Melcher schied später bei der Verlegung des „Ingenieurbüros zur Entwicklung von Rennmotoren“ nach Affalterbach aus, blieb aber weiterhin am damaligen zweiten AMG-Standort, einer ehemaligen Mühle in Burgstall, und liefert Motorteile zu. Mercedes-AMG entwickelt und produziert heute die leistungsstärksten Serienmodelle im Fahrzeugprogramm von Mercedes-Benz. Darüber hinaus werden weitere Fahrzeugkomponenten angeboten.
Geschichte
Von der Firmengründung an hat sich das ehemals eigenständige Unternehmen AMG auf das Tuning von Mercedes-Benz-Modellen spezialisiert. Der größte Konkurrent für die ehemalige Firma AMG war die Firma Brabus aus Bottrop, bis sich DaimlerChrysler (vormals Daimler-Benz, heute Daimler AG) selbst an der Firma AMG beteiligte.
Im Jahre 1999 wurde aus der AMG Motorenbau und Entwicklungsgesellschaft mbH die Mercedes-AMG GmbH, wobei die Mehrheitsanteile (51%) bei der damaligen DaimlerChrysler AG lagen. Der letzte Schritt war am 1. Januar 2005 die komplette Übernahme des Unternehmens durch die DaimlerChrysler AG, der aber für die Kunden keine offensichtlichen Veränderungen mit sich brachte. Seitdem ist die Firma Mercedes-AMG ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der DaimlerChrysler AG. Die AMG-Modelle bilden in den Modellreihen ab der C-Klasse (W/C/S203) das jeweilige Topmodell im Mercedes-Benz-Pkw-Programm und können direkt bei Mercedes-Benz-Händlern geordert werden.
Das „Tuningkonzept“ bei AMG beruht heute nicht mehr nur auf stärkeren Motorisierungen und dezenten Veränderungen im Bereich der Karosserie, sondern umfassende Anpassungen des gesamten Fahrzeuges. Das beinhaltet Komponenten (Getriebe, Fahrwerk, Bremsen) und deren Steuer- und Regelsysteme (z.B. für ABS, ESP, Bremsen und Fahrwerk).
Während in der Vergangenheit nur Motoren und Karosserien von Mercedes-Benz-Fahrzeugen weiterentwickelt, bzw. getunt wurden, betreibt AMG in der neueren Zeit auch die komplette Entwicklung von Motoren (V8 6,2l 63er) sowie auch von kompletten Fahrzeugen (Mercedes SLS AMG).
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Geschäftsführer der Mercedes-AMG GmbH |
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Geschäftsführer |
von |
bis |
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Wolfgang Bernhard [1] |
1. Januar 1999 |
31. Dezember 2000 |
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Ulrich Bruhnke [2] |
1. Januar 2001 |
30. September 2003 |
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Hubertus Troska [3] |
1. Oktober 2003 |
31. August 2005 |
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Volker Mornhinweg [4] |
1. September 2005 |
31. März 2010 |
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Ola Källenius [5] |
1. April 2010 |
Heute |
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AMG im Motorsport
Ende der 1960er- bis Anfang der 1970er-Jahre setzte AMG die große Mercedes-Limousine 300 SEL 6.3 im Tourenwagensport ein. Dieser spektakuläre Wagen, mit über 295 kW aus einem auf 6,8 Liter Hubraum aufgebohrten V8-Motor, erzielte einige Achtungserfolge, hatte jedoch aufgrund des hohen Gewichtes Probleme mit den Reifen. Rennteilnahmen in den späten 1970er-Jahren erfolgten mit dem Coupé 450 SLC 5.0 auf Basis der Mercedes-Benz C 107.
Nach der Einführung des sportlichen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 mit 4-Ventil-Technik setzte unter anderem AMG diesen in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) ein. Das Werk unterstützte ab Ende der 1980er-Jahre (neben den Sportwagen von Peter Sauber) die räumlich nahegelegene Mannschaft, so dass AMG den Status eines Werksteams bekam bzw. später ganz übernommen wurde. In den Jahren 1992 und 1994 errang Klaus Ludwig den DTM-Titel, 1995 Bernd Schneider. Zudem gewann dieser im gleichen Jahr den Titel in der neu geschaffenen und parallel stattfandenen ITC, die mit den gleichen Fahrzeugen im europäischen Ausland ausgetragen wurde.
