1975 Jaguar XJS
1975 Jaguar XJS

Jaguar XJS (1975-1996)

Der Jaguar XJ-S bzw. XJS ist ein Gran Turismo des britischen Autoherstellers Jaguar.

Er wurde vom 10. September 1975 bis 4. April 1996 in ca. 115.413 Exemplaren hergestellt und ist damit das bislang erfolgreichste Jaguar-Sportmodell.

Insgesamt gibt es ca. 21 Modellvarianten in drei aufeinanderfolgenden Serien.

  • Serie 1 : 1975–1981
  • Serie 2 : 1981–1991
  • Serie 3 : 1991–1996

Mit dem letzten Jaguar E-Type, der im September 1974 hergestellt wurde, gab Jaguar den Markt für Roadster-Sportwagen, für die gerade die englische Autoindustrie mit Marken wie Jaguar, Triumph und MG bekannt war, auf. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen, insbesondere in den USA, veranlassten Jaguar, die Entwicklung eines schnellen, komfortablen Coupé (GT) gegenüber einem Roadster zu favorisieren. Die Linienführung des auf Basis der XJ-Limousine entwickelten und mit dem V12-Motor aus dem E-Type Serie III versehenen XJ-S 5.3 GT Coupe Serie 1 war seinerzeit zunächst umstritten. Es dauerte eine gewisse Zeit bis das XJ-S 5.3 GT Coupe Serie 1 als eigenständige, avantgardistische Design Kreation anerkannt und geschätzt wurde. Das Design hatte auf jeden Fall das Potential für einen Longseller mit einer Bauzeit von über 20 Jahren und 7 Monaten.

Im heutigen Straßenbild ist der XJ-S (Serie 1 und 2) bzw. XJS (Serie 3) über 26 Jahre nach seinem Produktionsende nur noch selten anzutreffen. Dies liegt zum einen daran, dass die gebauten Stückzahlen vergleichsweise gering sind, zum anderen daran, dass XJ-S/XJS-Besitzer ihn heutzutage selten als Alltagsauto nutzen. Der Markt für gebrauchte XJ-S / XJS ist dennoch relativ groß und die Ersatzteilversorgung als gut zu bezeichnen. Während für die jüngeren XJS Baujahre (Serie 3: 1991–1996) fast alle Ersatzteile direkt über die Jaguar-Händler bezogen werden können, muss bei den älteren XJ-S Modellen (Serie 1: 1975–1981 und Serie 2: 1981–1991) teilweise auf private Verkäufer oder darauf spezialisierte Händler, die meisten davon in den USA, Niederlande oder Großbritannien, zurückgegriffen werden. Auf dem europäischen Gebrauchtmarkt werden heute fast ausschließlich XJ-S 5.3 HE Serie 2 Modelle ab Modelljahr 1981 bzw. XJS Facelift-Modelle (Serie 3) ab Modelljahr 1991 angeboten. In der Anschaffung ist ein XJ-S HE Coupe Serie 2 vergleichsweise günstig, was für den Unterhalt nicht unbedingt gilt. Die offenen Versionen des XJ-S V 12 Convertible Serie 2 sind meist teurer als die entsprechenden Coupe Versionen. Bei den Coupés sind vor allem wegen der geringen Stückzahlen die verschiedenen Sondereditionen (Insignia, Collection Rouge, Collection Classic und Celebration) gesucht. Die aktuellen Marktpreise beginnen bei ca. 10.000 € für frühe XJ-S 5.3 HE Coupé Serie 2 in mäßigem Zustand aus den 80er Jahren und erreichen bis über 50.000 € für sehr gut erhaltene XJS Convertible (Serie 3) der Baujahre 1993–1996. Die Fahrzeuge der letzten Baujahre (Serie 3) waren hochwertig verarbeitet und hatten teilverzinkte Karosserien. Sie sind heute insbesondere als XJS Convertible Serie 3 in der 2+2-Version als 4.0 und 6.0 sehr beliebt und gelten als wertstabil. Eine Sonderstellung bei der Preisentwicklung nehmen mittlerweile die XJ-S Lynx Eventer (Shooting Brake) Serie 2 und 3 und die R-Sportmodelle XJR-S 6.0 Coupé Serie 3 und XJR-S 6.0 Convertible Serie 3 ein. Hier muss mit Aufschlägen von 50 bis 100 % gerechnet werden, da es sich um exclusive Kleinserien handelt. Außerdem waren diese Fahrzeuge als Neuwagen schon erheblich teurer.

In den letzten Jahren wurde die Nachfrage nach jüngeren XJS Serie 3 Modellen in Europa auch durch US-Importe befriedigt, deren Technik nicht exakt den in Europa vertriebenen Ausführungen entspricht (Abgasnachbehandlung und Motorsteuerung) und deren Motoren eine etwas geringere Leistung erbringen. Äußerlich sind die US-Modelle an der dritten Bremsleuchte, dem fehlenden Blinker im Kotflügel (hier Jaguar-Emblem), der Kennzeicheneinfassung am Heck, dem Heckspoiler beim XJS 6.0 V12 Convertible Serie 3 sowie dem anderen Tachometer erkennbar. Weiter sind sie durch ihre Fahrgestellnummer eindeutig zu identifizieren – der sechste Buchstabe ist ein „X“. Nach Europa ausgelieferte Fahrzeuge haben an dieser Stelle den Buchstaben „A“.

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