Austin Lancer (Morris Major) (1958-1964)

Der Morris Major und der Austin Lancer waren PKW-Modelle, die die British Motor Corporation in Australien von 1958 bis 1964 fertigte.

Meisterwissen im Kfz-Handwerk

Major und Lancer gab es in drei Serien, I, II und Elite. Die Serie I entsprach dem Wolseley 1500, bzw. Riley 1.5 aus Großbritannien. Der Austin Lancer wurde im April 1962 aus der Produktion genommen. Beide Fahrzeugmodelle wurden komplett im BMC-Werk Zetland (New South Wales) bei Sydney gebaut und nicht nach Europa, Asien oder Amerika exportiert. 98 % der Teile kamen aus australischer Fertigung. Viele dieser Fahrzeuge wurden auch nach Neuseeland exportiert.

Morris Major, Austin Lancer, Wolseley 1500 und Riley 1.5 beruhten alle auf der selben Konstruktion und sollten ursprünglich den populären Morris Minor aus dem BMC-Werk Longbridge in England ersetzen. Diesen Plan gab man aber wegen der ungebrochenen Popularität des Minor auf und 1957 erschien die Wolseley-Version, gefolgt von der Riley-Version. Es waren leichte Limousinen, die die Torsionsstabfederung an der Vorderachse und die blattgefederte Hinterachse, die Bodenbleche und die bewährte Zahnstangenlenkung des Minor übernahmen. Die automobilen „Vierlinge“ wurden von dem bekannten BMC-B-Motor, einem Reihenvierzylinder mit 1.489 cm³ Hubraum angetrieben. Ab 1962 wurde die in Australien entwickelte 1.622 cm³-Version dieser Maschine in den Major Elite eingebaut. Alle hatten rundum schwere Trommelbremsen, von Lockheed beim Morris, Austin und Wolseley und von Girling beim Riley. Diese Konstuktionsprinzipien resultierten populäre, spritzige Familienlimousinen der unteren Mittelklasse, die robust gebaut waren und deren Fahreigenschaften damals führend waren. Major und Lancer, die sich von den sportlicheren und luxuriöser ausgestatteten Wolseley- und Riley-Limousinen unterschieden, hatten die gleiche Auslegung, Ausstattung und Motorisierung wie die zeitgenössischen britischen Modelle von Morris und Austin. Obwohl Major und Lancer eher bescheidene Fahrzeuge waren, boten sie doch einen hohen Komfort- und Qualitätsstandard: Es handelte sich um moderne Autos mit guter Preiswürdigkeit. Das sportliche Potenzial der beiden Fahrzeuge wurde sofort erkannt und von Spezialisten umgebaute Exemplare nahmen 1960 erfolgreich an Rennen der Australischen Tourenwagenmeisterschaft teil.

 

 

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