1996 wurde nur noch eine Meisterschaft unter der Bezeichnung ITC im In- und Ausland ausgetragen. Nach deren Aus am Ende des gleichen Jahres (durch Rückzug der Konkurrenz von Opel und Alfa Romeo aus Kostengründen) erlaubte die FIA für 1997 einen Einstieg in die GT1-Weltmeisterschaft mit dem in kurzer Zeit über dem Winter entwickelten Mercedes-Benz CLK GTR, obwohl noch keine der vorgeschrieben 25 Straßenfahrzeuge vorhanden waren. Der kompromisslos als Rennwagen entwickelte V12-Bolide gewann 1997 prompt die WM gegen Konkurrenz von unter anderem Porsche und private McLaren-BMW. Im Jahre 1998 wurde die Evolutionsstufe CLK LM mit V8-Motor eingeführt, die zwar in Le Mans mit Ölpumpenproblemen ausschied, aber ansonsten die GT-Weltmeisterschaft gegen den ebenfalls weiterentwickelten Porsche 911 GT1-98 dominierte. Da die private GT1-Konkurrenz chancenlos war und sich zurückzog, endete auch diese Serie mangels Gegnern. Die ersten CLK-GTR-Straßenfahrzeuge wurden erst jetzt ausgeliefert.
Nach der Eingliederung von AMG in den DaimlerChrysler-Konzern gründete Hans-Werner Aufrecht 1999 die H.W.A. GmbH (heute HWA AG), welche die Renneinsätze für Mercedes-Benz bzw. Mercedes-AMG durchführt.
Auch in der Formel 1 werden AMG-Fahrzeuge außerhalb der eigentlichen Rennveranstaltung als Hilfsfahrzeuge eingesetzt. Beispiele hierfür sind das Medical Car und das Safety Car, für die in der Saison 2009 das C-63-AMG-T-Modell respektive der SL 63 AMG eingesetzt wurden. 2010 wurde ein modifizierter SLS AMG als Safety Car eingesetzt.
Besonderheiten
AMG produziert seit dem Jahr 2004 in einer Kleinserie einen der leistungsstärksten Roadster der Welt, den SL 65 AMG auf Basis des Mercedes-Benz R230. Der dort eingesetzte V12-Biturbo-Motor mit 6 Litern Hubraum und 450 kW (612 PS), der auch im Maybach verbaut ist, wird auch in anderen Modellen von AMG angeboten. Das Drehmoment dieses Motors liegt bei 1200 Nm, wird aber über das Motorsteuergerät auf maximal 1000 Nm begrenzt, um das Getriebe und andere Komponenten im Antriebsstrang nicht zu überlasten. Das maximale Drehmoment liegt schon bei Umdrehungen ab 2000 min-1 an, was ein souveränes Fahrverhalten ermöglicht, da immer genug Kraft ohne große Drehzahlsteigerung vorhanden ist.
Der V12-Biturbo-Motorblock kommt außerdem in der S-Klasse-Limousine und im CL Coupé zum Einsatz. Bei allen Baureihen mit diesem Motor ist die Leistung gleich. Nur für die Sonderserie SL 65 AMG Black Series (eine auf 350 Exemplare limitierte Serie) wurde die Leistung auf 493 kW (670 PS) gesteigert.
Für den Mercedes-Benz SLR McLaren wird der V8-Kompressor-Motor zugeliefert, hier aber mit bis zu 650 PS.
2009 wurde auf der IAA in Frankfurt der Mercedes-Benz SLS AMG vorgestellt, ein von AMG vollkommen selbst entwickelter Supersportwagen.
Motoren
Derzeit werden drei verschiedene Motoren von AMG für Mercedes-Benz-Serienfahrzeuge gebaut. Zwei Acht- und ein Zwölfzylinder, ein Dieselmotor wird aktuell nicht gebaut, war jedoch bereits in der Modellpalette vorhanden. Die Zahlenbezeichnungen weichen alle etwas vom tatsächlichen Hubraum ab.
