1971 De Tomaso DeauvilleDe Tomaso Deauville (1971-1988)

Der De Tomaso Deauville ist eine viertürige Limousine des italienischen Automobilherstellers De Tomaso aus Modena.

Die Bezeichnung des Fahrzeugs weist auf den französischen Badeort Deauville hin, in dem sich eine bekannte Pferderennbahn befindet. Markengründer Alejandro De Tomaso trug damit der Vorliebe seiner Gattin Isabell Haskell für Pferderennen Rechnung.

Konzeptionell war der Deauville als Konkurrent des im Spätsommer 1968 erschienenen Jaguar XJ6 gedacht.

Gleichzeitig sollte er aber auf dem nationalen Markt auch die Lücke füllen, die der Ende 1970 eingestellte Maserati Quattroporte I hinterlassen sollte.

 

 

Alejandro de Tomaso behauptete anlässlich der Vorstellung des Deauville, der Karosserieentwurf ginge auf die mit ihm befreundete Mailänder Modedesignerin Giulia Moselli zurück. Tatsächlich gestaltete Tom Tjaarda, der seinerzeit Designchef der Carrozzeria Ghia war, den Wagen.

Während in zahlreichen Beschreibungen der Deauville-Entwurf als bloße Kopie des Jaguar XJ6 angesehen wird, erklärte Tjaarda in einem Interview aus dem Jahr 2011, er habe das Design des Deauville bereits vor der Präsentation der Jaguar-Limousine entwickelt: Der Entwurf sei fertig gewesen, bevor sich Alejandro De Tomaso für den Bau einer viertürigen Limousine entschieden habe. Laut Tjaarda geht der Entwurf auf eine Ghia-Studie zurück, die er im Auftrag des amerikanischen Ford-Konzerns entwickelt habe. Dessen damaliger Präsident Lee Iacocca sei an einer nach amerikanischen Maßstäben kompakten Sportlimousine mit europäischem Stil interessiert gewesen. Bei der Gestaltung des Deauville-Karosserie habe Tjaarda die Linien des Lancia Marica und des De Tomaso Mustela I zitiert, zweier Studien, die er zuvor für Ghia entworfen hatte. Vier Jahre später erklärte er allerdings in einem anderen Interview, er habe den Auftrag erhalten, ein Auto zu entwerfen, das „wie der Jaguar XJ aussieht, aber kein Jaguar ist.“

In jedem Fall weist das Design des Deauville einige konzeptionelle Ähnlichkeiten zu dem des Jaguar XJ auf. Einige Detailfragen waren identisch gelöst, etwa die Motorhaube, die samt Kühlergrill, innerer Scheinwerfer und Frontstoßstange aufklappte, und die zwei separat zugänglichen Tanks.

Das Fahrwerk und die Bodengruppe des Deauville wurden von Giampaolo Dallara entworfen; Detailfragen der Konstruktion erledigte die Carrozzeria Vignale.

Der Wagen ist rundum mit einzeln an doppelten Dreieckslenkern aufgehängten Rädern ausgestattet. Der Motor ist eine ebenso schlichte wie kraftvolle und solide Konstruktion: De Tomaso verwendete wie im Pantera einen Achtzylinder der Ford Cleveland-Baureihe. Offiziell war seine Leistung auf 270 PS gedrosselt worden, tatsächlich aber wurden nur besonders starke Motoren eingesetzt, um der fast zwei Tonnen schweren Limousine sportliche Fahrleistungen zu verleihen. Das Getriebe ist eine Ford-C6-Automatik. Auch ansonsten nutzte De Tomaso zahlreiche Anbauteile aus der Großserie: Die Hinterachse wurde etwa vom Jaguar Mark X übernommen, und die Lenksäule stammte aus der Lincoln-Produktion

 

 

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