Die EU-Kommission wird sich mit ihrem Vorschlag jährlicher Hauptuntersuchungen (HU) für ältere Autos wohl nicht durchsetzen. Die überwältigende Mehrheit der Verkehrsminister der EU-Länder wehrte sich bei einem Treffen in Luxemburg gegen die Pläne, wie Diplomaten am Dienstag bestätigten. Die Minister drängten zudem auf mehr nationalen Gestaltungsspielraum in der Gesetzgebung.

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte sich gegen die jährliche Prüfung für ältere Fahrzeuge gewehrt und keinen Änderungsbedarf gesehen. Die Brüsseler Pläne seien "ein typisches Beispiel für den Versuch einer Überregulierung", sagte er am Montag bei dem Treffen. Wegen der guten Kontrollen in Deutschland sei eine Prüfung alle zwei Jahre auch für ältere Wagen ausreichend.

Die EU-Kommission hatte eine jährliche Prüfung für Autos ab dem siebten Betriebsjahr vorgeschlagen. Dies sollte helfen, die Zahl der Toten im Straßenverkehr zu senken. Technische Mängel seien Ursache für sechs Prozent aller Autounfälle und für 2.000 Tote pro Jahr, hatte die Brüsseler Behörde bei der Vorstellung ihrer Pläne erklärt. 1.200 davon seien durch bessere Sicherheitskontrollen zu vermeiden. Wie effektiv häufigere Prüfungen wären, ist unter Experten aber umstritten. (dpa)

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