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Kategorie: Ford Focus

Ford Focus (DA_) (2004-) / Focus Cabrio (2006-) / Focus Turnier (DAW) (2004-) / Focus Stufenheck (DA_) (2005-)

 Ford Focus ist eine Pkw-Modellreihe des Automobilherstellers Ford in der Kompaktklasse. Seine Markteinführung in Europa fand im Herbst 1998 statt, in Nord- und Südamerika im Frühjahr 2000 und in Australien im September 2002. In den meisten Ländern war er der Nachfolger des Ford Escort, in Asien und Australien Nachfolger des Ford Laser. In den Jahren 2000 und 2001 war der Ford Focus das weltweit meistverkaufte Auto.[1]

Ford Focus 10/98-10/04: So wird's gemacht - Band 117

In Europa kam im Herbst 2004 die zweite Modellgeneration auf den Markt, in den USA erst 2007.

Im April 2011 erfolgte sowohl in Europa, den USA als auch in Asien die Einführung der dritten Auflage des Kompaktwagens.

Die Modellreihe wird weltweit produziert in Saarlouis (Deutschland), Almussafes bei Valencia (Spanien), seit Juli 2002 in Wsewoloschsk bei Sankt Petersburg (Russland), Hermosillo (Mexiko), General Pacheco(Argentinien) und Wayne (Michigan), USA.

Focus ’98 (1998–2004)

Der Ford Focus kam im Oktober 1998 in Europa auf den Markt und wurde ab Frühjahr 2000 auch in Nordamerika angeboten. Obwohl es sich um eine Entwicklung der europäischen Konzerntochter handelte, entwickelte sich das Modell auch in den USA zu einem Erfolg.

Das Fahrzeug war als eine drei- und fünftürige Fließhecklimousine (Modellcode DBW und DAW) konzipiert und zur Markteinführung nur mit drei verschiedenen Benzinmotoren erhältlich. Anfang 1999 folgten die viertürige Stufenheckvariante (Modellcode DFW) als Nachfolger des Ford Orion, die für Europa in Almussafes bei Valencia (Spanien) gefertigt wurde, sowie die praktische Kombivariante Turnier (Modellcode DNW) auf dem deutschen Markt.

Der Focus unterschied sich von den Konkurrenzmodellen unter anderem durch das New-Edge-Design, das Ford zuerst im Herbst 1996 mit dem Ka eingeführt hatte. Darüber hinaus gab es viele technische Details, wie etwa eine zum damaligen Zeitpunkt in der Kompaktwagenklasse einmalige, aufwändig konstruierte Hinterachse.

Die Serienausstattung der Fahrzeuge in Deutschland umfasste bereits vier Airbags, ABS sowie (abgesehen von der Basis-Variante) Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber (vorne) und bei den stärkeren Motoren eine Antriebsschlupfregelung. Die Aufpreisliste umfasste noch weitere Details wie Klimaanlage, Bordcomputer, Tempomat, Sitzheizung und später ESP.

Ab Februar 1999 gab es den Focus auch mit einem TDDi-Dieselmotor mit 1,8 Liter Hubraum, der 66 kW leistete. Ab August 1999 gab es auch einen weiteren 1,8-Liter-Diesel mit 55 kW.[2]

Modellpflege

Im Oktober 2001 erhielt der Ford Focus im Rahmen einer Modellpflege neue Scheinwerfer mit integrierten Blinkleuchten und separatem Fern- und Abblendlicht, geänderte Stoßfänger sowie einige modifizierte Details im Innenraum (wie etwa der Mitteltunnel) und bei der Elektrik (wie insbesondere der Einbau eines General-Electric-Moduls ähnlich anderer Ford-Modelle). Das Kombimodell Turnier war nur noch ausschließlich mit einer Dachreling erhältlich.

Zwei neue Motoren wurden eingeführt, allen voran ein ab Januar 2002 verbauter und 127 kW (173 PS) starker 2,0-Liter-Benziner im Topmodell ST 170. Das ST steht hierbei für Sports Technology. Dieses Modell verfügte über ein Sechsgang-Getriebe, dunkel abgesetzte Scheinwerfer, eine größere Bremsanlage und ein Sportfahrwerk. Weiterhin besaß es spezielle Sportsitze, auf Wunsch auch von Recaro. Mit dem Facelift war Bi-Xenonlicht verfügbar, ebenso eine Klimaautomatik. Ab November 2002 wurde der Focus auch als Erdgasfahrzeug mit unterflur angeordneten Behältern angeboten.

