Aston Martin V8 Zagato (1987-1990)

 

Der Aston Martin V8 Zagato war ein exklusiver, in Kleinserie hergestellter Sportwagen britisch-italienischer Herkunft. Er wurde als Coupé und als Cabriolet hergestellt, beruhte auf dem Fahrgestell des Aston Martin V8 I und trug eine Karosserie, die von Zagato in Mailand entworfen worden war.

Aston Martin Sports Super Car Poster Print - gerahmtes Leinwandbild, Bildgröße: 24" x 16" (60 x 40 cm)

Bereits in den 1950er Jahren bestand eine Geschäftsbeziehung zwischen Aston Martin und Zagato. 1960 hatte Zagato eine Spezialausfertigung des Aston Martin DB4 eingekleidet, die die Bezeichnung DB4 GT Zagato trug und bald zu einem Klassiker des Automobilbaus wurde. Anlässlich des Genfer Automobilsalons 1984 vereinbarten beide Unternehmen, diese Tradition mit einem neuen Modell wieder aufleben zu lassen.

Das gemeinsame Kind sollte besonders leistungsstark werden; Planziel war eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Deshalb kam nur die Antriebstechnik des stärksten V8-Modells, des Vantage, in Betracht. Zudem sollte das Gewicht des Wagens reduziert werden; schließlich musste Zagato besonderes Augenmerk auf die Aerodynamik der Karosserie legen.

Zagato entwarf dementsprechend eine glattflächige, zeitgemäße Coupé-Karosserie, die keinerlei Ähnlichkeit mit den zeitgenössischen Serienmodellen von Aston Martin hatte. Allein der – stark stilisierte – Kühlergrill zitierte traditionelle Aston Martin-Elemente. Die Scheinwerfer waren hinter einer Glasabdeckung verborgen, die Fenster waren fest verklebt. Die Seitenfenster der Türen ließen sich nur in einem kleinen Ausschnitt öffnen. An der Heckpartie wurden die Rückleuchten des Aston Martin Lagonda verwendet. Neu war das allerdings nicht. Zagato zitierte vielmehr in zahlreichen Details - dem Seitenprofil, dem Fensterdesign, der Linie der C-Säule - einen Entwurf, den Bertone bereits 1983 unter dem Namen Delfino vorgestellt hatte.

 

 

Die Karosserie des Fahrzeugs war aerodynamisch ausgesprochen günstig. Der Luftwiderstandsbeiwert belief sich anfänglich auf 0,29. Als sich bei Windkanaltests allerdings herausstellte, dass die Karosserie starken Auftrieb an Vorder- und Hinterachse produzierte, mussten Front- und Heckspoiler nachgerüstet werden, die den Luftwiderstandsbeiwert auf 0,33 erhöhten. Auch dieser Wert allerdings war noch bemerkenswert.

Aston Martin plante zunächst, den Vantage-Motor exklusiv für das Zagato-Modell mit einer Einspritzanlage zu versehen. Diese Planungen legte auch Zagato für sein Design zugrunde, sodass die Motorhaube zunächst glatt und windschlüpfig gestaltet wurde. Während der Entwicklung des Modells stellte sich allerdings heraus, dass die Einspritzanlage zwar eine höhere Leistung brachte, zugleich aber das Abgasverhalten des hoch verdichteten Motors nachteilig beeinflusste, sodass im Ergebnis die amerikanischen Abgasvorschriften nicht eingehalten werden konnten. Stattdessen wechselte Aston Martin kurz vor der Präsentation des Prototypen auf eine Vergaseranlage - vier Einheiten vom Typ Weber 48-DIF -, die 432 PS ermöglichte, im Übrigen voluminös war und eine klobige Ausbuchtung auf der Motorhaube erforderte.

Mit dieser Ausstattung wurde der Aston Martin V8 Zagato auf dem Genfer Auto-Salon 1986 vorgestellt.

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