Die deutschen Autokäufer haben Europas Zulassungslokomotive im Mai eingebremst. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg bekannt gab, ging die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 289.977 zurück. Damit schmilzt auch das kumulierte Zulassungsplus des bisherigen Jahres fast vollständig: Von Januar bis Mai kamen insgesamt 1.337.679 Neuwagen auf die Straße – das sind nur 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im April lag der Automarkt noch 1,8 Prozent über Vorjahr (wir berichteten).

Vergleich der Marktcharakteristika des europäischen und asiatischen Automobilmarktes

Unter den deutschen Marken ging es lediglich bei Porsche (plus 12,3 Prozent) und Audi (plus 5,8 Prozent) aufwärts. Mercedes erreichte fast sein Vorjahresniveau (minus 0,1 Prozent), BMW/Mini gaben um 5,3 Prozent nach. Opel musste erneut ein kräftiges Minus von elf Prozent hinnehmen. Auch die Marke VW verkaufte sich schlechter als im Mai 2011 (minus 6,9 Prozent). Ford büßte 7,5 Prozent ein.

Die meisten Zulassungen bei den Importfabrikaten konnte Skoda trotz leichtem Rückgang (minus 2,2 Prozent) auf sich vereinen. Bei den volumenstärkeren ausländischen Marken gab es im Mai ein deutliches Wachstumsplus bei Toyota (plus 20,5 Prozent), Kia (plus 38,7 Prozent) und Honda (plus 52,1 Prozent).

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Kleine Autos gefragt

Nicht nur Geländewagen stehen weiter in der Gunst der Neuwagenkäufer (plus 13,9 Prozent), auch kleine Fahrzeuge waren im Mai sehr gefragt: So wuchs das Segment der Kleinstwagen um 16 Prozent, die Minivans legten ein Plus von 14,6 Prozent hin. Bei den Wohnmobilen gab es im Mai eine Zunahme von 11,3 Prozent zum Vorjahr.

48,7 Prozent der Neuwagen verfügten laut KBA über einen Dieselantrieb. Der Privatmarkt schwächelte weiter und hatte im Mai einen Anteil von 38,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese Quote 42,2 Prozent. Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) beklagte die hohe Zahl von Eigenzulassungen der Hersteller und Händler. Sie hätten in den ersten vier Monaten 2012 auf der Rekordhöhe von fast 30 Prozent des Gesamtmarktes gelegen. "Diese Fahrzeuge drängen dann als junge Gebrauchtwagen zusätzlich auf den Markt und beeinflussten das Preisniveau sowohl für Neuwagen als auch für Gebrauchtwagen", sagte ein ZDK-Sprecher. Für den Handel sei das eine zusätzliche Herausforderung in einem sich verschärfenden Wettbewerb um die Kunden.

Rückläufiges GW-Geschäft

Insgesamt 2,90 Millionen Pkw wechselten in den ersten fünf Monaten des Jahres den Besitzer (plus zwei Prozent). Im Mai waren es jedoch mit 589.518 Gebrauchtwagen 4,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang sei in allen Fahrzeugklassen spürbar gewesen, hieß es. Im Rückwärtsgang war auch der Nutzfahrzeugmarkt unterwegs (minus 13 Prozent). Beim Lastkraftwagensegment zwölf bis 20 Tonnen fiel das Minus mit 32 Prozent am stärksten aus.

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