Chevrolet Caprice (1970-1983) / Caprice (1981-1990) / Caprice Classic Estate (1982-1986) / Caprice Classic Estate (1986-1990) / Caprice Classic Estate (1990-1996) Caprice Classic Stufenheck (1BL_) (1990-1996)

 

Der Chevrolet Caprice war ein PKW der oberen Mittelklasse, der in den Modelljahren 1966 bis 1996 von Chevrolet in den USA zunächst als Luxusversion des Modells Impala und damit Spitzenmodell gebaut wurde. Heute wird der Modellname für Varianten des Holden Caprice auf verschiedenen Märkten genutzt.

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Im Modelljahr 1965 gab es für die 4-türige Hardtop-Limousine der Modellreihe Impala ein populäres Ausstattungspaket, das den Namen Caprice trug.

1966 wurde der Caprice zur eigenen Baureihe und löste den Impala als Spitzenmodell der großen Chevrolets ab. Es gab vier Modelle, eine 4-türige Hardtop-Limousine, ein 2-türiges Coupé und zwei 5-türige Kombis mit sechs oder neun Sitzplätzen. Die flachen, breiten und langen Wagen zeigten ein in einem flachen V nach vorne weisende Nase und hatten über den hinteren Radausschnitten einen modernen Hüftknick. Im Unterschied zu den weniger luxuriösen Chevrolets der großen Baureihen gab es den Caprice nur mit V8-Motoren als Serie 166. Der Basismotor hatte 4.637 cm3 Hubraum und leistete 195 bhp (143 kW) bei 4.800 min-1.

1967 wanderten die vorderen Blinkleuchten an die Fahrzeugecken und bildeten mit der V-förmigen Nase eine deutliche Konturierung der Fahrzeugfront. Die Hüftknicke über den hinteren Radausschnitten wurden deutlicher.1968 wurden die vorderen Blinkleuchten wieder kleiner und machten einem deutlich nach oben gezogenen Frontstoßfänger Platz. Die Doppelscheinwerfer erhielten rechteckige, verchromte Rahmen. Das Coupé verlor seine B-Säulen und mutierte so für ein Jahr zum Hardtop-Coupé. 1968 war es wieder ein normales Coupé. Technisch änderte sich in diesen beiden Jahren wenig.

 

 

Erneut komplett überarbeitet präsentierte sich die Serie 1969. Bei gleichem Radstand waren die Wagen in Länge und Breite nochmals gewachsen. Die noch stärker konturierte Front zeigte allseitig einen massiven Chromrahmen und die hinteren Radausschnitte waren so weit verkleinert worden, das die oberen Hälften der Räder fast abgedeckt waren. Die untere Hälfte des Heckabschlusses wurde vom verchromten, hinteren Stoßfänger eingenommen, der auch die drei schmalen Rückleuchten pro Seite aufnahm. Die Kombis – nur mit V8-Motoren verfügbar – hießen nun Kingswood Estate.

1970 gab es wenig Veränderungen. Das Motorenprogramm gestrafft: Ein neuer V8 mit 5.735 cm3 Hubraum und 250 bhp (184 kW) kam zum Einsatz.
 

Diese Generation wird nicht mehr in den Vereinigten Staaten hergestellt und derzeit (2010) dort auch nicht angeboten. Der Caprice der Baureihe WM basiert auf dem gleichnamige Modell der australischen GM-Marke Holden und wird auch in Australien hergestellt. Er ist ausschließlich auf Märkten des Nahen Ostens erhältlich.

Ab 2011 wird das entsprechende Modell als Polizeifahrzeug auch wieder in den Vereinigten Staaten angeboten.

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