Im Oktober 2002 wurde der Focus RS vorgestellt, dessen Zweiliter-Turbomotor 158 kW (215 PS) leistete. Er war mit zahlreichen Rennsportkomponenten ausgestattet, unter anderem mit 18-Zoll-Oz-Felgen, Brembo-Bremsen, Quaife-Sperrdifferenzial, Sparco-Halbschalensitzen, einem Getrag-Sportgetriebe und einer AP-Racing-Kupplung sowie mit der Optik des Ford Focus WRC Rallyecars. Die Produktion des Focus RS war weltweit auf 4501 Exemplare beschränkt und nur in der Farbe Imperial Blau (auch Ford Racing Blue genannt) erhältlich. Außerdem war die jeweilige Seriennummer in der Mittelkonsole eingeprägt. Im November 2003 wurde die Fertigung des Focus RS beendet.

Angeboten wurde der Focus in vier Ausstattungsvarianten: in einer Sparversion ohne Bezeichnung (umgangssprachlich Basis-Focus, unter anderem ohne Zentralverriegelung und ohne elektrische Fensterheber), in der Grundausstattung Ambiente, in der Sportversion Trend und in der Luxus-Ausführung Ghia. Darüber hinaus gab es verschiedene Sondermodelle wie VivaViva XFuturaFinesseSport TDCi und die Luxusversionen Ghia X und Ghia Exclusiv.

Im saarländischen Pilot-plant Saarlouis wurde im Juni 2005 der 10-millionste Wagen der Kompaktklasse produziert (Focus und Vorgängermodell Escort).

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Motorisierungen

Modell

Hubraum

Zylinder/Ventile

Leistung

Drehmoment

Bauzeitraum

Sonstiges

Benziner

1.4

1388 cm³

R4/16

55 kW (75 PS)/ 5000/min

123 Nm bei 3500/min

1998–2004

 

1.6

1596 cm³

R4/16

74 kW (101 PS)/ 6000/min

145 Nm bei 4000/min

1998–2004

 

1.8

1796 cm³

R4/16

85 kW (115 PS)/ 5500/min

160 Nm bei 4400/min

1998–2004

 

2.0

1988 cm³

R4/16

96 kW (130 PS)/ 5500/min

178 Nm bei 4500/min

1998–2004

 

2.0

1988 cm³

R4/16

127 kW (173 PS)/ 7000/min

196 Nm bei 5500/min

2002–2004

ST 170

2.0

1988 cm³

R4/16

158 kW (215 PS)/ 5500/min

310 Nm bei 3500/min

2002–2003

mit Turbolader,
nur im Sondermodell RS

Diesel

1.8 TDDi

1753 cm³

R4/8

55 kW (75 PS)/ 4000/min

175 Nm bei 1800/min

1999–2004[2]

 

1.8 TDDi

1753 cm³

R4/8

66 kW (90 PS)/ 4000/min

200 Nm bei 2000/min

1999–2004[2]

 

1.8 TDCi

1753 cm³

R4/8

74 kW (101 PS)/ 3850/min

240 Nm bei 1750/min

2002–2004

 

1.8 TDCi

1753 cm³

R4/8

85 kW (115 PS)/ 3800/min

250 Nm bei 1850/min

2001–2004

 

Focus ’04 (2004–2010)

Im November 2004 wurde die zweite Modellgeneration des Ford Focus eingeführt. Sie basierte auf der Bodengruppe des schon seit Mitte Mai 2003 produzierten Kompaktvans Ford Focus C-MAX. Die KombiversionTurnier und das Stufenheck folgten Anfang 2005.

Optisch unterschied sich die zweite Modellgeneration vom Vorgänger insbesondere durch den sichtbaren Größenunterschied sowie die deutlich flacher stehende Heckscheibe.

Der Ford Focus FFV (FFV = Flexible Fuel Vehicle) nutzte Ethanol als Kraftstoff. Dazu wurde das Kraftstoffsystem leicht modifiziert. Benzin und Ethanol konnten in beliebigem Mischverhältnis in denselben Tank gefüllt werden.

Ausstattungsvarianten

Anfangs waren folgende Ausstattungen erhältlich: Ambiente (Grundmodell), TrendSportGhia und Titanium. Zusätzlich gab es die Editionsmodelle Fun XStyle und Connection.

Ab Juli 2006 wurden zwei neue Editionsmodelle angeboten: Den Focus Fun X und den Focus Sport TDCi. Im Gegenzug wurde die Ausstattungsvariante Sport eingestellt. Im Frühjahr 2007 ersetzte das Editionsmodell Style den Fun X.

