Alfa Romeo Giulietta (1954-1964)

 
Die Alfa Romeo Giulietta ist eine Modellreihe von Automobilen des Herstellers Alfa Romeo, die von 1954 bis 1964 in verschiedenen Karosserievarianten hergestellt wurde.

Die Giulietta war die erste auf Großserie ausgelegte Modellreihe von Alfa Romeo und gleich ein großer Erfolg. Während der Alfa Romeo 1900, mit dem Alfa Romeo auf die Fertigung in Montagelinien umgestellt hatte, noch in einer gehobenen Fahrzeugklasse angesiedelt war, waren die kompakten Giulietta für größere Bevölkerungskreise erschwinglich.

Dabei ließen es die Giulietta nicht an technischer Raffinesse fehlen. Nicht nur der Zylinderkopf, sondern auch der Motorblock war aus einer leichten und gut Wärme abführenden Aluminiumlegierung gegossen. Gleich zwei obenliegende Nockenwellen machten die Motoren überaus drehzahlfreudig. Seinerzeit war das pure Rennsporttechnik. Andere Großserienhersteller boten noch jahrzehntelang Motoren mit einer untenliegenden Nockenwelle, Stoßstangen und Rümpfen aus Gusseisen an. Von ihren deutschsprachigen Besitzern wurden die Giulietta oft liebevoll "Julchen" genannt.

Ab 1962 wurden die Giulietta Zug um Zug durch die Giulia abgelöst. Das erste Coupé unter diesem Namen war allerdings nichts weiter als eine Giulietta mit dem größeren Motor der neuen Limousine. Das Cabrio wurde zusätzlich mit einer Lufthutze auf der Motorhaube versehen und verlängert. Die Limousinenversion der Giulietta bot Alfa Romeo bis 1964 an.

Die Giulietta wurde in mehreren Varianten gebaut:
  • 1954 wurde das von Felice Boano entworfene und von Bertone gebaute Coupé Giulietta Sprint der Öffentlichkeit vorgestellt.
  • 1955 folgte das Cabrio Giulietta Spider, das von Pininfarina gebaut wurde.
  • Ebenfalls 1955 kam die viertürige Limousine Giulietta Berlina auf den Markt, die in den Werken Portello bzw. später Arese bei Alfa Romeo hergestellt wurde.
  • Unter dem Namen Promiscua wurde ab 1957 in sehr geringer Stückzahl ein fünftüriger Kombi von der Firma Mailänder Carrozzeria Colli hergestellt.
  • Außerdem wurde ein Sondermodell mit Aluminium-Karosserie von Zagato angeboten. Die Giulietta Sprint Zagato(Spitzname "Brötchen") mit einem Leistungsgewicht von nur 8,5 kg/PS bei voller Betankung wurde sehr erfolgreich im Motorsport eingesetzt.
  • Zudem gab es die sportlich-luxuriöse Giulietta Sprint Speciale mit ihrer im Stil der B.A.T.-Modelle von Franco Scaglione entworfenen Karosserie von Bertone.

Ab Herbst 1956 wurden die Giulietta Sprint und Spider mit üppiger verchromtem Kühlergrill und größeren Rückleuchten ausgeliefert. Zugleich wurde die Typnummer von 750 in 101 geändert.

 

 

Produktionszahlen:

  • Giulietta Sprint + Sprint Veloce: 27.142 Stück
  • Giulietta Sprint Zagato: 1366 Stück
  • Giulietta Sprint Speciale: 200 Stück
  • Giulietta Berlina + Berlina ti: 39.057 + 92.718 = 131.775 Stück
  • Giulietta Spider + Spider Veloce: 17.096 Stück

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