Ferrari 400 (1976-1989)

1976 Ferrari 400Die Ferrari 400 (ab 1985: Ferrari 412) ist ein 2+2-sitziges Coupé des italienischen Sportwagenherstellers Ferrari.

Die Modelle 400 und 412 waren mit vornliegendem Zwölfzylindermotor und Hinterradantrieb ausgestattet und wurden wahlweise mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder Dreigang-Automatikgetriebe ausgeliefert.

Das Design des Wagens entsprach weitestgehend dem des Vorgängers Ferrari 365 GT4 2+2.

Der 400 GT (ab 1979 400i genannt) wurde im Herbst 1976 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Die äußerlich gegenüber dem Ferrari 400 dezent modifizierte Serie 412 debütierte auf dem Genfer Salon 1985. Die Produktion endete 1989.

Heute ist Pininfarinas 400 einer der preiswertesten Zwölfzylinder-Ferrari auf dem Gebrauchtwagenmarkt, wobei die Preise allerdings im Zuge der Nachfrage nach Sportwagenklassikern steigen. Vor allem das zurückhaltende Aussehen und die hohen Unterhaltskosten schränken die Attraktivität jedoch noch immer ein. Die Gebrauchtwagenpreise für einen Ferrari 400i liegen 2015 zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Günstiger liegen 2015 „noch“ die Preise für das Nachfolgemodell 456.

Der Ferrari 400/412 war Grundlage für eine Reihe unterschiedlichster Konversionen, die regelmäßig von unabhängigen Herstellern entwickelt wurden und teilweise Einzelstücke blieben, mitunter aber auch eine Kleinserienverbreitung fanden. Zahlreiche Hersteller boten Cabriolet-Umbauten an, unter ihnen das etablierte Werk Carrozzeria Pavesi.[2] Daneben waren auch andere Karosserieversionen möglich. Zu den modifizierten Modellen gehören:

  • Michelotti Meera,
    ein zweitüriges Coupé, von Giovanni Michelotti entworfen, mit eckiger Karosserie und Ferrari 400-Technik.
  • Felber Croisette:
    Der Schweizer Autoveredeler Felber produzierte in geringen Stückzahlen einen dreitürigen Kombi im Shooting-Brake-Stil auf der Basis des Ferrari 400. Bei dieser Konstruktion blieb der Aufbau des Coupés bis zur C-Säule unverändert; Felber fügte über dem Kofferraum lediglich ein Dachteil mit großer Heckklappe ein. Bei zumindest einem Exemplar war Felbers Dachaufbau farblich abgesetzt.
  • Le Marquis Sedan:
    In Großbritannien stellte Robert Jankel, der in den 1970er Jahren mit dem von ihm gegründeten Unternehmen Panther Westwinds einigen Erfolg im Bereich von Oldtimer-Repliken gehabt hatte, eine viertürige Limousine auf Basis des Ferrari 400 her. Das Fahrzeug wurde von Jankels Unternehmen Le Marquis vertrieben. Das Fahrgestell des Ferrari wurde deutlich verlängert; zugleich wurden die Vordertüren gegenüber der serienmäßigen Version des Coupés geringfügig verkürzt. Ein besonderes Merkmal des Le Marquis Sedan war ein seitliches Dreiecksfenster zwischen den hinteren Türen und der D-Säule.
  • Mardikian Ferrari 400:
    Im Jahr 1981 präsentierte Mardikian Coachworks, ein sich selbst als Autoveredler bezeichnendes Unternehmen aus Newport Beach, Kalifornien, eine sog. Stretch-Limousine auf der Basis des Ferrari 400 her. Mardikian verlängerte das Fahrgestell des Ferrari um mehr als 150 cm. Im mit rotem Samt bezogenen Fahrgastraum wurden vier gegenüberliegend positionierte Sitze sowie ein Fernsehgerät und eine Bar untergebracht. Das schwarz lackierte Fahrzeug erhielt ein schwarzes Vinyl-Dach. Maridikians Ferrari-Limousine blieb ein Einzelstück. Das Fahrzeug wurde im Sommer 2008 in Kalifornien zum Verkauf angeboten.
  • Bitter SC
    Die Linie des Ferrari 400 diente der Firma Bitter Automobile im deutschen Schwelm als Vorlage für den 1980 vorgestellten Bitter SC.

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