Ab August 2012 müssen alle neu zugelassenen Nutzfahrzeuge ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen mit Tagfahrleuchten ausgerüstet sein. Diese Regelung ist für Personenkraftwagen bereits seit Februar 2011 gültig. Die Richtlinie ist für beide Fahrzeugarten gleichermaßen verbindlich und muss auch bei der Nachrüstung beachtet werden, erklärt die Prüforganisation KÜS.

Nutzfahrzeuge von DaimlerChrysler seit 1896: Mercedes-Benz - Freightliner - Fuso  

Eigenes Genehmigungskennzeichen

Bei der Nachrüstung gilt es laut KÜS, auf einige Neuheiten zu achten. Lichttechnische Anlagen sind sogenannte bauartgenehmigungspflichtige Teile und als solche mit einem entsprechenden Zeichen – großes E mit kleiner Ziffer im Kreis daneben – zu kennzeichnen. Veränderungen an diesen Anlagen, etwa die Verwendung eines anderen Leuchtmittels, sind nicht zulässig. Tagfahrleuchten dürfen nur alleine – auf keinen Fall mit dem Abblendlicht zusammen – betrieben werden. Wird die Leuchteinheit fürs Tagfahrlicht beim Einschalten des Abblendlichts auf Standlichtniveau abgedimmt, so gilt es rechtlich dann auch als solches.

Keine Plakette ohne richtige Ausrüstung

Bei der Aus- und Nachrüstung mit einem Tagfahrlicht ist die fachgerechte Installation am Fahrzeug von zentraler Bedeutung, so die GTÜ. Ein Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschriften kann bei der Hauptuntersuchung mit der Bewertung "erheblicher Mangel" enden. Eine Plakette wird dann nicht erteilt. Auch im Falle eines Verkehrsunfalls könnte eine nicht genehmigte Nachrüstung mit Tagfahrlicht möglicherweise Auswirkungen auf die rechtliche Beurteilung der Situation haben. (ll)

 
 

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