Aktuell
Dieser V8-Motor hat 5,4 Liter Hubraum und wird inzwischen nur noch mit Kompressor (G 55 AMG) angeboten. Bis Anfang 2011 wurde der Motor auch ohne Kompressor (SLK 55 AMG) verkauft, jedoch ist für Ende 2011 wieder ein SLK 55 AMG mit 310 kW (422 PS) geplant. Der 55er war bisher Standardmaschine und wurde für alle AMG-Baureihen angeboten, wurde jedoch inzwischen in fast allen Baureihen vom 6,2-l-V8 abgelöst. Das Leistungsspektrum reichte von 255 kW (347 PS) im C 55 AMG (W202) bis 380 kW (517 PS) im SL 55 AMG. Eine modifizierte Version dieses Motors mit Kompressor treibt den Mercedes-Benz SLR McLaren (bis zu 478 kW/650 PS) an. Das einzige Modell, das heute noch mit dem 55er-Triebwerk ausgestattet wird, ist der G 55 AMG.
Modelle mit der Bezeichnung X 55 AMG
|
Modell |
Bauzeit |
Leistung |
Varianten |
Besonderheiten |
Baureihe |
|
C 55 AMG |
1999–2001 |
255 kW (347 PS) |
Limousine und T-Modell |
|
W/S202 |
|
2004–2007 |
270 kW (367 PS) |
Limousine und T-Modell |
|
W/S203 |
|
|
CL 55 AMG |
1999–2002 |
265 kW (360 PS) |
Coupé |
|
C 215 |
|
2002–2006 |
368 kW (500 PS) |
Kompressor |
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|
CLK 55 AMG |
1999–2002 |
255 kW (347 PS) |
Coupé und Cabriolet |
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A/C208 |
|
2002–2006 |
270 kW (367 PS) |
|
A/C209 |
||
|
CLS 55 AMG |
2004–2006 |
350 kW (476 PS) |
viertüriges Coupé |
Kompressor |
C219 |
|
E 55 AMG |
1997–2002 |
260 kW (354 PS) |
Limousine und T-Modell |
|
W/S210 |
|
E 55 AMG 4MATIC |
1999–2002 |
Allradantrieb |
|||
|
E 55 AMG |
2003–2006 |
350 kW (476 PS) |
Kompressor |
W/S211 |
|
|
G 55 AMG |
2000–2004 |
260 kW (354 PS) |
Station lang und extralang |
|
W463 |
|
2004–2005 |
350 kW (476 PS) |
Station lang |
Kompressor |
||
|
2005–2008 |
368 kW (500 PS) |
||||
|
ab 2008 |
373 kW (507 PS) |
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|
ML 55 AMG |
2001–2003 |
255 kW (347 PS) |
Offroader |
|
W163 |
|
S 55 AMG |
1999–2002 |
265 kW (360 PS) |
Limousine und Langlimousine |
|
W/V220 |
|
2002–2005 |
368 kW (500 PS) |
Kompressor |
|||
|
SL 55 AMG |
1999–2001 |
260 kW (354 PS) |
Roadster |
|
R 129 |
|
2001–2005 |
368 kW (500 PS) |
Kompressor |
R230 |
||
|
2006–2007 |
380 kW (517 PS) |
||||
|
SLK 55 AMG |
2004-2011 |
265 kW (360 PS) |
Roadster |
7G-TRONIC |
R171 |
|
SLK 55 AMG Black Series |
2006-2008 |
294 kW (400 PS) |
Coupé |
7G-TRONIC, CfK-Dach |
63
Die 63 bezeichnet einen V8-Motor mit 6,2 Litern Hubraum (M156). Er wird aktuell in der CL-, CLS-, E-, C-, ML-, S- und SL-Klasse angeboten; das Leistungsspektrum reicht dabei aktuell von 336 bis 400 kW (457 bis 544 PS). Eine modifizierte Version (M159) kommt zudem im Mercedes-Benz SLS AMG (420 kW/571 PS) zum Einsatz.
