies änderte sich erst 2000, als die Meisterschaft an Bedeutung verlor und nur noch drei Werksteams mit je drei Fahrern antraten. Alain Menu gewann den Titel vor seinen beiden Teamkollegen Anthony Reid und Rickard Rydell.

STW [Bearbeiten]

Gemeinsam mit den beiden Rennställen Wolf und Eggenberger entwickelte Ford ein Rennfahrzeug für den Super Tourenwagen Cup auf Basis des in der BTCC eingesetzten Mondeo '93. Der frontgetriebene Wagen verfügte über einen 2,0-Liter-V6-Motor von Cosworth, der rund 220 kW (300 PS) leistete. Als problematisch stellte sich die vom Reglement vorgeschrieben Höchstdrehzahl von 8500 min-1 heraus, wodurch die Höchstleistung der drehfreudigen V6-Motoren stark eingebremst wurde. Sämtliche Konkurrenten fuhren mit Reihenvierzylinder-Motoren, die einen deutlich stärkeren Drehmomentverlauf im Bereich von 5500 bis 7100 min-1 hatten, bei denen die Nachteile im hohen Drehzahlbereich durch den vorgeschriebenen Drehzahlbegrenzer jedoch kaum spürbar waren.[11]

Markus Oestreich erreichte in der Debütsaison 1994 Platz fünf. Für 1995 entwickelte Wolf eine Allrad-Version, die jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb und 1996 wieder durch den Fronttriebler ersetzt wurde. Aufgrund der anhaltenden Erfolglosigkeit stieg Ford am Ende der Saison aus der STW aus, in drei Jahren erreichte der Mondeo nur eine Pole-Position und einen Rennsieg durch Roland Asch.

DTM

Ford Racing entwickelte im Jahr 2000 eine Konzeptstudie des Mondeo ’01 auf Grundlage des damaligen DTM-Reglements. Hierbei handelte es sich um einen Prototyp-Rennwagen, der einen V8-Motor mit 4 Litern Hubraum und Hinterradantrieb besaß. Wie bei den anderen DTM-Rennwagen handelte es sich um ein Silhouettefahrzeug, das nur optische Anleihen zum Serienfahrzeug besaß, jedoch keinerlei technische Gemeinsamkeiten. Es blieb bei der Studie, ein Rennfahrzeug wurde nicht gebaut.[12]

Breitensport

Wie schon 2008[13], gewann auch 2009 ein Ford Mondeo in der Klasse SP4T beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Das Team MSC Adenau e. V. war mit einem Mondeo mit 2,5-Liter-Turbomotor angetreten. Seine schnellste Rundengeschwindigkeit lag bei 145,213 km/h; er absolvierte 123 Runden innerhalb von 23 Stunden, 57 Minuten und 43,253 Sekunden und lag damit 14 Runden vor dem Zweitplatzierten.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ford Mondeo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.

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