Buick Skylark (1994-1999) Skylark (N) (1979-1995)

 

Der Buick Skylark (dt.: "Himmelslerche", englische Bezeichnung der Feldlerche) war ein Personenkraftwagenmodell, das in den Modelljahren 1953 bis 1954 von Buick als Nachfolger des Roadmaster-Cabriolets in den USA gefertigt wurde. 1953 zählte es als Roadmaster zur Serie 70, 1954 bildete es die eigenständige Serie 100. Von 1962 bis 1972 produzierte Buick eine Serie von Mittelklassewagen unter der Bezeichnung Skylark. Ab 1975 erschienen erneut Skylark-Modelle, die der unteren Mittelklasse angehörten und bis 1998 hergestellt wurden.

General Motors: Buick Skylark 1986 Thru 1995, Buick Somerset 1985 Thru 1987, Oldsmobile Achieva 1992 Thru 1995, Oldsmobile Calais 1985 Thru 1991, ... 198 (Haynes Automotive Repair Manual Series)

 

In der Serie 70 (Roadmaster) trug ein Spezial-Cabriolet 1953 erstmals die Bezeichnung Skylark. Wie die anderen Roadmaster-Modelle besaß es einen V8-Motor mit einem Hubraum von 5277 cm3 und einer Leistung von 188 bhp (138 kW) bei 4000 min-1. Der Radstand des besonders gut ausgestatteten Cabriolets betrug 3086 mm. Im Gegensatz zu den übrigen Roadmaster-Modellen dieses Jahres verfügte das Modell 76X nicht über Abdeckungen an den hinteren Radausschnitten und auch nicht über Lüftungsöffnungen seitlich des Motorraums. Dafür besaß es sportliche Drahtspeichenfelgen von Kaiser-Hayes. Auf Höhe der Rücksitze besaßen die Karosserien, anders als bei den normalen Roadmaster-Cabriolets, einen roadsterähnlichen Hüftknick. Dieser entstand dadurch, dass Sitze und Lenksäule tiefer lagen als bei den übrigen Roadmaster-Modellen. Dadurch konnte auch das Dach um etliche Zentimeter tiefer gesetzt werden, was den Fahrzeugen ein rasantes Aussehen verlieh, ohne die Kopffreiheit der Insassen einzuschränken. Diese Änderungen hatten zur Folge, dass etliche Blechteile in Kleinserie außerhalb der normalen Serienproduktion gefertigt werden mussten. Kostete das Roadmaster-Cabriolet Modell 76C US-$ 3.506,--, so schlug der Roadmaster Skylark Modell 76X mit US-$ 5.000,-- zu Buche.

Im Folgejahr wurde der Skylark zu einer eigenen Serie mit der Nummer 100 und nur einer Modellversion, die allerdings auf den „kleineren“ Serien 40 und 50 basierte. Der Hüftknick war abgeschafft worden, der Radstand wuchs um ½“ auf 3099 mm und die Motorleistung legte auf 200 bhp (147 kW) zu. Die Heckflossen setzten sich von der flachen Kofferraumhaube deutlicher ab als beim Vorjahresmodell.

1955 wurde diese Sonderserie nicht mehr gefertigt. 1953 entstanden 1690 Skylark der Serie 70, 1954 836 Exemplare der Serie 100.

Mitten im Modelljahr 1961 erschien ein 2-türiges Coupé als Sondermodell Skylark innerhalb der Serie 4300 des Special Deluxe. Sein V8-Motor mit 3523 cm3 Hubraum und 185 bhp (138 kW) bei 4800 min-1 war auch für die anderen Special-Deluxe-Modelle auf Wunsch zu erhalten.

1962 war die Skylark-Reihe wieder eine eigenständige Serie, die ein Hardtop-Coupé und ein Cabriolet umfasste. Das Coupé mit B-Säulen entfiel. Die Motorleistung stieg geringfügig auf 190 bhp (140 kW). Stilistisch gab es nur geringfügige Veränderungen.

1963 zeigte sich der Skylark mit einem kantigeren Styling und mit gewachsenen Dimensionen. Die Motorleistung stieg auf 200 bhp (147 kW).

Vom Special Skylark Coupé wurden im Jahre 1961 12.683 Exemplare gebaut, vom Skylark in den beiden Folgejahren 85.294 Fahrzeuge .

1964 wurde der Radstand des Skylark auf 2921 mm vergrößert. Die als 2-türiges Cabriolet, 2-türiges Coupé und 4-türige Limousine angebotenen Fahrzeugen hatten hinsichtlich ihres Stylings klarere Linien erhalten. Basismotorisierung war ein V6-Motor mit 3687 cm3 Hubraum und 155 bhp (114 kW). Auf Wunsch gab es einen V8-Motor mit 4916 cm3 und 210 bhp (154 kW). Im Folgejahr gab es nur einige kosmetische Veränderungen und zusätzlich wurde eine 2-türige Limousine angeboten.