Ab 2008 gab es die Editionsmodelle Black/Silver Magic, Sport und Rallye, ab 2009 waren die Modelle Sport und Black/Silver/White Magic auch mit Dieselmotorisierung (1.6 TDCi) erhältlich.

Sicherheit

Der Ford Focus hatte serienmäßig eine umfangreiche Sicherheitsausstattung:

Neben dem üblichen ABS und Gurtstraffern einen Elektronischen Bremsassistenten (EBA), ein ESP mit ASR und zusammen 6 Airbags (Fahrer-/Beifahrer, zwei Seitenairbags und Kopf-Schulterairbags vorn und hinten). Beim Euro NCAP-Crashtest erhielt der Wagen mit 5 Sternen die höchste Wertung.

Modellpflege

Im Februar 2008 wurde die Focus-Baureihe im Rahmen einer Modellpflege optisch überarbeitet.

Seitdem war ein Powershift genanntes Doppelkupplungsgetriebe erhältlich (nur für die Dieselmotoren mit 2,0 Liter Hubraum) und in Verbindung mit Xenonlicht auch LED-Rückleuchten lieferbar. Beide Rückleuchten-Varianten sind in heller Farbe gehalten. Im Innenraum gab es ein neues Kombiinstrument mit dem aus dem Ford S-MAX bekannten, moderneren Bordcomputer.

Ebenso wurde die Modellvariante ECOnetic als Fünftürer und als Turnier angeboten. Durch eine verbesserte Motorsteuerung, Leichtlaufreifen, spezielles Getriebeöl, Sportfahrwerk und veränderte Schürzen konnte der Verbrauch des 80 kW (109 PS) starken TDCi-Motors (Common-Rail-Diesel) auf 4,3 l / 100 km gesenkt werden.

Im März 2010 wurde die Stufenheckversion wegen zuletzt geringer Nachfrage aus dem Programm genommen.

Im November 2010 wurde dann die gesamte Produktion der zweiten Modellgeneration eingestellt.

Focus ST

Im September 2005 wurde der Focus ST eingeführt, der mit einem aufgeladenen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Reihenmotor mit 166 kW (225 PS) ausgestattet war.

Beim Focus ST wurden zahlreiche Teile (beispielsweise Motor und Bremsanlage) von Konzernschwester Volvo beigesteuert. Als einziger Ford war er gegen Aufpreis in der Sonder-Metallic-Lackierung Electric Orange erhältlich, rund 30 Prozent aller in Europa bestellten Fahrzeuge rollten in dieser auffälligen Lackierung vom Band[5]. Im Gegensatz zum Vorgänger war dieser Focus ST nicht als Turnier erhältlich.

Der Focus ST erhielt wie die anderen Focus-Varianten im Februar 2008 ein Facelift.

Im Spätsommer 2010 wurde die Produktion des Focus ST eingestellt.

 

Focus Coupé-Cabriolet

Im März 2007 führte Ford eine Cabrio-Version des Focus unter dem Namen Focus Coupé-Cabriolet ein, die von der Firma Pininfarina in Turin (Italien) montiert wurde.

Es war das erste Cabrio von Ford in Europa mit einem klappbaren Hardtop. Das Stahldach ließ sich innerhalb von 29 Sekunden öffnen oder schließen. Der Wagen wurde mit dem 1,6-Liter-Benzinmotor mit 74 kW (101 PS), dem 2,0-Liter-Benzinmotor mit 107 kW (145 PS) sowie dem 2,0-Liter-Dieselmotor mit 100 kW (136 PS) angeboten.

Das Coupé-Cabrio wurde wie die anderen Modelle der Focus-Baureihe Anfang 2008 optisch und technisch überarbeitet.

Im Juli 2010 wurde die Produktion des Focus Coupé-Cabriolet eingestellt.

Focus C-MAX

Die schon seit Mitte Mai 2003 produzierte, erste Modellgeneration des Kompaktvans (intern C214), der im Ford-Werk Saarlouis hergestellt wurde, bildete die Basis für die zweite Generation des Ford Focus.

Focus SUV

Ein weiteres Nischenmodell ist der kompakte SUV Ford Kuga auf der Basis des Focus, der sich seit Februar 2008 in Produktion befindet.

Focus RS

Am 22. Juli 2008 stellte Ford auf der London International Motor Show erstmals die Serienversion des Focus RS vor, dessen Fertigung im Januar 2009 begann.

