BMW 3er (E21) (1975-1984)

 

Mit dem Werkscode BMW E21 werden die Fahrzeuge der ersten 3er-Reihe von BMW bezeichnet.

BMW E21 3 Series 1975-1983: 1975 to 1983 (Essential Buyer's Guide)

 

Die Baureihe E21 war die erste 3er-Reihe des Autoherstellers BMW. Sie wurde 1975 als Nachfolger der 02-Modelle vorgestellt und bis 1983 gebaut. Ausnahme: die Modellvarianten 315, 316 und 318i (316 und 318i nur für einige Exportmärkte) wurden bis Dezember 1983 gebaut. 1982 erschien das Nachfolgemodell E30.

Zu dieser Zeit stand das „i“ hinter der Zahlenkombination (zum Beispiel 320i) noch für „injection“, also Einspritzer. Modelle ohne das „i“ waren somit mit Vergasern (zum Beispiel 316) ausgerüstet. Dieselmotoren waren erstmals im Nachfolgemodell E30 lieferbar.

Einzige Karosserievariante war die zweitürige Limousine, auf deren Basis der Karosseriebauer Baur das TC1 - Topcabriolet herstellte. Insgesamt entstanden 1.364.039 Exemplare aller Motorisierungen, davon wurden 4595 zu Baur-Topcabriolets umgebaut, welche zwischen 1977 und 1982 mit allen Motorisierungen über die BMW-Händlerorganisation angeboten wurden.

Die ersten Modelle des E21 wurden noch ohne die schwarze Kunststoffblende zwischen den Heckleuchten ausgeliefert. Aufgrund von Kundenprotesten wegen der kargen Heck-Optik (beim Vorgänger war noch das Kennzeichen zwischen den Leuchten montiert) floss dann jedoch kurz nach Produktionsanlauf (Dezember 1975) die geriffelte Heckblende in die Serie ein und verlieh dem Heck damit eine zeitgemäße Optik.

Die Fahrzeuge mit den „kleinen“ Vierzylinder-Motoren (315, 316, 318 und 318i) unterscheiden sich auch optisch von den Varianten 320, 320i und 323i. So haben die kleineren Modelle große, einzelne Rundscheinwerfer ähnlich dem Vorgänger BMW 02 anstelle der kleinen, runden Doppelscheinwerfer. Dazu tragen die Sechzylindermodelle ein Typenschild im Kühlergrill. Der BMW 323i ist als einzige Variante mit zwei Auspuffendrohren ausgestattet, von denen eines auf der linken und eines auf der rechten Seite des Fahrzeughecks angeordnet ist.

 

 

Im Innenraum unterscheiden sich die Modelle durch Polsterstoffe und Details der Innenausstattung: Ab Modelljahr 1981 haben die Sechszylinder-Modelle aufwendigere Materialien, der 315 hat hingegen einen reduziertem Ausstattungsumfang (zum Beispiel Entfall der ab Modell 1977 in allen anderen Modellen serienmäßigen Kartentaschen vorne). Alle Modelle ab BMW 320 haben einen serienmäßigen Drehzahlmesser.

Im September 1978 fiel die schwarze Grundfläche unter dem Chrom-Typenschild weg. Die noch aus dem BMW 02 übernommenen Vordersitze wurden durch Neukonstruktionen (unter anderem Gurtschlösser am Sitzrahmen befestigt) ersetzt. Der Auspuff der Modelle 316 bis 320 wurde weiter vom Kennzeichen weg an die Stelle des linken 323i-Auspuffs verlegt.

Im Rahmen der Modellpflegemaßnahmen erhielten alle Modelle zum Modelljahr 1980 neu aufgeteilte Rückleuchten mit – je nach Ausstattungsumfang – integrierten Nebelschlussleuchten. Anstelle des Chrom-Außenspiegels erhielten die Fahrzeuge einen elektrisch verstellbaren Außenspiegel aus schwarzem Kunststoff (315: manuell verstellbar), der nun nicht mehr auf dem Türblech, sondern im sogenannten Spiegeldreieck montiert wurde. Die Frontschürze wurde modifiziert und mit einem größeren Spoiler ausgestattet, außerdem wurde die Abgasanlage überarbeitet. Im Innenraum hatten die Modelle eine neu gestaltete Mittelkonsole mit mittigen rundem Warnblinkschalter und eine geänderte Heizungsbedienung. Der Schalthebelknopf erhielt eine Schaltschema aus Plexiglas.

Bei dem im April 1980 neu eingeführten Basismodell 315, welches bis Dezember 1983 parallel zum Nachfolgemodell E30 (ab November 1982) angeboten wurde, wurden verschiedene Einsparungsmaßnahmen realisiert. So hat der 315 serienmäßig unter anderem nur einen mechanisch verstellbaren Außenspiegel, eine mit Kunstleder bespannte Hutablage (alle anderen Modelle hatten hier Teppich), keine seitliche Kartentaschen an den Türverkleidungen, Stoßstangen mit sichtbaren Verbindungsschrauben und anstatt H1/H4-Halogenscheinwerfern solche mit Zweifaden-Glühlampen alter Technik. Das auffälligste äußere Erkennungsmerkmal des 315 waren die Rahmen der Seitenscheiben, die mattschwarz lackiert waren, die Blenden aus poliertem Aluminium entfielen. Einziger seitlicher Chromzierrat waren die Fensterschachtleisten, die Regenrinnen und die Chromeinlage in den Rammschutzleisten. Der 315 kostete 1981 ab Werk 15.850 DM (nach heutiger Kaufkraft und inflationsbereinigt 15.290 Euro).

Für einige Exportmärkte wurde der 315 vorübergehend auch mit dem 318i-Motor ausgerüstet und unter der Bezeichnung „318i Bavaria“ ausgeliefert.

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