1966 gab es stilistisch nur wenige Veränderungen. Die Limousinen-Versionen entfielen, stattdessen wurde eine 4-türige Hardtop-Limousine eingeführt. Der V6-Motor leistete nun 160 bhp (118 kW). Als zusätzliche Version wurde ein Gran Sport eingeführt. Die als Coupé und Cabriolet verfügbaren Fahrzeuge besaßen einen V8-Motor mit 6571 cm3 Hubraum und verfügten über eine Leistung von 325 bhp (239 kW) bei 4400 min-1.

1967 war der V6 nur noch als 2-türiges Coupé erhältlich. Bei den V8-Modellen kamen ein 2-türiges Hardtop-Coupé und eine 4-türige Limousine dazu. Neben dem 4,9 l-V8 gab es auf Wunsch auch einen V8-Motor mit 5571 cm3 und 220 bhp (162 kW). Mit diesem Motor – verstärkt auf 260 bhp (191 kW) – war auch der Gran Sport 340 verfügbar, der nur in einer Coupé-Version angeboten wurde. Darüber rangierte der Gran Sport 400 mit dem aus dem Vorjahr bekannten Motor, der nun 340 bhp (250 kW) leistete.

1968 wurden die Gran-Sport-Modelle zu einer separaten Serie. Die Karosserien der übrigen Skylark-Modelle waren überarbeitet worden. Die Zweitürer verfügten über einen Radstand von nur noch 2.845 mm, beim Viertürer wuchs dieser auf 2946 mm. Für den Skylark, der in diesem Jahr als 2-türiges Hardtop-Coupé und 4-türige Limousine erhältlich war, gab es einen neuen Reihensechszylindermotor mit 4097 cm3 Hubraum und 155 bhp (114 kW). Bei dem auf Wunsch verfügbaren V8-Motor war die Leistung auf 5735 cm3 und 230 bhp (169 kW) gesteigert worden. Das luxuriösere Modell war der Skylark Custom, der als 2-türiges Cabriolet, als 2-türiges Coupé, als 4-türige Limousine und als 4-türige Hardtop-Limousine erhältlich war. Bei diesen Modellversionen gehörte der V8-Motor zur Grundausstattung. Im Folgejahr änderte sich wenig am Modellangebot.

 

 

1970 wurde der Skylark überarbeitet. Die Linien wurden gestrafft, und die Radausschnitte waren deutlicher ausgeprägt. Die Reihensechszylinder-Motoren gab es für das 2-türige Coupé und die 4-türige Limousine, während bei den in ihrer Leistung auf 260 bhp (191 kW) gesteigerten V8-Modellen – nun Skylark 350 genannt - neben der 4-türigen Limousine ein 2-türiges Hardtop-Coupé erhältlich war. Den Skylark Custom gab es in all diesen Karosserieformen und zusätzlich als 4-türige Hardtop-Limousine.

1971 wurde nur der Kühlergrill umgestaltet. Alle Motoren büßten an Leistung ein; der R6 brachte es nur noch auf 145 bhp (107 kW), und der V8 leistete wieder 230 bhp (169 kW). Den Skylark gab es nun wieder in den drei Karosserievarianten des Vorjahres als R6 und V8, während sich hinsichtlich der vier angeboten Varianten des Skylark Custom nichts änderte.

1972 entfiel der Sechszylindermotor. Der vordere Stoßfänger fiel etwas wuchtiger aus als im Vorjahr. Den deutlich leistungsreduzierten 5,7 l-V8-Motor gab es mit 150 nhp (110 kW) oder 175 nhp (129 kW). In Verbindung mit letzterem, firmierte der Wagen als Skylark 350. Den Skylark Custom gab es erstmalig auch als 5-türigen Kombi, da die separate Kombiserie Sportwagon aufgegeben worden war.

Im Folgejahr wurde der Skylark nicht mehr angeboten. Innerhalb dieser neun Jahre entstanden 1.188.153 Exemplare.