Der ausschließlich als Dreitürer lieferbare Focus RS unterschied sich optisch deutlich von den anderen Focus-Modellen: Die Kotflügel waren verbreitert, um die großen 19-Zoll-Räder mit 235er-Reifen nebst der breiteren Spur unterzubringen. Front- und Heckschürze waren komplett neu gestaltet. Der Diffusor und ein großer Heckspoiler erhöhten den Abtrieb auf der Hinterachse.

Der Focus RS basierte auf der sportlichen Modellvariante ST und war mit einem Grundpreis von 33.900 Euro bei seiner Markteinführung deutlich unter den Preisen der Konkurrenzmodelle Audi S3, BMW 130i und VW Golf R32.[6]

Die speziell für den Wagen entwickelten Schalensitze boten viel Seitenhalt und gute Rückenunterstützung. Der Focus RS verfügte außerdem über Zusatzinstrumente und einen Tacho, der bis 280 km/h reichte.

Der bereits im Focus ST verwendete 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder wurde überarbeitet und mit einem neuen Zylinderkopf mit obenliegenden Nockenwellen, größerer Borg-Warner-„K16“-Turbolader mit höherem Ladedruck, größerem Ladeluftkühler und neuem Motormanagement ausgestattet. Die Leistung stieg dabei auf 224 kW (305 PS), das maximale Drehmoment lag bei 440 Newtonmeter.[7]

Der Focus RS war serienmäßig mit einer neuartigen Vorderachskonstruktion („Revo-Knuckles“) ausgerüstet. Diese verringerte die wirkenden Kräfte am McPherson-Federbein. Daneben verfügte er über ein „Quaife-Automatic-Torque-Biasing“-Differenzialgetriebe - ein mechanisches Sperrdifferential mit sechs Planetengetrieben.

Die Beschleunigung von 0 bis 100 km/h wurde vom Hersteller mit 5,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit mit 263 km/h angegeben. Das Automagazin sport auto maß ein Exemplar im Sommer 2010 mit 6,1 Sekunden, in einem anderen Test 2009 schaffte ein Wagen dies gar erst in 6,4 Sekunden.

Als schnellster Fronttriebler hat der Ford Focus RS den Rennstreckentest der Zeitschrift „sport auto“ abgeschlossen. Der Wagen erreichte auf der Nordschleife des Nürburgrings eine Rundenzeit von 8.26 Minuten. Bei einem Test auf dem kleinen Kurs desHockenheimrings erreichte der Wagen eine Rundenzeit von 1.17,8 Minuten, die mit normaler Alltagsbereifung erzielt wurde.

Obwohl ursprünglich auf 7000 Exemplare limitiert, erhöhte Ford die Produktion des Focus RS aufgrund der unerwartet großen Nachfrage auf insgesamt 11.000 Fahrzeuge.

Focus RS500

Im März 2010 gab Ford bekannt, auf der Auto Mobil International in Leipzig ein weltweit auf 500 Exemplare limitiertes Sondermodell Focus RS500 vorzustellen.

Wie der Focus RS, wurde der RS500 ausschließlich als Dreitürer produziert. Äußerlich unterschied er sich nur durch die Außenfarbe, er wurde ausschließlich in mattschwarz ausgeliefert. Diese Farbe war jedoch kein Lack - es handelte sich um eine Folierung, die von 3M entwickelt wurde. Unterhalb dieser Folierung war die Karosserie in „Pantherschwarz Metallic“ lackiert.

Im Innenraum hatte der RS500 Recaro-Schalensitze, die mit einem schwarzen Alcantara-Glattleder-Mix bezogen waren. Die Aufpreisliste umfasste lediglich ein Touchscreen-Navigationsgerät und rote Vollleder-Sportsitze, ebenfalls von Recaro.[8]

Als Basis diente der Motor des Focus RS, er wurde nochmals überarbeitet. Im Focus RS500 erhielt er unter anderem einen größeren Ladeluftkühler, der eine höhere Verdichtung ermöglicht, einen modifizierten Luftfilter, ein im Durchmesser vergrößertes Fallrohr der Abgasanlage und eine andere Benzinpumpe, wodurch er nun 257 kW (350 PS) leistet. Darüber hinaus stieg das Drehmoment auf 460 Newtonmeter.

Das Fahrwerk des Focus RS500 war nochmals sportlicher abgestimmt und wurde um 40 mm verbreitert, außerdem war der Wagen, wie der Focus RS, serienmäßig mit Sportreifen ausgerüstet. Die Sättel der Hochleistungsbremsanlage waren rot lackiert.

Der RS500 war deutlich schneller in der Beschleunigung, als das Ausgangsmodell Focus RS. So erreichte er die 100 km/h-Marke bereits nach 5,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 265 km/h hingegen nur um 2 km/h höher.

