Das Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé ist ein Elektroauto von Mercedes-AMG. Die interne Bezeichnung des Fahrzeugs lautet C 590.
Modellgeschichte
Einen ersten Ausblick auf ein Nachfolgemodell des X 290 zeigte der Hersteller im Juni 2025 mit dem Concept AMG GT XX in Affalterbach. Die Serienversion wurde im Mai 2026 auf dem Sixth Street Viaduct in Los Angeles präsentiert. Sie soll ab Sommer 2026 im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen gebaut werden. Als Konkurrenzmodelle werden unter anderem der Audi e-tron GT und der Porsche Taycan genannt.
Karosserie
Der C 590 ist 5,09 Meter lang, 1,96 Meter breit und 1,41 Meter hoch. Der Radstand des rund 2500 kg schweren Fahrzeugs beträgt 3,04 Meter. Der Kühlergrill ist gegen Aufpreis beleuchtbar. Der Wagen hat serienmäßig vier Sitze, gegen Aufpreis ist hinten eine weitere Sitzmöglichkeit erhältlich. Die Rücksitzlehnen sind umklappbar. Das Kofferraumvolumen wird mit 507 Liter angegeben, außerdem gibt es einen 62 Liter großen Frunk. Der cw-Wert beträgt 0,22.
Technik
Das Fahrzeug ist das erste Serienmodell auf der neuen Elektroauto-Plattform AMG.EA. Den Antrieb übernehmen drei vergleichsweise kleine Axialflussmotoren von YASA, die in Berlin-Marienfelde entstehen. Es gibt die Versionen GT 55 und GT 63. Die maximale Leistung beträgt 860 kW (1169 PS), das maximale Drehmoment 2000 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beider Versionen beträgt 300 km/h. Das Fahrprogramm AMGFORCE S+ soll das Fahrgefühl eines Wagens mit Verbrennungsmotor simulieren. Es wird ein Geräusch eingespielt, das dem des Mercedes-AMG GT R ähnlich sein soll. Weiter werden Zugkraftunterbrechungen vorgenommen, um Schaltvorgänge eines 9-Gang-Getriebes zu imitieren. Die Gänge können virtuell über Lenkradwippen gewechselt werden.
Als Energiespeicher wird ein Lithium-Ionen-Akkumulator von Webasto mit einem Energieinhalt von 106 kWh verwendet. Es kommt ein 800-Volt-System zum Einsatz, das eine maximale Ladeleistung von 600 kW ermöglicht. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent wird mit elf Minuten angegeben, die Reichweite nach WLTP-Fahrzyklus mit bis zu 700 km. Um einem Nachlassen der Leistung unter thermischer Dauerbelastung vorzubeugen, greift Mercedes-AMG auf Entwicklungen aus der Formel 1 zurück. Der Akku verwendet 2660 zylindrische Zellen, die einzeln von einer nichtleitenden Flüssigkeit umströmt werden.
Das Fahrwerk AMG Active Ride Control verzichtet auf mechanische Stabilisatoren, stattdessen steuern hydraulische Elemente die Wankbewegungen. Aerodynamik-Bauteile wie ein ausfahrbarer Heckspoiler oder ein Heckdiffusor verbessern die Fahrstabilität. Eine Allradlenkung wird serienmäßig verbaut.