Alfa Romeo 2600 Berlina (1962-1969) / Spider (106) (1962-1965) / Sprint (1962-1966)

Alfa Romeo 2600 ist die Typenbezeichnung für eine von 1961 bis 1969 hergestellte Modellserie von Personenkraftwagen des italienischen Automobilherstellers Alfa Romeo.

Alfa Romeo: Alle Automobile seit 1946

Die 2600-Modelle waren die Nachfolger der Typenreihe Alfa Romeo 2000. Der Markt wünschte damals für die relativ schweren 2000er eine höhere Motorleistung. Die Karosserie der Vorgängermodelle wurde leicht verändert, um vor allem Platz für den größeren Motor zu schaffen. Der Alfa Romeo 2600 wurde zunächst in folgenden Varianten gebaut:

  • „Spider“ (Typ 106.01 offener 2+2 Sitzer) ab 1961, hergestellt bei der Firma Carrozzeria Touring.
  • „Berlina“ (Typ 106.00 viertürige Limousine) ab 1962, hergestellt bei Alfa Romeo im Werk Portello bzw. später in Arese.
  • „Sprint“ (Typ 106.02 zweitüriges Coupé) ab 1962, hergestellt bei der Firma Bertone.

Der Motor war eine Neuentwicklung: Reihen-Sechszylinder aus Aluminium, 2584 cm³, 145 PS (Berlina: 130 PS), zwei obenliegende Nockenwellen, drei Registervergaser (Berlina nur zwei). Die Höchstgeschwindigkeit betrug 200 km/h bzw. für die Berlina 175 km/h. Wie die Vorgänger waren die 2600er mit einem serienmäßigen Fünfgang-Getriebe ausgestattet. An den Vorderrädern wurden Scheibenbremsen eingesetzt. Im Zuge der Modellpflege erhielten 1963 auch die Hinterräder Scheibenbremsen.

 

 

1965 erschienen mit dem 2600 Zagato ein weiteres, mehr sportliches Coupé und mit dem 2600 OSI eine zusätzliche luxuriös ausgestattete Limousine. Produktionsende war 1965 für den Spider, 1966 für den Sprint und 1969 für die Berlina. Für damalige Verhältnisse waren die Preise bei allen 2600er Modellen relativ hoch (Sprint 1962: 25.000,- DM / 155.000,- ÖS / 26.000,- sfr) und auch aus diesem Grund waren die verkauften Stückzahlen relativ niedrig, wobei in der Literatur aber auch leicht abweichende Zahlen auftauchen.

  • Berlina: 1984 (ohne CKD-Bausätze)
  • Spider: 2257
  • Sprint: 6999
  • Zagato: 105
  • OSI: 54

Ein Nachfolgermodell mit Sechszylindermotor gab es damals nicht. Erst mit dem Alfa 6 erschien 1979 wieder ein „großer Alfa“ allerdings mit V-Sechszylinder. Heute sind abgesehen von der Berlina, die inzwischen fast völlig verschwunden ist, die 2600er Modelle beliebte Oldtimer, die neben einem attraktiven Design eine für damals sehr fortschrittliche Technik auszeichnet.

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