1975 erschien ein neues Skylark-Modell, das auf der kleinen Apollo-Serie und damit auf der GM-X-Plattform beruhte. In der einfachen Skylark S-Ausführung gab es nur ein 2-türiges Coupé, während bei der mittleren Skylark-Ausführung und der luxuriösen Skylark S/R-Serie ein 2-türiges Coupé und ein 3-türiges Kombicoupé im Angebot waren. Motorisiert waren die Fahrzeuge mit einem V6 mit 3785 cm3 Hubraum und 110 nhp (81 kW) bei 4000 min-1 oder einem gleich starken V8 mit 4261 cm3. Auf Wunsch gab es auch noch einen V8 mit 5735 cm3 und 140 nhp (103 kW). In der Fahrzeugfront mit einem breiten Kühlergrill saßen einzelne, rechteckig eingerahmte, runde Hauptscheinwerfer und mit separat daneben angebrachten Blink- und Parkleuchten.

1976 wurde das Erscheinungsbild nur geringfügig verändert, aber es kam als zusätzliche Karosserievariante eine 4-türige Limousine hinzu. Der V6-Motor büßte geringfügig Leistung ein und brachte es nun auf 105 nhp (77 kW). Der kleine V8-Motor entfiel; stattdessen gab es auf Wunsch eine auf 155 nhp (114 kW) erstarkte Variante des 5,7 l-V8.

1977 gab es einen neuen Kühlergrill im Mercedes-Stil mit feinen, vertikalen Chromstäben und eine überarbeitete Motorenauswahl: Neben dem bekannten V6-Motor standen vier V8-Motoren zur Auswahl: 4933 cm3 mit 135 nhp (99 kW), 4998 cm3 mit 145 nhp (107 kW), 5735 cm3 mit 155 nhp (114 kW) und 5735 cm3 mit 170 nhp (125 kW). Im Folgejahr gab es keine stilistischen Veränderungen; nur der 4,9 l-V8 entfiel weg. Der Skylark S/R wurde in Skylark Custom umbenannt.

1979 wurde die Fahrzeugfront überarbeitet: Der Kühlergrill war nun in vier Elemente unterteilt, und die Blink- und Parkleuchten umfassten die die Ecken der Karosserie. Der V6 leistete nun 115 nhp (85 kW), der 5,0 l-V8 130 nhp (96 kW) und der 5,7 l-V8 165 nhp (121 kW).

In vier Jahren wurden 390.790 Buick Skylark hergestellt.

1980 erschien ein vollkommen neues Skylark-Modell mit Frontantrieb. Der Wagen waren hinsichtlich seiner Dimensionen wesentlich kleiner als die Vorgängermodelle und als 2-türiges Coupé und 4-türige Limousine erhältlich. Das kantig geformte Fahrzeug verfügte über Sicherheitsstoßfänger vorne und hinten, einen in den USA beliebten an Mercedesmodelle angelehnten Kühlergrill mit horizontalen und vertikalen Stäben, eine kleine Kühlerfigur und rechteckig eingerahmte Frontscheinwerfer. Standardantrieb war ein Vierzylinderreihenmotor mit 2474 cm3 Hubraum und einer Leistung von 90 nhp (66 kW). Auf Wunsch gab es auch einen V6-Motor mit 2835 cm3 und 115 nhp (85 kW). Die Grundausstattung hieß einfach Skylark, die mittlere Skylark Limited und die umfangreichste und sportlichste Ausstattung Skylark Sport.

1981 erhielt der Skylark einen neuen Kühlergrill mit vertikalen Chromstäben sowie neue Rücklichter. Die Leistung beider Motoren sank geringfügig auf 84 nhp (62 kW) bei der Vierzylinderversion und auf 110 nhp (81 kW) beim Sechszylinder.

Einen neu geformten Kühlergrill mit einem Rahmen in Wagenfarbe und 2 x 3 horizontalen Einlässen gab es 1982. Die Motoren verfügten fast wieder über die frühere Leistung von 90 nhp (66 kW) beim Vierzylinder und 112 nhp (82 kW) beim Sechszylinder. Auf Wunsch war auch ein V6-Einspritzmotor mit 135 nhp (99 kW) erhältlich. Im Folgejahr gab es weder technische noch stilistische Änderungen, aber das Standard-Modell wurde durch den Skylark Custom abgelöst, der Skylark Sport entfiel, und das Coupé gab es zusätzlich als Skylark T-Type mit einem schwarzen Kühlergrill, schwarzen Scheinwerferumrandungen und ebensolchen Türgriffen.

1984 erhielt der Skylark eine neue Frontpartie mit einem Kühlergrill mit einer schwarzen Gitternetzstruktur und rechteckigen Scheinwerfern mit innenliegenden Blinkern. Die Leistung des Vierzylindermotors erhöhte sich auf 92 nhp (68 kW).

1985 wurde das Coupé nicht mehr angeboten. Die Limousine erhielt einen Kühlergrill mit vertikalen Chromleisten, die bis zu den Stoßfänger reichten. Der Einspritzmotor leistete nur noch 125 nhp (92 kW).

