Der Saab Lancia 600 war ein gemeinsam von Saab und Lancia entwickeltes PKW-Modell basierend auf dem Lancia Delta.

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Nach Beendigung der Fertigung des Saab 96 im Herbst 1979 wurde im Frühjahr 1980 der Saab Lancia 600 in den Nordischen Ländern eingeführt. Saab hatte bereits Erfahrung mit dem Vertrieb von Fahrzeugen der Marke Lancia gesammelt, da man den kleinen A112 seit 1974 in den nordischen Ländern vertrieb.

Der 600 wurde der Kundschaft als ein „echter“ Saab angeboten, der lediglich in Italien gefertigt wurde. An der Entwicklung des Heizungs- und Lüftungssystems war Saab beteiligt.

 

 

Der Verkauf begann vielversprechend, doch mit Beginn der kalten Jahreszeiten offenbarte sich die Heizungsanlage als ungeeignet für das Klima im Norden. Dadurch brach der Verkauf zusammen, und es dauerte bis 1983, bis die Modelle des Jahrgang 1980 abverkauft waren, was nur mit hohen Rabatten gelang. Der Wagen wurde noch bis 1986 in Schweden angeboten, wobei er allerdings nicht mehr als Saab, sondern als Lancia beworben wurde.

Der Jahrgang 1980 wurde ebenfalls in Dänemark, Norwegen und Schweden vertrieben. Allerdings verkaufte er sich aufgrund seines hohen Preises in Dänemark und Norwegen noch schlechter als in Schweden. Auch in Finnland war Saab Importeur für den Saab Lancia 600. Hier wurde der Wagen allerdings nicht beworben, da er zu dem von Saab-Valmet produzierten Horizon in Konkurrenz stand.

Den Saab Lancia 600 gab es in drei Varianten. Als 600 GL, mit 1300 cm³ und 75 PS sowie als 600 GLS mit 1500 cm³ und 85 PS. Die 1500er Version gab es auch als 600 GLE. Das „E“ stand nicht für Einspritzung, sondern bezeichnete eine Luxusausstattung. Ab 1983 wurde nur noch die Variante mit 1500 cm³ und 85 PS angeboten. Die GLS- und GLE-Versionen waren ausschließlich für Schweden bestimmt.

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