Die bei Tests erzielte Rundenzeit auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings war mit 1.15,8 Minuten um zwei Sekunden schneller als beim Ausgangsmodell.

Motorisierungen

Modell

Hubraum

Zylinder/Ventile

Leistung

Drehmoment

Verbrauch

Bauzeit

Sonstiges

Benziner

1.4

1388 cm³

R4 (16V)

59 kW (80 PS) bei 5700/min

123 Nm bei 3500/min

6,6 l/100 km

2004–2010

 

1.6

1596 cm³

R4 (16V)

74 kW (101 PS) bei 6000/min

150 Nm bei 4000/min

6,7 l/100 km (5-Gang Schaltgetriebe)

7,7 l/100 km (4-Gang Automatik)

2004–2010

auch als Coupé-Cabriolet

1.6 Ti-VCT

1596 cm³

R4 (16V)

85 kW (115 PS) bei 6000/min

155 Nm bei 4150/min

6,6 l/100 km

2004–2010

 

1.8

1798 cm³

R4 (16V)

92 kW (125 PS) bei 6000/min

165 Nm bei 4000/min

7,0 l/100 km

2006–2010

 

2.0

1999 cm³

R4 (16V)

107 kW (145 PS) bei 6000/min

185 Nm bei 4500/min

7,1 l/100 km (5-Gang Schaltgetriebe)

8,0 l/100 km (4-Gang Automatik)

2004–2010

auch als Coupé-Cabriolet

2.5T

2521 cm³

R5 (20V)

166 kW (226 PS) bei 6000/min

320 Nm bei 1600–4000/min

9,3 l/100 km

2005–2010

Turbomotor, nur im Sondermodell ST

2.5T

2521 cm³

R5 (20V)

224 kW (305 PS) bei 6500/min

440 Nm bei 2300–4500/min

9,4 l/100 km

2009–2010

Turbomotor, nur im Sondermodell RS

2.5T

2521 cm³

R5 (20V)

257 kW (350 PS) bei 6000/min

460 Nm bei 2500–4500/min

9,9 l/100 km[9]

2010

Turbomotor, nur im Sondermodell RS500

FFV (Flexible Fuel Vehicle)

1.8 Flexifuel

1798 cm³

R4 (16V)

92 kW (125 PS) bei 6000/min

150 Nm bei 4000/min

7,0 l/100 km

2006–2010

Bioethanol E85 und Superbenzin in beliebigem Mischungsverhältnis möglich

Diesel

1.6 TDCi

1560 cm³

R4 (16V)

66 kW (90 PS) bei 4000/min

215 Nm bei 1750/min

4,5 l/100 km

2004–2010

erst ab Modelljahr 2009 mit geschlossenem Partikelfilter lieferbar (als EURO5-Version)

1.6 TDCi

1560 cm³

R4 (16V)

74 kW (101 PS) bei 4000/min

215 Nm bei 1750/min

4,5 l/100 km

2004–2010

Version für den österreichischen Markt

1.6 TDCi

1560 cm³

R4 (16V)

80 kW (109 PS) bei 4000/min

240 Nm bei 1750/min

4,5 l/100 km

2004–2010

ab 2005 auf Wunsch mit Partikelfilter
von 2005-2007 auf Wunsch mit 5-Gang ASG (automatisiertes Schaltgetriebe), auch als ECOnetic

1.8 TDCi

1753 cm³

R4 (8V)

85 kW (115 PS) bei 3700/min

280 Nm bei 1900/min

5,2 l/100km

2004–2006

in einigen europäischen Ländern auch nach 2006 noch erhältlich

2.0 TDCi

1997 cm³

R4 (16V)

81 kW (110 PS) bei 4000/min

265(275)* Nm bei 2000/min

5,8 l/100 km

2008–2010

mit Partikelfilter und nur mit Powershift-Automatikgetriebe

2.0 TDCi

1997 cm³

R4 (16V)

100 kW (136 PS) bei 4000/min

320 Nm bei 2000/min

5,5 l/100 km (6-Gang Schaltgetriebe)

5,8 l/100 km (PowerShift-Automatikgetriebe)

2004–2010

seit 2005 auf Wunsch mit Partikelfilter
2010 nur noch als Coupé-Cabriolet

*Das Drehmoment wurde im August 2008 auf 275 Nm angehoben.

