• Wegweisende Spritsparsysteme durch Diesel und Leichtbau
  • Innovative Sicherheitstechnik in elegant-klassischer Form
  • Moderne Nachfolger sind die Modelle Peugeot 301 und Peugeot 308

Rta 441.5 Peugeot 305 Gr,Sr 86-89 Gt,Gtx, Auto 83/89

Revolutionäres Design und innovative Technik zeichnet die Peugeot Modelle der Reihe 30... schon seit 80 Jahren aus. Entsprechend groß sind die Erwartungen von Presse und Publikum bei der Präsentation des Peugeot 305 im November 1977. Tatsächlich vermag auch der 305 zu faszinieren, weil die familienfreundlichen Reiselimousinen und Kombis neue Meilensteine bei Motoren und Sicherheitstechnik setzen. Auch das Design des 305 überrascht, denn der kompakte Peugeot verzichtet bewusst auf das damals in den kleinen Klassen bereits populäre Schrägheck. Stattdessen kleidet sich der 305 in zeitlos elegante Haute Couture, die vom italienischen Designer Pininfarina in Kooperation mit dem Peugeot Designzentrum entworfen worden ist.

Ein Erfolgskonzept: Bis 1989 laufen über 1,9 Millionen Peugeot 305 vom Band, wahlweise als Limousine mit klassischem Kofferraum oder als praktischer und familienfreundlicher Lademeister unter der Bezeichnung Break. In jedem Fall mit seinerzeit modernen Benzin- und Diesel- Motoren, die den leer nur 985 Kilogramm wiegenden 305 als sparsamen Selbstzünder zu einem der ersten Vertreter der damals neuen Kompaktklasse mit Vier-Liter-Verbrauchswerten machen.

Pionier der dynamischen Diesel mit minimalem Verbrauch

Mit der Markteinführung des Peugeot 305 ist der endgültige Siegeszug des Dieselmotors in den kleineren Fahrzeugklassen nicht mehr aufzuhalten. Möglich machen dies die ersten leise laufenden, drehfreudigen und temperamentvollen Selbstzünder in kompakten Kombis und Limousinen, die zugleich neue Minimalwerte beim Kraftstoffkonsum bieten. Maßstäbe setzt vor allem ein 48 kW (65 PS) starker Diesel, mit dem sich der Peugeot 305 im Normzyklus bei 90 km/h mit 4,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer begnügt.

Forschungsfahrzeuge für Leichtbau und Aerodynamik

Noch sparsamer sind die Versuchsfahrzeuge V.E.R.A. (Véhicule Economique de Recherche Appliquée), die ab 1980 aus einem Forschungsauftrag der französischen Energiesparbehörde hervorgegangen sind. Der erste Prototyp für das Pilotprojekt basiert auf dem Peugeot 305 GR. Die Ingenieure haben dabei das Gewicht und den Luftwiderstand des Großserienmodells signifikant reduziert und das Fünfgang-Schaltgetriebe mit einem längeren Übersetzungsverhältnis ausgestattet.

Spritspartechniken, die über die Peugeot-Projekte V.E.R.A.01 und V.E.R.A.02 Eingang in die Serienfertigung finden und heute allgemeiner Standard sind. Um 35 Prozent können Emissionen und Verbrauchswerte mit in der Versuchsserie reduziert werden. Für die Dieselversion V.E.R.A.02 bedeutet dies 3,5 Liter auf 100 Kilometer im Normzyklus. Verschiedene Leichtbaumaterialien wie Stahlbleche mit hoher Elastizitätsgrenze, Leichtmetalllegierungen, Kunststoffe oder Glasfasern gehen bereits beim Peugeot 305 in Großserie, der im Laufe seiner 13-jährigen Produktionszeit mehrere gründliche Modellpflegen erfährt. Dazu zählen auch aerodynamische Optimierungen wie große Radabdeckungen und ein Heckspoiler, die den Normverbrauch des sparsamsten Benziners um fast einen Liter auf damals beispielhafte 5,5 Liter pro 100 Kilometer senken.

Außen klein und innen groß

Trotz klassisch-eleganter Karosserielinien und außergewöhnlich viel Platz für Passagiere und Gepäck – im Kombi beispielhafte 849 bis 1.510 Liter Ladevolumen – bescheiden sich 305 Limousine und Break mit kompakten Außenabmessungen von nur 4,23 bis 4,28 Meter Länge. Diese Handlichkeit und das souveräne Fahrverhalten hat den 305 eigentlich auch für eine Motorsportkarriere prädestiniert. So konzipiert Peugeot 1981 für den Rallyesport eine Version des 305 mit V-Sechszylindermotor. Sie kommt im Wettbewerb allerdings nie zum Einsatz, weil schließlich die Wahl auf den 1982 lancierten kleineren Peugeot 205 fällt, der als Rallye-Weltmeister Geschichte schreibt. Der 305 macht dies dafür mit neuen Sicherheitstechniken.

Marksteine der Sicherheitstechnik

So übernehmen die familienfreundlichen 305-Modelle eine Vorreiterrolle beim serienmäßigen Seitenaufprallschutz in der Kompaktklasse. Ein umfassendes System aus massiven seitlichen Verstärkungen über fast die gesamte Fahrzeuglänge schützen die Passagiere des Peugeot. Noch mehr Sicherheit gewährleisten zusätzliche Querträger und Querabstützungen. Durch eine spezielle Gestaltung des Bugs gibt sich der 305 außerdem weniger aggressiv bei Kollisionen mit Fußgängern.

Während der Peugeot 305 besonders die passive Sicherheitsausstattung entscheidend vorantreibt, sind seine Nachfolger Trendsetter bei aktiven Fahrassistenzsystemen in der Kompaktklasse, vor allem bei der Einführung des elektronischen Stabilitäts-Programms ESP. Heute zählen der Peugeot 308 und auf den internationalen Wachstumsmärkten der Peugeot 301 zu den Referenzmodellen mit innovativen Sicherheitstechniken. Noch eine Vorreiterrolle des Peugeot 305 setzen seine modernen Nachfolger fort: Dank Downsizing-Strategie zählen die Motoren in den aktuellen Modellen 308 und 301 zu den modernsten und wirtschaftlichsten Triebwerken der Branche.

Quelle: Peugeot

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