Der Abarth 1300 Scorpione und die leistungsstärkere SS-Variante basieren auf dem Lombardi Grand Prix, einem kompakten zweisitzigen Coupé mit besonders niedriger Dachlinie.
Die Entwicklung erfolgte bei Carrozzeria Francis Lombardi.
Das Karosseriedesign stammt von Giuseppe Rinaldi, der bei Lombardi angestellt war. Der Lombardi nutzte das Fahrwerk und den Motor des Fiat 850 und leistete anfangs bescheidene 37 PS, später, in einer zweiten Phase, etwas mehr als 47 PS.
Lombardi Grand Prix: Einzigartiges Erscheinungsbild und Designmerkmale
Der Lombardi Grand Prix und seine Varianten, darunter auch die von Abarth, zeichnen sich durch ein unverwechselbares Erscheinungsbild aus, das von einer langen, keilförmigen Frontpartie mit Klappscheinwerfern geprägt ist. Bis auf die Motorhaube aus Aluminium besteht die Karosserie aus Stahl. Die runden Rückleuchten weisen auf die Verwandtschaft zum Fiat 850 hin. Aufgrund der niedrigen, weit nach vorne reichenden Windschutzscheibe mit einem einzelnen zentralen Scheibenwischer ist hinter dem Dreispeichenlenkrad kein Platz für ein herkömmliches Kombiinstrument. Alle Anzeigen sind zentral direkt vor dem Schalthebel in einer zum Fahrer geneigten Mittelkonsole angeordnet.
Lombardi Grand Prix Abarth 1300 Scorpione und 1300 Scorpione SS: Motor-Upgrades und limitierte Produktion
Die ultimativen Versionen des Lombardi Grand Prix stammten nicht von Giannini, sondern von Abarth: der 1300 Scorpione und der 1300 Scorpione SS. Abarth wählte den 1,2-Liter-Motor des Fiat 124 S, dessen Hubraum auf 1280 cm³ erweitert wurde. Dieser leistete im Scorpione 75 PS und im Scorpione SS sogar bis zu 100 PS, was unter anderem auf eine höhere Verdichtung und zwei Doppelvergaser vom Typ Weber 45DCOE zurückzuführen war. Auch das Fahrwerk des SS wurde deutlich verbessert. Die serienmäßige Querblattfeder an der Vorderachse wurde durch Schraubenfedern ersetzt, während die Hinterachse mit der sogenannten TCR-Federung ausgestattet war. Stabilisatoren wurden eingeführt und rundum Scheibenbremsen verbaut. Es wurden nur etwa fünfzehn SS-Einheiten gebaut.