Seit 2010 wird unter der Bezeichnung 63 auch ein Biturbovariante des 5,5-l-V8 in CLS-, E- und S-Klasse verkauft. Der M 157 genannte Motor verfügt über Benzindirekteinspritzung und leistet je nach Modell bis zu 420 kW.
Modelle mit 6,2-l-V8-Motor
|
Modell |
Bauzeit |
Leistung |
Varianten |
Baureihe |
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|
C 63 AMG |
ab 2007 |
336 kW (457 PS) |
Limousine und T-Modell |
W/S204 |
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|
ab 2011 |
Coupé |
C204 |
||||
|
CL 63 AMG |
2006–2010 |
386 kW (525 PS) |
Coupé |
C216 |
||
|
ab 2010 |
400 kW (544 PS) |
|||||
|
CLK 63 AMG |
2006–2010 |
354 kW (481 PS) |
Coupé und Cabriolet |
C/A209 |
||
|
CLK 63 AMG Black Series |
2007–2009 |
373 kW (507 PS) |
Coupé |
C209 |
||
|
CLS 63 AMG |
2006–2011 |
378 kW (514 PS) |
viertüriges Coupé |
C219 |
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|
E 63 AMG |
2006–2009 |
378 kW (514 PS) |
Limousine und T-Modell |
W/S211 |
||
|
2009-2011 |
386 kW (525 PS) |
W/S212 |
|
|
||
|
ML 63 AMG |
ab 2006–2011 |
375 kW (510 PS) |
Offroader |
W164 |
|
|
|
R 63 AMG |
2006 bis 2007 |
375 kW (510 PS) |
Kombilimousine |
W/V251 |
|
|
|
S 63 AMG |
2006–2010 |
386 kW (525 PS) |
Limousine und Langlimousine |
W/V221 |
|
|
|
ab 2010 |
400 kW (544 PS) |
|
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|
SL 63 AMG |
ab 2008 |
386 kW (525 PS) |
Roadster |
R230 |
|
|
|
SLS AMG |
ab 2010 |
420 kW (571 PS) |
Roadster und Cabriolet |
C/R197 |
|
|
65
Highlight der Motorenpalette stellt der 6,0-Liter-V12-Biturbo dar. Er wird für alle Oberklassemodelle angeboten (S-, SL- und CL-Klasse). Außerdem werden der Maybach 57S sowie der Maybach 62S mit diesem Motor ausgestattet. Der Motor leistete einheitlich 450 kW (612 PS) und hat ein Drehmoment von 1.000 Nm (elektronisch begrenzt) bei Drehzahlen zwischen 2.000 und 4.000 min-1. 2011 wurde die Leistung der 65er-Maschinen in S- und CL-Klasse auf 463 kW gesteigert.
Beim neuen SL 65 AMG Black Series wurden die Turbolader sowie die Luftführung und Ansauganlage neu entwickelt. Diese modifizierte Version des V12-Biturbo-Motors leistet 493 kW (670 PS).
Modelle mit 6,0-l-V12-Biturbo-Motor
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Modell |
Bauzeit |
Leistung |
Varianten |
Baureihe |
|
CL 65 AMG |
ab 2007 |
450 kW (612 PS) / 463 kW (630 PS) |
Coupé |
C216 |
|
S 65 AMG |
ab 2007 |
450 kW (612 PS) / 463 kW (630 PS) |
Limousine und Langlimousine |
W/V221 |
|
SL 65 AMG |
ab 2007 |
450 kW (612 PS) |
Roadster |
R230 |
|
SL 65 AMG Black Series |
ab 2008 |
493 kW (670 PS) |
Coupé |
R230 |
Ehemalige
30 CDI
Der erste und bislang einzige Dieselmotor von AMG war der 30 CDI. Er basiert auf dem Reihenfünfzylinder, der in der Serienversion 2,7 l Hubraum aufwies. Der Hubraum des AMG-Pendants wurde durch Verwendung einer anderen Kurbelwelle auf 3,0 l erhöht, außerdem wurden Common-Rail-Einspritzung, Turbolader und Ladeluftkühlung optimiert. Der Motor wurde von 2003 bis 2004 in allen Varianten der C-Klasse (Limousine, T-Modell und Sportcoupé) angeboten und leistet dort 170 kW (231 PS).