Modellübersicht

Focus ’11 (seit 2010)

Auf der Detroit Motor Show präsentierte Ford im Januar 2010 die dritte Modellgeneration des Ford Focus. Sie basiert auf der Bodengruppe der schon seit Ende 2010 erhältlichen, zweiten Modellgeneration des Ford C-MAX und wird als Weltauto angeboten und sowohl in Europa als auch in den USA und Asien gebaut. Produktionsbeginn für den Focus ’11 in Europa war der 6. Dezember 2010.[12]

Die Markteinführung in Europa fand in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Terminen statt, in Deutschland war es der 9. April 2011. Erhältlich waren zunächst eine fünftürige Schrägheck- und eine viertürige Stufenheckvariante, der Turnier folgte im Mai. Ein dreitüriges Schrägheckmodell oder ein Klappdach-Cabrio wie beim Vorgänger wird es höchstwahrscheinlich nicht mehr geben.

Beim Euro NCAP-Crashtest erhielt der Wagen mit fünf Sternen die höchste Wertung. Außerdem erhielt er als erstes Fahrzeug weltweit vier Euro NCAP Advanced Awards. Ausgezeichnet wurden hier derMüdigkeitswarner, das Auffahrwarnsystem „Forward Alert“, der Fahrspur-Assistent und „Active City Stop“, bei dem bei Geschwindigkeiten von weniger als 30 km/h über einen Laser der Abstand zu vorausfahrenden Wagen gemessen und das Fahrzeug automatisch abgebremst wird, falls sich der Abstand so schnell verringert, dass eine Kollision droht.[13]

Ford brachte im Frühjahr 2012 im Focus erstmals den neu entwickelten 1,0-Liter-Dreizylindermotor der EcoBoost-Motorenfamilie mit serienmäßigem Start-Stopp-System auf den Markt. Die Reichweite der mit einem 50-Liter-Tank ausgestatteten Fahrzeuge liegt bei mehr als 1000 km, der CO2-Ausstoß bei weniger als 120 g/km. Später wird dieser Motor auch im Ford C-MAX und im Ford B-MAX erhältlich sein.[13]

Focus Electric

Im Dezember 2011 begann im US-amerikanischen Ford-Werk in Wayne (Michigan) die Fertigung des Focus Electric für den nordamerikanischen Markt.

Hierbei handelt es sich um das erste serienmäßige Elektroauto von Ford, das von einem 92 kW-Elektromotor bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 136 km/h beschleunigt wird.[14] Das Fahrzeug verfügt über einenLithium-Ionen-Akkumulator mit 23 kWh Speicherkapazität, der eine Reichweite von bis zu 160 km ermöglicht. Die Aufladedauer beträgt rund sechs Stunden, aufgeladen werden kann das Fahrzeug an einer haushaltsüblichen Steckdose.[15] Durch Rekuperation kann mehr als 90 Prozent der Bremsenergie zurückgewonnen werden. Der Fahrer wird hierbei vom sogenannten „Brake-Coach“ darauf hingewiesen, wie er am effizientesten bremst, um möglichst viel Energie zur Aufladung der Batterien zurückzugewinnen.[16]

Die Markteinführung des Focus Electric in Europa ist für den Sommer 2013 vorgesehen[17], wobei die europäischen Modelle in Saarlouis produziert werden.[15] Auch eine Hybrid-Variante ist geplant.[18]

Focus ECOnetic

Wie bei der vorigen Modellgeneration brachte Ford im Frühjahr 2012 eine besonders verbrauchsarme ECOnetic-Variante auf den Markt. Das Modell war mit einem Verbrauch von 3,5 l/100 km und einer CO2-Emission von weniger als 95 g/km angekündigt.[19] Der 1,6-Liter-Turbodiesel wird 77 kW (105 PS) leisten.[13] Seit April 2012 ist der Focus ECOnetic in zwei verschiedenen Versionen erhältlich, der ECOnetic 99g verfügt neben einem neuen Einspritzsystem über ein verbessertes Kühlsystem und ein überarbeitetes Motormanagement. Der Verbrauch des Modells beträgt 3,7 Liter auf 100 km, die CO2-Emissionen liegen bei 99 g/km. Das Modell ECOnetic 88g verfügt zusätzlich über einen verkleideten Unterboden und Windabweiser zur Verbesserung des Luftstroms unter dem Fahrzeug, dazu ist der Wagen mit strömungsoptimierten Radzierblenden und Leichtlaufreifen auf Stahlfelgen ausgerüstet. Hierdurch wird der Verbrauch auf 3,4 Liter auf 100 km gesenkt, die CO2-Emissionen liegen bei 88 g/km.[20]

