Austin Allegro (ADO 67) (1973-1983)

Der British Leyland ADO67 war ein Pkw der Kompaktklasse des britischen Automobilherstellers British Leyland. Er wurde von 1973 bis 1982 gebaut und mittels Badge-Engineering unter verschiedenen Verkaufsbezeichnungen angeboten. Das Standardmodell hieß Austin Allegro, das baugleiche Modell mit gehobener Ausstattung Vanden Plas 1500/1750. In Italien wurde der Wagen in den Jahren 1974 und 1975 zudem als Innocenti Regent verkauft.

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Der ADO67 wurde von Harris Mann entworfen und war als zwei- und viertürige Schrägheck-Limousine und als dreitüriger Kombi erhältlich. Das Modell galt bei seiner Einführung als Hoffnungsträger für den krisengeschüttelten British-Leyland-Konzern, konnte aber bei Weitem nicht an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen. Insbesondere litt der Wagen unter einem schlechten Ruf und seinem problematischen Design, verursacht durch einige ungünstige politische Entscheidungen von seiten der Konzernleitung. In rund zehn Jahren wurden 642.350 Stück gebaut, weit weniger als von seinem Vorgänger.

Der ADO67 wurde als zwei- und viertürige Fließhecklimousine oder dreitüriger Kombi angeboten. Er besaß eine selbsttragende Karosserie aus Stahlblech. Trotz des für die Kompaktklasse typischen Fließhecks hatte der Wagen keine Heckklappe, sondern nur einen kleinen Kofferraumdeckel unterhalb der Heckscheibe.

 

 

Der ADO67 war mit vier, später fünf verschiedenen wassergekühlten Reihenvierzylinder-Ottomotoren mit 1,0 bis 1,75 Litern Hubraum und 32 kW (44 PS) bis 53 kW (72 PS) erhältlich. Die Motoren waren gemäß der Tradition der vorangegangenen British Motor Corporation (BMC) vorn quer eingebaut, Ebenso lagen die Getriebe darunter und trieben die Vorderräder an. Der ADO67 war ferner der erste Wagen in der Konzerngeschichte mit der Stickstoff-Federung Hydragas.

Die kleineren Motoren mit bis zu 1,3 Litern Hubraum stammten aus der älteren A-Serie; diese hatten obenliegende Ventile (OHV) und Vierganggetriebe; die größeren Motoren entstammten der moderneren E-Serie und besaßen obenliegende Nockenwelle (OHC) und Fünfganggetriebe und wurden serienmäßig mit Servolenkung ausgeliefert. Alle Motoren ab 1,3 Litern waren wahlweise mit Dreigang-Automatikgetriebe lieferbar. Die Höchstgeschwindigkeit betrug je nach Motorisierung und Getriebe 127 bis 152 km/h.

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