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  • Modellcode(s): 4GA, 4GF, C7
2010 Audi A7 C7
2010 Audi A7 C7

Der Audi A7 C7 (interne Typbezeichnung 4G) ist ein von der Audi AG produzierter fünftüriger Pkw mit Fließheck.

Er hat die gleiche Plattform wie der Audi A6 C7. 

Das Kraftfahrt-Bundesamt nennt den Audi A7 im Segment Oberklasse.

Design und Modellgeschichte

Das Fahrzeug basiert auf der auf der North American International Auto Show (NAIAS) 2009 präsentierten Studie Audi Sportback Concept. Das Cockpit wurde fast unverändert von der Studie in die Serie übernommen.

Als Serienfahrzeug wurde der A7 am 27. Juli 2010 in der Pinakothek der Moderne in München vorgestellt und hatte die formale Öffentlichkeitspremiere auf der Mondial de l’Automobile 2010.

Das Heck des Audi A7 zitiert das des von Mitte 1970 bis Sommer 1976 gebauten Audi 100 Coupé S. Das Fahrzeug besitzt einen cW-Wert von 0,28 und einen sich bei über 140 km/h automatisch ausfahrenden Heckspoiler.

Ausstattung

Audi bot im A7 erstmals optional ein Head-Up-Display an; dieses projiziert Hinweise des Navigationssystems sowie die Geschwindigkeit auf die Frontscheibe. Das Armaturenbrett enthält als zentralen Bildschirm einen 6,5"-Monitor; dieser ist Teil des Audi MMI-Infotainmentsystems.

Motorisierungen

Das Fahrzeug wurde zunächst mit vier Sechszylinder-Motoren angeboten: Als Ottomotoren wurden ein 2.8 FSI mit 150 kW (204 PS) und ein 3.0 TFSI mit 220 kW (300 PS) angeboten. Als Diesel sind zwei Varianten des 3.0-TDI-Motors mit 150 kW (204 PS) oder 180 kW (245 PS) erhältlich. Modelle mit Allradantrieb sind mit dem Doppelkupplungsgetriebe S tronic ausgestattet. Die 150-kW-Motoren, die über einen Frontantrieb verfügen, werden mit dem stufenlosen Automatikgetriebe Multitronic ausgeliefert.

Im Herbst 2011 folgte eine weitere Ausbaustufe des 3.0 TDI – mit Biturboaufladung und 230 kW (313 PS), wie er bereits zuvor auch im Audi A6 C7 angeboten wurde. Darüber hinaus wurde im März 2012 die Leistung des 3.0 TFSI auf 228 kW (310 PS) angehoben und die Sportversion S7 vorgestellt. Wie im Audi S6 C7 verfügt der Audi S7 über einen 4,0-l-V8-Biturbomotor mit 309 kW Leistung (420 PS) und soll von 0 auf 100 km/h in 4,7 s beschleunigen.

Auf der North American International Auto Show in Detroit wurde Anfang 2013 das RS7-Modell des A7 vorgestellt. Als Motor kommt ein auf 412 kW (560 PS) leistungsgesteigerter V8-Biturbomotor mit 4 Liter Hubraum zum Einsatz, wodurch der RS7 in 3,9 s auf 100 km/h beschleunigen soll.

Modellpflege

Im Mai 2014 wurden die modifizierten Audi A7 und S7 vorgestellt (Facelift). Es zeichnet sich an der Front vor allem durch schmalere Scheinwerfer, einen breiteren Kühlergrill sowie geänderte Stoßfänger aus. Hinten wurde die Grafik der Leuchten geändert und die Heckschürze anders gestaltet. Die Auspuffblenden sind jetzt rechteckig anstatt rund und die Rückleuchten haben serienmäßig das sogenannte dynamische Blinklicht. Ebenfalls Standard wurden LED-Frontscheinwerfer (optional Matrix-LED-Technik). Neben neuen Außenfarben und Räderdesigns gab es im Innenraum andere Materialien, mehrere zusätzliche Chromelemente sowie einen neuen Automatikwählhebel.

Zudem wurde das Audi MMI mit Tegra 3-Prozessor und Long Term Evolution Internetzugang in den A7 eingeführt.

Die Motoren wurden alle überarbeitet und haben nun mehr Leistung. Erstmals gab es einen Vierzylindermotor im A7, der den bisherigen 2.8-FSI-Motor ablöste. Für die Modelle mit Frontantrieb wurde die multitronic durch eine neu entwickelte 7-Gang-S-tronic ersetzt. Bei einigen Motoren wurde eine spezielle Leichtbau-Bremsanlage eingesetzt.

Abgasskandal

Im Zuge des seit September 2015 andauernden Abgasskandals der Automobilindustrie gab Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bekannt, dass das Modell A7 mit Dieselmotor im Produktionszeitraum 2010 bis 2013 mit einer illegalen Abschalteinrichtung versehen war, die die Abgasnachbehandlung im Straßenbetrieb reduziert bzw. ganz abschaltet. Zusammen mit dem Modell A8 waren diese Abschalteinrichtungen in rund 24.000 Fahrzeugen verbaut worden. Audi gab als Grund für die erhöhten Stickoxidwerte einen technischen Fehler an und versprach eine Umrüstaktion.

Im Mai 2018 wurde bekannt, dass die 200-kW-Modelle des Audi A7 ebenfalls betroffen sind. Bei diesen Modellen wird die SCR-Abgasnachbehandlung stark gedrosselt, wenn sich der Tank für die notwendige Harnstofflösung AUS 32 erschöpft.

RS7 piloted driving concept

Mit dem RS7 piloted driving concept testet Audi auf Basis eines RS7 das autonome Fahren auf Rennstrecken. Der Prototyp orientiert sich auf der Rennstrecke mit Hilfe von Differential-GPS und Kamerabildern. Audi testete das Fahrzeug unter anderem auf dem Sonoma Raceway und dem Hockenheimring.

 

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