Die Modellvielfalt bei den Autoherstellern treibt einer Studie zufolge immer neue Blüten. Derzeit sind 3.281 unterschiedliche Fahrzeugvarianten nach Modellen, Karosserieformen und Motorenarten im deutschen Autohandel erhältlich, ergab eine Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Bei den reinen Modellreihen wie Ford Fiesta oder Opel Astra seien es 376 - bis 2015 soll diese Zahl gemäß den Plänen der Hersteller sogar auf 415 wachsen. 1995 waren es erst 227.

"Eine Wende des Trends ist nicht absehbar. Das Gegenteil ist der Fall, der Trend beschleunigt sich", stellt CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer fest. Allerdings könnte sich dies für Hersteller, die gemessen an ihrem Anspruch nur wenige Modelle einer Reihe verkaufen, zum Problem bei den Vertriebskosten entwickeln. "Volumenmarken wie Citroën, Jeep, Chevrolet, Alfa Romeo, Daihatsu und Chrysler werden es schwer haben, mit zusätzlichen Varianten im Markt zu agieren." Stattdessen hätten überraschenderweise Marken wie Skoda, Dacia und Smart sogar noch Potenzial, resümiert Dudenhöffer.

Bei den Karosserievarianten dominiert in Deutschland das Fließheck wie beim VW Golf (102 Modelle), gefolgt von den immer beliebteren "Geländewagen" (SUV, 76 Modelle) und dem klassischen Auto mit Stufenheck (64). (dpa)

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