In diesen sechs Jahren wurden 981.537 Exemplare des Skylark gebaut.

1986 kam eine komplett neue Skylark-Modellreihe heraus, deren Chassis wie das des Somerset auf der GM-N-Plattform baute. Dementsprechend gab es zunächst nur eine 4-türige Limousine mit einem nochmals verringerten Radstand. Die Karosserieformen waren nun weicher gestaltet worden, und die rechteckigen Doppelscheinwerfer flankierten einen mittig geteilten Kühlergrill mit vertikalen Chromstäben. Der aus dem Vorgänger bekannte Vierzylindermotor mit 92 nhp fand weiterhin Verwendung. Ein neuer V6 verfügte über einen Hubraum von 2966 cm3 und leistete, wie seiner kleinerer Vorgänger, 125 nhp (92 kW). Wie vordem, gab es die beiden Ausstattungsvarianten Custom und Limited. Im Folgejahr gab es keinerlei Änderungen.

1988 kam als zweite Karosserievariante wieder ein 2-türiges Coupé dazu, das einen nur geringfügig anderen Kühlergrill als die Limousine besaß. Der 2,5 l-R4 verfügte über eine gesteigerte Leistung von 135 nhp (99 kW) zu, auf Wunsch gab es auch einen etwas kleineren Vierzylinder mit 2261 cm3 Hubraum, zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC) und einer Leistung von 150 nhp (110 kW). Auch ein V6-Motor mit 3342 cm3 Hubraum war neu und leistete 160 nhp (118 kW). Im Folgejahr gab es wiederum nur wenige Änderungen, lediglich die Leistung des 2,5 l-R4 sank auf 110 nhp (81 kW).

1990 kam es wieder zu einer Überarbeitung der Baureihe. Ein neuer Kühlergrill und ein durchgehendes Leuchtenband am Fahrzeugheck gehörten dazu. Als Grundausstattung gab es wieder den Skylark (ohne Zusatzbezeichnung). Die Unterserie Limited wurde zugunsten des Skylark Gran Sport (Coupé), bzw. des Skylark Luxury Edition (Limousine) aufgegeben. Nur technische Änderungen gab es 1991: beim DOHC-Vierzylinder wurde die Leistung auf 160 nhp (118 kW) gesteigert.

Innerhalb von fünf Jahren entstanden 373.626 Skylark.

Dunkle Kunststoffstoßfänger und ein um die Fahrzeugecken herumgeführtes Leuchtenband vorne und hinten kennzeichneten den neuen Skylark des Jahres 1992. Basismotorisierung war ein Vierzylinder-OHC-Motor mit 2,3 l Hubraum und nur noch 120 nhp (88 kW). Darüber rangierte der bekannte V6 mit 160 nhp (118 kW). Die Grundversion hieß schlicht Skylark, die besser ausgestatteten Fahrzeuge trugen die Bezeichnung Skylark Gran Sport – jeweils als 2-türiges Coupé und als 4-türige Limousine.

1993 gab es nur wenige Änderungen. Der Vierzylinder erreichte nur noch 115 nhp (85 kW). Anstatt der einfachen Skylark-Version gab es nun wieder einen Skylark Custom als Basismodell und einen Skylark Limited in der mittleren Version.

1994 gab es einen neuen V6-Motor, der bei nur noch 3130 cm3 Hubraum die gleiche Leistung erbrachte wie der Vorgänger. Die Limited-Version gab es nur noch für die Limousine.

1995 wurde innerhalb der Limited-Baureihe wieder ein Coupé eingeführt, und der Vierzylindermotor erhielt wieder zwei obenliegende Nockenwellen, was ihm zu 150 nhp (110 kW) Leistung verhalf.

1996 wurde das Styling erneut überarbeitet. Der Skylark erhielt ein neues Armaturenbrett und einen neuen Kühlergrill, dessen obere Hälfte mit einer in Wagenfarbe lackierten Blende verkleidet war. Der Hubraum des Vierzylinders wurde bei gleichbleibender Leistung auf 2393 cm3 vergrößert.

Im letzten Produktionsjahr erhielt der Skylark erneut einen neuen Kühlergrill mit feinen vertikalen Chromstäben. In technischer Hinsicht blieb 1997 die Modellreihe unverändert.

1998 übernahm der Century die Rolle als Einstiegsmodell bei Buick. In diesen letzten sechs Jahren wurden 321.698 Exemplare des Skylark produziert. Die Produktionsstätte in Lansing wurde danach für den Bau des Chevrolet Malibu eingerichtet.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Buick Skylark aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.

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