3.2
Verbaut im 190er (W 201), und erster AMG, die direkt über Mercedes bezogen werden konnte. Reihensechszylinder, Zweiventiler mit 172 KW (234 PS) und 305 Nm.
32
Als kleinere Kompressor-Variante zum 55er-AMG-Kompressormotor erschien der 3,2-Liter-V6-Kompressormotor. Er wurde in allen Varianten der C-Klasse (Limousine, T-Modell und Sportcoupé – W/S/CL 203) sowie im SLK (R 170) angeboten und leistete einheitlich 260 kW (354 PS). Sein maximales Drehmoment beträgt 450 Nm.[6]
34
Der Motor wurde im A 124, C 124, S 124 und W 124 als E34 verbaut. Der 3,4-Liter-Motor verfügt über 3314 cm³, basiert auf dem M 104 und hatte eine Motorleistung von 200 kW (272 PS) und 330 Nm, bzw. 252 PS im Cabrio.
36
Das erste Topmodell der C-Klasse hieß von 1993 bis 1997 C 36 AMG. Der Motor ist ein Reihensechszylinder mit 3606 cm³ und einer Motorleistung von 206 kW (280 PS) und 385 Nm. Er basiert auf dem M-104-Motor. Es gab den C 36 AMG nur als Limousine.
Des Weiteren wurde der Motor auch in der E-Klasse der Baureihe W 124, in allen Varianten außer der Limousine, eingesetzt. Diese Fahrzeuge wurden zwar als Tuningfahrzeuge, jedoch über das reguläre Händlernetz als E 36 AMG verkauft. Diese Motoren leisteten, ebenso wie die 3,4-Liter-Motoren, 272 PS, jedoch bei günstigerem Drehmomentverlauf.
43
Als Nachfolger des C 36 AMG stellte AMG im September 1997 den 4266 cm³ großen V8-Motor mit einer Leistung von 225 kW (306 PS) und 410 Nm Drehmoment im C 43 AMG vor. Dabei handelt es sich um eine stärkere Version des M113 E43. Der C 43 AMG wurde sowohl als Limousine und auch als T-Modell (Kombi) hergestellt.
50/60
Hierbei handelt es sich um eine stärkere Version des M119-E50-Motors, er wurde als E 50 AMG (W 210) mit unverändertem Hubraum von 4973 cm³ (255 kW/347 PS; 480 Nm), sowie als E 60 AMG (W 124 & W 210) und SL 60 AMG (R 129) mit 5956 cm³ (280 kW/381 PS; 580 Nm) verkauft, jedoch einzig der E 50 AMG wurde als Mercedes-Benz-Fahrzeug vermarktet, die anderen Versionen waren als Tuningderivate ihrer jeweiligen Grundmodelle (E 50 AMG, E 500 bzw. SL 500) über die Mercedeshändler zu beziehen.
63
Der 63er-AMG war die letzte Ausbaustufe des 12-Zylinder-Saugmotors (M137) aus dem S 600. Durch Hubraumerweiterung von 5,8 auf 6,3 l und weitere Modifikationen konnte die Leistung auf 326 kW (444 PS) angehoben werden. Die Modellbezeichnung ist außerdem eine Reverenz an den legendären 300 SEL 6.3 von 1968, des ersten Tuningobjekts von AMG. Dieser Zwölfzylinder wurde in CL- und S-Klasse, sowie, als erster Seriengeländewagen mit Zwölfzylinder, in der G-Klasse angeboten.
70/73
Der 7.055 bzw. 7.291 cm³ große V12 wurde exklusiv im SL (R 129) von AMG unter der Bezeichnung SL 70/73 AMG vermarktet und tauchte nie offiziell in den Preislisten von Mercedes auf. Der 1995 vorgestellte Roadster leistet 365 kW (496 PS) bzw. 386 kW (525 PS) und beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die gleiche Ausgangsbasis wurde sowohl für einige Mercedes-Benz CLK GTR als auch den Pagani Zonda verwendet. Der Motor trägt die interne Bezeichnung M 120.