Focus ST

Seit Juni 2012 wird im Ford-Werk in Saarlouis der Focus ST produziert.[21] Bei diesem arbeitet jedoch nicht mehr ein Fünfzylinder von Volvo unter der Haube, sondern ein 2-Liter-EcoBoost-Motor. Dieser Motor leistet 184 kW (250 PS) und liefert im Drehzahlbereich von 2.000 bis 4.500 min-1 ein Drehmoment von 360 Nm, die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles 6-Gang-Getriebe. In nur 6,5 Sekunden beschleunigt der Wagen aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 248 km/h angegeben.[21] Als erste Sportvariante eines Ford-Fahrzeugs wird der Focus ST als Weltauto in mehr als 40 Ländern auf allen fünf Kontinenten angeboten.[22]

Im Gegensatz zur zweiten Modellgeneration ist der Focus ST in Europa auch als Turnier erhältlich, Verbrauch und Abgasemmissionen sinken im Vergleich zu diesem Modell um mehr als 20 Prozent.[23] Der Verbrauch beträgt 7,2 Liter auf 100 km, dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 169 g/km.[21] Die Präsentation der ST-Variante fand auf der IAA im September 2011 statt.[23]

Der Focus ST verfügt über ein serienmäßiges Sportfahrwerk mit speziell abgestimmten Stoßdämpfern, in drei Stufen verstellbares ESP mit Traktionskontrolle, eine elektronische Differenzialsperre (Torque Vectoring Control). Die Serienausstattung ist recht umfangreich, neben einer Klimaanlage sind Recaro-Sportsitze vorn, das CD-Audiosystem mit USB-Schnittstelle und Audio-Fernbedienung, eine Power-Startfunktion und 18 Zoll großen Leichtmetallrädern im „ST“-Design mit Niederquerschnittsreifen und Reifendruckkontrollsystem vorhanden. Der Kühlergrill ist schwarz glänzend gehalten, dazu verleihen ein in Wagenfarbe lackierter Dachspoiler, spezielle Seitenschweller, ein Heckdiffusor sowie eine Auspuffanlage mit einem mittig positioniertem Doppel-Endrohr dem Wagen eine sportliche Optik. Das Turnier-Modell verfügt darüber hinaus über eine in Schwarz abgesetzte Dachreling. Mittels TSC (Torque Steer Compensation) reagiert die elektrische Servolenkung besonders feinfühlig auf Drehmomenteinflüsse aus dem Antriebsstrang. Als einziges Fahrzeug der Modellpalette ist der Focus ST in „Sunset Gelb-Metallic“ erhältlich.[22]

Im Innenraum sind drei Zusatzinstrumenten im Armaturenträger vorhanden, die den Fahrer über Öldruck, Öltemperatur und den Ladedruck informieren. Lederlenkrad und Lederschaltknauf sind ebenso serienmäßig wie die Pedalerie, alles im speziellen „ST“-Design. Der Focus ST verfügt serienmäßig über ein „Sound-Symposer“ genanntes System, bei dem durch ein elektronisch gesteuertes Ventil das Motorgeräusch bei starker Beschleunigung in den Armaturenträger und damit in den Innenraum übertragen wird. So soll die Sportlichkeit des Wagens im Cockpit trotz umfangreicher Geräuschdämmung auch akustisch wahrgenommen werden können.[24]

Gegen Aufpreis sind unter anderem elektrisch einstell- und beheizbare Fahrer- und Beifahrer-Ledersitze in Windsor-Leder, 2-Zonen-Klimaautomatik sowie Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten erhältlich.[21]

Motorisierungen

Modell

Hubraum

Zylinder/Ventile

Leistung

Drehmoment

Verbrauch

Getriebe

Bauzeit

Benziner

1.0 EcoBoost1

998 cm³

R3 (12V)

74 kW (101 PS) bei 6000/min

170 Nm bei 1500–4000/min

4,8 l/100 km

5-Gang

seit 03/2012

92 kW (125 PS) bei 6000/min

170 Nm bei 1500–4500/min
(200 Nm bei 1900–4500/min)2

5,0 l/100 km

6-Gang

1.6 Ti-VCT4

1596 cm³

R4 (16V)

