• Modellcode(s): E38
1995 Alpina B12
1995 Alpina B12

Der Alpina B12 5.7 wurde 1995 eingeführt und basierte auf der BMW 7er Reihe (E38).

Ausgehend vom 750i/iL nutzte der B12 eine modifizierte Version des neu eingeführten BMW M73 V12-Motors. Zu den Modifikationen gehörten die Vergrößerung des Hubraums auf 5,7 Liter, ein modifiziertes Ansaugsystem, neue Zylinderköpfe und Mahle-Kolben mit höherer Verdichtung. Dadurch erreichte der Motor eine Leistung von 285 kW (387 PS) und ein Drehmoment von 560 Nm. Er war mit einem 5-Gang-Automatikgetriebe von ZF ausgestattet, das über ein neues Schaltsystem namens „Switch-Tronic“ verfügte. Dieses System ermöglichte es dem Fahrer, in einen manuellen Schaltmodus zu wechseln, indem die Gänge über Tasten an der Rückseite des Lenkrads gewechselt wurden.

Zu den äußeren Änderungen gehören ein Frontspoiler mit Alpina-Schriftzug, 20-Zoll-Leichtmetallräder mit Mehrspeichen-Design, die „B12 5.7 Switch-Tronic“-Plakette, eine Auswahl neuer Farben und optionale Alpina-Zierstreifen. Spätere Fahrzeuge trugen am Heck die „B12 E-KAT“-Plakette, die auf den Einsatz eines elektronisch beheizten Metallkatalysators im Katalysator hinwies, wodurch die Emissionen reduziert wurden.

Der Innenraum war serienmäßig mit anthrazitfarbenem Leder mit Kontrastnähten, Holzapplikationen und einem Alpina-Instrumentencluster ausgestattet. Er konnte individuell nach Kundenwunsch gestaltet werden. Im Innenraum befand sich außerdem eine Plakette mit der Produktionsnummer des Fahrzeugs.

Die Leistungsdaten umfassen eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. Die Produktion des B12 5.7 lief bis 1998, bevor er durch den B12 6.0, basierend auf der überarbeiteten 7er-Reihe, ersetzt wurde. Insgesamt wurden 202 Fahrzeuge gefertigt.

Der B12 6.0 wurde 1999 eingeführt und basierte auf dem Facelift des 750i/iL. Er nutzte eine modifizierte Version des BMW M73 V12-Motors. Zu den Modifikationen gehörten ein vergrößerter Hubraum von 6,0 Litern, Mahle-Aluminiumkolben mit höherer Verdichtung, modifizierte Nockenwellen und Ansaugkanäle, eine Bosch Motronic M5 2.1-Einspritzung sowie eine neue Abgasanlage mit einem elektronisch beheizten Metallkatalysator. Dank dieser Modifikationen erreichte der Motor eine Leistung von 316 kW (430 PS) und ein Drehmoment von 600 Nm und war damit der größte und stärkste Saugmotor, den BMW je gebaut hatte. Das Getriebe war das gleiche ZF 5-Gang Switchtronic wie im B12 5.7.

Die äußeren und inneren Modifikationen blieben im Vergleich zum B12 5.7 unverändert, allerdings verwendete der B12 6.0 breitere Reifen mit den Dimensionen 245/40ZR20 vorne und 275/35ZR20 hinten.

Die Leistungsdaten umfassen eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden, eine Zeit von 23,5 Sekunden für den stehenden Kilometer und eine Höchstgeschwindigkeit von 291 km/h. Die Produktion des B12 6.0 lief bis 2001, insgesamt wurden 94 Fahrzeuge hergestellt.

 

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