Alfa Romeo 2000 (1958-1962)

Als Nachfolger des Typs 1900 von Alfa Romeo wurde auf dem Turiner Autosalon 1957 erstmals die 2000er Serie vorgestellt. Ein Jahr später begann der Verkauf. Die Serie bestand zunächst aus den beiden Modellen:

Alfa Romeo: Alle Automobile seit 1946

  • „Berlina“ (Nr. 102.00): viertürige Limousine hergestellt von Alfa Romeo selbst im Werk Portello.
  • „Spider“ (Nr. 102.04): zweitüriges Cabriolet hergestellt von der italienischen Carrozzeria Touring und entworfen von Felice Bianchi Anderloni.

Erst 1960 folgte der Sprint (Nr. 102.05) als zweitüriges Coupé hergestellt bei der Firma Bertone und entworfen vom damals noch jungen Giorgio Giugiaro.

Die technischen Daten der Fahrzeuge waren für die damalige Zeit sehr beachtenswert. Die 4-Zylinder Motoren (1975 cm³) verfügten über zwei obenliegende Nockenwellen und zwei Doppelvergaser. Die Leistung betrug 115 PS (Berlina: 105 PS) und die Höchstgeschwindigkeit 175 km/h (Berlina: 160 km/h). Fünfganggetriebe und eine moderne Radaufhängung rundeten das Bild ab.

 

 

Anders als bei der kleineren Alfa Romeo Giulietta stellte sich der große Markterfolg jedoch nicht ein, weil die Fahrzeuge relativ teuer waren (Spider 1958: 2,5 Mio. Lire). Im Fall der Limousine traf das Design nicht den Geschmack der Zeit. Eine markentypisch sportliche Charakteristik wurde auch vermisst. Neben den europäischen Märkten wurden die 2000er vor allem nach den USA, aber auch nach Südafrika und Australien verkauft. Folgende Stückzahlen wurden laut Standardquelle „Fusi“ hergestellt, wobei in der Literatur aber auch leicht abweichende Zahlen auftauchen.

  • Berlina: 2927
  • Spider: 3445
  • Sprint: 706

Nachfolger waren der Alfa Romeo 2600, der ab 1961 den Spider und ein Jahr später Sprint und Berlina ersetzte. Die Unterschiede waren vor allem ein stärkerer Sechszylinder-Motor und verschiedene Veränderungen an der Karosserie. Heute sind die 2000er sowie die 2600er vor allem in der eleganten Spider-Version gesuchte Oldtimer.

Die Produktion des Alfa Romeo 2000 Berlina wurde ab 1961 von der Brasilianischen Firma Fábrica Nacional de Motores (FNM) bei Rio de Janeiro unter der Bezeichnung FNM 2000 noch bis in die 70er Jahre fortgesetzt. Die Motoren wurden von FNM auf 2,15 Liter, später auf 2,3 Liter vergrößert, auch wurde die Karosserie im Zuge der Modellpflege mehrfach leicht modifiziert.

Die Markenbezeichnung „2000“ wurde ab 1971 von Alfa Romeo für die Typenserie Alfa Romeo 1750/2000 nochmals verwendet.

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