63 kW (85 PS) bei 6000/min

141 Nm bei 2500/min

5,9 l/100 km

5-Gang

seit 08/2011

1.6 Ti-VCT

77 kW (105 PS) bei 6000/min

150 Nm bei 4000–4500/min

5,9–6,0 l/100 km

seit 03/2011

92 kW (125 PS) bei 6300/min

159 Nm bei 4000/min

92 kW (125 PS) bei 6300/min

159 Nm bei 4000/min

6,4 l/100 km

PowerShift-Automatikgetriebe

seit 09/2011

1.6 EcoBoost1

110 kW (150 PS) bei 5700/min

240 Nm bei 1600–4000/min

5,9 l/100 km

6-Gang

seit 03/2011

1.6 EcoBoost1

134 kW (182 PS) bei 5700/min

240 Nm bei 1600–5000/min
(270 Nm bei 1900–4000/min)2

2.0 EcoBoost1 ST

1999 cm³

184 kW (250 PS) bei 5500/min

360 Nm bei 2000–4500/min
(380 Nm bei 1900–3500/min)2 [25]

7,2 l/100 km

seit 06/2012

FFV (Flexible Fuel Vehicle) - Bioethanol E85 und Superbenzin in beliebigem Mischungsverhältnis

1.6 Ti-VCT

1596 cm³

R4 (16V)

88 kW (120 PS) bei 6300/min

159 Nm bei 4000/min

5,9–6,0 l/100 km

5-Gang

seit 03/2011

6-Gang

seit 09/2011

LPG - Flüssiggas

1.6 Ti-VCT

1596 cm³

R4 (16V)

86 kW (117 PS) bei 6400/min

140 Nm bei 4200/min

8,0 l/100 km3

5-Gang

seit 03/2011

Diesel

1.6 TDCi

1560 cm³

R4 (8V) [1]

70 kW (95 PS) bei 3600/min

230 Nm bei 1500–2000/min

4,2–4,5 l/100 km

6-Gang

seit 03/2011

1.6 TDCi ECOnetic 99g

77 kW (105 PS) bei 3600/min

270 Nm bei 1750–2000/min

3,7 l/100 km

seit 04/2012

1.6 TDCi ECOnetic 88g

3,4 l/100 km

1.6 TDCi

85 kW (115 PS) bei 3600/min

270 Nm bei 1750–2500/min

4,2–4,5 l/100 km

seit 03/2011

2.0 TDCi

1997 cm³

R4 (16V)

85 kW (115 PS) bei 3750/min

300 Nm bei 1500–2250/min

5,2 l/100km

PowerShift-Automatikgetriebe

103 kW (140 PS) bei 3750/min

320 Nm bei 1750–2750/min

4,9–5,2 l/100 km

6-Gang od. PowerShift-Automatikgetriebe

120 kW (163 PS) bei 3750/min

340 Nm bei 2000–3250/min

Elektromotor

Electric

92 kW (125 PS)

 

1-Gang-Automatikgetriebe

ab 2012

1 Benzin-Direkteinspritzung, Turboaufladung und variable Steuerung der Ein- und Auslassventile.

2 Overboost-Funktion: das Drehmoment wird für 15 Sekunden erhöht.

3 LPG, im Benzinbetrieb 6,0 l/100 km

4 nur im Fünftürer.

 

Focus in den USA

Auch in Nordamerika war der Focus der direkte Nachfolger des Escort, wobei dort traditionell vor allem die Stufenheck-Version gefragt ist. Die Markteinführung des Focus erfolgte in Nordamerika allerdings erst im Frühjahr 2000, zwei Jahre nach der europäischen Markteinführung. Der Escort wurde aber noch zwei weitere Jahre produziert. Der erste US-Focus war abgesehen von optischen Details und den angebotenen Motoren mit der europäischen Ausführung identisch und wurde wie dieser als drei- und fünftüriges Schrägheck, Stufenheck und Kombi (in den USA Wagon genannt) angeboten.

Die im Herbst 2007 eingeführte zweite US-Generation des Focus hatte dagegen mit dem europäischen Modell nichts zu tun, da es sich um einen optisch überarbeiteten Focus der ersten Generation handelt. Das Fahrzeug war nur als viertürige Stufenhecklimousine sowie als zweitüriges Coupé erhältlich und als einziger Motor der 2,0-Liter-Duratec mit 104 kW (140 PS) verfügbar.

Die dritte Generation wird seit Frühjahr 2011 parallel in Europa sowie den USA vermarktet. Anders als in Europa war der Focus in Nord- und Mittelamerika zunächst nur mit einem Reihen-Vierzylinder-Benzinmotor mit Ti-VCT und 2,0 Liter Hubraum erhältlich, der 119 kW leistet. Seit Frühjahr 2012 gibt es dort der rein elektrisch betriebene Focus Electric und seit Sommer 2012 auch den Focus ST mit dem 2,0-Liter-EcoBoost-Motor.

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