BMW 501 (1952-1959) / 502 (2.6- 3200 V8 Coupe) (1958-1966)

 

Der BMW 501/502 war ein Pkw der Oberklasse. BMW produzierte in den Jahren 1952 bis 1964 die Modelle 501 mit Zweiliter-Sechszylindermotor sowie die Modelle 502 und 506 bzw. 2600/3200 mit 2,6- oder 3,2-Liter-V8-Motor aus Leichtmetall.

BMW 501 - 1:43

 

Die geschwungene Karosserieform der repräsentativen Limousine wurde bald unter dem Namen Barockengel bekannt. Mit Preisen zwischen 11.500 DM (501, Juli 1956) und rund 22.000 DM (3,2 Liter Super, 1960-63) waren die Fahrzeuge für die Nachkriegszeit sehr teuer, sodass über die zwölfjährige Bauzeit nur wenig mehr als 23.000 Einheiten hergestellt werden konnten, einschließlich ca. 280 Cabriolets und Coupés mit Karosserien von Baur in Stuttgart und Autenrieth in Darmstadt. Auf dem Chassis des 502 mit 3,2-Liter-V8-Motor basierten auch der BMW 507 (Roadster), der BMW 503 (Coupé oder Cabriolet) und der BMW 3200 CS Bertone.

 

Feuerwehren und die Polizei fuhren den BMW 501/502 als Einsatz- bzw. Streifenwagen (bekannt aus der Fernsehserie Funkstreife Isar 12 mit Wilmut Borell und Karl Tischlinger). Das Karosseriewerk Binz & Co. in Lorch (Württemberg) baute im Auftrag des Bayerischen Roten Kreuzes auf der Basis des 502 einen komfortablen Krankenwagen, der allerdings ein Einzelexemplar blieb.

 

 

Geplant war die Serienfertigung einer Pullman-Limousine, die auf der Automobilausstellung 1955 in Frankfurt als BMW 505 vorgestellt wurde. Dieser 5,10 Meter lange Wagen mit Trennscheibe und Sprechanlage zwischen Passagier- und Fahrerraum, ausklappbarer Schreibplatte, Getränkebar usw. sollte als „Staatskarosse“ mit dem Mercedes-Benz 300 konkurrieren. Nachdem jedoch Bundeskanzler Konrad Adenauer weiterhin den Mercedes bevorzugte, ging der BMW 505 nicht in Serie; es blieb bei zwei Ausstellungsstücken. Adenauer soll im großen BMW mit Chauffeur probegefahren, aber beim Einsteigen mit seinem Hut angeeckt sein. Dies habe ihm nicht gefallen, und das Kanzleramt bestellte nicht.

Die Sechs- und Achtzylinder-Modelle waren mit ein Grund dafür, dass BMW 1959 beinahe von seinem damaligen Hauptkonkurrenten Daimler-Benz übernommen worden wäre. Dies wurde in einer spannenden Hauptversammlung durch Kleinaktionäre und den Hauptaktionär Quandt verhindert, der als Dank hierfür später ein BMW 3200 CS Cabriolet erhielt. Wirtschaftlich gesundete BMW durch den Erfolg der Isetta, des BMW 700 und vor allem der neuen Mittelklasse BMW 1500.

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