Drucken
Kategorie: Chevrolet Monte Carlo

Chevrolet Monte Carlo (1970-1981)

 

Der Chevrolet Monte Carlo war ein von 1970 bis 1988 und erneut von 1995 bis 2007 angebotenes Mittelklasse-Coupé des zu General Motors gehörenden amerikanischen Automobilherstellers Chevrolet.

Chevrolet Monte Carlo 1970 Thru 1988 (Owners Workshop Manual)

 

Der Monte Carlo basierte technisch auf den jeweiligen Mittelklasse-Limousinenmodellen der Marke; zwischen 1989 und 1993 wurde die Bezeichnung nicht verwendet, stattdessen gab es ein entsprechendes Chevrolet Lumina Coupé. Parallelmodell des Monte Carlo bei den anderen GM-Marken waren der Pontiac Grand Prix, das Oldsmobile Cutlass- und das Buick Regal-Coupé.

 

Ende 1969 lancierte Chevrolet als preiswerten Einstieg in die damalige Klasse der Personal Luxury Cars das zweitürige Coupé Monte Carlo. Technisch basierte es auf dem gleichzeitigen Chevrolet Chevelle, unterschied sich von der Coupé-Version des Chevelle in stilistischer Hinsicht und ruhte auf dem längeren Radstand der Chevelle-Limousine. Neben dem Basismodell war eine sportlich aufgemachte Super Sport (SS)-Variante erhältlich. Die Motorisierungen reichten vom 5,7-Liter-V8 (253 SAE-PS/186 kW) bis zum 7,5-Liter-V8 (456 SAE-PS/335 kW) im SS 454. 1972 entfiel der SS 454, stärkstes lieferbares Triebwerk war nun eine 274 PS (201 kW) leistende Variante des 7,5-Liters.

 

Zum Modelljahr 1973 wurde die Chevrolet-Mittelklasse bei unverändertem Radstand und identischer Technik erneuert; davon war auch der Monte Carlo betroffen, der eine neue Karosserie erhielt. Als Luxusversion wurde der Monte Carlo Landau eingeführt. Bis 1977 gab es die üblichen jährlichen kleinen Facelifts mit Änderungen an Kühlergrill und Zierrat, 1976 erhielt der Monte Carlo senkrecht übereinander angeordnete Doppelscheinwerfer. Zugleich schrumpfte der Basismotor im Hubraum auf 5 Liter (142 PS/104 kW) und der 7,5-Liter entfiel, größte Maschine war nun ein 6,6-Liter-V8 (177 PS/130 kW). Im Jahr darauf wurde auch dieser Motor gestrichen und durch einen 5,7-Liter mit Vierfachvergaser (172 PS/126 kW) ersetzt.

 

 

Stückzahlen:

  • Monte Carlo 1970–1972: 439.393 (inkl. 5742 SS 454)
  • Monte Carlo 1973–1977: 1.569.125
Mit der Einführung der zweiten Generation des Chevrolet Lumina zum Modelljahr 1995 wurde das vormalige Lumina-Coupé unter der wiederbelebten Bezeichnung Monte Carlo vermarktet.

Angeboten wurden ein LS genanntes Basismodell mit 3,1-Liter-V6 (157 PS/115 kW) und die Sportversion unter der Bezeichnung Z 34, angetrieben von einem DOHC-V6, der aus 3,4 Litern Hubraum 213 PS (157 kW) schöpfte. Beide Motoren waren serienmäßig mit einer Viergang-Automatik gekoppelt. 1996 wurde die Leistung des 3,4-Liters, der nun gegen Mehrpreis auch im Basis-Monte Carlo zu haben war, auf 218 PS (160 kW) erhöht, der Z 34 erhielt Vierrad-Scheibenbremsen. 1998 wich der 3,4-Liter einem größeren OHC-V6 mit 3,8 Litern Hubraum (203 PS/149 kW), der Basis-V6 leistete nun 152 PS (112 kW). Vom ersten Monte Carlo mit Frontantrieb wurden bis 1999 etwa 350.000 Exemplare gebaut.

Zum Modelljahr 2000 erschien ein neuer Monte Carlo auf der Basis des gleichzeitig eingeführten neuen Chevrolet Impala. Während das Werk den Vorläufer mit einer glattflächigen, schnörkellosen Karosserie versehen hatte, wurden beim Nachfolger in Gestalt von stark ausgeprägten Sicken an den Kotflügeln frühere Monte Carlo-Generationen zitiert. Angeboten wurden wiederum ein Monte Carlo LS (3,1 Liter-V6, 183 PS/135 kW) und ein SS (ab 2005 LT genannt; 3,8 Liter, 203 PS/149 kW), dazu ab 2004 ein SS Supercharged mit 3,8 Liter großem Kompressor-V6 von 243 PS (179 kW) Leistung.

Für das Modelljahr 2006 erhielt der Monte Carlo ein Facelift, zugleich wurde das Modellprogramm neu gestaffelt und umfasste jetzt LS (3,5-Liter-V6, 214 PS/157 kW), LT und LTZ (3,5-Liter oder 3,9 Liter, 243 PS/179 kW) und SS (5,3-Liter-V8, 307 PS/226 kW).

Im Juni 2007 wurde die Produktion des Monte Carlo beendet.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chevrolet Monte Carlo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.