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16.05.2011 Fünf
Jahrzehnte Honda in Deutschland
Die 80er Jahre: Geschichte wird gemacht
Offenbach – Vom ersten PC bis zum Start des
Privatfernsehens, vom Einzug der Grünen in den Deutschen Bundestag bis zum
Super-GAU von Tschernobyl reichen die Themen, die die 80er Jahre in den
Geschichtsbüchern hinterlassen. Für Deutschland endet das Jahrzehnt mit einem
lange herbeigesehnten Ereignis: Im November 1989 bringt die Öffnung der
deutsch-deutschen Grenze endlich wieder zusammen, was zusammen gehört. Auch
Honda zählt in den 80ern zu den Gewinnern – zu Beginn durch eine Produktpalette,
die bestens ankommt, und unmittelbar nach der Wende, weil das Unternehmen im
Osten dank vieler neuer Partner schnell breit aufgestellt ist.
Stilbildendes Design
Mit der Vorstellung des so genannten „Wonder-Civic“
(1983-1987) leitet Honda eine Wende in der bisherigen Modellpolitik ein.
Frische, straffe Linien sind das optische Erkennungsmerkmal dieser neuen
„europäischen“ Modellreihe. Aufgrund seines außergewöhnlichen Designs gilt der
Civic 3-Türer noch heute als stilbildend.
Sportlich, schick, aber auch sparsam: Der
CR-X
Das CR-X Coupé wird auf Anhieb zum Synonym
für einen kleinen, leistungsstarken, dabei aber gleichzeitig sparsamen
Sportwagen. Auch die folgenden Generationen des CR-X treffen den Geschmack
sportlich ambitionierter Fahrer und Fahrerinnen. Denn wie viele Honda-Automobile
zuvor erreicht auch der CR-X einen sehr hohen Frauenanteil in der
Verkaufsstatistik.
Ausbau der Modellpalette
Hondas Modellpalette wird in den 80er Jahren
noch um zwei weitere wichtige Modelle erweitert: 1984 erscheint der kleine
Kompaktwagen Jazz, zwei Jahre später rollt die erste Generation des
Sechs-Zylinder-Oberklassemodells Legend vom Band.
Ein goldenes Lenkrad für den Civic
Dem Civic der vierten Generation werden im
Jahre 1987 – insbesondere als Modell eines Importeurs – besondere Ehren zuteil:
Er erhält die begehrte Trophäe „das Goldene Lenkrad“ der Wochenzeitung Bild am
Sonntag.
Reihenweise Weltmeistertitel
Siege sind gut fürs Image. Wie kein anderer
japanischer Hersteller profitiert Honda auch in Deutschland von Erfolgen im
Rennsport. Drei Jahre nach Hondas Wiedereinstieg in die Formel 1 im Jahr 1983
dominiert der Williams-Honda FW11 mit seinem über 1.000 PS starken
V6-Honda-Motor die Königsklasse des Automobilsports. Nach neun Siegen sichern
die Fahrer Nigel Mansell und Nelson Piquet schon vor dem letzten Rennen die
Konstrukteurs-Weltmeisterschaft für Williams-Honda. Der Titel wird bis
einschließlich 1991 fünfmal erfolgreich verteidigt.
Technologietransfer von der Rennstrecke auf
die Straße
Insbesondere im Motorradbereich kommt Honda
das Know-how aus dem Rennsport zu Gute. So wie beim sportlichsten Ableger der
Bol d´Or-Baureihe, der CB1100 R von 1980. Sie ist technisch eng mit den
RCB-Rennmaschinen verwandt, die über Jahre die Langstrecken-WM dominieren.
Einen weiteren unter zahlreichen technischen
Leckerbissen aus den 80er Jahren präsentiert Honda 1980 auch mit dem Modell CX
500 TC mit Turboaufladung. Zwar währt die Ära des Turbo-Power-Bikes nur kurz,
doch Honda festigt in den 80er Jahren immer wieder seinen Ruf als innovativster
Motorradhersteller. Ob die Einführung der Vierventiltechnik, zahnradgetriebene
Nockenwellen oder ovale Kolben: In punkto Neuentwicklungen kann Honda kein
Wettbewerber das Wasser reichen.
Grünpflege auf höchstem Niveau
Die auch in den 80ern stetig wachsende Zahl treuer Honda-Kunden
besteht keinesfalls nur aus Bikern und Autofahrern. Als Honda 1984 seinen ersten
Rasentraktor präsentiert, geht ein Ruck durch die deutschen Gärten. Was der CR-X
für junge Autofans bedeutet, ist der HT 3810 für die ambitionierten
Rasenliebhaber. Wer etwas auf sich hält, will ihn haben. Einen außerordentlichen
hohen Status genießen die so genannten Honda Power Products hierzulande längst
auch bei Freizeitkapitänen: Ein Honda-Außenborder am Heck gilt als Statussymbol.
Quelle: Honda |