Der Triumph Acclaim war ein PKW der unteren Mittelklasse mit Frontantrieb, der von der BLMC von 1981 bis 1984 hergestellt wurde. Er basierte auf dem Ballade und hatte einen von Honda entworfenen Motor. Viele Teile des Fahrzeuges wurden aber in Großbritannien gefertigt. Er war das letzte Modell der Marke Triumph.

Triumph Acclaim 1981-83 Owner's Workshop Manual

Der Entwicklungsprozess begann 1978, als eine Delegation von British Leyland Gespräche mit den Verantwortlichen von Honda über die Konstruktion einer kleinen Familienlimousine begannen. Am 26. Dezember 1979 unterzeichnete Michael Edwardes offiziell den Kooperationsvertrag zwischen British Leyland und Honda. 18 Monate später begann die Fertigung des neuen Autos unter den Namen Triumph Acclaim und Honda Ballade. Nach dem Fertigungsende der Modelle Dolomite und TR7/TR8 war der Acclaim ab 1981 das einzige neue Fahrzeug, das das Triumph-Emblem trug.

Der Acclaim war das erste hauptsächlich japanische Auto, das in der EG (heute EU) gebaut wurde, um die japanische Selbstbeschränkung auf 11 % der in Europa verkauften Fahrzeuge zu umgehen. Auch war der Acclaim ein wesentlicher Wendepunkt für British Leyland selbst, da dies das erste Auto dieses Herstellers seit langer Zeit war, das von Anfang an gute Qualität und Zuverlässigkeit zeigte. Es ebnete den Weg für die Honda-basierten Wagen, die BLMC (und deren Nachfolger Austin-Rover und MG Rover Group) unter dem Namen Rover in den 1980er- und 1990er-Jahren entwickeln würden.

Die auffälligste Änderung gegenüber dem Honda war ein Firmenemblem, das mittig auf dem Kühlergrill angebracht war. Damals hatte das japanische Modell ein Honda-Emblem auf der rechten Seite des Kühlergrills. Andere Unterschiede betrafen die Keihin-Vergaser (der Honda Ballade hatte nur einen einzelnen Vergaser), die an den Türen befestigten Außenspiegel, die Einzelradaufhängung aller vier Räder an McPherson-Federbeinen speziell für den britischen Markt und die Sitze, die auf Rahmen aus dem Ford Cortina aufgebaut waren. Der Wagen hatte vorne Scheiben- und hinten Trommelbremsen.

 

 

Alle Acclaim wurden von einem Vierzylinderreihenmotor mit obenliegender Nockenwelle (ohc) und 1.335 cm³ Hubraum angetrieben, wie er im Honda Civic im Einsatz war, und auch die Inneneinrichtung beider Fahrzeuge war fast identisch (bis auf die Sitze). Die üblichen Ausstattungsstufen von BL waren L, HL, HLS und die Spitzenausstattung CD, die elektrische Fensterheber hinten und vorne, eine Scheinwerferreinigungsanlage und auf Wunsch auch eine Klimaanlage bot. An dem Modell wurde während der gesamten Produktionszeit keine wesentliche Änderung durchgeführt. Kleine Änderungen betrafen die Türgriffe, ein überarbeitetes Lenkrad, einen neu gestalteten Schaltknauf und das Bedienelement für die Umluft, das versetzt wurde.

Es gab ein Sondermodell Avon, das mit Ledersitzen, einem Holzarmaturenbrett, hölzernen Türverkleidungen (im oberen Bereich der Türen), Zweifarbenlackierung und auf Wunsch mit einem Turbolader ausgestattet war.

Der Acclaim ersetzte den Dolomite der 1970er-Jahre und wurde selbst durch die erste Rover 200er-Serie ersetzt, die auf der nächsten Auflage des Honda Ballade basierte.

Es war dies der letzte Wagen, der das Triumph-Emblem trug. Der letzte gefertigte Acclaim steht heute im Heritage Motor Centre in Gaydon (Warwickshire).

In den Jahren 1982 und 1983 gehörte der Acclaim zu den zehn am häufigsten verkauften Autos in Großbritannien, ein Status, den erstmals seit Beginn der diesbezüglichen Aufzeichnungen 1965 ein Triumph innehatte.

Insgesamt 133.625 Acclaim wurden hergestellt, wovon die meisten in Großbritannien verkauft wurden[1].

Die Fertigung des Acclaim wurde im Sommer 1984 eingestellt, als der Rover 200 herauskam. Damit war die Marke Triumph verschwunden, da sich die Firma in Austin-Rover umbenannte und künftig nur noch Autos der Marken Austin, Rover, Land Rover und MG baute.

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